Samstag, 30. Mai 2009

Die Unsichtbare Last-Minute-Hand des Marktes

Ich bin kein Experte, wenn es um die Einschätzung von Handelsvolumina im S&P 500 geht, aber der Handelschluß am Freitag war schon sehr sehr ungewöhnlich.

Karl Denninger geht trotzdem von einem dicken Short-Squeeze aus, während Tyler Durden von Zerohedge ein Schuft ist, der Böses denkt, wobei er offenbar die elektronischen Handelssysteme (und ihre Programmierer) im Blick hat:


"Going back to today's ridiculous close, the chart below shows it all: the complete tape painting volume spike at the very end of the day speaks for itself. And as computers now simply issue forced stock recall orders to each other, painting the tape wet with manipulative intent and volume spikes into the last 20 minutes of trading every day, their human creators are left on the sidelines, trying to outshout each other as to the reason for why the market keeps rising while the economy keeps tumbling".




Das Bild stammt von Karl Denninger: What Was THAT? (Friday Market Close)

Freitag, 29. Mai 2009

Marc Faber und Peter Schiff bei Glenn Beck

Thorsten Polleit und der Crack-Up-Boom

Thorsten Polleit spricht im Interview mit dem Handelsblatt über Inflation und den "Crack-Up-Boom" (die "Katastrophenhausse") von Ludwig von Mises:


HB: Als Anhänger des Ökonomen Ludwig von Mises müsste Ihnen das Szenario einer "Katastrophenhausse" bekannt vorkommen. Danach flüchten Anleger aus Angst vor massiver Geldentwertung in Sachwerte und Aktien. Es entsteht ein Boom...

TP: ... der in einem Crash endet. Es entstammt einem Extremszenario aus den frühen 20er-Jahren der Weimarer Republik. Damals setzte eine Flucht in Sachwerte ein, als allgemein erwartet wurde, dass die Inflation völlig aus dem Ruder läuft. Eine derart ausgelöste "Katastrophenhausse" würde vermutlich teilweise wieder in sich zusammenfallen, wenn nach einer Phase sehr hoher Inflation die politische Entscheidung fällt, die Währung zu stabilisieren oder durch eine neue zu ersetzen.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/_b=2300886,_p=12,_t=ftprint,doc_page=0

Mittwoch, 27. Mai 2009

Das Leben in einer Blase und das Luftschloß "Demokratie"

Unter o.g. Überschrift berichtet Bill Bonner von einem Treffen mit US-Kongressabgeordneten, die auf Einladung von Ron Paul über die aktuelle Krise debattiert haben. Er zitiert einen Senator:
"Sie verstehen das nicht", sagte ein Vertreter des Senats, den ich später traf, diese Menschen leben in einer Blasenwelt. Sie sind durch ihr Personal und durch das System selbst von der wahren Welt abgetrennt. Sie stellen sich vor, dass sie wissen, was da draußen los ist. Aber das wissen sie nicht. Sie wissen weniger als wir.
Und sie werden die letzten sein, die dahinter kommen. Sie sind so sehr damit beschäftigt, sich mit ihren Wählern zu treffen... sich mit den Spendern zu beschäftigen... Geschäfte mit ihren politischen Parteien und Unterstützern zu machen... und sie fühlen sich so großartig... sie haben nicht wirklich die Zeit, sich mit den aktuellen Themen zu befassen. Also verlassen sie sich darauf, dass ihr Personal und die Partei-Komitees ihnen sagen, was Sache ist, wofür sie stimmen sollen... und was sie denken
sollen."
Das paßt alles wunderbar zu dieser vorzüglichen Demokratie-Analyse des Instituts für Wertewirtschaft (Hattip Gelbes Forum):

Dienstag, 26. Mai 2009

Sonntag, 24. Mai 2009

Die religiöse Rechte und das Council for National Policy

Im Zuge meiner Recherchen über die religiöse Rechte und die Endzeit-Theokraten bin ich auf eine weitere Organisation gestoßen, von der ich bislang nie gehört hatte: das "Council for National Policy". Die Gruppierung sieht sich als "konservative Variante des Council on Foreign Relations" und zählt z.B. ranghohe Mitglieder der "John Birch Society" zu ihren Mitgliedern. Gegründet wurde sie 1981 von Endzeit-Prediger Tim LaHaye. Für mich ist das deswegen von großem Interesse, weil der Verdacht naheliegt, daß das CNP Aktivitäten steuert, die unter "kontrollierte Opposition" fallen. In diese Richtung lauten z.B. auch die Vorwürfe gegenüber Alex Jones. Jones unterlasse es z.B. die Jesuiten, die "Knights of Malta" und die Zionisten zu kritisieren. Auch der pseudo-libertäre Rohrkrepierer Bob Barr, der versucht hatte, auf der Ron Paul Popularitätswelle mitzuschwimmen, gehört zu den Mitgliedern.
Die folgende Dokumentation untersucht dieses Netzwerk. Die Machart ist zwar amateurhaft, aber die authentischen Videodokumente sind höchst sehenswert. Sie enthält z.B. ein kurzes Interview von Altkanzler Helmut Schmidt, der nach seinem Besuch der Bohemian Grove befragt wurde oder eine hochinteressante Debatte zwischen CNP-Mitglied und Ritter des Malteserordens Pat Buchanan, John Birch Society Präsident und CNP-Mitglied Larry Mcdonald und CFR-Mitglied Tom Braden. Erwähnung finden auch die maßgeblich beteiligten Brüder Hunt (ja, die mit dem Silber) und die obskure Moon-Sekte, der die Washington Times gehört.


THE SECRET RIGHT- VOLUME ONE

Samstag, 23. Mai 2009

Simon Johnson über die Papiergeld-Mafia

Sein Artikel "Der leise Staatsstreich" fand große Beachtung. Nun gibt der frühere Währungsfonds-Chefökonom Simon Johnson dem schweizer Tagesanzeiger ein Interview und läßt sich auch von der dümmlichen Eingangsfrage nicht entmutigen:


Herr Johnson, Sie behaupten, in den USA habe sich ein stiller Coup ereignet. Wallstreet habe Washington gekapert. Das klingt eher nach Verschwörungstheorie als nach ökonomischer Analyse.


Das hirnlose Wiederholen der inhaltslosen Abschreckungsvokabel "Verschwörungstheorie" klingt eher nach lemminghaften Auftragsjournalismus, lieber Tagesanzeiger.


Hier ist das Interview:

Donnerstag, 21. Mai 2009

Meet "The Family" - Elitärer Faschismus im Namen Jesu

In einem Interview mit dem Franzosen Thierry Meyssan bin ich über folgende Bemerkung gestoßen, die sich auf das Netzwerk bezieht, dem Hillary Clinton offenbar angehört:

"...Der Pol um das Aussenministerium rund um Hillary Clinton, einer fundamentalen Christin, Mitglied einer sehr geheimen Sekte, der Fellowship Foundation (genannt «Die Familie"). Das ist das Refugium der Zionisten, das letzte Reservat der Neokonservativen auf dem Weg der Auflösung..."


Da ich noch nie von "der Familie" gehört hatte, beschloß ich ein wenig zu googeln und bin auf folgendes schockierendes Interview mit dem Journalisten Jeffrey Sharlet gestoßen, der in 2003 einen Artikel namens "Jesus plus nothing" im amerikanischen Harpers Magazine veröffentlicht hat und über seine Erlebnisse innerhalb eines extrem mächtigen und verschwiegenen Netzwerks von pseudochristlichen selbsternannten Herrenmenschen berichtet.
Auszüge:
GNN:
Define what they mean by Hitler Concept.

SHARLET:
A loyal leadership cadre, which is interesting because guys like Hitler and Stalin were famous for purging, but they seem to focus on a couple of guys. "If two or three agree" is a phrase they use a lot. If you can get together and focus you can accomplish anything. You don't need to sway the electorate. You don't need to convert everyone to Christ. Everyone doesn't have to believe in Christ, and that's where they differ from other fundamentalists. Some fundamentalists really distrust them for that. [They say] "We need to convert everyone, the high and the low." The Family says, "No we don't need the high." All these guys Hitler, Lenin, Pol Pot and Osama bin Laden is another guy they cite a lot, are guys who understood the power of a political avant garde. That's what they mean by the Hitler Concept. Also keeping your message simple, and repeating it again and again because there is only one message and it is "Jesus Loves." You can express lots of different things with that term.
I always try to play the devil's advocate. They are not the traditional right wing bad guys. They have been able to do what they do for so long because no one has been looking for this kind of thing.
A lot of this is already in the culture, take [the book] "Ghengis Khan Business Secrets," for instance, the admiration authoritarian leaders.

GNN:
Here's where I'm confused. To me they sound like Nietzsche. They don't sound like Jesus Christ. They sound like they are creating the Nietzschean superman above the moral universe the rest of us slaves live in.

SHARLET:
I don't think I mention Nietzsche in the article, do I?

GNN: I don't think so.

SHARLET:
That's really perceptive of you. Many of them love Nietzsche. They think he's fascinating.
...
GNN:
So how scared are you of this group? Are they a force for fascism or some sort of cult-like group with big connections that comes and goes?

SHARLET:
I think they are definitely a force for fascism. I think a lot of the way the world looks is a result of their work. They were instrumental in getting U.S. government support for General Suharto, for the generals' juntas in Brazil. Just take those two countries alone, they are two of the biggest countries on Earth. Those countries might have been progressive democracies a long time ago had it not been for U.S. support for those regimes ...

GNN:
But don't you think the CIA and the U.S. government's own agenda had a lot to do with those decisions?

SHARLET: Yeah, but they made those connections...

Dienstag, 19. Mai 2009

Du bist Terrorist

Du bist Terrorist

Gold to Go - erster Goldautomat in Frankfurt aufgestellt

"Gold gibt's jetzt auch am Automaten" schreibt die Financial Times:

"Goldgräberstimmung am Frankfurter Hauptbahnhof: Wer in das Edelmetall investieren will, kann sich den Weg zur Bank künftig sparen. Ihre Goldplättchen können sich Anleger an einem Automaten ziehen. 500 Apparate sind geplant."

Reuters.com meldet lapidar:

"A German asset management company plans to set up 500"Gold-To-Go" automatic teller machines (ATMs) in Germany,Switzerland and Austria this year."

Und das ganze bietet der "Gold Supermarkt" an:

http://www.gold-super-markt.de/goldkauf-online/uber-uns.html



Bald kein Rechtschreibfehler mehr?





Freitag, 15. Mai 2009

Kapern die Ron Paul Revolutionäre die GOP?

The Southern Avenger: Ron Paul Republicans

Ron Paul bei Morning Joe über wahren Kapitalismus

Ron Paul discusses Austrian vs. Keynesian economics on Morning Joe 05/15/2009

300 Griechische Kommunisten protestieren gegen Bilderberg

Freeman bloggt live über Bilderberg 2009, er hat Bekannte vor Ort:




Ca. 300 Mitglieder der griechischen Kommunistischen Partei sind mit Bussen trotz Absperrungen bis vor das Tagungshotel vorgedrungen und haben eine lautstarke Protestaktion gestartet. In Sprechkören, Plakaten und Transparenten haben sie ihren Unmut zu Ausdruck gebracht. Ca. 50 Polizisten stehen ihn gegenüber, weitere Hunderschaften stehen in Bereitschaft. Ich bin mit Gerhard Wisnewski in telefonischer Verbindung und habe die Protestaktion über sein Handy aufgenommen. Die Aufnahme ist in Bearbeitung und sobald sie fertig ist schalte ich sie mit seinem Kommentar und Live-Bericht auf."


Schade, daß man sich in solchen Situationen, in denen bürgerlicher Widerstand gefordert ist, offenbar nur auf die Kommunisten verlassen kann.
Trotzdem ευχαριστήσω που απολαμβάνουν ("Danke Genossen" lt. Google-Sprachtool).



Hasta la libertad, siempre!


Für einen libertären zivilisierten Widerstand


Donnerstag, 14. Mai 2009

Bilderberg: Verschwörungstheorie für Dummies?

Ich gehe davon aus, daß Christoph konform mit mir geht, daß wir von Bavaria4RonPaul uns eher selbst als "Verschwörungstheoretiker" bezeichnen würden, ehe wir uns irgendwie von Leuten wie Alex Jones, Freeman, den Infokriegern etc. distanzieren würden - abgesehen vielleicht von sekundären Geschmacksfragen. Wir werden ja auch gelegentlich in diese Ecke gestellt, in unserem persönlichen Umfeld oder im Netz. Ich selbst versuche bei allem Interesse und aller Neugier an dieser Thematik die Methodik von Prof. Murray Rothbard ("Wall Street, Banks, and American Foreign Policy") und Hayek nicht zu vergessen: methodologischer Individualismus ("Wer genau hat was genau gemacht?" und "Spontane Ordnung versus Machbarkeitswahn" (die Grenzen der Planbarkeit).
Die Geschichten, die sich seit Jahrzehnten um die Bilderberger ranken, sind ein Paradebeispiel für die Genese von "Verschwörungstheorien" - es wird viel spekuliert, aber es ist ein durchaus ernstzunehmender wahrer Kern daran. Vielleicht werden Verbindungen gesehen, wo garkeine sind? Vielleicht sind weder die Akteure noch ihr vernetztes Wirken von Bedeutung?
Nehmen wir beispielsweise den Gründer, Prinz Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, den ehemaligen Nazi-SS-Offizier und Direktionsleiter der IG Farben in Paris. Der lud z.B. in den Anfangsjahren gerne den Bankier Hermann Josef Abs, ehemaliges Aufsichtsratmitglied der IG Farben zu den Bilderberger-Treffen ein. Der war wiederum in die geheimen Pläne der Nazis involviert, das Reich nach der totalen Niederlage Deutschlands im Unter- und Hintergrund wieder aufzubauen - in einem supranationalen europäischen Meta-Staat.
Womit wir wiederum bei Bilderberg wären...
Ein "Verschwörungsspinner", wer bei solchen Vorgängen mißtrauisch wird...
Wo sind eigentlich die ach-so-antitotalitären Linken und die ganzen bissigen Anti-Anti-Semiten, wenn man sie mal braucht?

"Gesellschaftsverbesserung"

"Gesellschaftsverbesserung"
"Wenn der Mensch in seinem Bestreben, die gesellschaftliche Ordnung besser zu gestalten, nicht mehr Schaden als Nutzen anrichten soll, wird er lernen müssen, daß er auf diesem, wie auf allen anderen Gebieten mit einer tief verflochtenen Organisationsstruktur, keine endgültigen Kenntnisse dessen erlangen kann, was ihm das Beherrschen der Vorgänge erst ermöglichen würde. Er wird sich deshalb des Wissens bedienen müssen, dessen er fähig ist. Er darf nicht die Ergebnisse formen wollen wie ein Handwerker sein Werk. Vielmehr wird er das Wachstum fördern müssen, indem er für eine angemessene Umgebung sorgt - ganz so, wie der Gärtner dies für seine Pflanzen macht. Es liegt eine Gefahr in dem überschwenglichen Gefühl einer unaufhörlich wachsenden Macht, die der Fortschritt in den Naturwissenschaften mit sich brachte und die den Menschen verlockt, ... nicht nur unsere natürliche, sondern auch unsere menschliche Umgebung der Herrschaft des menschlichen Willens zu unterwerfen. Die Erkenntnis von den unüberwindlichen Grenzen seines Wissens sollten den Erforscher der Gesellschaft eigentlich Demut lehren. Diese Demut sollte ihn davor bewahren, Mitschuldiger in dem verhängnisvollen menschlichen Streben nach der Herrschaft über die Gesellschaft zu werden - einem Streben, das ihn nicht nur zum Tyrannen über seine Mitmenschen macht, sondern ihn ebenso zum Zerstörer einer Zivilisation machen kann, die kein Geist erdacht hat, sondern die sich aus den freien Entscheidungen von Millionen von Menschen geformt hat."

("Die Vortäuschung von Wissen", in: Horst Claus Recktenwaldt (Hrsg.): Die Nobelpreisträger der ökonomischen Wissenschaft, 1969-1988, Düsseldorf 1989, Bd. 1, S. 397 f.)

http://hayek.de/markante-zitate

Bilderberg 2009: Es gibt NICHTS zu berichten!

Es gibt nichts zu berichten, über Bilderberg 2009 in Athen (teilen die eigentlich T-Shirts aus?). Dieses Licht ist dem Witzbold-Journalisten Charlie Skelton vom englischen Guardian aufgegangen, nachdem er die grotesken Sicherheitsmaßnahmen für das diesjährige mainstream-mediale Non-Event, das 57-zigste Treffen der sagenumwobenen "Bilderberger", am eigenen Leib zu spüren bekommen hat. Es wird spannend sein zu sehen, wie seine kleine Spaß-Reihe nun weitergehen wird. Er wird von der griechischen Polizei recht ruppig in Gewahrsam genommen, weil er nur in die Nähe des "Nafsika Astir-Palace"-Hotels auf der griechischen Halbinsel Vougliagmeni (siehe Bild von Google-Earth) gekommen war.



"Er beschriebe die Szene so: "Es kam ein Mann mit einer Maschinenpistole auf mich zu. Noch einer mit einem Stab mit Spiegel. Es war das erste Mal, und hoffentlich das letzte, dass ich durch einen Spiegel und einem Stab eingeschüchtert wurde. Die umkreisten mich. Der eine auf dem Fotot hatte die Hand auf der Pistole und sties mich dauernd in die Schulter, und rief: 'Geben sie mir die Kamera! Geben sie mir einfach die Kamera!'" Sie sagten zu ihm: "Sehr wichtige Leute kommen. Sehr wichtige. Keine Fotos. Bitte steigen sie in ihr Auto ein, dann nehmen wir ihre Personalien auf, geben sie in den Computer ein und dann können sie gehen". Er folgte den Beamten zur Polizeistation wo er aufgefordert wurde das Foto in der Kamera zu löschen. Es gab eine Diskussion, aber er weigerte sich. Nach einiger Zeit liesen sie ihn dann laufen."


Charles Skelton hat das sichtlich umgehauen. Er schließt seinen Bericht mit diesen Worten, nachdem er eine Nacht darüber geschlafen hat:


"Ich schlief. Heute Morgen, nachdem ich mich nach einer Scheibe Frühstückskuchen stärker fühle, glaube ich zu verstehen: ich habe den Stein ins rollen gebracht. Ich war die "Agitation" vor der sie gewarnt worden waren. Sehr wichtige Leute. Keine Fehler. Sie waren verkabelt, aufgepumpt auf Konfrontation und mein Foto hatte den Funken ausgelöst, der die Situation zum explodieren gebracht hat. Deswegen sind sie mir so ins Gesicht gesprungen. Wichtige Leute sind im Anmarsch. No Fotografia.

Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: es gibt tatsächlich keine einzige Fotografia. Keine einzige. Nicht ein einziges Mitglied der Mainstream-Presse. Nicht ein einziges Kamera-Stativ eines Nachrichten-Bluthundes. Nichts. Nichts geschieht hier . Nichts zu berichten.
Die Limousinen fahren vor. Es gibt nichts zu berichten.

Sie haben eine ganze Halbinsel abgesperrt. Es gibt Straßensperren. Maschinengewehre. Und nichts zu berichten.
Dies ist das 57-zigste jährliche Bilderberg-Treffen. Es gibt nichts zu berichten."

Alle Jahre wieder...kreisst der Bilderberg

Dieses Jahr haben die diskreten Magnaten, Monarchen und Medientycoons sich in einem Hotel in der Nähe von Athen für den alljährlichen Plausch eingefunden. Infokrieg.tv berichtet natürlich wie immer darüber, aber dieses Jahr hat auch der britische Guardian einen Reporter entsandt, der auf humorige Weise von seinen Eindrücken berichtet:

Teil 1: Our man at Bilderberg: in pursuit of the world's most powerful cabal

Mich stört der ironische Ton des britischen Journalisten zwar nicht, aber ich könnte nachvollziehen, wenn vehemente Kritiker von Bilderberg der Meinung wären, daß die mutmaßlichen Absichten der illustren Plauderrunde nicht zum lachen sind.
Die "Verschwörungstheorie-Skeptiker" möchte ich auf der anderen Seite daran erinnern, daß vor nicht einmal 10 Jahren, in der Zeit vor der allgemeinen Verbreitung des Internets die bloße Existenz von Bilderberg geleugnet wurde. Wenn die Gruppierung nun endlich einmal die Aufmerksamkeit der diesbezüglich radikalpazifistischen "Vierten Gewalt" erfährt, wäre ich persönlich schon ganz zufrieden.
Update:
Auch die Londoner Times berichtet und zitiert sogar den "Verschwörungstheoretiker" Daniel Estulin:
"...This year the club is going to talk about depression. “According to the pre-meeting booklet sent out to attendees, Bilderberg is looking at two options,” says the Bilderberg-watcher Daniel Estulin — “either a prolonged, agonising depression that dooms the world to decades of stagnation, decline and poverty — or an intense but shorter depression that paves the way for a new sustainable economic world order, with less sovereignty but more efficiency...”
Der Bischof von Piräus wird ebenfalls zitiert:
Bilderberg is a "...criminal cabal of world Zionism and its efforts to set up a cruel world dictatorship under the headship of Lucifer”.
Danke, Seraphim (so heißt der Mann offenbar). Wegen Leuten wie Dir ist der Ruf der "Verschwörungstheoretiker" so hervorragend...

Dienstag, 12. Mai 2009

Erstes April-Budget-Defizit in den USA seit 1983

Der Blog Zero-Hedge meldet das erste Budgetdefizit für den Monat April in den USA seit 1983. Der April ist laut dem Artikel normalerweise der stärkste Monat, da die Einkommenssteuerzuflüsse in diesem Monat am höchsten sind. Aus Kalifornien war bereits vermeldet worden, daß die Umsatzsteuereinnahmen des Bundesstaates im Vorjahresvergleich um rund 50% eingebrochen sind. Kalifornien ist immerhin etwa die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt, wenn man die Einzelleistung des Bundestaats heranzieht. Die Haushaltskasse von Arnold Schwarzenegger mußte auch einen Einbruch der Einkommenssteuereinahmen um ca. 43% hinnehmen.
Happy Printing!

Angriff auf die Freiheit

"Libertas Deutschland" ist zwar leider nicht auf bundesdeutschen Europawahlzetteln verteten, aber Carlos Gebauer bleibt den Freunden der Freiheit als Aktivist erhalten. Nun beteiligt er sich an einer "Internetoffensive" um Eva Herrman und spricht mit der "Freien Welt" über sein Engagement:
FreieWelt.net: Was führt einen Liberalen und Freiheitsfreund wie Sie an die Seite der Familienfreunde und Lebensschützer?
Carlos A. Gebauer: Ein richtiger Liberaler ist in erster Linie immer ein Menschenschützer. Denn das Individuum ist die kleinste Minderheit. Der Einzelne braucht daher den größten Schutz vor der gewaltigen Macht aller anderen. Weil aber umgekehrt der singuläre, schwache Einzelne für sich alleine niemals fähig wäre, sein Leben zu meistern, braucht er immer die Kooperation mit anderen. Die erste und natürlichste soziale Gruppe, die ihn umgibt, ist seine eigene Familie. Sie trägt ihn, schützt ihn, prägt ihn Staat, der sich zur Aufgabe macht, mit seinen gewaltigen Zwangsmitteln Funktionen dieses freiwilligen Familienverbandes zu ersetzen, gefährdet das Individuum folglich an seiner intimsten und innersten Sphäre. Das muß jeden Liberalen interessieren, dem der Menschenschutz am Herzen liegt.
Das komplette Interview ist hier zu finden:

Sonntag, 10. Mai 2009

Follow the White Rose...

"Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique "regieren" zu lassen. "

Flugblatt I. Mit Genehmigung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

"Ist es nicht so, daß sich jeder ehrliche Deutsche heute seiner Regierung schämt, und wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die grauenvollsten und jegliches Maß unendlich überschreitenden Verbrechen ans Tageslicht treten? Wenn das deutsche Volk schon so in seinem tiefsten Wesen korrumpiert und zerfallen ist, daß es, ohne eine Hand zu regen, im leichtsinnigen Vertrauen auf eine fragwürdige Gesetzmäßigkeit der Geschichte das Höchste, das ein Mensch besitzt und das ihn über jede andere Kreatur erhöht, nämlich den freien Willen, preisgibt, die Freiheit des Menschen preisgibt, selbst mit einzugreifen in das Rad der Geschichte und es seiner vernünftigen Entscheidung unterzuordnen - wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur geistlosen und feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang."

Weiter

Samstag, 9. Mai 2009

Government Sachs in der FAZ

Big Business in Amerika
Ein Gold-Mann verfängt sich im politischen Netz
Von Norbert Kuls, New York

09. Mai 2009 Aus den Fenstern der Büros von Goldman Sachs an der Constitution Avenue in Washington haben die Lobbyisten der New Yorker Bank einen exzellenten Blick auf das Kapitol. Die Goldman-Büros sind kaum weiter vom Kapitol entfernt als die Gebäude, in denen Senatoren und Abgeordnete ihre Büros und Sitzungssäle haben. Diese räumliche Nähe ist durchaus symbolisch zu verstehen. Denn die Liste der Spitzenmanager von Goldman, die nach einer Karriere an der Wall Street in die Politik wechseln, ist lang. Politisches Engagement hat Tradition bei Goldman. Böse Zungen sprechen von "Government Sachs" - Regierung Sachs...

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E014D21B7B04446F8BD7B147A60706D3D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Alex Jones ruft im Weißen Haus an

Offenbar wurde sein Youtube-Channel daraufhin gesperrt.


Next Stop Staatsversagen?

Martin Weiss spricht zwar größtenteils über die USA, aber in Europa sieht es nicht viel anders aus:
Die nächste Phase der Schuldenkrise: Das Staatsanleihen-Fiasko
"Der rote Faden: faule Kredite Sie haben miterlebt, wie die "Subprime"-Krise zu einer umfassenden Hypothekenkreditkrise wurde, wie die Hypothekenkrise zu einer Bankenkrise wurde und wie die Bankenkrise zu einer Weltwirtschaftskrise wurde. Bereiten Sie sich jetzt auf die nächste Phase dieser monumentalen Krise vor - eine Krise der Staatsfinanzen, eine Staatskrise. Der rote Faden, der sich durch jede dieser Phasen zieht, ist einfach zu erkennen: faule Kredite und auf ihnen basierende "toxische" Wertpapiere. Wie einst das Umweltgift DDT durchdrangen die faulen Kredite Schritt für Schritt die Nahrungskette. Zuerst traf es 2007 die Hypothekenkreditspezialisten, dann die Großbanken in 2008. Und in den vergangenen Monaten haben die faulen Kredite den Staat erreicht, der sie über Rettungsprogramme und Garantieerklärungen aufgenommen hat. In jeder Phase wurden die Institutionen, die faule Kredite auf den Büchern hatten, hart vom Markt bestraft oder sogar vernichtet. Die Aktien von Countrywide Financials, einer über und über mit faulen Krediten gefüllten Bank, fielen von 2007 bis 2008 von 45 auf 4,25 Dollar. Die Fannie-Mae-Aktie, die nächste, die die unerbittliche Gerechtigkeit des Marktes zu spüren bekam, fiel bis November 2008 von mehr als 70 Dollar auf 30 Cents. Die Bank of America, die Käuferin von Countrywide, sah ihre Aktien innerhalb weniger Monate von 39 auf 2,53 Dollar abstürzen...."

Skandal! Internationale Banken brechen Bayerische Verfassung!

Zunächst einmal möchte ich festhalten, daß ich kein Jurist bin. Ich habe keine Ahnung, was für eine "reale praktische Relevanz" die Verfassung von Bayern für mich als qua Staatsverfassung bayerischen Staatsbürger hat. Aber ich finde - und das sage ich als Libertärer - die bayerische Verfassung passagenweise schon sehr sympathisch, gerade in ihrer Aktualität in Hinblick auf die Finanzkrise.
Ich zitiere die Originalversion von 1946:

"Art. 156 – Der Zusammenschluß von Unternehmungen zum Zwecke der Zusammenballung wirtschaftlicher Macht und der Monopolbildung ist unzulässig. Insbesondere sind Kartelle, Konzerne und Preisabreden verboten, welche die Ausbeutung der breiten Massen der Bevölkerung oder die Vernichtung selbständiger mittelständischer Existenzen bezwecken.

Art. 157 – 1) Kapitalbildung ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur Entfaltung der Volkswirtschaft.
2) Das Geld- und Kreditwesen dient der Werteschaffung und der Befriedigung der Bedürfnisse aller Bewohner."


Da stelle ich mir als bayerischer Staatsbürger fei scho die Frage, bei wem man sich eigentlich beschweren kann, wenn einem die Verfassung gebrochen wird?
An wen wendet man sich denn als Bürger, wenn einem das Geld- und Kreditwesen durch internationale Großkartelle aus den Händen gerissen wurde?
PS:
Ich bin dafür, daß bayerisches Geld so gut wie Gold oder Silber sein sollte. Die preußische DM hatten wir ja noch lieb, aber den Euro woll`ma ned. Höchstens Parallel. Für königlich bayerisches Edelmetalgeld!

Donnerstag, 7. Mai 2009

Hop hop Schwyz! Jetzt erst recht!

Die britische Kleptokraten machen es vor: erst die Banken retten, dann die Steuerzahler plündern. In ganz Europa reiben sich die Finanzminister die Händer vor dem großen Beutezug. In ganz Europa? Nein...ein kleines Land leistet Widerstand...

Jetzt erst recht: Die Schweiz wird zur Steueroase
Von Ralph Pöhner. Aktualisiert am 27.04.2009


Günstige Gemeinden am Zürich- oder Genfersee können eine neue Migrantengruppe erwarten: reiche Briten. Seit die Regierung höhere Steuern für Besserverdiener plant, kündigen Englands Millionäre den Exodus an...

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Jetzt-erst-recht-Die-Schweiz-wird-zur-Steueroase/story/12377594

Peter Schiff bei Google

Authors@Google Peter Schiff


Dienstag, 5. Mai 2009

Goldman Sucks kommt nicht aus den Schlagzeilen

Die "Goldman Conspiracy" zieht weitere Kreise...Im Artikel "Immer wieder Goldman Sachs" berichtet der Finanzblog Zeitenwende.ch über die neusten Entwicklungen:

"Immer wieder Goldman Sachs
Dienstag, 5. Mai 2009
Die zahlreichen Verknüpfungen zwischen Goldman Sachs, der FED und der amerikanischen Regierung haben schon öfters für Stirnrunzeln gesorgt. Doch die Machenschaften blieben Randnotizen. Die Frage ist, wie lange noch, denn das Wall Street Journal hat einen weiteren Fall aufgedeckt. Der Drehtüreffekt zwischen Grosskonzernen und der Regierung ist ein alt bekanntes wenn auch sehr ärgerliches Phänomen. Doch noch schlimmer ist es, wenn es jemand schafft auf beiden Seiten der Türe gleichzeitig zu sitzen. Geschafft hat es - einmal dürfen Sie raten - wieder einmal Goldman Sachs..."


http://blog.zeitenwende.ch/hansruedi-ramsauer/immer-wieder-goldman-sachs/

Enthüllungsbuch eines Top-Banksters

"Krösus" nennt sich der angebliche französische Ex-Top-Bankier, dessen Enthüllungsbuch "Confessions d'un banquier pourri» – zu deutsch etwa «Geständnisse eines verdorbenen Bankers" - die Franzosen und die Schweizer beschäftigt.

Die deutsche Botschaft in Paris kommentiert am 15.04.2009:

"LA TRIBUNE macht mit der für heute geplanten Veröffentlichung eines Buchs über die Bekenntnisse eines korrupten Bankers ("Confessions d'un banquier pourri") auf. Das unter dem Pseudonym "Cresus" verfasste Werk eines früheren Bankmanagers sei ein schockierender Thriller und werde die schlechte öffentliche Meinung über Banker weiter verstärken."

Die schweizer Finnews.ch greift die Geschichte auf:

"Sie kennen mich nicht», schreibt der Mann zu Beginn, «ich wuchs im Schatten heran, im Herzen des Harems des Geldes». Der Schattenmann schreibt unter dem Pseudonym Crésus, Krösus, und er behauptet, in der Konzernleitung einer der grössten Banken von Frankreich gesessen zu haben – bis vor fünf Monaten. Jetzt aber berichtet er aus seinem Leben und seiner Branche..."

Das Interesse der schweizer Medien ist verständlich, werden doch einige Eidgenossen in dem Buch namentlich erwähnt. Unter Ihnen ist einer der wenigen aufrechten und freiheitlichen schweizer Bankiers zu finden, Konrad Hummler von der Privatbank Wegelin und Co., dessen Marktkommentare in Finanzkreisen gerne gelesen werden. "Krösus" beschreibt den Präsidenten der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers in seinem Buch als "eigenbrötlerisch, anarchistisch und vorlaut". In Verhandlungen mit EU-Bürokraten hat Hummler das schweizer Bankgeheimnis offenbar mit harten Bandagen verteidigt. Laut dem Tagesanzeiger aus der Schweiz schildert "Krösus" folgende Anekdote:


"Als Hummler eintrifft, erzählt er Krösus, wie er sich eben als Präsident der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers mit Vertretern der EU-Kommission zu Verhandlungen über das Bankgeheimnis getroffen hat. «Wir haben ihnen klar gemacht, dass wir bereit sind, alle Finanz-Transaktionen mit Europa zu unterbinden, wenn sie weiterhin die Zähne zeigen.»
Bereits 2005 hatte er Erfolg mit diesen Drohungen. Krösus erinnert sich: «Konrad entschied sich, seinen Joker einzusetzen: ‹Sie wollen wirklich Transparenz, meine Herren? Perfekt. Dann könnten wir uns für drei ihrer Kommissare interessieren, die dummerweise vergessen haben, ihre Konten auf unseren Banken zu deklarieren.›» Darauf schwiegen die «Apparatschiks» aus Brüssel
. "


Es wird allerdings offenbar spekuliert, daß das Buch nicht von einem Top-Banker, sondern von Journalisten stamme. Hummler dementierte jedenfalls die Geschichte...

"Bei solchen “Anarchisten” braucht’s gar keinen Faschismus"

Diese Perle vob Marco Kanne habe ich leider viel zu spät entdeckt (der Artikel ist vom 10.04.09), aber umso lieber verlinke ich nun auf diesen ketzerischen Lesegenuß:



Heute hat der so genannte “Anarchistische Kongress” begonnen, ein Treffen “linker”, also ultra-heuchlerischer Gewaltfetischisten. Eigentlich braucht es schon fast keine weiteren Ausführungen dazu, wenn man weiß, dass diese Bagage in der TU Berlin tagen wollte. Selbstverständlich großzügig finanziell unterstützt mit jenen Zwangsgeldern, die unter Androhung staatlicher Gewalt alle Studenten an den dortigen Asta abzudrücken haben.
Man muss schon ein ziemlicher Heuchler oder vollkommen bekloppt sein, überall da, wo Menschen auf freier und friedlicher Grundlage interagieren, “strukturelle Gewalt” erblicken zu wollen, während man selbst aktiv Profit aus dem Zwangs- und Gewaltsystem “Staat” schlägt und sich den ganzen Tag darüber streitet, welche friedlichen Menschen (alias “Kapitalistenschweine”) man so alles einzusperren oder aufzuhängen hätte. Eines ist man dann jedenfalls nicht: ein echter Anarchist, also jemand der für eine freie, friedliche und herrschaftslose Gesellschaft eintritt.


Ron Paul an Genosse Bernanke: das Problem ist die FED-Planwirtschaft

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