Donnerstag, 31. Dezember 2009

Goldanleger aufgemerkt!

-- Dies ist keine Anlageempfehlung --

Mit dem Jahr 2009 geht das neunte Kalenderjahr in Folge zu Ende, in dem Gold eine positive Preisentwicklung hatte.

Das ist insofern bemerkenswert, weil es meines Wissens nur einen einzigen Fall gab, in dem einem grossen und bedeutenden Markt dasselbe gelungen ist: dem usamerikanischen Aktienmarkt von 1991 bis 1999. (Und das zehnte Kalenderjahr war dann prompt negativ.)

Nicht mal die Bondmärkte haben dies in ihrem 27-jährigen Bullenmarkt von 1981 bis 2008 geschafft.

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Wie wird es also weitergehen am Goldmarkt? Keine Ahnung!

Aber Goldanleger sollten zumindest nicht überrascht sein, wenn 2010 mal wieder ein negatives Jahr wird.

-- Dies ist keine Anlageempfehlung --

USA planen Anschlag

Geldmenge Euro-M3 schrumpft zum ersten Mal

Im November ist die umfassendste Geldmenge M3 im Euroraum zum ersten Mal im Jahresvergleich kleiner geworden:

M3-Wachstum von Januar 1981 bis November 2009
(zum Vergrößern Bild anklicken)


Trotz ausufernder Staatsdefizite ist von Inflation im Moment noch nichts zu sehen.
Ganz im Gegenteil: nach strikter "österreichischer" Lesart ist sie da, die reinigende Deflation!

Move Your Money!

Die einflußreiche Online-Zeitung Huffington Post hat eine interessante Aktion als "guten Vorsatz" für das neue Jahr gestartet. Sie ruft unter dem Schlachtruf "Move Your Money" die Amerikaner dazu auf, ihr Geld von den großen "too big to fail"-Banken (Citi, Bank of America, JP Morgan etc.) abzuziehen und zu kleineren Regionalbanken zu tragen. Unterstützt wird die Huffington Post von Filmemacher Eugene Jarecki, den einige vielleicht von seinem grandiosen Film "Why We fight" kennen. Jarecki hat ein kurzes Video hergestellt, daß sich an den US-Film "It`s a wonderful life" (zu deutsch: "Ist das Leben nicht schön?") anlehnt:


Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt. Das gute am Fractional Reserve Banking ist ja, daß es sehr weniger Menschen bedarf, um eine Bank in Schwierigkeiten zu bringen...

Unterstützt wird die Aktion natürlich von vielgelesenen Bloggern wie Karl Denninger, aber auch von der deutlich nüchterneren und sehr sachlichen Frau Yves Smith von Nakedcapitalism.

Ich freue mich riesig über solche parteiübergreifende Aktionen, die der Welt vielleicht zeigen werden, was der US-amerikanische Kapitalismus eigentlich wirklich (einmal) bedeutet (hat).

Kleines PS zu meiner Schlußbemerkung: Im deutschen Wikipedia-Eintrag zum o.g. alten Fim habe ich folgende Anekdote gefunden:

"Ein internes Memorandum des FBI von 1947 berichtet von einer Quelle aus der Film-Industrie, die It's a Wonderful Life als "subversive kommunistische Propaganda" bezeichnet.[1]"

Neues von der Naked Short Selling Front

Lila Rajiva hat einen Beitrag über die Mitglieder des Kontrollgremiums der DTCC verlinkt. Die DTCC ist das weltgrößte "Clearinghouse":



"Ein Clearinghouse oder eine Clearinggesellschaft ist ein Unternehmen oder eine Institution, die im Finanzbereich für das Clearing und Settlement von Wertpapiertransaktionen zuständig ist und meist auch die Rolle der zentralen Wertpapierverwahrung übernimmt. Dabei funktionieren Clearinggesellschaften oft als Central Counterparty, über die Finanzgeschäfte zwischen verschiedenen Parteien zentral abgewickelt werden."



Aus der Überschrift von Frau Rajivas Beitrag wird klar, was sie von den "Kontrolleuren" hält:



DTCC Board Stuffed With Kleptocrat Banks/Funds



Natürlich sind auch unsere Freunde von Goldman Sachs mit an Bord, die DTCC hat also göttlichen Beistand. Die DTCC ist im Kontext der "Naked Short Sales" (=ungedeckte Leerverkäufe) wichtig, weil sie die Buchführung über die gehandelte Aktien überwacht und bei ungedeckten Leerverkäufen auch die Phantom-Aktien ("Failed to Deliver") ausstellt, die dazu führen können, daß mehr Aktien gehandelt werden, als ein Unternehmen XY überhaupt emittiert hatte. Overstock.com ist so ein Unternehmen und der CEO Patrick Byrne betreibt die Seite Deepcapture.com, die sich mit dem Phänomen des "Naked Short Sellings" beschäftigt. Byrne führt einen kleinen Kreuzzug gegen die seiner (und meiner) Ansicht nach kriminellen Aktivitäten, die auch eine Desinformationskampagne von involvierten Journalisten, die bei Wikipedia Beiträge manipulieren einschließt. Gary Weiss ist so ein "Journalist" und in diesem Beitrag dokumentiert Deepcapture die Änderungen an relevanten Wikipedia-Artikeln:



Mittwoch, 30. Dezember 2009

Ben Steins Präventivschlag

Ich hatte berichtet, wie der amerikanische Medien-Promi Ben Stein auf CNN Ron Paul des "Antisemitismus" überführt hatte, ohne daß ich allerdings verstanden hatte wieso. Netterweise erklärt Ben seinen Gedankengang:

"...One of the other guests was Rep. Ron Paul of Texas. He said, at least as I understood it -- and I could be mistaken -- that the real fault for this terror attack lies with the United States for provoking al Qaeda by "occupying their land" --this is a paraphrase. I expressed shock at this line of approach. Rep. Paul -- as I recall -- said again that the U.S. was causing these attacks by our being "occupiers."
I said this line was something like "the tired old anti-Semitic line." I said this because in my long experience, those who talk about the U.S. "occupying" Moslem lands soon go to criticism of the U.S. for helping Israel -- a line long associated with Rep. Paul, as I understand, and again, maybe I am misinformed -- and then to biting criticism of Israel and then to bitter comments about Jews generally..."

Weil also nach seiner Erfahrung diejenigen, die darüber reden, daß die USA muslimische Länder besetzen, bald darauf auch die USA für ihre Unterstützung von Israel kritisieren und dann Israel an sich scharf kritisieren und dann auch abfällige Kommentare über Juden an sich und ansonsten abgeben...deswegen war Ron Pauls Kommentar antisemitisch. Potentiell sozusagen. Oder latent. Oder strukturell. Oder so.
Der arme Ben wollte dann NATÜRLICH hinzufügen, daß er nicht glaube, daß Ron Paul so weit gehen würde, aber Ron Paul habe ihn dann einfach nicht zu Wort kommen lassen, aber wenn Ron Paul nun sagt, daß er nicht wie oben beschrieben argumentieren würde und auch kein Antisemit sei, dann glaubt Ben ihm:

"I was about to add that I was sure that Rep. Paul was not going that far. But Rep. Paul became so upset that I could not get in a word.
So let me say right now that if Rep. Paul says he is not taking that line, and is not an anti-Semite, I believe him, good for him and I am happy to know him
."
Wie nett.

An dieser Stelle möchte ich viele Grüße an die ganzen verleumderischen Arschlöcher da draußen im Internet schicken, die wie Ben Stein nichtmal eine Entschuldigung hinkriegen, wenn sie jemanden "vorsichtshalber" ´mal des "Antisemitismus" bezichtigen, weil das offenbar immernoch als der "Rufmord der (Pseudo-)Anständigen" und damit als eine Art geradezu notwendiges Kavaliersdelikt zu gelten scheint. "Wehret den Anfängen" und so.
Und mein herzliches Beileid an unsere jüdischen Leser, daß soviele Arschlöcher meinen, im Namen "der Juden" sprechen zu müssen (als Nicht-Jude durfte ich mir bisher nur "Antisemit" als Vorwurf anhören - wenn auch meines Wissens bisher nie von einem Juden. "Self hating jew" finde ich aber noch viel infamer).

Dienstag, 29. Dezember 2009

Warum dürfen (nur) Muslime sitzen bleiben?

In Holland hat der Strafverteidiger Mohammed Enait von der Berufungsinstanz der dortigen Anwaltskammer das Recht zugesprochen bekommen, im Gerichtsaal sitzen zu bleiben, anstatt wie alle anderen aufzustehen, sobald der Richter den Saal betritt. Anwalt Enait hatte behauptet, für ihn als Moslem seien alle Menschen gleich und die Geste des Respektes daher nicht notwendig.

... ist auf http://www.ortneronline.at/?p=2561 zu lesen.

Nun, das nenne ich fortschrittlich. Mir ist bloss schleierhaft, warum alle anderen aufstehen müssen.

Die Aktienrallye, Ben Bernanke und der CFR

Im Zuge meiner Überlegungen, wie es um "die Wirtschaft" und "die Aktienmärkte" bestellt ist, habe ich nochmal nachgesehen, wie die Chronologie der Lockerung des "Mark-to-Market"-Prinzips abgelaufen ist (einen Eindruck, worum es da geht, haben wir z.B. hier und hier geliefert). Im englischen Wikipedia-Eintrag zum Thema bin ich dabei auf folgende Passage gestoßen:
"On March 10, 2009, In remarks made in the Council on Foreign Relations in Washington, Federal Reserve Chairman Ben Bernanke said, "We should review regulatory policies and accounting rules to ensure that they do not induce excessive (swings in the financial system and economy)". Although he doesn't support the full suspension of basic proposition of Mark to Market principles, he is open to improving it and provide "guidance" on reasonable ways to value assets to reduce their pro- cyclical effects.[18]"
10. März? Da war doch was, dachte ich mir und siehe da:


Ich will damit keine "großangelegte Verschwörung" dokumentieren, aber da mich die Theorie der "liquiditätsgetriebenen" Rallye nicht richtig überzeugt, poste ich das mal als interessanten "Zufall". Man wirft schließlich nichtmal kostenloses Geld irgendwelchem Schrott hinterher, es sei denn, der Schrott darf in der Bilanz als rostfreier Edelstahl, der jederzeit ohne Abschlag veräußerbar wäre, verbucht werden. Daß man das so würde machen dürfen, wußten die Jungs vom CFR als erste. Ich schließe ganz kühn daraus, daß man dort auch rechtzeitig erfahren wird, wann auch diese Party ihr Ende findet.

Gary North versus Karl Denninger

Der intellektuelle Kampf der "Inflationisten" gegen die "Deflationisten" geht weiter. Gary North, Misesianer, greift nun Karl Denninger an, woraufhin der antwortet und Gary North erwidert.
Ich poste kein Fazit, weil ich noch keines habe. Seit dem Herbst 2008 bin ich bei dem Thema Agnostiker mit einer deflationären Präferenz, nachdem ich davor auf der Seite der Inflationisten war. Mein bisheriges Fazit wäre, daß auch Austro-Libertäre ziemlich verbohrte Ideologen sein können (hatte ich wohl aus Sympathie bisher übersehen und außerdem geglaubt, daß Libertarismus und Verbortheit sich eigentlich ausschließen) und sehr intelligente erwachsene Männer die ich sehr schätze große Schwierigkeiten haben können, sich in einer Diskussion nicht wie eitle rechthaberische Idioten zu benehmen.
Sollte ich zu einem inhaltlichen Fazit gelangen, liefere ich es nach. Versprochen!

Ron Paul des Antisemitismus überführt

...und zwar weil er darauf hinweist, daß der verhinderte Attentäter Abdulmuttalab die Bombardierung des Jemen durch die USA als Motiv für seinen Anschlagsversuch angegeben hatte. Entlarvt hat ihn Ben Stein, ein US-Schauspieler und Ex-Redenschreiber für Richard Nixon, in einer Sendung von Larry King auf CNN. Der Zusammenhang zum Antisemitismus erschließt sich mir spontan nicht, aber das ist bei diesem Vorwurf bei mir leider oft so. Mea culpa maxima. Ich wünsche Herrn Stein jedenfalls viel Spaß mit den Mails, Anrufen und Faxen der wütenden Ron Paul Fans.
Persönlich bin ich übrigens recht abgestumpft, was das Thema "Terror" angeht, aber in den USA und auch bei uns scheint die Angst wieder sehr präsent zu sein. Wenn ich mir ansehe mit welcher mathematischen Gewissheit die Aktien von US-Fluggesellschaften nach solchen "Events" fallen, würde ich eher irgendeinen Hedgefonds als Al Quaeda hinter solchen Aktionen vermuten, aber vielleicht zockt Osama ja auch an den Börsen mit (da war doch auch was vor 9-11...).


Das Schuldenmonster regt sich

Die NZZ unternimmt zwar keinen Ausflug in die griechische Mythologie, spricht aber dennoch zum selben Thema vom "Schuldenmonster":

"...Nun ist eine Kontroverse ausgebrochen um die «anderen Investoren», weil allgemein überrascht hat, dass private Haushalte, regierungsnahe Unternehmen (GSE), Broker und Unternehmen einen derart ausgeprägten Appetit für neue Staatsanleihen hatten. Der kanadische Anlageverwalter Sprott hat den «flow of funds» durchleuchtet und herausgefunden, dass private Haushalte ihre Käufe vervielfacht haben: von 15 Mrd. $ im Fiskaljahr 2008 auf 529 Mrd. $ in den ersten drei Quartalen des Fiskaljahres 2009. Dies ist aber angesichts der derzeitigen Finanzlage der privaten Haushalte nicht glaubwürdig. Es stellt sich heraus, dass den privaten Haushalten (zur Abrundung der Statistik) auch alle Käufe zugerechnet werden, die bei keinen anderen Gruppierungen untergebracht werden können.
Ponzi und «Vigilantes»
Sprott und andere Kommentatoren vermuten nun, dass im Haushaltsektor diverse Kapitalbewegungen versteckt werden. Sie sprechen sogar von einem riesigen «Ponzi»-Trick beziehungsweise einem Schneeballsystem. Sprott befürchtet, der grosse Restposten stelle Käufe von Treasuries durch das Fed im Rahmen der quantitativen Lockerung dar, die im zweiten und dritten Quartal 50% beziehungsweise fast 30% der Neuemissionen entsprachen. Es solle nicht sichtbar werden, heisst es, dass die quantitative Lockerung das gewünschte Ziel, zur Finanzierung neuer oder Rückzahlung alter Staatsschuld neue Investoren und neues Kapital anzulocken, nicht erreicht hat...
"
Vollständiger Artikel:

Montag, 28. Dezember 2009

Kopenhagen & Wirtschaftswachstum – Wir können nicht beides haben

Die jüngste Analyse von Chris Martenson ist von einem seiner Leser ins Deutsche übersetzt worden und zum Download (PDF) verfügbar:

http://www.chrismartenson.com/files/Copenhagen_and_economic_growth_cant_have_both_DE.pdf

Donnerstag, 24. Dezember 2009

"Niemand" kauft US-Staatsanleihen

Seit etwa zwei Jahren habe ich den Eindruck, daß wir uns inmitten einer griechischen Tragödie befinden, wenn ich versuche zu verstehen, was an unseren sogenannten Finanzmärkten passiert. Überall finden sich trojanische Pferde in Bankbilanzen, Steuerzahlerin Europa wird von vielgestaltigen göttlichen Goldmännern - pardon - gevögelt und Inflation und Deflation bedrohen wie Skylla und Charybdis die Boote unserer Ersparnisse auf rauher See. Seit neustem fürchtet die EZB sicherlich auch die Danaer, auch wenn die gerade bestimmt keine Geschenke bringen und viele kennen sicherlich auch die Geschichte von Odysseus, der sich dem Kyklopen Polyphem als "Niemand" vorgestellt hatte, so daß dieser nur "Niemand hat mich geblendet" ausrufen konnte, als der Grieche im das Auge mit einem Pfahl ausgestochen hatte. Daran mußte ich denken, als ich diese Analyse gelesen habe, die versucht herauszufinden, wer eigentlich die ganzen US-Staatsanleihen in 2009 gekauft hat:

"...So to summarize, the majority buyers of Treasury
securities in 2009 were:
  1. Foreign and International buyers who purchased $697.5
    billion.
  2. The Federal Reserve who bought $286 billion.
  3. The Household Sector who bought $528 billion to Q3 –
    which puts them on
    track purchase $704 billion for fiscal 2009..."

Auf Platz 1. haben wir also die Ausländer (China etc.), gefolgt von der FED (ein Schuft, wem dabei die Hydra in den Sinn kommt...) und auf Platz 3., der "Haushaltssektor" mit einer gewaltigen Steigerung zum Vorjahr (35x 2008). Die Analysten stellen klar, daß das keine Versicherungen, Pensionskassen etc. sind.
Wer genau ist denn nun der kaufwütige "Haushaltssektor"?
"Amazingly, we discovered that the Household Sector is actually just a catch-all category. It represents the buyers left over who can’t be slotted into the other group headings. For most categories of financial assets and liabilities, the values for the Household Sector are calculated as residuals. That is, amounts held or owed by the other sectors are subtracted from known totals, and the remainders are assumed to be the amounts held or owed by the Household Sector. To quote directly from the Flow of Funds Guide, "For example, the amounts of Treasury securities held by all other sectors, obtained from asset data reported by the companies or institutions themselves, are subtracted from total Treasury securities outstanding, obtained from the Monthly Treasury Statement of Receipts and Outlays of the United States Government and the balance is assigned to the household sector."
So to answer the question - who is the Household Sector?
They are a PHANTOM. They don’t exist. They merely serve to balance the ledger in the Federal Reserve’s Flow of Funds report
."
Das haben wir es: NIEMAND kauft die Staatsanleihen!

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Ein wunderbares Spielzeug

für Zahlenfetischisten wie mich:

http://www.worldometers.info/de*


* Hat tip an Barry Ritholtz

Bedingungsloses Grundeinkommen

In der bevorstehenden staden Zeit hat man den Kopf vom Alltagsstress frei.

Zeit, sich abseits ausgetretener Pfade mit außergewöhnlichen Ideen zu beschäftigen. Zum Beispiel mit der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens für alle Bürger und der Abschaffung aller direkten Leistungssteuern:

Dienstag, 22. Dezember 2009

US-BIP: aus 3,5% wird 2,2%

Egghat sagt alles, was man dazu wissen muß:

"...Das war schon eine kräftige Korrektur. Die erste Schätzung (offiziell Vorabschätzung) kam bei +3,5% annualisiert, bei der zweiten Schätzung wurde schon auf +2,8% nach unten korrigiert (US-BIP Q03/09 (beta): +2,8 (nach +3,5)) und jetzt ging's nochmal kräftig runter auf +2,2%. Laut Marketwatch waren die Hauptauslöser für die Abwärtskorrektur Business Investment, Konsumausgaben und Lagerbestände.

Ich weise auch nochmal darauf hin, dass das dritte Quartal noch einen ganzen Teil der amerikanischen Abwrackprämie Cash-for-Clunkers mitgenommen hat. Die Automobilverkäufe haben allein für 1,45% im BIP gesorgt. Das Auslaufen könnte also kritisch werden, auch wenn sich das bis jetzt noch nicht sehen lässt. Im Gegenteil: Die November Verkäufe waren überraschend positiv (siehe Zahl des Tages (01.12.09): 10.930.000). Ich kann mir aber fast nicht vorstellen, dass es da auf Sicht der nächsten 6 Monate wieder problemlos nach oben geht..."

Sonntag, 20. Dezember 2009

IBM: Vom Rechtsstaat hin zum Präventionsstaat

Ob man es altmodisch Vorbeugehaft, Schutzhaft oder neusprachlich Unterbindungsgewahrsam nennt: immer handelt es sich um das präventive Wegsperren von Menschen ohne dass sie eine Straftat begangen hätten.

In naher Zukunft wird die dystopische Vision aus dem Film Minority Report zu unserer Realität. Zumindest wenn IBM mit seiner Prognose Recht behalten sollte:


IBM Reveals Five Innovations that Will Change Cities in the Next Five Years

IBM is already helping law enforcement agencies analyze the right information at the right time, so that public servants can take proactive measures to head off crime.

http://www-03.ibm.com/press/us/en/pressrelease/29049.wss


von 2:15 bis 2:35

Samstag, 19. Dezember 2009

Ein Viertel für den Staat, der Rest für den Einzelnen

fordert Paul Kirchhof in der Welt:

Kirchhof, der Staat und der käufliche Deutsche

Staatliche Subventionen in fast allen Bereichen Kunst über Wirtschaft bis hin zur Familie zerstören sowohl Verantwortungsbewusstsein als auch Freiheit, findet der Verfassungs- und Steuerrechtler Paul Kirchhof. Im Interview mit WELT ONLINE plädiert er für mehr Vertrauen in die Bürger – und einen Steuersatz von 25 Prozent.

=> weiter...

Freitag, 18. Dezember 2009

If I can see your birth certificate!

So schön kann Weltuntergang sein

Noch 1098 Tage, 19 Stunden und ein paar "Zerquetschte" dann ist's vorbei: Planet Nibiru fliegt vorbei, es kommt zu Polsprüngen und Sintfluten; die Aliens landen.

Wenigstens ist der Weltuntergangsprophet dieser Site nett anzusehen:

Reimt sich die Geschichte?

Die alternativen US-Finanzblogs sind erwartungsgemäß voller Häme, weil Ben Bernanke als "Time Magazine Person of the Year" nun mit illustren Gestalten wie Adolf Hitler oder Stalin in einer Reihe steht (bspw. Zerohedge). Da 2006 "You", also "Du", "ich", sprich "wir alle" die Person des Jahres waren, gibt`s da eigentlich nix mehr zu lachen. Spannender finde ich, daß 1929 der Gouverneuer der Bank of England, Montagu Norman, auch auf dem Cover war.

Wahrscheinlich dachte die Welt damals, er habe die Welt gerettet, die dann ab Mai 1931 erst richtig in Schwierigkeiten kam, als die Pleite der österreichischen Creditanstalt die 2. Welle dessen lostrat, was später als "Great Depression" in die Geschichtsbücher Eingang gefunden hat. Im Mai 1931 wurde auch das damals höchste Gebäude der Welt, das "Empire State Building" eröffnet. Die Eröffnung des neuen Rekordhalters, des "Burj Dubai", ist für Januar 2010 geplant. Mal sehen, ob es nächsten Monat neues von der Hypo Alpe Adria gibt...
Weitere Überlegungen zu diesem Thema gibt es hier (dort habe ich auch das Foto von Ben und Montagu gefunden):

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Sie hat nicht 'Autobahn' gesagt

Nach Eva Herman kommt nun Naomi Wolf zu Wort.

Für die Welt schreibt sie:

Wie Frauen sich selbst ruinieren

Die feministische Idee gab den Frauen das Gefühl, alles zu können und zu wollen. Genommen hat sie ihnen aber die innere Ruhe. Die Töchtergeneration der Frauenbewegung setzt ihre Ansprüche an sich selbst gnadenlos hoch an. Für andere Formen von Leistung als beruflichen Erfolg ist kaum Platz.

=> weiter auf welt.de

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Deutsche Bank: Klimasteuern sollen helfen, das Problem der Haushaltskonsolidierung ... zu lösen

"Wie Deutschland sind auch andere Mitgliedstaaten weit von einer Konsolidierung ihrer Haushalte entfernt.

Es stellt sich nun – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit – die Frage, wie die zusätzlichen staatlichen Ausgaben der nächsten Jahre finanziert ... werden können.

Eine Option ist hierbei die Generierung zusätzlicher Einnahmen über die Einführung neuer bzw. die Erhöhung bestehender Steuern und/oder Gebühren. Solche Abgabenlösungen stoßen in der Regel auf großen öffentlichen Widerstand.

Daher kann es sinnvoll sein, die Erhöhung von Abgaben nicht nur mit dem Konsolidierungszweck, sondern mit öffentlich unterstützten Lenkungszwecken zu rechtfertigen.

Dies ist bei so genannten Klimasteuern der Fall."

=> http://www.db.com/mittelstand/downloads/Klimasteuern_1109.pdf

Montag, 14. Dezember 2009

Niall Ferguson und Münchens Madame Madoff

Niall Ferguson, Rothschild-Biograph und Bilderberger (Athen 2009) spricht im verlinkten Interview über die Lage der Weltwirtschaft. Es taucht sogar der Begriff "New World Order" auf. Das gehört inzwischen offenbar zum guten Ton der "Vordenker".



Weil er die aktuelle Lage mit dem Jahr 1873 vergleicht, habe ich die Zahl einfach mal bei Wikipedia eingegeben und bin auf diese amüsante (weil lang zurückliegende...) Geschichte gestoßen, von der ich als Wahlmünchner nie gehört hatte:

Die Geschichte der Adele Spitzeder:



Die Spitzeder'sche Privatbank
Völlig mittellos versprach sie einem Zimmermann 10 Prozent Zinsen im Monat für 100 Gulden und zahlte ihm die ersten beiden Monatszinse sofort aus. Dies sprach sich schnell herum und bald kamen weitere Bürger, die ihr Geld zu diesen Konditionen anlegen wollten. 1869 gründete sie zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Emilie Stier in der Münchner Dachauer Straße eine Bank. Die Zinsen zahlte sie weiterhin bar aus, was damals nicht üblich war und ihrem Unternehmen einige Mundpropaganda bescherte.

Die „Spitzeder'sche Privatbank“ wurde innerhalb kürzester Zeit vom Geheimtipp aus Insiderkreisen zum Großunternehmen. Spitzeder zog aus einem einfachen Hotel in ein prachtvolles Gebäude in der Schönfeldstraße 9 in München um und hatte bald 40 Angestellte. Ihr Geschäftsgebaren und ihre Buchführung waren nicht nur unkonventionell, sondern regelrecht chaotisch. Das Geld wurde säckeweise in der Wohnung gestapelt und teils im Tresor eines Friseurs verwahrt. Angestellte, alle ohne kaufmännische Ausbildung, bedienten sich regelmäßig an den Geldern und die Finanzbuchführung beschränkte sich auf ein Quittungsbuch, in dem vermerkt wurde, wer wie viel eingezahlt hatte. Eine systematische kaufmännische Verwaltung der von ihr vereinnahmten Fremdgelder fand nicht statt; das Spitzeder`sche Grundkonzept war ein Schneeballsystem.

Spitzeder wusste um die Vorteile einer guten medialen Präsentation; sie bestach mehrere Redakteure mit bis zu fünfstelligen Guldenbeträgen für ein positives mediales Feedback (Rating). Zeitweise unterhielt sie sogar eine eigene Zeitung. Kreditvermittlern zahlte sie Provisionen in Höhe von 5 - 7 % der jeweils ausgereichten Darlehenssumme. Mit großzügigen Spenden und manchmal resolutem, manchmal fromm wirkenden Auftreten verschaffte sie sich Vertrauen und den Ruf als Wohltäterin. So eröffnete Spitzeder etwa die Volksküche im Orlandohaus am Platzl.

Aufgrund der meist bäuerlichen und Kundschaft aus dem nördlichen Umland Münchens wurde ihre Einrichtung bald „Dachauer Bank“ genannt. Bauern verkauften ihre Höfe, weil sie glaubten, von den Zinsen leben zu können. Spitzeder erweiterte ihre Geschäfte und kaufte und verkaufte diverse Häuser und Grundstücke in ganz Bayern.

Freitag, 11. Dezember 2009

1 Tag - 2 Schlagzeilen

Das Handelsblatt schreibt:

Jeden Tag verliert Deutschland ein Dorf

Alle vier Minuten verlässt ein Deutscher sein Land. An jedem einzelnen Tag verliert Deutschland ein ganzes Dorf, womit die Zahl der Auswanderer Dimensionen erreicht, wie seit 120 Jahren nicht mehr.


und die WAZ:

Öffentliche Kitas halfen Mutter in Not nicht

Acht überwiegend städtische Kindertagesstätten hatte Mariann Lange kontaktiert, auf ihre Not hingewiesen. Einen Betreuungsplatz für ihren Sohn bekam sie nicht...
Begründung: kein "Migrationshintergrund".

Ein neuer Taibbi: Obama's Big Sellout

The president has packed his economic team with Wall Street insiders intent on turning the bailout into an all-out giveaway.

... hier geht's weiter beim RollingStone ...

und hier geht's zum Video:

Matt Taibbi on Obama’s Economy

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Perlen amerikanischen Humors


...und Stephen Colbert erklärt was die FED ist und wie sie funktioniert:

The Story So Far

Sehr guter Überblick über die instabile Lage der Weltwirtschaft .

Obama: "Die Instrumente des Krieges müssen eine Rolle spielen bei der Bewahrung des Friedens"

klar doch:

Krieg ist Frieden
Freiheit ist Sklaverei
und
Ignoranz ist Stärke

PS: Ist eigentlich Guantanamo - wie von Mr. President zum Amtsantritt großspurig versprochen - inzwischen geschlossen?

Wer braucht Krieg?

Deutsche Übersetzung: Ruhrpott für Ron Paul.

12/07/2009 - Texas Straight Talk von Ron Paul

"Falls irgendwer immer noch zweifelte, dass die Außenpolitik unserer derzeitigen Regierung sich in irgendeiner Art und Weise verändern würde, dem sollte die Debatte über Afghanistan vergangene Woche alle Zweifel ausgeräumt haben. Die vom Präsidenten ausgewiesene Rechtfertigung für eine Truppenaufstockung und die Ausweitung des Krieges bedeuten nichts weniger als eine Wiederverwendung der falschen Beweggründe, durch die wir in diesen Krieg überhaupt geraten sind. Das so etwas von der neuen Regierung kommt ist ganz schön entmutigend, da viele Menschen auf Frieden gehofft haben. Neuste Umfragen zeigen, dass 49% der Leute es mittlerweile befürworten sich global nur noch um unsere eigenen Angelegenheiten zu kümmern. 2002 waren es erst 30%. Ein unaufhörlicher Krieg löst überhaupt nichts. Allerdings schürt es jedes Mal internationale Ressentiments und bedroht die Sicherheit unseres eigenen Landes, wenn wir ständig im Ausland nach Ungeheuern suchen, um sie zur Strecke zu bringen. Die Leute haben das begriffen und sind zunehmend enttäuscht von Entscheidungsträgern nicht wahrgenommen zu werden. Politiker reden immer häufiger nach dem Mund der Leute. Eine Veränderung findet dennoch nicht statt. Falls die Menschen, die diese Regierung gewählt haben, so offensichtlich diesen Krieg nicht wollen, sollte man sich fragen, wer ihn denn will? Eisenhower hat vor der anwachsenden Macht und dem Einfluss des Militärisch-Industriellen-Komplexes gewarnt, und es scheint, als ob all seine Befürchtungen wahr geworden sind. Er glaubte an eine starke nationale Verteidigung, so wie ich, jedoch warnte er davor, dass ein permanenter Aufbau des Militärs und der Waffenindustrie sich als gefährlich erweisen könnte, falls ihnen der Einfluss außer Kontrolle gerate. Wenn sie letzten Endes am Krieg Geld verdienen, ist Frieden das letzte was sie brauchen. Bei mehreren Billionen Dollar, die auf dem Spiel stehen, ist es ein gewaltiger Leistungsanreiz, Entscheidungsträger über jedwede Bedrohung in der Welt in Furcht zu versetzen, ob real oder eingebildet, gegenwärtig oder zukünftig, egal, wie lächerlich und wie weit hergeholt sie sind. Die Bush-Doctrine zeigt, wie philosophisch erfolgreich die Lobby mit der letzten Amtsführung war. Und sie haben weiterhin Erfolg damit, trotz eines so genannten "Friedens-Kandidaten" im Amt. Nun stecken wir in einem neuen außenpolitischem Sumpf fest, mit wenig Hoffnung auf einen Sieg und nicht mal einer Definition eines Sieges. Eisenhower sagte, dass nur eine aufmerksame und informierten Wählerschaften diese Kriegs-Geschäftemacherei in Schach halten könne. Er hatte Recht, und der Schlüssel dazu ist, den Leuten zu garantieren, dass sich ihre gewählten Vertreter an die Verfassung halten. Die Verfassung fordert eine Kriegserklärung durch Kongress, um rechtmäßig in den Krieg zu ziehen. Die Umgehung dieses entscheidenden Schritts macht es viel zu einfach, Mittel für nebulöse und immer währende Konflikte zu verschwenden. Ohne klare Ziele dauern Konflikte ewig und tränken das Land in Blut und Herrlichkeit. Die Gründer der Verfassung gaben dem Kongress genau deshalb die Macht, Krieg zu erklären, weil sie sich fürchteten der Staatsführung uneingeschränkte Entscheidungsfreiheit in Militärangelegenheiten zu erlauben. Sie verstanden, je einfacher es für die Staatsführung sei, einen Krieg mit dem Ausland einzugehen, es um so mehr die inländischen Freiheiten bedrohen würde. Antworten auf Angriffe auf unserem Boden sollten schnell und kurz sein. Kriege, in denen wir kämpfen, sollten defensiv, eindeutig definiert und immer verfassungsgemäß sein. Die Bush-Doctrine vom Zielen auf mögliche Feinde, bevor sie uns irgendetwas antun, ist gefährlich, ungenau und leicht missbraucht. Es gibt nichts mehr zu gewinnen und alles zu verlieren in Afghanistan. Heutige Militäreinsätze sind nur noch sinnlose Ausübungen im Nationenaufbau und haben nichts mit der Sicherheit unserer Nation oder mit 9/11 zu tun. Die meisten Experten stimmen zu, dass Bin Laden, und jedermann, der auch nur entfernt mit 9/11 in Verbindung stand Afghanistan vor langer Zeit verlassen hat. Unsere Truppen aber bleiben dort. Der Druck der Kriegesgeschäftemacher sollte überprüft werden, bevor wir ihm nachgeben. Leider erfordert es von den Leuten eine ungeheure Anstrengung von der Staatsführung letzten Endes doch angehört zu werden."

campaignforliberty.com

Mittwoch, 9. Dezember 2009

TARP wird verlängert


Das "Troubled Asset Relief Program" (TARP), das am 31.12.2009 auslaufen sollte, wird verlängert. Es soll damit amerikanischen Häuslebauern geholfen werden und neue Jobs schaffen wollen Obama und Finanzminister Geithner damit auch. Neue Laufzeit? Bis Oktober 2010 (weil es der US-Wirtschaft ja inzwischen soooo gut geht). Warum gerade dieser Termin? Vermutlich aus der Luft gegriffen.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Aus der Luft gegriffen

Neel Kashkari, Ex-Goldman-Mitarbeiter und nun bei PIMCO, erinnert sich in einem Interview an die Zeit, in der er zusammen mit Hank Paulson die Welt gerettet hat. Manchmal fragt er sich, ob das alles real passiert ist, erzählt er lt. der Londoner Times. Sehr sympathisch finde ich die Offenheit mit der er erzählt, wie er auf die 700 Milliarden FRN gekommen ist, die das Troubled Asset Relief Program umfasst hat. Er habe einfach eine Zahl aus der Luft gegriffen (“a number out of the air”). Das ist im Hause US-Finanzministerium eine bewährte Methode, schließlich kommt genau von dort auch sonst das ganze Geld.
Er erinnert sich an eine Unterhaltung mit Hank Paulson:
Es war eine politische Rechnung. Ich sagte: "Wir wissen nicht, wieviel genug sein wird. Wir brauchen soviel wie möglich. Wie wäre es mit einer Billion (amerikanisch "trillion")? "No way" sagte Hank und schüttelte den Kopf. Ich sagte "Ok, wie wäre es mit 700 Milliarden?" Wir wußten nicht, ob es funktionieren würde. Wir mußte Vertrauen verbreiten, die Welt zusammenhalten. Wir konnten nicht zugeben wieviel Angst wir hatten oder wie unsicher wir waren."
Wie gut, daß inzwischen ja alles wieder gut ist...

Polizeistaat USA: "Bin ich festgenommen? Darf ich gehen?"

Dieser libertäre Bürgerrechtler hat die sprichwörtlichen "Cojones". Immer wenn er an illegalen und willkürlichen Checkpoints der Homeland Security aufgehalten wird, verweigert er die Antwort und hält mit der Frage "Am I being detained? Am I free to go?" dagegen:
















Fourth Amendment to the United States Constitution

The right of the people to be secure in their persons, houses, papers, and effects, against unreasonable searches and seizures, shall not be violated, and no Warrants shall issue, but upon probable cause, supported by Oath or affirmation, and particularly describing the place to be searched, and the persons or things to be seized.


4. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten

Das Recht des Volkes auf Sicherheit der Person und der Wohnung, der Urkunden und des Eigentums vor willkürlicher Durchsuchung, Festnahme und Beschlagnahme darf nicht verletzt werden, und Haussuchungs- und Haftbefehle dürfen nur bei Vorliegen eines eidlich oder eidesstattlich erhärteten Rechtsgrundes ausgestellt werden und müssen die zu durchsuchende Örtlichkeit und die in Gewahrsam zu nehmenden Personen oder Gegenstände genau bezeichnen.

Anmerkung: Solche Strassensperren kannte ich bisher bloss aus totalitären Staaten. Angesichts dieser Bilder dürfte der weitere Weg der USA - vormals "Land of the Free" - klar erkennbar sein.

In Memoriam Ferdinand Lips: Das Lips Institut ist online

Die Website hält das Schaffen des liberalen Autors, Bankiers und Goldstandardanhängers lebendig.


Viele seiner Vorträge und Artikel sind auf der Website als PDF downloadbar.



Ein interessantes Audio-Interview mit Lips ist leider nicht auf der Institutswebsite abrufbar. Dafür hier:

Gold Wars: The Battle Against Sound Money

Montag, 7. Dezember 2009

US-Arbeitslosenstatistik - Mind Control in der Praxis

Zu den vielen Themen, die ich am liebsten nicht mehr kommentieren würde, weil mir das Thema schlicht zu dumm geworden ist, gehört auch die US-Arbeitslosenstatistik. Es ist mir zu mühselig geworden die Schritte überhaupt noch nachzuvollziehen und zu dokumentieren, mit welchen statistischen Tricks an diesem offensichtlichen Akt von staatlichem "Bevölkerungsbewußtseinsmanagement" gearbeitet wird. Es ist schließlich völlig gleichgültig, was kritische Experten und der gesunde Menschenverstand im Internet und auch den Printmedien dazu beitragen. Solange am Schluß die "10,2%" oder am besten nur "irgendwie besser" in der "öffentlichen Meinung" hängen bleibt, bleibt das System stabil.

Aber gut, daß z.B. der Wirtschafts-Querschuß sich weiterhin die Mühe macht:


http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/12/eine-gravierende-anomalie.html

Deutlich unterhaltsamer ist dieses Video, das ich bei Mish gefunden habe:

"die Quelle unseren Übels"

zitiert Spiegel Online Ron Pauls Beschreibung der Fed:

Fed-Chef Bernanke unter Beschuss
Das Ende der Allmacht

Anlässlich Weltklimakonferenz in Kopenhagen: Updated with Slides! - Christopher Monckton Speaking in St. Paul


http://www.youtube.com/watch?v=4zOXmJ4jd-8

Bei dieser Version werden die Folien eingeblendet.

Freitag, 4. Dezember 2009

Martin Armstrong wird nicht in anderes Gefängnis verlegt

Offensichtlich hat der Protest seiner zahlreichen Leser gefruchtet.

Krise vorbei?


Zum ersten Mal seit Beginn der aktuellen Krise sinkt die U3-Arbeitslosenrate um 0,2% gegenüber dem Vormonat.

Senator Jim Bunning zu Fed-Chairman Ben Bernanke: "Your Fed has become the Creature from Jekyll Island"



*The Creature from Jekyll Island

3 Tage vor Kopenhagen: Climategate hat Wikipedia erreicht

http://en.wikipedia.org/wiki/Climategate

Es brennen die falschen Autos

Während in Hamburg und Berlin "Linksautonome" die Hand beißen, die sie füttert, fahren in den USA solche Autos ´rum:

Laut Matt Taibbi gehört der Wagen dem Vize-Chef von Morgan Stanley. Natürlich bin ich nicht dafür, daß der Wagen angezündet wird, aber ein bißchen Teer und ein bißchen Federn stünden Rob Kindler gut zu Gesicht.

"Pädophile Vergangenheit des Daniel Cohn-Bendit: Der Kinderschänder"

titelte die Schweizerzeit bereits 2001 in diesem Artikel:

http://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm

Und zitiert aus Cohn-Bendit's Memoirenband:


«Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten. Die deutsche Studentenbewegung hat ihre eigenen antiautoritären Kindergärten hervorgebracht, die von den Stadtverwaltungen mehr oder weniger unterstützt wurden. Ich habe mich dann 1972 beim Kindergarten der Frankfurter Universität beworben, der in Selbstverwaltung der Eltern ist und vom Studentenwerk und der Stadt unterstützt wird. (...)

Die Eltern haben mich als Bezugsperson akzeptiert. Ich habe in diesem Kindergarten zwei Jahrelang gearbeitet. Dort waren Kinder zwischen zwei und fünf Jahren - eine fantastische Erfahrung. Wenn wir ein bisschen offen sind, können uns die Kinder sehr helfen, unsere eigenen Reaktionen zu verstehen. Sie haben eine grosse Fähigkeit zu erfassen, was bei den Grossen vor sich geht. (...)

Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (...)

Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: "Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?" Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.»

Daniel Cohn-Bendit, Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Europäischen Parlaments

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Nächstes Jahr sind wir schuldenfrei!

Zumindest was die laufenden Reparationszahlungen angeht, die aus dem Ersten Weltkrieg resultieren. Das meldet jedenfalls die britische "Daily Mail". Wie hoch die jährlichen Zahlungen sind, erschließt sich mir leider nicht (sind die erwähnten € 56 Mio. Euro pro Jahr oder insgesamt?). An wen das Geld geht, ist auch nicht ganz klar. Wohl irgendwelche "Investoren". Genauer nachfragen tun aber sicher nur "Nazis" und "Verschwörungstheoretiker", also Klappe halten und freuen, daß es bald vorbei ist:

Update:
Wußte ich`s doch, immer diese Verschwörungstheoretiker...Freeman bei Schall-und-Rauch hat anscheinend fast den ganzen Artikel übersetzt:
Böser Freeman! Die Quelle hat er auch noch unterschlagen. Dafür war er wiederum so nett zu den Briten, diese lustige Passage wegzulassen, die sich mit der deutschen Hyperinflation als Folge der Kriegsschulden in ausländischer Währung (!) (´mal darüber nachdenken, liebe moderne Hyperinflationisten) beschäftigt:
"What the Bank of England calls ‘quantitative easing’ now was started in Germany with the printing of money to pay off the war debt, triggering inflation to the point where ten billion marks would not even buy a loaf of bread."
"Was die Bank of England heute "Quantitative Easing" nennt, begann in Deutschland mit dem Drucken von Geld um die Kriegsschulden abzubezahlen, was eine Inflation auslöste, die soweit ging, daß man mit 10 Milliarden Mark nichteinmal einen Laib Brot bezahlen konnte."

Ex-Goldman Managing Director: Wall-Street Banken schlimmer als ENRON?

Zerohedge berichtet, daß Frau Nomi Prins, ehemaliger "Managing Director" bei Goldman Sachs und Ex-Leiterin des internationalen Analyseteams von Bear Stearns in London, den Verdacht äußert, daß die Bilanztricks der Wall-Street-Banken schlimmer als die Verfehlungen beim ehemaligen Energieriesen ENRON seien. Wir hatten im Februar 2008 ("Die ENRONie der Geschichte") das Thema aufgegriffen.
Frau Prins erzählt von ihren Versuchen, die an die Börsenaufsicht SEC gemeldeten Zahlen nachzuvollziehen:

"After two weeks sifting through over one thousand pages of SEC filings for the largest banks, I have the same concerns. While Washington ponders what to do, or not do, about reforming Wall Street, the nation’s biggest banks, plumped up on government capital and risk-infused trading profits, have been moving stuff around their balance sheets like a multi-billion dollar musical chairs game."

"Nachdem ich zwei Wochen lang über eintausend Seiten SEC-Meldungen der größten Banken durchforstet habe, habe ich dieselben Bedenken. Während Washington darüber nachdenkt, was für die Reform der Wall-Street zu tun oder zu unterlassen sei, haben die größten Banken des Landes, vollgesogen mit Regierungsgeldern und Handelsgewinnen aus riskanten Geschäften, Zeug in ihren Bilanzen hin- und hergeschoben, wie bei einer multi-milliarden Reise nach Jerusalem".

Wenn selbst eine Frau Prins keine Ahnung hat, wo denn nun die sagenhaften Millionen-Boni-trächtigen Gewinne der US-Banken herkommen, üben auch wir uns in Bescheidenheit. Ein kleines Indiz findet sich aber z.B. hier:

Bank Profit Mirage (etwa "Die Fata Morgana der Bankgewinne"), über die Rückstellungen für Kreditausfälle im 3. Quartal und deren Auswirkungen auf die Quartalsgewinne:

"If banks had held their coverage ratio steady at 63.6%, where it was in the previous quarter, this would have called for an additional provision of $12.9 billion, which more than wipes out the $2.8 billion in “profits” for this quarter."

"Wenn die Banken die Rückstellungsquote nur bei 63,6% (der bedrohten Kredite) gehalten hätten, hätte man dafür eine zusätzliche (gewinnmindernde) Rückstellung von 12,9 Milliarden US-Dollar benötigt, die die 2,8 Milliarden "Quartalsgewinne" mehr als ausgelöscht hätte."


Tja, wozu Rückstellungen, wenn man doch die Steuerzahler hat?

Als Lösung schlägt Frau Prins die Wiedereinführung des Glass-Steagall-Acts vor, der unter Bill Clinton abgeschafft wurde, u.a. unter Federführung des ehemaligen Mc Cain Beraters Phil Gramm.

Börsenmakler bei der Arbeit

Wenn ihr mal typische Börsenmakler bei der Arbeit sehen wollt, dann schaut doch mal bitte hier zu:
video

Dr. Seriös bei der Arbeit! ;)

Dienstag, 1. Dezember 2009

Ron Paul Blog schlägt FDP-Seiten

Larry vom großartigen Ron Paul Blog präsentiert das folgende amüsante Fundstück:

"Glaubt man dem Serverdienst Alexa, dann ist der Ron Paul Blog in der Kategorie 'Liberalismus' mittlerweile beliebter als die FDP-Bundespartei, die FDP-Bundestagsfraktion und die Jungen Liberalen:

http://ronpaul.blog.de/2009/11/29/ron-paul-blog-beliebter-fdp-homepages-7482110/

Folgt man dem Link, stellt man fest, daß wir (Bavaria for Ron Paul) ganz aktuell nur noch auf Platz 11 stehen. Der erste Platz ist eine Überraschung:

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

Goldmans Gottesarbeiter rüsten auf

Das meldet zumindest Bloomberg:

"I just wrote my first reference for a gun permit,” said a friend, who told me of swearing to the good character of a Goldman Sachs Group Inc. banker who applied to the local police for a permit to buy a pistol. The banker had told this friend of mine that senior Goldman people have loaded up on firearms and are now equipped to defend themselves if there is a populist uprising against the bank..."

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601110&sid=ahD2WoDAL9h0

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