Mittwoch, 31. März 2010

Neues von der FDIC

Da ich nicht mehr von den Burschen und Madln berichten will bin ich Froh, dass es das Bankhaus Rott gibt!
Irgendwie haben sie es geschafft das Thema amüsant aufzurollen, bei soviel Irr- und Schwachsinn vermutlich die einzige Chance noch halbwegs ohne Gehirnblutung davonzukommen.

" Für eine Einlage von $100 hält der Sicherungsfonds nun ein Defizit von rund 38 cent vor"




Boooyaah! -Don Harrold

Dienstag, 30. März 2010

Der Gold-"Whistleblower" im Interview

Noch gibt es keine deutschsprachigen Quellen, die ich bzgl. der Aussagen von Andrew Maguire zitieren könnte und ich habe keine Zeit groß zu erklären, worum es geht. Wir hatten hier kurz von der CFTC-Anhörung bzgl. des Gold- und Silbermarktes berichtet. Eric King hat nun ein exklusives Interview mit Andrew Maguire und Adrian Douglas von GATA online gestellt:

http://kingworldnews.com/kingworldnews/Broadcast/Entries/2010/3/30_Andrew_Maguire_%26_Adrian_Douglass.html

Samstag, 27. März 2010

CIA - Bildet Deine Meinung!

Danke Zerohedge und Wikileaks:

"Germans Worried About Price And Principle Of ISAF Mission. German opponents of ISAF worry that a war in Afghanistan is a waste of resources, not a German problem, and objectionable in principle, judging from an INR poll in the fall of 2009. Some German opposition to ISAF might be muted by proof of progress on the ground, warnings about the potential consequences for Germany of a defeat, and reassurances that Germany is a valued partner in a necessary NATO-led mission.
  • Underscoring the contradiction between German pessimism about ISAF and Afghan optimism about the mission’s progress could challenge skeptics’ assertions that the mission is a waste of resources. The same ABC/BBC/ADR poll revealed that 70 percent of Afghans thought their country was heading in the right direction and would improve in 2010, while a 2009 GMF poll showed that about the same proportion of German respondents were pessimistic about ever stabilizing Afghanistan.
  • Messages that dramatize the consequences of a NATO defeat for specific German interests could counter the widely held perception that Afghanistan is not Germany’s problem. For example, messages that illustrate how a defeat in Afghanistan could heighten Germany’s exposure to terrorism, opium, and refugees might help to make the war more salient to skeptics.
  • Emphasis on the mission’s multilateral and humanitarian aspects could help ease Germans’ concerns about waging any kind of war while appealing to their desire to support multilateral efforts. Despite their allergy to armed conflict, Germans were willing to break precedent and use force in the Balkans in the 1990s to show commitment to their NATO allies. German respondents cited helping their allies as one of the most compelling reasons for supporting ISAF, according to an INR poll in the fall of 2009. (C//NF)"

Freitag, 26. März 2010

Gestern habe ich auf die Live-Übertragung der CFTC-Hearings hingewiesen.

Hier nun die Aufzeichnung der für Gold-/Silverbugs interessanten Sachverständigenaussage von Bill Murphy (GATA):



Die eiserne Kanzlerin?

Die deutschen Medien bejubeln Merkel. "Eisern" sei sie geblieben.

Doch nichts davon ist wahr: Griechenland kriegt wahrscheinlich 30 Mrd. Euro. 10 Mrd. vom IWF und 20 Mrd. von der EU.

Und Deutschland zahlt anteilig 27% der 20 Mrd., die aus der EU-Kasse kommen werden.

Also schlappe 5,4 Mrd. Euro. Vom deutschen Kleinkind bis zum Greis macht das ja bloss 65 Euro per capita.

Nein, eine eiserne Kanzlerin ist Merkel sicher nicht. Der Michel zahlt dank ihr auch in Zukunft weiter wie gehabt.

Demnächst dann für Portugal, Spanien und Italien. Vielleicht kommt zum DDR-Soli noch ein Südeuropa-Soli hinzu...

Grüße von Maggy "I Want My Money Back!" Thatcher.

Donnerstag, 25. März 2010

Live, jetzt: CFTC Hearings on Position Limits in the Gold/Silver Futures

http://www.capitolconnection.net/capcon/cftc/032510/CFTCwebcast.htm

Liest die US-Regierung SSL-Verbindungen mit?

Eine neue wissenschaftliche Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die US-Regierung mit vielen SSL-Zertifizierungsstellen kooperiert, um das Mitlesen verschlüsselter Verbindungen zu ermöglichen.

=> Zum gulli-Artikel

Mittwoch, 24. März 2010

Dienstag, 23. März 2010

Größter Spekulant mit Griechenland-CDS entdeckt

Nein, es ist nicht "Chrysanthrop" (so würde ich "Goldman" graekifizieren) sondern...die staatseigene Griechische Postbank (Hellenic Post Bank). Mir ist nicht bekannt, ob das nun die spanischen, griechischen oder deutschen Geheimdienste herausgefunden haben, aber es wird auf jeden Fall von der griechischen Zeitung "ekathimerini" gemeldet:
Reality is stranger than fiction...Ich bin ´mal gespannt, was Herr Papandreou zu den bösen Spekulanten im eigenen Haus sagt.

Montag, 22. März 2010

The Bizarre Art of Central Banking

Ron Paul versus Ben Bernanke.

Freitag, 19. März 2010

Watt iss'n Währungsreform?

Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung des Users "Mieses von Ludwig" aus dem Gelben Forum:


Watt iss'n Währungsreform?
Beim Thema "Währungsreform" wird meistens das Wichtigste übersehen. Die meisten Leute denken "Wenn's zu einer Hyperinflation kommt, dann werden bei einer Währungsreform halt irgendwann überall drei Nullen gestrichen, und dann wird alles wieder gut." Das ist natürlich Unsinn, denn wenn ALLES (also Guthaben, Schulden, laufende Verpflichtungen und Bargeld) im gleichen Verhältnis umgestellt wird, ändert sich natürlich praktisch genauso viel, wie wenn wegen der gestiegenen Reisegeschwindigkeit der Kilometer statt dem Meter zur Grundeinheit gemacht würde, nämlich gar nichts.Trotzdem werden solche Pseudo-Währungsreformen von verzweifelten Politikern immer wieder durchgeführt. Für ein paar Wochen scheint sich dann auch meistens eine Stabilisierung einzustellen, danach geht die Hyperinflation dann weiter. Das liegt wohl daran, dass jedenfalls für ein paar Wochen gilt: Kein Trick ist blöd genug, als dass die Masse nicht darauf hereinfallen würde. Eine richtige Währungsreform ist etwas anderes, und die wird normalerweise dann durchgeführt, wenn der Staat vorher ordentlich Kredit direkt von der Zentralbank bekommen hat, wodurch die Hyperinflation überhaupt erst ausgelöst wurde."Dann kann der Staat sich ja einfach für Bankrott erklären", werden einige jetzt sagen. Stimmt, aber das kommt meistens ganz schlecht an, und außerdem wären anschließend praktisch alle Unternehmen, alle Banken und sogar die Zentralbanken ruiniert. Also braucht's erstmal ein schöneres Wort. "Währungsreform" klingt doch schonmal bedeutend besser als "Staatsbankrott", nicht wahr, zumal die alte Währung doch - wie jeder weiß - sowieso im Eimer war. Bei der Währungsreform geht es um zwei Dinge:
  1. Der Staat will seine Schulden loswerden, jedenfalls zum großen Teil.
  2. Die Unternehmen dürfen dabei nicht ruiniert werden, weil sonst die Produktion komplett zum Erliegen kommt.

Die folgenden Schritte müssen so oder so ähnlich alle auf einmal passieren:

  1. Damit die Zahlen nicht mehr so groß sind, werden erstmal überall drei bis sechs Nullen abgemacht. Man muss die Leute ja mit irgendwas ablenken. Aber wie gesagt: Wirtschaftlich ändert das nichts. Im Folgenden tun wir daher so, als würde dieses Ablenkungsmanöver unterbleiben.
  2. Der Staat erklärt seine Anleihen für wertlos (der nächste Euphemismus: Hat schonmal jemand nach einem Abend in der Kneipe seinen Deckel für wertlos "erklärt"? Beim Staat geht das anscheinend.). Nur die bei der Zentralbank liegenden Anleihen werden zu 50% zurückgezahlt.
  3. Da alle Bankbilanzen nun ruiniert wären (denn die Aktiva der Banken enthalten Staatsanleihen ohne Ende), werden nun auch die Verbindlichkeiten der Banken reduziert. Und die Verbindlichkeiten der Banken sind: Tadadaa! Unsere Guthaben. Also werden - Zack! - alle Bankguthaben auf ein Fünftel reduziert. Die ersten soundsoviel Kröten des alten Bargelds werden 1:1 umgetauscht (die Zentralbank hat ja ein bisschen Luft, weil sie die Häfte, und nicht nur ein Fünftel auf die von ihr gehaltenen Staatsanleihen bekommt), der Rest 1:5 (die Reform trifft also scheinbar vor allem die "Reichen", das freut die Masse). Damit ist auch die Zentralbank aus dem Schneider.
  4. "Ja nun, aber damit sind die Banken doch immer noch nicht saniert." werdet Ihr sagen. Schließlich gab es auf der Aktivseite ja einen Totalschaden, und auf der Passivseite steht immer noch mehr als Null. Tja, aber die Banken haben natürlich noch andere Aktiva, und das sind - nochmal: Tadadaa! - die Schulden, die Nichtbanken bei ihr haben. Die werden natürlich 1:1 übernommen, außer(!) bei Unternehmen (hier 1:5), weil die ja nach der Abwertung ihrer Guthaben sonst pleite wären.
  5. Verbindlichkeiten von Nichtbanken gegenüber Nichtbanken werden auch 1:5 umgerechnet; damit ändert sich insbesondere für Unternehmen erstmal gar nichts, weil sich für die alles im gleichen Verhältnis ändert.

Was ist durch den ganzen Zinnober jetzt unter dem Strich passiert? Kurz gesagt ist der Staat fast alle seine Schulden los, und bezahlt haben dafür

  • die Besitzer von Staatsanleihen
  • Besitzer von Bargeld und Bankguthaben
  • private Schuldner, denn die Schulden wurden formal 1:1 umgestellt, die Kaufkraft der neuen Währung wird aber höher sein (dran denken: Vom Abschneiden von drei bis sechs Nullen hatten wir abstrahiert) als die der alten.

Natürlich kann man hier noch alle möglichen Verzweigungen einbauen (was passiert z.B. mit Löhnen und Mieten? Drückt man medienwirksam den "Krisengewinnlern" - vor allem Immobilieneigentümern - eine an den Staat abzahlbare Zwangshypothek auf's Auge? usw.). Das grundlegende Prinzip ist aber m.E. oben bereits beschrieben.

Donnerstag, 18. März 2010

In Nordkorea rollt ein Kopf

Ich verfolge die Entwicklung in Nordkorea nicht besonders intensiv, aber diese SPIEGEL-Meldung fand` ich ganz interessant (Hervorhebung durch B4RP):


"Der frühere Finanzchef der kommunistischen Partei in Nordkorea ist einem Medienbericht zufolge wegen der fehlgeschlagenen Währungsreform in dem Land hingerichtet worden. Pak Nam Gi sei in der vergangenen Woche von einem Erschießungskommando getötet worden, meldete am Donnerstag die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf nicht näher genannte Informanten.
Der abgeschottete kommunistische Staat hatte im November eine Währungsreform durchgeführt, um damit die Inflation und die aufkeimende Marktwirtschaft unter Kontrolle zu bringen. Allerdings soll die Maßnahme die Lebensmittelversorgung noch weiter verschlechtert und viele Bürger erzürnt haben. Pak leitete das Finanz- und Planungskomitee der Arbeiterpartei, das mit der Währungsreform betraut war
."

Bemerkenswert "meritokratische" Reaktion, finde ich. In den amerikanischen Sowjetrepubliken wird ein korrupter Looser wie Tim Geithner im Gegenteil befördert. Und zwar nicht ins Jenseits, sondern vom Chef der NY FED auf den Thron des Finanzministeriums. Im Zweifel ist das aber haltlose Greuelpropaganda. Wir erwarten daher gespannt eine Gegendarstellung vom "Freundeskreis der Juche-Ideologie in der Kommunistischen Partei Deutschlands".

Mittwoch, 17. März 2010

Griechenland will "geladene Waffe" auf dem Tisch liegen sehen

We would like to have a loaded gun on the table and hope never to have to use it,» said Finance Minister Giorgos Papaconstantinou after a meeting of European Union finance ministers in Brussels yesterday. The government believes that having the funds available will mean that it can borrow at lower rates, as it could help drive the spread on Greek bonds down."

Unser Vorschlag: einfach bei Hank Paulson nachfragen, ob der noch seine Bazooka hat.

Zur Erinnerung:

"“If you’re not used to thinking about these issues it seems counterintuitive,” Mr. Paulson, a former Goldman Sachs chief executive, told lawmakers at the time. “But if you’re used to thinking about the issues, it is very intuitive. That if you’ve got a squirt-gun in your pocket you may have to take it out. If you’ve got a bazooka, and people know you’ve got it, you may not have to take it out. … By increasing confidence, it will greatly reduce the likelihood it will ever be used.”
Quelle:

Samstag, 13. März 2010

Man wettet nicht gegen das Imperium!

Sovereign Credit Default Swaps: Net Notional Values
(zum Vergrößern anklicken)

In der Grafik sieht man die im Falle eines Staatsbankrotts maximal zu zahlenden Versicherungssummen.

(Wenn man dann noch bedenkt, dass mittels CDS ein Ausfall der Staatsschulden versichert wird und die USA von allen Staaten mit Abstand die höchsten Staatsschulden haben, so würde die obige Grafik noch deutlich mehr verzerrt.)

Es fällt auf, dass es fast keine Versicherungen gegen einen Staatsbankrott der USA gibt.

Das macht auch Sinn. Investoren sind zwar manchmal ziemlich blöd, aber so blöd sind die meisten dann auch wieder nicht. Wenn das Imperium pleite geht, ist sowieso Schicht im Schacht. Dann werden auch keine Versicherungen mehr ausbezahlt. Over, finito...

Die eigentliche Frage sollte daher nicht lauten, warum es so wenig CDS gegen eine USA-Pleite gibt sondern wer so bekloppt ist diese überhaupt zu kaufen?

Verraten und verkauft: Griechenland wird gerettet. Der deutsche Michel zahlt.


zum ganzen Guardian-Artikel:

Greece debt: EU agrees bailout deal
Germany plays pivotal role in potential eurozone rescue package for Greek debts

Freitag, 12. März 2010

Marc Faber vs Mike "Mish" Shedlock

Zocken ist gerecht

Der beste Spiegel-Artikel seit Äonen:


Hier zum ganzen Artikel:

Zocken ist gerecht

SEC und New York FED von IRREN geführt

Ich greife das Thema doch noch einmal auf. Gestern Abend wurde in den USA der 2200-seitige Untersuchungsbericht zur Pleite der US-Bank Lehman Brothers der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bank war im September 2008 kollabiert und hatte damit den damaligen Abwärtsstrudel an den Weltmärkten mit ausgelöst. Die Ergebnisse der monatelangen Recherche von Chefermittler Anton Valukas sind – vorsichtig ausgedrückt – schockierend, auch wenn ich dachte, daß ich in puncto Lug und Trug nach den Geschehnissen der letzten Jahre beinahe schon alles gesehen haben könnte. Nach meiner ersten Einschätzung übertreffen die Vorgänge sogar die kriminelle Energie eines Bernie Madoff, nur daß leider vermutlich niemand im Gefängnis landen wird. Valukas schreibt in seinem Bericht nämlich, daß zumindest die Grenze zur „groben Fahrlässigkeit“ nicht überschritten worden sei. Aus den wenigen Auszügen, die ich studiert haben, erschließt sich mir diese Schlußfolgerung nicht. Der Spiegel schreibt:
„…Der Wirtschaftskrimi um Lehman Brothers geht in eine neue Runde: Einem umfassenden Prüfbericht zufolge war die US-Investmentbank bereits Wochen vor
ihrem Kollaps im September 2008 zahlungsunfähig. Doch das Wall-Street-Institut
habe seine Probleme mit Bilanztricks kaschiert und so Anleger, Geschäftspartner
und Aufsichtsbehörden in die Irre geführt
…“
Die Aussage, daß die Aufsichtsbehörde „in die Irre geführt“ worden sei, ist schlicht unhaltbar. Vielmehr drängt sich die Frage auf, ob die zuständigen Behörden SEC (Börsenaufsicht) und New York Fed (Regulierungsbehörde) nicht VON IRREN geführt werden. Um nicht den Eindruck zu erwecken, daß ich mich in haltloser Polemik ergehe, möchten ich nur eine einzige Passage aus den 2200 Seiten für den geneigten Leser übersetzen. Einleitend sei daran erinnert, daß im März 2008 bereits die US Bank Bear Stearns zusammengebrochen war. Die im nachfolgenden Text erwähnten „Stress Tests“ wurden später im Jahr 2009 berühmt, als das gesamte US-Bankensystem unter der Führung des neuen US-Finanzministers Timothy Geithner solchen Tests unterzogen wurde. Geithner war zum Zeitpunkt der nun geschilderten Ereignisse übrigens noch der verantwortliche Chef der erwähnten New York Fed
„…Nach dem März 2008, als die SEC und die NY Fed mit ihrer täglichen Vorortüberwachung begannen, wandte sich die SEC an die NY Fed, um strengere Stress-Test-Szenarien zu erarbeiten, um zu prüfen, ob Lehman einem potentiellen oder tatsächlichen Ansturm auf die Bank widerstehen könne. Die NY Fed entwickelte zwei neue Stress-Test-Szenarien: “Bear Stearns” und “Bear Stearns Light”. Lehman bestand beide Tests nicht. Die NY Fed entwickelte daraufhin eine neue Reihe von Annahmen für einen weiteren Test, den Lehman aber wiederum nicht bestand. Allerdings führte Lehman auf Basis ähnlicher Annahmen selbst Stress-Tests durch und bestand. Es sieht nicht so aus, als hätte irgendeine Behörde irgendeine Maßnahme von Lehman als Reaktion auf die Stress-Tests gefordert....“
Stellt Euch vor, jemand würde beim TÜV eine absolute Schrottlaube zur Hauptuntersuchung anmelden. Der TÜV würde dann die Prüfkriterien schrittweise herabsetzen und da er den Wagen trotz aller „Mühen“ dennoch nicht als verkehrstauglich einstufen könnte, würde er den Halter einfach selbst prüfen lassen! In so einem Fall davon zu sprechen, daß der Halter den TÜV „in die Irre geführt“ hätte, grenzt in meinen Augen an Wahnsinn. In den USA wird der TÜV-Prüfer allerdings anschließend noch zum Verkehrsminister ernannt…

Neues von den Ponzi-Hedgefonds (US Banken) - diesmal "Madoffiaden bei Lehman und der New York FED"

Ich bin so wütend, daß ich garkeine Lust habe groß zu berichten. Ich dachte eigentlich, nach 2008 hätte ich mehr oder weniger "schon alles gesehen". Nope. Die kriminelle Bande in New York hat noch viel mehr auf Lager.
Ach lest doch einfach selbst:

Donnerstag, 11. März 2010

CDS - Versicherung oder Massenvernichtungswaffe?

Die obige Frage zu beantworten ist insofern schwierig, als sich die Gefahren des Marktes für Kreditderivate (hier: Credit Default Swaps, also eigentlich Kreditausfallrisiko-Tauschvereinbarungen) weniger aus den Eigenschaften eines einzelnen Instrumentes ableiten lassen, als aus der Komplexitätserhöhung, die diese Werkzeuge mitverursachen. Stichtwort: systemisches Risiko.
Recht eindeutig ist meine Einschätzung der aktuellen Debatte um CDS bzgl. der "PIIGS". Hier scheint mir die Politik einfach einen Buhmann gesucht und gefunden zu haben.
Ein echter (weil praktizierender) Experte auf diesem Gebiet ist Dr. Jochen Felsenheimer von der Fondsgesellschaft assénagon. Seinen leicht verständlichen aktuellen Kommentar lege ich allen interessierten ans Herz, auch wenn ich persönlich nicht jedem Detail zustimme (bzw. in einigen Punkten unschlüssig bin):

Ein ziemlich sicherer Weg in den finanziellen Ruin

Frankreich emittiert eine Staatsanleihe mit Fälligkeit im April 2060. Die Anleihe hat eine Verzinsung von knapp über 4% und ist nicht inflationsgeschützt.

Nun, im Jahr 2060 wird Frankreich vermutlich eine arabisch-islamische Theokratie sein.

Da stellt sich die Frage: wer kauft so was?

Mittwoch, 10. März 2010

Zukunft des Euro: Nordeuro und Südeuro?

In der aktuellen öffentlichen Diskussion zum Thema Griechenland und Euro wird regelmäßig auf den Aspekt der Staatsschulden hingewiesen. So könne z.B. Griechenland durch einen Euroaustritt seine Schulden entwerten.

Viel wichtiger als der Schuldenaspekt ist bei einer Währungsdebatte langfristig jedoch die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Diese findet ihren Ausdruck in der Handelsbilanz: starke Wettbewerbsfähigkeit resultiert in einem Handelsbilanzüberschuss, schwache Wettbewerbsfähigkeit in einem Handelsbilanzdefizit.

In Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit bedeutet eine Schwächung der Währung, dass Importe teurer und Exporte preiswerter werden. D.h. es würde weniger importiert und mehr exportiert. Aus einem Handelsbilanzdefizit kann so eine ausgeglichene Handelsbilanz werden.

Würde es Sinn machen, den Euro zweizuteilen? Einen starken "Nordeuro" und einen schwachen "Südeuro" zu schaffen?

In Hinblick auf internationale Wettbewerbsfähigkeit und ausgeglichene Handelsbilanzen auf jeden Fall!

Welches Länder sollten dann aber der neu zu schaffenden Nordeurozone angehören? Und welche der Südeurozone?

Ein Blick auf Handelsbilanzen der letzten Jahre hilft diese Frage zu beantworten:

Handelsbilanzüberschüsse und -defizite der Euroländer

Allein bei Belgien bleibt das Urteil vage. Alle anderen Länder sind klar verteilt.

"Krise in Griechenland - Ist Euroland abgebrannt?"

PHOENIX Runde vom 09.03.2010

Interessant: Sowohl Prof. Sinn als auch Prof. Starbatty empfehlen Griechenland aus dem Euro auszutreten.

http://www.phoenix.de/291843.htm

Wo die Schweiz noch erschwinglich ist

Die Zeitschrift Blick zeigt, wo die Gutverdiener wohnen:

Hier geht's zum Artikel und zu einer größeren Version der Karte:

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/wo-in-der-schweiz-das-geld-wohnt-142330

Da Einkommen und lokale Immobilienpreise eng korrelieren, können einwanderungswillige Zuzügler anhand dieser Karte sondieren, wo für sie die Schweiz noch erschwinglich ist.

Ist die Fed insolvent?

Die Seite www.wirtschaftsfacts.de macht sich häufig die Mühe, aktuelle Artikel aus der US-Finanzblog-Szene zu übersetzen. Darunter sind wahre Perlen wie diese hier:

Fed könnte in Insolvenz rutschen (Zerohedge-Übersetzung weiter unten im Artikel)

Herzlichen Dank an das Team der Seite!

Dienstag, 9. März 2010

Offizielle Goldreserven niedriger als ausgewiesen - IMF-Gold "double counted"?

Dass Zentralbanken ihr Gold verleasen und swapen, ist inzwischen schon fast ein alter Hut. GATA berichtet hierüber seit Jahren. Physisch vorhandenes Gold und Goldforderungen an Dritte werden hierbei von Zentralbanken in einer Position zusammengefasst. Das ist natürlich ein buchhalterische Riesensauerei, aber wie gesagt: nichts Neues.

Neu ist jedoch der Gedanke, dass auch beim IMF-Gold etwas faul sein könnte:

Wird das IMF-Gold zum Teil doppelt gezählt?

Größte Goldreserven, aktuell
Man sieht, dass die 3.005 Tonnen des IMF eine nicht unbedeutende Größe darstellen.

Diese 3.005 Tonen unterteilen sich in das Gold, welches der IMF zu seiner Gründung 1944 erhalten hat, und das Gold, welches der IMF ab 1944 z.B. durch Zinseinnahmen "erwirtschaftet" hat.

Das "Gründungsgold" gehört dem IMF gar nicht, da es ihm nur treuhänderisch als Sicherheit zur Verfügung gestellt wurde. Die Gründungsmitglieder haben damals Teile ihrer eigenen nationalen Goldreserven an den IMF übertragen. Eigentümer dieses Goldes sind immer noch die jeweiligen Staaten. Der IMF darf dieses Gold daher auch nicht verkaufen.

Könnte es sein, dass dieses Gold seit 1944 doppelt gezählt wird?

Es würde dann sowohl in den nationalen Zentralbankreserven der jeweiligen Staaten als auch beim IMF erscheinen.

Wäre dies der Fall, so würden ca. 2.500 Tonnen (meine persönliche Schätzung!) weniger Gold real vorhanden sein, als tatsächlich von offizieller Seite ausgewiesen. Das entspräche ungefähr einer Jahresförderung aller Goldminen.

Montag, 8. März 2010

ARD, 22:45 Uhr

Für Dirk Müller-Fans empfiehlt sich eventuell:

Griechenland in Not – ist der Euro noch zu retten?

Leider muss man dann auch Theo Waigel, FDP-Europaparlamentarier Jorgo Chatzimarkakis, Journalist Alexandros Stefanidis, Sängerin Vicky Leandros, "Lindenstraßen"-Schauspieler Hermes Hodolides und vor allem Berufsschwätzer Reinhold Beckmann ertragen.

TANSTAAFL

Nigel Farage entschuldigt sich

- bei den Bankangestellten!

Die Libertäre Plattform erhält CD mit Finanzinformationen deutscher Politiker

Freitag, 5. März 2010

Ist Naked Short Selling in Deutschland erlaubt?

Das Handelsblatt berichtete gestern:

Für Leerverkäufe gelten bald Meldepflichten

Bei Leerverkäufen verkauft ein Anleger Aktien in der Hoffnung, sie später zu einem niedrigeren Kurs zurückzukaufen. Bei sogenannten gedeckten Leerverkäufen hat sich der Investor die Aktien geliehen, die er verkaufen will. Bei ungedeckten Leerverkäufen verkauft der Spekulant Aktien am Markt, ohne sich diese ausgeliehen zu haben. Die Meldepflichten gelten sowohl für gedeckte als auch für ungedeckte Leerverkäufe.

Mit seinen jüngsten Vorschlägen geht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) noch einen Schritt weiter. Er setzt sich für ein Verbot ungedeckter Leerverkäufe ein.


B4RP: Offensichtlich sind ungedeckte Leerverkäufe (= Naked Short Selling) also vollkommen legal. Irre!

Macht Stiglitz einen auf Ron Paul?

Der "linke" Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz hat auf einer Konferenz in den USA deutliche Worte für die FED gefunden:


"Nobel laureate Joseph Stiglitz, a former chief economist at the World Bank, said that if a country had applied for World Bank aid during his tenure, with a financial regulatory system similar to the Federal Reserve's -- in which regional Feds are partly governed by the very banks they're supposed to police -- it would have raised alarms. "If we had seen a governance structure that corresponds to our Federal Reserve system, we would have been yelling and screaming and saying that country does not deserve any assistance, this is a corrupt governing structure," Stiglitz said during a conference on financial reform in New York. "It's time for us to reflect on our own structure today, and to say there are parts that can be improved.""

Und hier noch ein Schmankerl zum Thema "Ist die FED privat?" (meine Meinung: rechtlich nein, aber praktisch ja):

"To Stiglitz, the core issue is that regional Fed banks, such as the New York Fed, have clear conflicts of interest -- a result of the banks being partly governed by a board of directors that includes officers of the very banks they're supposed to be overseeing.
The New York Fed, which was led by current Treasury Secretary Timothy Geithner during the time leading Wall Street firms like Citigroup, JPMorgan Chase, AIG, and Goldman Sachs were given hundreds of billions of dollars in taxpayer bailouts, presently has on
its board of directors Jamie Dimon, the head of JPMorgan Chase. He's been there for three years. He replaced former Citigroup chairman Sanford "Sandy" Weill."

Werden "Aluminiumhütchen" jetzt Mode?
Quelle:

Donnerstag, 4. März 2010

Keiner wollte zuhören

Harry Markopolos wollte der US-Börsenaufsicht SEC jahrelang erklären, warum Bernie Madoff betrügt - ohne Erfolg. Immer wieder legte er mathematische Beweise vor, die SEC-Mitarbeiter wohl nicht verstanden.

Der Fall Madoff: "Als ob Hühner Füchse jagen"


Der Abgeordnete Frank Schäffler über Griechenland und das Geldsystem

Ja, es gibt einen "Austrian" im Deutschen Bundestag. Frank Schäffler (FDP) hat in der SZ einen lesenswerten Kommentar verfaßt.

Auszug:

"Darüber hinaus sind die bislang vorgeschlagenen finanziellen Rettungsmaßnahmen für Griechenland genauso wenig Lösungen für die griechische Überschuldungskrise wie es die seit Herbst 2008 beschlossenen Bankenrettungspakete für die Banken waren. Die Ursachen der Überschuldungskrise liegen im Geldsystem, doch dies wird von den verantwortlichen Staats- und Regierungschefs bislang nicht einmal diskutiert. Die Rettungspakete bestehen bisher aus purer Geld- und Kreditschöpfung. Dieser, unsere freiheitliche Wirtschaftsverfassung gefährdende Schneeball aus ungedecktem staatlichen und schlechten Geld durch die vermeintlichen Rettungspakete wird immer größer. Das Schneeballsystem wird früher oder später zusammenbrechen. Wir müssen deshalb über eine neue Geldordnung nachdenken.
Die derzeitige Überschuldungskrise von Staaten und Banken ist nur im Rahmen des staatlichen Papiergeldmonopols, in dem Geld und Kredit aus dem Nichts geschaffen werden, möglich. Eine marktwirtschaftliche Geldordnung, die wir leider nicht haben, hätte durch die in ihr wirksamen Schuldenbremsen diese Überschuldungskrise erst gar nicht entstehen lassen....Ein Staat würde folglich durch die Zulassung von konkurrierenden Privatwährungen und eines allumfassenden Währungswettbewerbs gezwungen, eine nachhaltigere Haushaltspolitik zu verfolgen. Die Zulassung von konkurrierenden Privatwährungen und eines Wettbewerbs unterschiedlicher Währungen wären deshalb eine weit wirksamere Schuldenbremse als es heute die Grenzwerte des europäischen Stabilitätspaktes sind. Zudem würden kollektive Rechtsbrüche der Regierungen, wie die vom 11. Februar 2010, sofort durch die Abwanderung aus dem Euro bestraft. Eine marktwirtschaftliche Geldordnung würde aus diesen Gründen die Rechtstreue unserer Regierungen fördern und verhindern helfen, dass das vereinte Europa aufgrund kollektiver Rechtsbrüche von Staaten auseinanderfällt."
Vollständiger Text:

Mittwoch, 3. März 2010

WDR: Verrückt nach Gold

Gold ist unwiderstehlich. Für Gold verlassen Menschen Heimat und Familie, für Gold riskieren sie ihr Leben. Um an Gold zu kommen, graben sie die tiefsten Bergwerke der Welt. Aber was ist überhaupt dran an dem gelben Metall – außer, dass es teuer ist und hübsch aussieht? Quarks & Co fährt mit Bergleuten in die berühmten Goldminen Südafrikas, besucht deutsche Goldwäscher am Rhein und entdeckt, was Wissenschaftler am Gold fasziniert.

WDR: Samstag, 13. März 2010, 12.00 - 12.45 Uhr (Wdh.)

Nicht über den Euro lästern!

In USA kann das problematisch werden, zumindest wenn man ein "Spekulant" ist, meldet das Wall-Street-Journal:

"The Journal article disclosed that the big euro bets were emerging amid gatherings including an "idea dinner" involving a number of hedge funds including SAC, Greenlight and Soros, where a trader argued that the euro is likely to fall to "parity," or equal to, against the dollar on an exchange basis. The euro currently trades at $1.3609. One of the questions investigators are likely to examine is whether such information-sharing constitutes collusion, the people say.
...
At one such gathering, a dinner on Feb. 8 at a Manhattan restaurant, an SAC portfolio manager said he believed the euro could fall to a level equal to that of the dollar and urged other traders to "short," or bet against, the euro as his firm had, according to people at the dinner. The size of the bets against the euro is unclear."

Fundort:
http://www.businessinsider.com/you-know-the-euro-is-toast-because-now-even-the-us-is-cracking-down-on-its-speculators-2010-3

Meine Meinung:
Daß Banken wie Goldman Sachs Wertpapiere nur deswegen konstruiert haben, damit ihr Kunde A dagegen wetten kann und Kunde B, der sie gekauft hat, darüber nicht informiert wurde, stört doch auch kaum jemanden. In Sachen Staatsverschuldung sehe ich die "Spekulanten" eher als Sündenböcke. Hedgefonds haben jedenfalls nicht die Verschuldung hochgetrieben.

Montag, 1. März 2010

Wahrscheinlichkeit, dass ein Migrant langzeitarbeitslos ist, ist fast 3mal höher als für einen Deutschen

Aus Gründen der politischen Korrektheit ist es gar nicht so einfach, Daten zu diesem Thema zu finden. Man muss schon an mehreren Stellen suchen, um hier weiterzukommen.

Ich halte dies staatliche Verschwiegenheit für ein Fehler. In der Medizin steht vor der Therapie schliesslich auch die Anamnese und die Diagnose.

Und nun zu den Zahlen:


Fakt 1:

In Deutschland leben 82,135 Mio. Menschen. (Quelle)

Davon haben 15,566 Mio. einen "Migrationshintergrund im engeren Sinne". (Quelle)

66,569 Mio sind somit autochthone Deutsche.


Fakt 2:

7,9% Prozent aller Einwohner Deutschlands beziehen das Langzeitarbeitslosengeld II, umgangssprachlich "Hartz IV" genannt. (Quelle)

Somit beziehen 6,489 Mio. Menschen in Deutschland Hartz IV.


Fakt 3:

40 Prozent der Hartz IV-Empfänger sind Migranten. (Quelle)


Aus obigen Fakten folgt:

2,595 Mio. der insgesamt 15,566 Mio. Migranten beziehen Hartz IV, das entspricht 16,67%.

3,893 Mio. der insgesamt 66,569 Mio. autochthonen Deutschen beziehen Hartz IV, das entspricht 5,85%.

16,67% zu 5,85% bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Migrant in Deutschland das Langzeitarbeitslosengeld Hartz IV bezieht, 2,8mal höher ist als für einen autochthonen Deutschen.

Im Gegensatz zu den Herren Sarrazin und Westerwelle verkneife ich mir zu diesem brisanten Themengebiet gutgemeinte Ratschläge.
Dass in diesen Zahlen sozialer Sprengstoff erster Güte steckt, dürfte jedoch für jeden Unvoreingenommenen offensichtlich sein.

FKN Newz vom 26. Februar 2010

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