Dienstag, 31. Mai 2011

James Turk diskutiert mit Jim Grant

Was für ein Genuß diesen beiden Größen zuzuhören. Ich wußte z.B. nicht, daß Carter Glass (ja, der von Glass-Steagall) ein "Real Bill"-Verfechter und offensichtlich ein gutgläubiger etatistischer FED-Apologet war. Lustig ist Grants Antwort auf Turks Frage, wie lange nach Ausbruch des 1. Weltkrieges die FED so funktioniert hat, wie Glass es sich idealistisch-planwirtschaftlich vorgestellt hatte: "15 Sekunden".
Zu "Real Bills" und dem 1. Weltkrieg hat Prof. Antal Fekete, der wohl im August nach München kommt, wie ich auf dem Ron Paul Meetup erfahren habe (Danke Benny!) lesenswertes geschrieben:

Vergessener Jahrestag: 100 Jahre gesetzliche Zahlungsmittel


Die tiefere Ursache der Großen Finanzkrise: Das Friedensdiktat von Versailles


Austrians in der WELT

http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article13404258/Wiener-Schule-zeigt-Weg-aus-der-Finanzkrise.html

"Wenn die Österreichische Schule politisch ausgelegt wird, dann erweckt sie den Eindruck, eigentlich gegen alles zu sein. In der Politik gibt es so viele falsche Ideen, dass man schon alle Hände voll damit zu tun hätte, nur den Schaden einzugrenzen, der laufend ausgebrütet wird, und vergangene Fehler zu reparieren. "Österreicher" erscheinen daher in aller Regel als nüchterne Nein-Sager und Spielverderber. Wenn ein Kind das erste Mal "Nein!" sagt, wird es sich allerdings seiner Freiheit bewusst: Darin liegt die Essenz des Entscheidens. Wir können uns bewusst dagegen entscheiden, jeden Unsinn mitzumachen."

If Ron Paul would let the market "run wild", why don't big businesses support him?

Mal was zu Kachelmann

Da man als Nutzer moderner Informationsmedien schon hochgradig autistisch hätte sein müssen, um den "Fall Kachelmann" nicht zumindest zu registrieren, war mir schon bekannt, daß heute der Tag der Urteilsverkündung sein würde. Ich habe mich bisher allerdings nicht wirklich mit dem Fall beschäftigt und hatte auch nicht das dringende Bedürfnis, unbedingt parteiisch sein zu müssen (diesen offenbar ur-menschlichen Drang tobe ich auf friedliche Weise beim Fußball aus, FORZA GENOA), geschweige denn, daß ich mich genötigt sah, ein moralisches Urteil über Herrn Kachelmann oder seine Ex-Freundin zu fällen. Umso mehr hat mir dieser nachdenkliche Artikel im sonst hier gerne scharf kritisierten "SPIEGEL" gefallen:

Urteil in Mannheim - Im Zweifel für Kachelmann

Danke Frau Jüttner, für die ausgewogene, sensible und umfassende Zusammenfassung dieser menschlichen Tragödie.

Mehr zu Papandreou und den Griechen-CDS

Nach weiterer Recherche bin ich derzeit geneigt zu glauben, daß der Verkauf der CDS durch Hellenic Postbank an IJ Partners auf politischen Druck erfolgte. Die Bank wurde ja damals schwer dafür kritisiert, daß sie sich gegen einen möglichen Zahlungsausfall Griechenlands absichert, bzw., in der Diktion der Medien "auf die eigene Pleite" wettete. Vor allem ist mir die Verbindung zu Papandreou bislang etwas zu dürr (nur weil "man sich kennt", überweist man sich nicht Milliarden Euro). Warum IJ Partners überhaupt diesen Deal eingegangen ist, verstehe ich aber nicht. Es paßt nicht ganz zur Selbstdarstellung. Ich würde einen CDS-Deal nicht pauschal als Wette bezeichnen (der Wett-Charakter steckt wenn überhaupt nicht im CDS, sondern in Kopf und Bauch dessen, der ihn eingeht, also in der Motivlage), aber ein "Investment" ist es auch nicht gerade. IJP betont gerne, daß sie nur "investieren" und nicht "spekulieren, siehe das ARTE-Interview mit deren Gründer Theodore Margellos: http://videos.arte.tv/de/videos/interview_mit_theodore_margellos-3580384.html.
Im März 2010 soll IJP zudem "long" in Staatsanleihen gegangen sein. Margellos damals: "

“While we understand extremely well the Greek problems and the difficulty to overcome them, we are nevertheless buying Greek bonds because at current levels, we find great value.”

Das ist natürlich, wie wir heute wissen, gehörig in die Hose gegangen, aber wir wissen ja nun auch, daß IJ abgesichert war...


Montag, 30. Mai 2011

Hat sich Papandreou persönlich an einem CDS-Deal bereichert?

In Griechenland werden dem Ministerpräsidenten Papandreou extrem schwere Vorwürfe gemacht: Accusations of Treason in the Greek Parliament. "GPAP", wie der US-Finanz-Blog Zerohedge ihn zu nennen pflegt, soll sich über ein schweizer "Family-Office" namens IJ Partners (Informed Judgement) an einem Deal mit Kreditausfallversicherungen in 2009 bereichert haben. Die Firma hat lustigerweise den "Vater des Euro" Robert Mundell im "Advisory Board". Reality is even stranger than fiction.

"Implicit in these most recent and quite damming accusations therefore, is that the Prime Minister not only arranged for, facilitated and possibly forced the sale of a national asset (the 1.3 billion in CDS that would turn into 27 billion – a roughly 2,700% gain) to a private firm that he or members of his family had a personal stake in, but that he also did so during a period where he knew that the value of this asset would rise substantially. In fact, his own words and actions had the potential to positively affect the outcome."


Mittwoch, 25. Mai 2011

Minsky und die Austrians

Hyman Minsky hat es im Zuge der Kreditkrise zu einer erneuten - und in meinen Augen wohlverdienten - Prominenz geschafft. Einen guten Einstieg bietet z.B. diese Schrift von PIMCO-Manager Paul Mc Culley: "The Shadow Banking System and Hyman Minsky`s Economic Journey". Der Bayerische Rundfunk hat im Rahmen seiner Reihe "Zündfunk" nun eine Sendung gemacht, die Minskys Gedanken und diejenigen der "Austrians" vorstellt:

New Capitalism? Wie die permanente Krise das Denken über unser Wirtschaftssystem verändert. Sendung von Paul-Philipp Hanske (MP3 Download hier)

"In diesem Generator stellen wir zwei sehr unterschiedliche, aber in vielem doch übereinstimmende Schulen vor: die radikalkapitalistische, hardcore-liberale "Österreichische Schule" sowie den eher links geprägten Ansatz des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Hyman Minsky. Beide erleben gerade einen Hype, der sich auch in politischen Konzepten niederschlägt - und beide meinen zu wissen, was zu tun ist."

Als Fürsprecher für Keynes/Minsky tritt Thomas Strobl auf, der vielen unter seinem sympathischen Pseudonym "Weissgarnix" ein Begriff sein könnte. Auf Seiten der Austrians spricht "Szeneveteran" André F. Lichtschlag von eigentümlich frei.
Während die Austrians sich mehr damit beschäftigen, wie das Geld- und Wirtschaftssystem aus ihrer (also auch meiner) Meinung nach funktionieren sollte, ist Minsky hilfreich um besser zu verstehen, wie unser derzeitiges Kreditgeldsystem funktioniert.
Die Ökonomen von Mises.org haben sich auch ein wenig mit Minsky beschäftigt:

Frank Shostak: Does the Current Financial Crisis Vindicate the Economics of Hyman Minsky?
http://mises.org/daily/2787

Robert Blumen: Minsky Having a Moment?
http://blog.mises.org/7114/minsky-having-a-moment/

Blumen faßt den fundamentalen Unterschied beider Denkrichtungen in folgender Frage zusammen:

"While the Great Austrian Critique of Minsky has yet to be written, the critique will focus on a difference over the nature of economic-financial crises in a capitalistic economy: endogenous (Minsky) or exogenous (Austrians)? Are fractional reserve banking and central banking inherent to a market economy, or are they a destructive form of central planning?"

Dienstag, 24. Mai 2011

Bilderberg 2011 in Sankt Moritz

Der schweizer Tagesanzeiger beschäftigt sich unter der Überschrift "Der Mythos von der geheimen Weltregierung" mit dem diesjährigen Bilderberger-Meeting in St. Moritz ("Alles Schall und Rauch" lädt zur großen "Anti-NWO-Party" ein). Bemerkenswert ist der investigative Scharfsinn des Tagesanzeiger-Journalisten, wenn er die "Verschwörungstheoretiker" zu "debunken" versucht:

"Wer glaubt, die Konferenz hieve ihre Mitglieder in hohe Ämter, unterliegt jedoch einem Denkfehler: Die meisten Bilderberger gehören zum rechten Lager. Würden sie tatsächlich einen Geheimbund bilden, hätten sie nicht die Linken Blair und Clinton unterstützt, sondern ihre konservativen Gegenspieler."

Natürlich...Von "Teile und Herrsche" hat der Mann nie etwas gehört und auf dem Niveau von Bilderberg nimmt man die "lechts und rinks"-Show sicher wahnsinnig ernst...wer das für albern hält, muß ein "Verschwörungstheoretiker" sein...

"Die Konferenzteilnehmer sonnten sich mit der Geheimhaltung fünf Jahrzehnte lang im Nimbus, zur Superelite zu gehören, wie Werner A. Perger, «Zeit»-Reporter und selbst ein Bilderberger, bestätigt: Die Teilnehmer trügen gern zum Erhalt des Mythos bei, «weil sie es geniessen, für einflussreich gehalten zu werden». Nur: Es gibt auch viele andere geheime Treffen der Reichen und Mächtigen. Die Liste reicht heute vom WEF über die Trilaterale Kommission von David Rockefeller, das Boao Forum For Asia und die Münchner Sicherheitskonferenz bis hin zum Council on Foreign Relations von Henry Kissinger, dem European Council von Joschka Fischer und den Carnegie-Treffen für Frieden. Das übersehen die Verschwörungstheoretiker geflissentlich."

Klar, waschechte "Verschwörungstheoretiker" haben noch nie vom CFR und der Trilateralen gehört...die ja auch von Medien wie dem Tagesanzeiger akribisch beleuchtet werden, nicht wahr?

Und last but not least:

"Und der deutsche Soziologieprofessor Hans-Jürgen Krysmanski, der sich intensiv mit internationalen Netzwerken beschäftigt, betont, dass die ganze Vernetzung viel komplizierter sei, als es die Verschwörungstheoretiker sehen."

Hier würde mich erstens ein Originalzitat von Krysmanski interessieren und zweitens, welche "Verschwörungstheoretiker" denn gemeint sind, die so offensichtlich einfältig sind. Für mich sieht das nach einem klassischen Strohmann-Argument aus, das nur Leser einlullen kann, die vorher noch nie etwas von Bilderberg gehört haben und sich beruhigt zurücklehnen sollen. Kritik üben schließlich nur schwer begriffstutzige "Verschwörungstheoretiker".

Ceterum censeo: Murray Rothbards Essay "Wall Street, Banks, and American Foreign Policy" ist diesbezüglich ein "must read".


Samstag, 21. Mai 2011

The "Game Over" Redux

Dringende Leseempfehlung für alle hyperinflationären US-Dollar-Bären. So ungern ich das sage, ich bin auf Sicht von 12-24 Monaten "bullish" für das "Papier" der US-Regierung (wobei ich Gold in Euro zumindest Stabilität zutraue. Silber sehe ich a) als längerfristige hochspekulative Wette auf dessen Remonetisierung und b) als Kleingeld für die Apokalypse an):

The "Game Over" Redux






Disclaimer: Dies ist keine Anlageempfehlung. In Zeiten der globalen monetären Planwirtschaft ist mein einziger langfristiger "Macro-Call", daß Gold und Silber immer teurer sein werden als Staub.

Montag, 16. Mai 2011

Gavin explains the fundamentals of Bitcoin

Zimbabwe will die Golddeckung

Wie sagt man so schön? "Reality is stranger than fiction"...Gideon Gono kritisiert die US-Geldpolitik und will einen goldgedeckten Zimbabwe-Dollar einführen:

"...However central bank chief, Dr Gideon Gono said the country should consider adopting a gold-backed currency.

“There is a need for us to begin thinking seriously and urgently about introducing a Gold-backed Zimbabwe currency which will not only stable but internationally acceptable,” he said in an interview with state media.

“We need to re-think our gold-mining strategy, our gold-liberalisation and marketing strategies as a country. The world needs to and will most certainly move to a gold standard and Zimbabwe must lead the way.”

Gono said the inflationary effects of United States’ deficit financing of its budget was likely to impact other countries to leading to a resistance of the green back as a base currency.

“The events of the 2008 Global Financial Crisis demand a new approach to self reliance and a stable mineral-backed currency and to me, Gold has proven over the years that it is a stable and most desired precious metal,” Gono said.

“Zimbabwe is sitting on trillions worth of gold-reserves and it is time we start thinking outside the box, for our survival and prosperity.”

Samstag, 14. Mai 2011

The People vs. Goldman Sachs


Matt Taibbi legt ein weiteres Meisterstück in seinen Kreuzzug gegen die Wall Street vor: The People vs Goldman Sachs. Taibbi ist "liberal" im amerikanischen Sinne, also "linkslastig" in unserer Diktion, was sein Verständnis für libertäre Positionen eintrübt, aber sein Verdienst ist es, die komplexen Vorgänge rund um die Finanzkrise so auf den Punkt zu bringen, daß Normalbürger es verstehen. Dabei bleibt er für meine Begriffe sachlich akkurat, trotz oder vielleicht gerade wegen der blumig-polemischen Umschreibungen, weil er den Wall Street Kaisern damit ihre juristisch-rabulistischen Kleider vom Leib reißt:

"Here is where the supporters of Goldman and other big banks will stand up and start wanding the air full of confusing terms like "scienter" and "loss causation" — legalese mumbo jumbo that attempts to convince the ignorantly enraged onlooker that, according to American law, these grotesque tales of grand theft and fraud you've just heard are actually more innocent than you think. Yes, they will say, it may very well be a prosecutable crime for a corner-store Arab to take $2 from a customer selling tap water as Perrier. But that does not mean it's a crime for Goldman Sachs to take $100 million from a foreign hedge fund doing the same thing! No, sir, not at all! Then you'll be told that the Supreme Court has been limiting corporate liability for fraud for decades, that in order to gain a conviction one must prove a conscious intent to deceive, that the 1976 ruling in Ernst and Ernst clearly states...."

Der ganze Artikel ist sehr sehr lesenswert und ich hoffe inständig, daß die amerikanischen Justizbehörden endlich aufwachen ("Staatsversagen" anyone?!). Wichtig ist mir nur zu betonen, daß zumindest ich persönlich (für Taibbi kann ich nicht sprechen) keine Generalkritik gegen jeden Mitarbeiter von Goldman Sachs intendiere. Die Mitarbeiter von Goldman Sachs Asset Management in Frankfurt, die ich persönlich kenne, weiß ich wegen überdurchschnittlicher Professionalität und einer zumindest marktüblichen Integrität zu schätzen. "Waisenkinder" sind in der Finanzbranche so selten wie in anderen Branchen auch und die in Deutschland sehr beliebte etatistisch angehauchte und von wenig Fachwissen getrübte Generalkritik an "der Finanzindustrie" ist nicht mein Ding. Einige Bosse von Goldman in New York gehören für mich ganz persönlich trotzdem hinter Gitter.

Ron Paul wird kandidieren!

"Veteranen" der Ron Paul Revolution erinnern sich sicherlich noch an George "That`s not gonna happen" Stephanopoulos. Vier Jahre später ist Ron wieder bei ihm zu Gast, George ist immer noch ein Arschloch, aber dieses Mal ist er offenbar nicht mehr ganz so sicher, daß Ron Paul keine Chance hat:


Ron Paul - I`m back!

Mittwoch, 11. Mai 2011

Ron Paul Highlights in der "Daily Show"

Debt Crisis was Created by Politicians and Central Banks - Godfrey Bloom MEP

Wall-Street Prawda macht einen "Wahren Finnen" noch "wahrer"

Sympathischerweise wird Timo Soinis Partei bei Wikipedia "Basisfinnen" genannt. Das scheint die korrekte Übersetzung des Parteinamens zu sein, auch wenn es weniger nationalistisch und ausgrenzend klingt als "Wahre Finnen". Zur Partei und ihrem Präsidenten habe ich keine Meinung (was mich vermutlich zu einem hundsmiserablen "Europäer" macht), aber sein Editorial im Wall Street Journal hat mir gut gefallen. Sätze wie diese bekommt man ja eher selten zu lesen (vermutlich weil "Wahre Europäer" sowas nicht denken oder sagen sollten):

"In a true market economy, bad choices get penalized. Instead of accepting losses on unsound investments—which would have led to the probable collapse of some banks—it was decided to transfer the losses to taxpayers via loans, guarantees and opaque constructs such as the European Financial Stability Fund.

The money did not go to help indebted economies. It flowed through the European Central Bank and recipient states to the coffers of big banks and investment funds."

Sätze wie diese bekam man leider nur in der Originalversion des Artikels zu lesen:

"And so, unpurged, the gangrene spreads. The Spanish property sector is much bigger and more uncharted than that of Ireland. It is not just the cajas that are in trouble. There are major Spanish banks where what lies beneath the surface of the balance sheet may be a zombie, just as happened in Ireland for a while. The clock is ticking, and the problem is not going away."

Karl Denninger hat dankenswerterweise den Originalartikel (in der Form, in der ich ihn auch zum ersten Mal gelesen habe) gesichert und die verschwundenen Passagen markiert:

http://market-ticker.org/akcs-www?post=185817

Bei Scribd gibt es ebenfalls eine Version:

http://www.scribd.com/doc/55122829/WSJ-Revisionism

Die "wahre Version" ist vermutlich die letzte (?), aber einige Kommentatoren beim Wall Street Journal sind nicht so begeistert von der Säuberungsaktion im Dienste der wahren Wahrheit (russisch: Prawda):

Ein "Charles Hammons" meint:

"It is good that the creative editing done to this piece was caught by vigilant folks who are visible in the blogosphere. This is one of the reasons why many people read blogs in addition to the mainstream media. It is unsafe to assume that anyone is without agenda or strings that can be pulled by people with agendas. Trust at your own risk.

The nature of the edits suggests someone is awfully sensitive about how the unfolding sovereign debt catastrophe is characterized in public."

"John Leeden" ist auch sauer:

"I have subscribed to this newspaper for over 20 years. I will not be renewing if I don't see Mr. Soini's letter reinstated in its original form.

Thanks to ZeroHedge and MarketTicker for speaking out about this censorship."

Montag, 9. Mai 2011

Jesse Ventura bei Google

Ein begeisternder Auftritt, wie ich finde. Hoffentlich steigt er mit Ron als dessen Vize ins Rennen! Go Jesse!

Dienstag, 3. Mai 2011

Montag, 2. Mai 2011

Die Seebestattung des Arschlochs im Wandschrank

Screenshot von welt.de

Seebestattung? Im Einklang mit muslimischen Traditionen?

Come on, gimme a break.....

wikipedia weiss zum Thema "Islamische Bestattung":
"Für gläubige Muslime ist die Erdbestattung die einzig mögliche Bestattungsform."

Wäre die Begründung für eine Seebestattung gewesen, dass die USA keine Pilgerstätte schaffen wollte... ok.

Aber die Seebestattung mit "muslimischen Traditionen" zu begründen? Halleluja - für wie blöd halten die uns?

PS: Hier noch eine Prognose:
normalerweise sollte jetzt ja ein friedlichere und sicherere Zeit anbrechen. Zumindest wurde uns das jahrelang versprochen: "wenn wir erst mal den Osama haben, dann wird alles besser!"
Was der USA-Geheimdienst-/Militärkomplex jedoch überhaupt nicht leiden kann, ist Frieden & Sicherheit. Bzw. ein daraus resultierendes reduziertes Budget:
schön zu sehen: die bedauernswerte Durststrecke des US-Militärbudgets zwischen dem Ende der Sowjetunion 1990 bis zum werbewirksamen Erscheinen Osama bin Ladens 2001. Seit dem brummt's wieder ordentlich.

Daher wird uns ein würdiger Nachfolger von Osama wohl bald "präsentiert" werden. Und nein - der Gaddafi wird's nicht werden. Dessen Aufenthaltsort ist als Staatsoberhaupt zu bekannt. Gaddafi ist bloss ein ganz normaler Schurke. So wie vor ein paar Jahren der böse Saddam Hussein. Zu mehr als "Hitler of the Day" wird's bei Gaddafi also nicht reichen.
Lassen wir uns frei nach Volker Pispers überraschen, wer das nächste "Arschloch im Wandschrank" werden darf.

Sonntag, 1. Mai 2011

Ron Paul 2012: In Defense of Liberty

Schauen wir doch einmal, ob wir Donald Trump dazu bekommen, sein Toupet zu fressen. Nur weiter so, bringt noch mehr dumme Sprüche. Die Grassroot-Veteranen der Ron Paul Revolution scharren schon mit den Hufen und die ganzen Neuzugänge, die das letzte Mal wegen des medialen Blackouts verpaßt haben, freuen sich schon auf die Chance, den ganzen hochnäsigen Mainstream-Medien mal zu zeigen, was eine wirkliche Graswurzel-Kampagne ist (im Gegensatz zu Obama-Fähnchen, die mit Goldman Sachs Geldern bezahlt wurden).

HASTA LA LIBERTAD, SIEMPRE!

De Soto: Die Zerstörung ökonomischer Fakten

Hernando de Soto (der mal einen Schäferhund namens Karl Marx hatte, weil der Hund deutsch war und keine Eigentumsrechte respektierte...) argumentiert in einem langen Essay bei Businessweek, daß die Zerstörung gesicherter ökonomischer Fakten ursächlich zur jüngsten "Finanzkrise" beigetragen habe und daß auch die ganzen angeblichen "Reformen" nichts daran geändert haben. Der amerikanische Immobilienmarkt ist dabei das vielleicht auch für Laien am besten nachvollziehbare Beispiel:

"Banks that have tried to foreclose on nonperforming mortgages have discovered that in many cases they can't collect the debts. Why? Because some companies that pooled, packaged, and converted those mortgages into liquid securities had dispensed with the usual procedures to record mortgage owners and passed the property to a shell company called MERS, which pretended to own the mortgages. The intent was to streamline what many real estate experts recognize are outdated, disaggregated, and cumbersome processes. The result, however, is that today, says professor Christopher L. Peterson of the University of Utah, "about 60 percent of the U.S.'s residential mortgages are now recorded in the name of MERS rather than the bank, trust, or company that actually has a meaningful economic interest in the repayment of the debt. For the first time in the nation's history, there is no longer an authoritative, public record of who owns land in each county."

Über MERS hatten wir im September 2009 geschrieben:
http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/2009/09/bringt-mers-us-banken-in-die-bredouille.html

Ein weiteres Beispiel ist die Veränderung der Buchhaltungsregeln von "mark to market" zu (Achtung Orwellsprech) "fair value accounting" (vielleicht sollte man das mit "sozial-gerechter Bankenbuchhaltung" übersetzen):

"When the recession sent the prices of financial holdings spiraling downward, some banks and financiers were exempted from the U.S.'s long-established "mark-to-market" accounting standards, which force firms to report the value of their assets at current market prices. It's reasonable to establish value other than through market prices, according to proponents, if the market is unusually depressed. But such a privilege creates the ability to destroy facts by hiding losses, increasing the price of assets to levels at which no one will buy. In the U.S., the Financial Accounting Standards Board and the Securities and Exchange Commission are reviewing accounting rules, while Congress has been holding hearings on the subject. Meantime, businesses are left to figure out reality on the basis of connections, influence, and private information. Just like we do in developing and former communist countries."

Offensichtlich sind "die Märkte" immernoch "unusually depressed", auch wenn die Big-Bank-Profiteure vor lauter Boni sicher alles andere als deprimiert sind.
Zum Timing der Änderung kann man sich diesen Artikel, ebenfalls aus 2009, ins Gedächtnis rufen (auch um einen Eindruck zu bekommen, was De Soto mit "connections, influence, and private information" meinen könnte):
http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/2009/12/die-aktienrallye-ben-bernanke-und-der.html


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