Donnerstag, 21. Juni 2012

Bitcoin als neue Fluchtwährung aus dem Euro?

Über die kryptographische Alternativwährung Bitcoin hatte ich an dieser Stelle einführendes geschrieben. Seither verfolge ich die Entwicklung mit großen Interesse und habe auch begonnen zu "minen". Bisher befindet sich Bitcoin rein von der internationalen Größenordnung noch in den Kinderschuhen. So liegt die gesamte weltweite "Marktkapitalisierung" in US-Dollar gemessen bei nur etwa 50 Millionen. Insofern ist das Fassungsvermögen so gering, dass meine rethorische Frage aus dem Titel klar verneint werden kann. Wie bei Gold, dem physischen Pendant zum digitalen Bitcoin (bzw. natürlich viceversa, liebe Goldbugs), ist das aber nur eine Frage des Preises* - und für kleinere Vermögen ist Bitcoin durchaus interessant. Der Preis wiederum bewegt sich auch in EUR wieder ganz allmählich nach oben. Besonders bemerkensert aus europäischer Sicht ist, dass - wie die Seite dailyfinance.com berichtet - der EURO das britische Pfund nach Handelsvolumen letzte Woche überholt hat:

Quelle: http://bitcoincharts.com/charts/volumepie/
Für neugierige Leser (wie mich): "SLL" steht entgegen meines ersten Google-Suchergebnisses nicht etwa für die Währung von Sierra Leone, sondern für "Second Life Linden Dollar"...danke an meinen nerdigen ( ;-) ) Bekannten, der mich da aufgeklärt hat...

Dailyfinancenews zitiert den Betreiber einer amerikanischen Bitcoin-Wechselstube, der eine gesteigerte Nachfrage aus Griechenland, Italien, Spanien und den Niederlanden vermeldet:

"Euro hit 9% of the Bitcoin market thanks to an uptick in buyers from Greece, Italy, Spain and the Netherlands, according to Charlie Shrem, CEO of BitInstant, a New York company that allows clients to move money between Bitcoin and other currencies. Shrem's firm attributes the recent rise in euros exchanged for bitcoins to the worsening crisis in Europe and people seeking financial asylum in digital form."


*Auch Gold ist eigentlich zu billig, um nennenswerte Vermögenswerte speichern zu können, ohne den Goldpreis selbst massiv nach oben zu bewegen.

Y-Euros

Ich habe vor 2-3 Jahren zum ersten Mal von der Theorie gehört, dass Euro-Geldscheine, die von der griechischen Notenbank emittiert wurden, bei einem Austritt wertlos werden bzw. zu "Drachme" mutieren könnten. Man kann diese Scheine am Buchstaben "Y" vor der Seriennummer erkennen. "X" steht bspw. für Deutschland. Persönlich halte ich nichts von dieser Theorie, aber sie dreht immer weitere Kreise. Die Bild beschäftigt sich z.B. damit und die WiWo greift es auf:
Einen Prof. Charles Blankart, Wirtschaftsprofessor an der Humboldt-Uni in Berlin und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Wirtschaftsministeriums, gibt es wirklich und der Vorschlag stammt tatsächlich von ihm:
Zitat:
Um einen Bankrun zu vermeiden und dennoch den Zah-lungsverkehr aufrechtzuerhalten, wird alternativ auch eine Sofortaktion vorgeschlagen. Danach muss die Umstellung der Währung gleichzeitig mit der Ankündigung der Aktion erfolgen. Bei einer derartigen Überraschungswährungsreform werden sämtliche Konten und Verträge per Gesetz
am Tag der Ankündigung auf die neue Währung umgestellt. Alle Banknoten, die im Auftrag der griechischen Zentralbank produziert wurden und in deren Bilanz erscheinen, werden dort in diesem Augenblick zum einzig gültigen Zahlungs-mittel. Gleichzeitig verlieren sie ihre Gültigkeit in der restli-chen Eurozone. Welches die Geldscheine sind, die von der griechischen Zentralbank in Auftrag gegeben worden sind und daher zur griechischen Geldmenge zählen, lässt sich am Buchstaben Y erkennen, mit dem die auf jeder Note ent-haltene Seriennummer beginnt. In Geldautomaten dürfen nur noch Y-Scheine ausgegeben werden. In der Folge wer-den diese Banknoten sukzessive umgestempelt, um sie bes-ser kenntlich zu machen, bis eigene Banknoten gedruckt sind, um diese zu ersetzen.


Donnerstag, 14. Juni 2012

Bilderberg 2012 Nachlese

Oliver Janich hat zwei interessante Artikel zum Thema Bilderberg 2012 verfasst:

Bilderberg 2012 – eine Versachlichung der Diskussion
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/oliver-janich/bilderberg-2-12-eine-versachlichung-der-diskussion-.html

Bilderberg 2012: Ron Paul vs. Webster Tarpley: Libertarismus trifft Krypto-Kommunismus
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/oliver-janich/bilderberg-2-12-ron-paul-vs-webster-tarpley-libertarismus-trifft-krypto-kommunismus.html

Ganz frisch ist dieser Bericht von Freeman bei Alles Schall und Rauch. Rainer Brüderle ist offenbar im Bundestag unter die "Verschwörungstheoretiker" gegangen...lustige Zeiten...

Rainer Brüderle wirft Trittin Bilderberg-Besuch vor
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/06/rainer-bruderle-wirft-trittin.html

Dienstag, 5. Juni 2012

Where Have All The Bears & Bulls Gone? – An Update | The Big Picture

"Normally one would expect the bearish camp to grow in popularity at the expense of the bullish camp and vice versa. Now, however, the percentage of bearish newsletter writers are near an extreme low while the percentage of bullish newsletter writers are also trending towards the lower end of their historical range. Meanwhile, the percentage of newsletter writers looking for a correction in an ongoing bull market has rarely been higher. These charts are indicative of a confused market. Newsletter writers do not want to stick their necks out to be labeled a bull or a bear in this environment. The fear from a bearish standpoint is that the Federal Reserve or ECB could step in at any moment to put a floor on the market with further quantitative easing. The bulls, on the other hand, have to be worried with the direction the market has headed this month thus far in the absence of further quantitative easing."

http://www.ritholtz.com/blog/2012/06/where-have-all-the-bears-bulls-gone-an-update/

Freitag, 1. Juni 2012

Reality Check: Did Mitt Romney Really Secure GOP Nomination With Texas Win?

Bilderberg 2012: Jürgen Trittin mit dabei

In Zeiten von Facebook und Twitter üben sich auch die Bilderberger in Transparenz und veröffentlichen die Teilnehmerliste zeitnah selbst, anstatt es wie sonst den "Verschwörungsspinnern" zu überlassen sie zu "leaken".
Die Liste findet sich hier:

Aus deutscher Sicht ganz interessant: Jürgen Trittin ist mit dabei, genau wie auch Roland Koch.

Neu ist - glaube ich - dass es zwei "Rapporteurs" gibt, was "Berichterstatter" heissen müßte (siehe Liste ganz unten). Eigentlich soll ja nichts aus der Konferenz nach außen dringen (siehe "Chatham House Rules"). Vielleicht sind die beiden Herren vom Economist sowas wie "embedded journalists".

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