Freitag, 14. Februar 2014

Altcoins - Kimotos Anziehungskraft und der adaptive N-Faktor

Ich war bislang eher skeptisch, was sogenannte "Altcoins" angeht, also Bitcoin-Alternativen, die in den letzten 12-24 Monaten wie die Pilze aus dem Boden schießen. Litecoin habe ich als "Silber" neben Gold (Bitcoin) akzeptiert, auch weil es ursprünglich auf einem anderen Verschlüsselungsverfahren beruht und ASIC-resistent sein sollte, aber selbst Litecoin-Erfinder Charlie Lee gibt zu, daß die Silber-Analogie hauptsächlich ein "Mem" war und inzwischen kommen nun doch die ersten Litecoin-Asic-Miner auf den Markt. Ursprünglich ausschließlich auf einem "Mem" basiert der DOGE-Coin, inzwischen mit einer Marktkapitalisierung von knapp 83 Millionen US-Dollar immerhin auf Nr. 4 in der mit großem Abstand von Bitcoin angeführten Liste.
Technisch ist DOGE weitgehend uninnovativ und ursprünglich als eine Art Parodie auf Bitcoin entstanden, hat aber inzwischen eine begeisterte Community um sich geschart, die z.B. bei Reddit.com inzwischen mehr Beachtung findet wie der große Bruder BTC (bzw XBT). Die DOGE-Freunde haben ferner kürzlich rund 30.000 US-Dollar in DOGE mobilisiert, um dem jamaikanischen Bob-Team die Fahrt nach Sotschi zu ermöglichen. Man tut DOGE durchaus nicht Unrecht, wenn man es als "Spielerei" abtut, denn genau darum geht es den DOGE-Fans und sie scheren sich einen feuchten Shibe-Dreck darum was andere denken und erfreuen sich der viralen Popularität ihres Spielzeugs. Ich selber halte bislang keine DOGE, würde mich aber über eine Spende freuen:  D8V9B4jksCbNgU48rJDBebdQfQQqvSY2qc
Wow! So generous! Much thankful!
Die Stärke von Bitcoin beruht neben seiner Popularität als "First Mover" nicht zuletzt auf dem starken Netzwerk, das inzwischen von spezialisierten ASIC-Minern dominiert wird.
Ein ganz neuer Coin, der Vertcoin (VTC), setzt mit dem sogenannten "adaptiven N-Faktor" seines Mining-Algorithmus und dem "Kimotos Gravity Well Algorithmus" auf nachhaltige Resistenz gegenüber ASIC-Entwicklungen einerseits und der Unempfindlichkeit gegenüber Mining-Pools andererseits auf technologisch interessante Neuerungen. Eine variable (n-Faktor) im Algorithmus ändert sich fortlaufend, so dass hochspezialisierte ASICs alle paar Jahre komplett erneuert werden müssten. Dies könnte dafür sorgen, dass Vertcoin unter den Graphikkarten-Minern beliebter wird und eventuell Litecoin verdrängen könnte (wenn nicht gar Bitcoin selbst...#BetterThanBitcoin). "Kimotos Gravity Well" hingegen passt die "Difficulty", also den Schwierigkeitsgrad der kryptographischen Rechenaufgaben für die Miner so an, dass große Mining-Pools nicht die Schwierigkeit kurzfristig hochjagen können und diese dann viel zu hoch für individuelle Miner lassen, bis sie sich wieder anpasst (Pools können sie hochfahren, aber sie passt sich schneller nach unten wieder an).
Natürlich haben auch "Vertans" eine Meme-hungrige Community:

Vertcoin-Tips willkommen :-)

Vwbzcvz8CKUWsBMSfprehXFxe6PZNsHMLu

Ganz in der Tradition von Satoshi nennt sich der Entwickler von Vertcoin (VTC) "bushido", Student der Informationssicherheit an der John Hopkins Universität und ehemaliger Mitarbeiter von Microsoft:



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