Mittwoch, 26. Dezember 2012

Rezension zu "Der größte Raubzug der Geschichte"

Nachdem ich bereits zwei Kapitel aus dem Buch verlinkt habe, die mich auf das ganze Werk gespannt sein ließen, schenkte ich es mir kurzerhand selbst zu Weihnachten und habe es gerade fertiggelesen.
Leider muss ich sagen, dass es die zwei besten Kapitel waren, die im Netz gelandet sind. Das Buch ist eher eine lange Material- und Zitatesammlung, als ein klassisches Sachbuch und bezüglich der Quellen haben sich die Autoren in der Regel nicht die Mühe gemacht nach dem Original zu suchen, sondern aus Sekundärquellen wie Zeitungen und Webseiten zitiert.
Ich teile zwar grundsätzlich die Empörung der Autoren über viele Machenschaften der "Hochfinanz" und der Politik, finde unser (Kredit-)Geldsystem ebenfalls widersinnig und z.T. pervers, aber ich hätte mir in einem Sachbuch mehr Detailtiefe bei so spannenden Fragen wie "Wie ensteht Geld überhaupt?" erwartet, die das Buch zu beantworten vorgibt. Leider werden diesen grundsätzlichen Themen wenige Seiten gewidment, der große Rest ist eine Art Pressemappe aus den vergangenen fünf Jahren "Finanz-" bzw. "Eurokrise". Die Buchgeldschöpfung durch private Geschäftsbanken wird z.B. nach meinem Verständnis einigermaßen korrekt wiedergegeben, d.h. es wird die Geschichte vom Geldmengenmultiplikator erzählt (die Realität ist noch "empörender"), wobei der Eindruck suggeriert wird, dass diese Banken bei der Staatsfinanzierung genauso vorgehen, wie z.B. bei einer privaten Hypothek, also über eine Bilanzverlängerung (das komplizierte Thema "Refinanzierung" sparen die Autoren leider aus und lassen meine Wissenslücke da so groß als wie zuvor). Das ist meines Wissens schlicht falsch, wobei ich durchaus offen für eine entsprechende Belehrung wäre.
Generell möchte ich den Autoren keine unredlichen sondern hehre Motive wie "Aufklärung" unterstellen, allerdings mißfällt es mir dann umso mehr, wenn schlampig (oder garnicht) recherchiert wird, sondern nur Schlagzeilen übernommen werden. Ein Beispiel fanden die Autoren offenbar so skandalös, dass sie es gleich zweimal verwendeten, inkl. des gleichlautenden Zitates (S. 168-169 und 319-320), nämlich die Unsicherheit des "Einlagensicherungsfonds der privaten Banken" (korrekt "Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken"). Über dieses Thema kann viel geschrieben werden und ich halte die diversen Einlagensicherungsfonds und die politischen Versprechen auch für fragwürdig, aber das dort verwendete Urteil des Landgerichts Berlin ist bei weitem weniger skandalös, als es der zitierte Handelsblatt-Artikel suggeriert. Ich hatte damals einen entsprechenden Artikel aus der Süddeutschen u.a. so kommentiert.
"Wie im Urteil, das der SZ-Journalist vermutlich nicht gelesen hat (er wird ja auch nur für`s Schreiben bezahlt) genau dargelegt wird, geht es um eine Teil-Zahlung aus einem Filmvermarktungsvertrag, die Lehman am 22.12.08 hätte bezahlen müssen. Am 28.10.08 hatte das BAFIN Lehman aber bereits für zahlungsunfähig erklärt. Ich bin kein Jurist, aber ich bin mir recht sicher, daß der Entschädigungsfonds der Banken hätte zahlen müssen, wenn Lehman das Geld z.B. bereits auf das Konto des Filmfonds eingezahlt hätte, es also bereits eine Sichteinlage gewesen wäre (dann hätte höchstens noch ein Konkursverwalter Anspruch darauf erheben können, wenn es an der Rechtsgrundlage für die Überweisung gemangelt hätte).

Jedenfalls würde ich aus dem Fall nicht ableiten, daß "Bankkunden bei Pleiten ihres Instituts künftig stärker dem Gutdünken des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) ausgesetzt" seien und ich glaube, ich bin bislang nicht als Lobbyist der privaten Bankenlandschaft aufgefallen. Im Gegenteil. Ich finde "Privatbank" ist heutzutage in unserem Bailout-Zombie-Staatskapitalismus so ein Oxymoron, daß man "Privatbanken" auch gleich alle verstaatlichen kann, damit sich wenigstens deren Vorstände nicht bereichern können."

http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.de/2010/12/einlagensicherung-gefahrdet.html

Andere Stellen aus dem Buch sind leider ähnlich oberflächlich alarmistisch und bzgl. möglicher Lösungswege für das eigene Privatvermögen bleiben die Autoren ebenfalls recht nebulös, ausser dass man wohl Edelmetalle und andere "Sachwerte" kaufen solle. Warum z.B. das Papiergeld "US-Dollar" während der letzten Krise fast durch die Decke ins (theoretisch) unedliche gestiegen wäre, erklären die Autoren nicht, wie auch im gesamten Buch überhaupt nicht auf die Thematik "Deflation" eingegangen wird, da die Autoren ja immer nur das "aus dem Nichts" geschaffene Geld sehen - obwohl sie ständig betonen, dass wir in einem Kreditgeldsystem leben und wirtschaften, wo es praktisch kein "Nettogeld" gibt.
Die Liste der widersprüchlichen Aussagen, deren Ausarbeitung ein wirkliches Sachbuch gefordert hätte, ist leider zu lang für meinen Geschmack und die inhaltlichen Fehler zu häufig, dafür dass die Autoren den Eindruck erwecken wollen, besondere Experten zu sein (bsp. S. 187 und was da über Terminkontrakte geschrieben wird: "Ein Future ist eine Option, die schlicht und einfach niemals fällig wird", was schlicht und einfach falsch ist, siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Future).
Empfehlen kann ich das Buch daher leider nur denjenigen, die die letzten fünf Jahre verschlafen haben und eine nette Zusammenfassung der Geschehnisse rund um das Thema "Finanzkrise" benötigen.

Montag, 24. Dezember 2012

Black Swans

If you don`t want to read Taleb, Rickards etc., here`s all you have to know about "black swans" in the financial markets (and who is to blame):

“In an economic system, if the goal of the authorities is to reduce some particular risks, then the sum of all these suppressed risks will reappear one day through a massive increase in the systemic risk and this will happen because the future is unknowable”.

Karl Popper

(quoted according to Charles Gave in John Mauldins most recent must read "Outside the Box"-Letter).

And I might add: that day you will regret having scorned gold and bitcoins and laughed at "survivalists" (and I actually personally hope that CTAs will come back alive and kicking).

Samstag, 15. Dezember 2012

Chris Martenson über den Irrsinn "Quantitative Easing 4"

"Once upon a time, it would have been considered in bad taste to suggest that the world was being centrally managed in secret by a small-ish cabal of bankers whose actions served to either prop up the excessive spending habits of the very governments that conferred upon them the power to print money, or to bolster the health and profits of the banks they mainly serve.
That was then. Today you can just read about it in the Wall Street Journal."

Must read article by the always brilliant Chris Martenson:

QE 4: Folks, This Ain't Normal - What You Need To Know About The Fed's Latest Move

http://www.zerohedge.com/news/2012-12-14/qe-4-folks-aint-normal-what-you-need-know-about-feds-latest-move

On the current market conditions (Hayek must be rolling in his grave...):

"The markets are now well and truly broken.  Not because they don't conform to my predictions, but because they are no longer sending useful price signals.  Instead, my hypothesis here is that the markets are now just a giant and rigged casino, where a relative handful of big firms and other tightly coupled players are gaming their orders to take advantage of this flood of money.

When your central bank badly misprices money and then bids up everything related to bonds, nothing can be reasonably priced.  Risk is mispriced; the few remaining investors (as distinct from speculators, which are now the majority) are forced to accept both poor yields and higher risk – so we know the price of everything, but the value of nothing."

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Post Traumatic Crash Disorder

Ich frage mich jeden Tag ob ich auch darunter leide, aber irgendwie glaube ich weiterhin, dass der traumatische (Salami?-)Crash erst noch kommt.
Woran erkennt man, dass man selbst zum irrationalen Aktien-Permabären geworden ist?

“After two stock collapses in one decade—2000-2002 and 2007-2009—along with scandals, the rise of high-frequency trading and worries over Washington’s ability to rein in debt, Americans are pulling out of the market. Individual investors yanked a net $900 billion from U.S. equity funds since January 2000, according to fund flow tracker EPFR Global. Stocks and stock mutual funds now make up 37.9% of the average U.S. household’s financial assets, down from 50.5% during the height of the tech-stock boom in 2000, according to the U.S. Federal Reserve.”

http://www.ritholtz.com/blog/2012/12/post-traumatic-crash-disorder/

Solange es solches "Bärenfutter" gibt, schaffe ich es einfach nicht "bullish" zu sein:

Secular Bear Markets - Volatility Without Return by John P. Hussman, Ph.D.

Auszug:

"Present market and economic conditions highlight a fairly dramatic disparity between continued economic and valuation headwinds (particularly on a “cyclical” horizon of 18-24 months) and complacent short-term conditions that rest on the continuation of massive monetary and fiscal imbalances. It’s obvious even from a casual observation of economic conditions that these imbalances are inconsistent with a healthy economy; short term interest rates near zero, monetary base at 18% of nominal GDP (more than twice the level that would be consistent with short-term yields at even 2%), and a Federal deficit near 10% of GDP. Because it is an accounting identity that the deficit of one sector must be the surplus of another, and neither consumers nor our trading partners are running surpluses, it follows that our massive Federal deficit has temporarily driven corporate profit margins to historic highs about 70% above their norms even while wages as a percent of GDP have reached a record low.

Despite these imbalances, as long as Wall Street collectively closes its ears and hums, everything seems to be just fine. Sure, valuations are rich on the basis of normalized earnings, but stocks have performed well in hindsight. Sure, short-term interest rates are at zero, but investors have found what they believe is value in the higher interest rates available on junk debt. Sure, the labor force participation rate has plunged back to 1980 levels while every cohort of the population has lost jobs in the past 3 years except workers over the age of 55, but the payroll figures remain positive to-date. Sure, Europe is already in recession, with a largely insolvent banking sector, but for now, words have been enough to talk investors down from concern about any of that...."

Die Lage bleibt undurchsichtig, oder wie der Fondsmanager und Börsensentiment-Experte Stefan Riße kürzlich schön formulierte:

"Fazit: Das Stimmungsbild zu lesen gleicht derzeit wieder der Interpretation eines expressionistischen Bildes."

Ist die Stimmung viel zu gut? ‎(11. ‎Dezember ‎2012, ‏‎12:14:55)

Donnerstag, 29. November 2012

EMIR und die Derivate

"European Market Infrastructure Regulation (Akronym EMIR) ist eine EU-Initiative zur Regulierung des außerbörslichen Handels mit Derivat-Produkten. Kern der Regulierung ist die Verpflichtung der Marktteilnehmer zum Clearing ihrer außerbörslichen Standard-Derivatgeschäfte über eine Central Counterparty sowie die Meldung dieser OTC-Geschäfte an ein Transaktionsregister. Mit der EU-Verordnung Nr. 648/2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister erlangte EMIR unmittelbare Rechtswirkung für die EU-Mitgliedsländer. Mit der Umsetzung von EMIR ist die EU-Behörde ESMA betraut."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/European_Market_Infrastructure_Regulation

"EMIR-Verordnung soll im Handel mit OTC-Derivaten Transparenz und Sicherheit schaffen
Der außerbörsliche Handel mit Finanzderivaten wie Credit Default Swaps oder Interest Rate Swaps soll transparenter und sicherer werden. Dafür wird, in Parallele zur Dodd-Frank Regulierung in den USA, eine europäische Verordnung, die "European Market Infrastructure Regulation" (EMIR) verabschiedet, die neue Anforderungen für solche Transaktionen vorschreibt."

Quelle: http://www.pwc.de/de/finanzdienstleistungen/asset-management/emir-verordnung-soll-im-handel-mit-otc-derivaten-transparenz-und-sicherheit-schaffen.jhtml

Eine wichtiger Bestandteil der Überführung dieser Over The Counter (OTC) Kontrakte ist die Hinterlegung mit "Sicherheiten" (Margins):

"Im Rahmen der Initial Margin haben die Geschäftspartner (Clearing Members) Barmittel (Cash) oder Wertpapiere (ggf. mit Sicherheitsabschlag) für das Geschäft als Sicherheitsleistung zu stellen. Dabei wird die Höhe in Abhängigkeit des Nominalvolumens und des Risikos des Geschäftes bestimmt. Die Variation Margin stellt dabei einen täglichen Ausgleich für Gewinne bzw. Verluste, die nach der Methode Mark-to-Market ermittelt wird. Das Risiko des Ausfalls wird nach einem sog. Wasserfallmodell abgesichert und erfolgt in drei Stufen:

 Stufe 1: Die Clearinghäuser rechnen gegenläufige Positionen gegeneinander auf
(Netting). Hierbei wird das Ausfallrisiko der Clearing-Member bei den zentralen
Gegenparteien durch Margins abgesichert.
 Stufe 2: Reichen die Sicherheiten aus der Margin (Stufe 1) nicht aus, greifen die
Clearinghäuser auf den Default Fund bzw. die Clearing-Fonds-Anteile des jeweiligen
Clearing-Members zu.
 Stufe 3: Wenn sich die Verluste über Netting, Margins und Clearing-Fonds nicht
auffangen lassen, müssen die zentralen Gegenparteien"

Quelle: http://www.trisolutions.de/downloads/fachartikel/Auswirkungen_der_EMIR_bei_OTC_Derivaten_Schillings-Skolka_06-2012.pdf

Die International Swaps and Derivatives Association nennt Zahlen:

"Swaps that will be allowed to remain outside clearinghouses when new rules take effect in 2013 will require traders to post $1.7 trillion to $10.2 trillion in margin, according to a report by an industry group.
The analysis from the International Swaps and Derivatives Association, using data sent in anonymously by banks, says the trillions of dollars in cash or securities will be needed in the form of so-called "initial margin." Margin is the collateral that traders need to put up to back their positions, and initial margin is money backing trades on day one, as opposed to variation margin posted over the life of a trade as it fluctuates in value"

Bis zu 10.200.000.000.000 in "Sicherheiten" wie US-Treasuries, AAA-Anleihen (Frankreich also zB nicht mehr...), Gold (!) etc...

Das könnte eng werden, oder in den unverblümten Worten von Karl Denninger:

This, my friends, is the amount of margin in the amount of actual hard funds that is supposed to be tied up in the form of collateral to back these bets but currently is not.

Oh, and if you're wondering how that compares against the actual amount of "un-cleared" swaps? That's "estimated" at $127 trillion, which means that the ISDA thinks it's perfectly reasonable for people to have somewhere between 12 and 75 times leverage in these things.

That's utter and complete crap but it is what passes for an alleged "cleanup" of this "market."

Bernie! Oh Bernie! Is that you Made-Off?

Quelle: http://market-ticker.org/akcs-www?post=214327



Mittwoch, 28. November 2012

Ask A Banker: Are The Banks Still Too Big To Fail?

Q. What exactly does it mean to be too big to fail, anyway?

So: Banks are basically in the business of owing money to people.* All the money in your checking account is money the bank owes you. And banks' trading businesses are mostly conducted with borrowed money.**

Q. So why would a bank want to be too big to fail?

Remember: banks are in the business of owing people money. Being too big to fail makes you better at owing people money: if you somehow lose all their money, the government will step in and give you money to give back to them.

http://www.npr.org/blogs/money/2012/11/20/165585171/ask-a-banker-are-the-banks-still-too-big-to-fail?ft=1&f=162557684

Offshore Secrets

Hochinteressante Sonderseite über "Offshore-Finanznetzwerke" im britischen Guardian:

http://www.guardian.co.uk/uk/series/offshore-secrets

Montag, 19. November 2012

Das Bitcoin-Virus

Axel Reimann, Journalist bei der Financial Times Deutschland, schildert in einem sowohl interessanten als auch unterhaltsamen Essay wie er zu Bitcoins kam:

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:kunstwaehrung-das-bitcoin-virus/70118697.html

Er schreibt, dass es nur ein Restaurant in Deutschland gäbe, das Bitcoins akzeptiert (das "Room77"), was ja nicht mehr stimmt, aber die Nachricht war so neu,
dass Reimann das fast nicht wissen konnte.
Etwas verwirrt hat mich eine Bemerkung in dieser Passage:

"Im Moment reichen meine Bitcoins aus, um einmal gepflegt essen zu gehen. Das FBI, das Bundeskriminalamt, der Bundesverband Digitale Wirtschaft, die BaFin, selbst die lieben Kollegen, alle vermuten, ich würde damit wohl eher Drogen kaufen, Terroristen unterstützen, Waffen erwerben, Kinderpornos bezahlen, Schwarzgeld waschen oder Steuern hinterziehen wollen. Das kann man natürlich nicht ausschließen, aber für den Anfang würden es auch ein Bier und ein Cheeseburger tun. Das Ganze klingt wie eine neue Folge aus dem bisher nur Verschwörungstheoretikern vertrauten Epos "Krieg der Währungen", diesmal die Doppelepisode "Eine neue Hoffnung" und "Das Imperium schlägt zurück".

Ich dachte zunächst, dass mit "Krieg der Währungen" das Buch "Currency Wars" von James Rickards gemeint sei, aber nach ein wenig googeln glaube ich eher, dass es um dieses Buch hier geht, das wohl in China ein Bestseller ist: http://en.wikipedia.org/wiki/Currency_Wars.

Donnerstag, 15. November 2012

Congressman Ron Paul's Farewell Speech to Congress

DANKE FÜR DIE HARTE ARBEIT UND DIE INSPIRATION, DOKTOR PAUL!
YOU`LL NEVER WALK ALONE! 
 

Mittwoch, 14. November 2012

Diamonds: Not A Girl's Best Friend

Schichten die oberen Hundertausend aus Diamanten in Gold um?

20121114_diamonds_0


Quelle:
Diamonds: Not A Girl's Best Friend
http://www.zerohedge.com/news/2012-11-14/diamonds-not-girls-best-friend

Der Berliner Bitcoin-Kiez wächst!

Das "Room77" in Berlin-Kreuzberg machte den Anfang und erntete ein großes Medienecho (siehe z.B. hier, hier und hier), doch nun gibt es im "Graefe-Kiez", dem Viertel rund um die Graefe-Straße, drei weitere Anlaufstellen für Bitcoin-Aficionados aller Couleur:

Primo Maggio
http://www.primomaggio.de/
Graefestraße 10
10967 Berlin

Fabelhaft Bar
Schönleinstraße 6
10967 Berlin

Vinyl Living Room Longplayer
Graefestraße 80
10967 Berlin

Quelle: https://bitcointalk.org/index.php?topic=124092.0

Ick freu mir schon uff den nächsten Balin-Besuch, wa!


 

Mittwoch, 7. November 2012

"Watch for Market Dislocations"

Einer meiner Lieblingsanalysten, der freischaffende Unternehmer und Blogger Karl Denninger, gibt einen faszinierenden Einblick in seine Einschätzungen zu Themen wie dem US-Gesundheitssystem ("Medicare"), dem US-Immobilienmarkt, dem Thema Inflation versus Deflation, Aktien etc...

Casey Resarch hat das Video freundlicherweise nach dem Ablauf von ein paar Monaten freigegeben:

 

The Ron Paul Revolution Moves to Congress

‎"Is Congress the real location of the growing “Ron Paul revolution”?
After a candidate loses an election, it's rare that the candidate's movement continues as a “revolution.” Nobody talks about a John McCain revolution, and even a day after the Mitt Romney defeat for president, nobody's talking about a Mitt Romney movement that will continue after his candidacy."


http://thenewamerican.com/usnews/item/13555-the-ron-paul-revolution-moves-to-congress

DAX, EUROSTOXX50, Gold und der Verbraucherpreisindex über 5 Jahre

 

Was steigt in einer Deflation? Richtig, echtes Geld.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Die EZB über virtuelle Währungen

Die EZB höchstpersönlich widmet sich in einem aktuellen Forschungsbericht dem Thema virtueller Währungen ("Virtual Currency Schemes"):
http://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/other/virtualcurrencyschemes201210en.pdf
Besonders spannend ist der Teil über Bitcoin. Laut EZB liefert die Österreichische Schule der Nationalökonomie die theoretischen Grundlagen für Bitcoin:
"The theoretical roots of Bitcoin can be found in the Austrian school of economics and its
criticism of the current fiat money system and interventions undertaken by governments and
other agencies, which, in their view, result in exacerbated business cycles and massive inflation."
(Seite 23)
Es folgt ein durchaus lesenswerter Exkurs über die Österreichische Schule (die Namen Mises und Rothbard in einem EZB-Bericht zu lesen, ist für einen Austrian eigentlich Grund genug sich das Paper durchzulesen...).
Bitcoin selbst wird in meinen Augen durchaus zutreffend, ausgewogen und verständlich beschrieben, weswegen der Text in meinen Augen sogar als gute Einführung in die Thematik dienen kann.
Die Autoren stellen z.B. fest (S. 28), dass Bitcoin kein Schneeballsystem sei, aber durchaus erhebliche Risiken für die Halter von Bitcoins auftauchen können.
Eben jene Risiken rufen selbstverständlich unsere wohlwollenden Bürokraten auf den Plan und so klingt aus libertärer Sicht der Schlußsatz der Bitcoin-Passage denn auch eher wie eine Drohung (S. 28, Herv. FB):
"All these issues raise serious concerns regarding the legal status and security of the system, as well as the finality and irrevocability of the transactions, in a system which is not subject to any kind of public oversight. In June 2011 two US senators, Charles Schumer and Joe Manchin, wrote to the Attorney General and to the Administrator of the Drug Enforcement Administration expressing their worries about Bitcoin and its use for illegal purposes. Mr Andresen was also asked to give a presentation to the CIA about this virtual currency scheme.16 Further action from other authorities can reasonably be expected in the near future."





Freitag, 26. Oktober 2012

Hugh Hendry: "I Have No Idea Where The Stock Market Is Going To Be"... But "I Am Long Gold And Short The S&P"

So formuliert eines meiner Vorbilder, der Hedgefondsmanager Hugh Hendry, sein Berufscredo, das ich absolut teile, nur nicht so kühn hätte formulieren können: "I have resigned from the professional undertaking of coin flipping. I am not here to tell you where gold’s going to be. I have no idea. That’s my existentialism. I am a student of uncertainty, I have no idea where the stock market is going to be. So when I am creating trades in my portfolio for my clients, I am agnostic. I just want to enhance the probability that I make money come what may."

http://www.zerohedge.com/news/2012-10-25/hugh-hendry-i-have-no-idea-where-stock-market-going-be-am-long-gold-and-short-sp

PS: For the records, ich bin anders als Hendry bullish für (sorgsam ausgewählte) Goldminen.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Is another credit crunch on the way?

Sehr interessantes Interview zur aktuellen Lage in der Inflations versus Deflation Debatte:
 

Dienstag, 23. Oktober 2012

The Realist

"Below we divide economic observers into two categories, Realists and Nominalists, in the current environment:

1) Realists – those who advocate for the expansion of exchange value of the aggregate money stock via an increase in the value of each monetary unit (deflationists)

2) Nominalists – those who advocate for the expansion of exchange value of the aggregate money stock via an increase in the number of monetary units (inflationists)

The great divide seems to be properly delineated on most fronts:

1) Unlevered savers, wage-earners, the 99%, etc. are all Realists (unknowingly perhaps). They benefit from a rising exchange value of the currency unit (i.e. they are structurally long the currency unit)

2) Bankers, unreserved leveragers of all stripes and those that benefit from leveraging are Nominalists. They are either monopoly producers and distributors of fiat currency or direct beneficiaries of the process as levered entities (i.e. they are structurally short the exchange value of the currency unit)"

Full article at: http://www.ritholtz.com/blog/2012/10/the-realist/

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Lesetipp: Auszug aus "Der größte Raubzug der Geschichte"

Sehr interessante Auszüge aus dem Buch "Der größte Raubzug der Geschichte" im BlickLog:

Die deutsche Finanzkrise beginnt im Jahr 1998 in Wilmington - Teil 1
http://www.blicklog.com/2012/10/09/die-deutsche-finanzkrise-beginnt-im-jahr-1998-in-wilmington-1/

Die deutsche Finanzkrise beginnt im Jahr 1998 in Wilmington - Teil 2
http://www.blicklog.com/2012/10/11/die-deutsche-finanzkrise-beginnt-im-jahr-1998-in-wilmington-2/

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Randrisiken

Wolfgang Münchau vom SPIEGEL zur Eurokrise:

"Die EZB hat mit ihrem Aufkaufprogramm für Staatsanleihen das so genannte Randrisiko beiseite geräumt. Investoren hatten im Sommer den Euro-Raum fluchtartig verlassen, weil sie eine kleine, aber deutliche Wahrscheinlichkeit eines Euro-Zusammenbruchs sahen. Das tun sie jetzt nicht mehr. Eine akute Gefahr für den Euro-Raum ist also gebannt."

"Ich sehe nur zwei Wege aus dem Dilemma: Entweder, Spanien und notgedrungen auch Portugal verlassen den Euro, oder die Euro-Länder entschulden den spanischen Privatsektor. Letzteres würde den Euro-Raum ökonomisch überfordern, und politische Mehrheiten gibt es dafür auch nicht. Und damit wären wir wieder bei den Randrisiken. "

http://www.spiegel.de/wirtschaft/schulden-in-spanien-wolfgang-muenchau-ueber-den-ausweg-aus-der-krise-a-860462.html

PS:

Hier hat Herr Münchau in meinen Augen ein seltsames Verständis von Vorkrisenniveau:

"Die Häuserpreise sind wieder fast auf Vorkrisenniveau."

Siehe

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Montag, 8. Oktober 2012

Die Remonetisierung von Gold

Weltweit mehren sich die Anzeichen, dass Gold wieder als Geld angesehen wird:

Signs Of The Gold Standard Are Increasingly Emerging...Worldwide
 
Meine These bleibt, dass das der Hauptgrund für den Preisanstieg ist, in einem Umfeld, in dem eine Kreditgeld-Deflation vorliegt, die die Notenbanken mit buchhalterischen Kunststücken verschleiern wollen, was vom Publikum aber (ob technisch korrekt oder nicht) als "Geld drucken" wahrgenommen wird.
Technisch gesehen kann ich mir eine Hyperinflation á la Weimar oder Zimbabwe aber immernoch nicht vorstellen, da keine der diversen Notenbankmaßnahmen (TARP, TALF, ESM, EFSF etc.) mir als Äquivalent für die Nettogeldemission in Form von Bargeld damals tauglich scheint. Ich habe übrigens auch noch nicht vernommen, dass etwa die Griechen oder Spanier auf der Straße wären, weil sie zuviel Geld in den Taschen haben.

How High-Frequency & Algorithmic Trading open the Floor for a Flash Crash

David Greenberg erklärt bei Capital Account, wie es durch Hochfrequenzhändler zu einem "Luftloch" kommen kann:


Freitag, 5. Oktober 2012

"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!"

Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!.pdf Download this file

Lesenswerter Goldreport der Vermögensverwaltung Mack und Weise aus Hamburg.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Digitalwährung Bitcoin meldet sich zurück

Aktueller Euro-Kurs (MtGox): 10.00 Euro pro Bitcoin.

"Das Projekt ist vielleicht nicht die erhoffte Revolution des Geldwesens, aber immerhin ein kleiner Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Banken und Regierungen. Und zumindest als Zahlungsmittel im Internet könnte das digitale Geld vor einer großen Zukunft stehen."

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article109580363/Digitalwaehrung-Bitcoin-meldet-sich-zurueck.html

Donnerstag, 27. September 2012

Die Deutsche Bank zum "Goldstandard"

"While a gold standard could work, we remain sceptical that it will be considered (barring a serious financial crisis, perhaps associated with highly volatile inflation).
In large part we blame the low probability on culture. The world economy has, over the past century, morphed into a highly integrated, government dominated system guided by conventional wisdom (group think). The self-reliant, individualism of the free market has been left behind in favour of a ‘new age’ of coddled consumerism. Culturally this represents a very powerful force in our view, one which minimises creative options/solutions to economic impasses. On this basis we are cautious of predicting such a radical solution to monetary imbalances."

http://gata.org/files/DeutscheBankReport-09-18-2012.pdf

Donnerstag, 20. September 2012

BuBa-Chef Weidmann über Geld, Gold und Gottspieler

"Über die längsten Phasen der Menschheitsgeschichte dienten also konkrete Gegenstände als Geld, wir sprechen daher von Warengeld. Insbesondere genossen und genießen edle und seltene Metalle – an erster Stelle Gold –wegen ihrer angenommenen Werthaltigkeit hohes Vertrauen.

Gold ist somit gewissermaßen der zeitlose Klassiker in seiner Funktion als Tausch-, Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel. „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles“, lässt Goethe Margarete im Faust I sagen."

Und zum "Papiergeld":

"In Kurzform: Heutiges Geld ist durch keinerlei Sachwerte mehr gedeckt. Banknoten sind bedrucktes Papier – die Kenner unter Ihnen wissen, dass es sich im Fall des Euro eigentlich um Baumwolle handelt –, Münzen sind geprägtes Metall.

Dass Banknoten und Münzen im täglichen Leben als Zahlungsmittel akzeptiert werden, hat zwar auch damit zu tun, dass sie alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel sind. Letztlich fußt die Annahme von Papiergeld jedoch primär auf dem Vertrauen der Bevölkerung, mit dem erhaltenen Papiergeld selbst auch wieder Käufe tätigen zu können."

Quelle:
http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2012/2012_09_18_weidmann_begruessungsrede.html

Samstag, 8. September 2012

Bitcoin Mining in Plain English

Gute Erklärung zum Thema "Bitcoin-Mining", die z.B. mir als Nicht-Nerd sehr geholfen hat:

http://codinginmysleep.com/bitcoin-mining-in-plain-english/

Dienstag, 28. August 2012

Ron Paul Rede in Tampa: "We Are the Future"



Ron Paul zieht sich aus Politik zurück

"Der Anführer zieht sich aus der Politik zurück, aber die "Revolution" ist noch nicht vorbei. Ron Paul ist Gesicht und Stimme einer libertären Bewegung innerhalb der US-Republikaner. Seine Anhänger wollen weiter für ihre Ideen kämpfen"

weiterlesen hier auf Sueddeutsche.de

Freitag, 24. August 2012

The Potent Directors Fallacy in Action

"We have written an article on the so-called 'potent directors fallacy' (as far as we are aware credit for coining the term is due to Robert Prechter) in February of 2009, where the principle is explained by inter alia examining the crash of 1929. In brief, the fallacy is the belief held by investors that someone – either the monetary authority, the treasury department, or a consortium of bankers, or nowadays e.g. the government of China – will come to their rescue when the market begins to fall. 'They' won't allow the market to decline!' 'They' won't allow a recession to occur!' 'They can't let the market go down in an election year!' All of these are often heard phrases. Even many prominent economists who should really know better are fervently holding on to this faith in the magical powers of the central planners. In 1998 famous MIT economist Rudi Dornbusch wrote that there 'will never be a recession again', as 'the Fed doesn't want one'. Seriously. In late 2007, Gregory Mankiw of Harvard was gushing in the New York Times about the 'dream team' in charge at the Fed and the treasury, which would surely keep us out of recession 'if only we let them work' (as if 'we' had a choice in the matter!). Mankiw often comes across as a pretty shameless panderer to power, which may have been the inspiration behind this inane remark, but reading his op-ed one did come away with the impression that he actually believed it. Investors appear to be hostage to similar beliefs – and this is also what explains the odd ability of certain shares to levitate in 2007 in the face of the world obviously crumbling around them. ABK's stock did not reflect the almost inescapable conclusion that the company would be bankrupt in short order. It reflected only one thing: the faith of market participants that Ben Bernanke and the merry pranksters at the Fed would save the day."

http://www.acting-man.com/?p=19178

Dienstag, 21. August 2012

WikiLeaks Bypasses Financial Blockade With Bitcoin

"It used to be that people had secrets and the government was transparent; now it’s the people that lack privacy and the government has secrets. Freedom of payments is an extension of financial privacy and digital cash-like transactions without financial intermediaries become a critical piece of that foundation. Money was never intended to act as a form of identity tracking or payments restriction and this is why the option for anonymous and untraceable transactions is so vital as society moves to a world of digital currency."

http://www.forbes.com/sites/jonmatonis/2012/08/20/wikileaks-bypasses-financial-blockade-with-bitcoin/

Donnerstag, 9. August 2012

Marshall Auerback: Central Banks Will Need to Recover Their Gold

TGR: Are you willing to speculate about which central banks are shorting gold?

MA: From what I have heard, it would not surprise me if the International Monetary Fund and the Bank of Italy have done it. The Bank of Spain and the Bank of Portugal have sold a lot of their gold and may be lending the rest; also the Bundesbank.

A lot of these sales took place many years ago when the price of gold was $500–1,000/oz. My point is that the actual holdings these banks retain are much smaller than what appears on their balance sheets. Of course, they would want to get that gold back to spare the embarrassment if the euro blows up. This is why I have suggested that even if there is one more selloff in gold, the declines will be cushioned because the central banks will be bidding to buy back what they sold forward.

TGR: Could this information create a spike in the gold price?

MA: Many thoughtful people would see the demise of the euro as very bullish for gold, along with the possibility of higher inflation in China and all of the qualitative easing introduced by the Federal Reserve lately. Yet, gold has gone nowhere.

If one measures the position of traders reports on the Comex and then factor in that the Over the Counter market (OTC) is about 5–10 times the size, the net long position of speculative interest in gold is huge. That said, net positions have been reduced substantially in the past several months—several hundred tonnes would be my guess—and yet the price hasn't declined that much, which suggests that there is a bid in the market. The official sector, perhaps?

I would say there could be another 400–500 tons liquidated, which would easily be absorbed by the central banks. Ultimately, this slow, ticking time bomb will resolve itself with a much higher gold price.

Source: Auerback at The Gold Report


http://jessescrossroadscafe.blogspot.de/2012/08/marshall-auerback-central-banks-will.html

(Disclaimer: ich bin long in Pinetree, dem Unternehmen, für das Herr Auerback arbeitet).

Stefan Blankertz bei Infokrieg.tv

Einer der Veteranen der deutschen libertären Szene, Stefan Blankertz, im Interview mit Alex Benesch:

Octopus: Read This Book to Understand Wall Street

"So Sam Israel was a con artist, one of the best and most accomplished on Wall Street. But as the reality of his crime weighed on him, and he fell into a deep, drug-fueled funk, Israel began to become delusional. And eventually, he himself was conned by a series of Sting-like grifters who convinced him that a secret network of Trilateral Commission/CIA/Bildeburg-style elite insiders were trading in a secret bond market that generated huge guaranteed profits for the small club of financial titans allowed entry into the group.

Israel was led to believe in the existence of this secret bond market after falling hard for an inspired piece of manic conspiracy theory literature called The Last Circle that posited the existence of a massive international financial-political conspiracy called “The Octopus.” Israel believed the Octopus definitely existed, and this belief led him to a series of disastrous trades in which he signed over huge chunks of his fraud-ridden $400 million stake to con artists, who promised to “invest” it for him in the secret bond market.

The story of Israel’s drug-fueled psychological downfall and descent into a nightmare-fantasy existence is definitely the stuff of movies, a high-end cross of Confessions of a Dangerous Mind and Permanent Midnight (the only thing that would have made some parts of this book funnier is if Israel had been seduced into the secret bond market by a briefcase-toting Alf/Mr. Chompers). And that’s great fun, and I’m sure lots of people who have no interest in Wall Street will enjoy that story."

Read more: http://www.rollingstone.com/politics/blogs/taibblog/octopus-read-this-book-to-understand-wall-street-20120724#ixzz2323jOYDm

Mittwoch, 1. August 2012

Der letzte Kreditgeber

"Die Zentralbanken kämpfen in der Rolle des letzten Kreditgebers gegen die Deflation. Sie müssen dem Affen Zucker geben, aber nur so viel, dass er nicht in Apathie verfällt. Die Charts zeigen einen gefährlichen Ritt auf der Deflationskante. Die Angst vor einer Hyperinflation ist hier und heute hypothetischer Natur. Und sie ist deutsch. Die Angst vor dem Pakt mit dem Teufel ist ein Schreckensbild der deutschen Seele ("Faust"). Und Goethes Zauberlehrling lehrt, dass man in Teufels Küche kommt, wenn man versucht, Zauberkunststücke durchzuführen, die man nicht beherrscht."

http://www.goldinvest.de/index.php/der-letzte-kreditgeber-25600

Siehe dazu auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lender_of_last_resort

Montag, 16. Juli 2012

Financial System Supply-Chain Cross-Contagion: a study in global systemic collapse

Trade-Off1.pdf Download this file

"In a more complex and tightly coupled economy, rather than absorbing shocks, the
economy can amplify and transmit them: we have seen this as the financial crisis has
evolved. We are now dependent upon many more interactions to maintain our welfare.
More complexity and connectivity means there are many more points where failure or
breakdown can occur. More interdependence between nodes means that the failure of one
node can cause cascading failure across many nodes.De-localisation means that there are
many more places and events that can transmit failure, and major structural stresses can
build at a global scale. There is less local resilience to failure, in that we cannot repair or
replace many critical elements from local resources. The rising speed of processes means
that failure for even a short time can, for example, overwhelm tiny inventories, causing
cascading failure along supply-chains. In addition,the high-speed spreading of such failure
if it were to spread at the speed of financial markets or inventories could outrun our ability
to bring it to a halt or even slow it down. So at first glance, rising complexity should lead to
increased systemic risk.
"

http://www.feasta.org/wp-content/uploads/2012/06/Trade-Off1.pdf

Donnerstag, 12. Juli 2012

Sonntag, 8. Juli 2012

Richard Ebeling on Libertarianism, Anarchism and the Truth of Austrian Economics

Daily Bell: Lately libertarianism and Austrian economics have come under attack. Are you aware of this?


Richard Ebeling: It is not surprising that classical liberal and libertarian ideas are often attacked. After all they are the ideas that consistently oppose the current political systems of plunder, privilege and power lusting. The philosophy of liberty proclaims that each individual is unique...
and possessing inherent rights to his life, liberty and honestly acquired property. That government, if it is to exist, is to serve as the protector and guardian of our distinct individual rights, and not the master of men who are obligated to sacrifice themselves for some asserted "national interest," "general welfare," or "common good."

http://www.thedailybell.com/4064/Anthony-Wile-

Donnerstag, 5. Juli 2012

Inflation versus Deflation: Harry Dent vs. James Rickards

At the latest Casey Research conference, Recovery Reality Check, James Rickards, senior managing director of Tanget Capital Partners and author of Currency Wars: The Making of the Next Global Crisis, debates Harry Dent, founder and president of HS Dent Foundation, on the subject of which is more likely in the near-term economic future, inflation or deflation.

 

Der Goldfranken und die Goldsektierer

In einem als "Analyse" angekündigten Kurzartikel meint ein Journalist im schweizer Tagesanzeiger es den "Goldbugs" einmal richtig zeigen zu können. Aufhänger sind die Pläne einer schweizer Bürgerinitiative einen Goldfranken einzuführen, die offenbar auch in (wirtschafts-)professoralen Kreisen Anklang finden (siehe z.B. hier). Am 03. Juli sprach Detlef Schlichter auf Einladung dieses Kreises zum Thema "Goldmünzwährung - Papiergeldkollaps" in Zürich:

"Er hat ein Buch unter dem Titel «The Collapse of Paper Money» verfasst. Darin vertritt er die These, dass das gegenwärtige System des Papiergeldes dem Untergang geweiht und dass dieser Untergang nicht mehr allzu weit entfernt ist. Hyperinflation wird die unausweichliche Folge dieses Kollapses sein. Der Goldfranken ist daher die Rettung des kleinen Mannes. Er hat einen realen Gegenwert und verhindert so die totale Vernichtung des Vermögens.

Schlichters These beruht auf den sattsam bekannten Argumenten der sogenannten Österreicher Schule, deren bekannteste Vertreter Ludwig von Mises und Friedrich A. von Hayek sind. Beide sind die Vordenker einer extremen Variante der Marktwirtschaft. Sie wollen einen reinen Nachtwächterstaat, der einzig Schutz- und Polizeiaufgaben zu verrichten hat. Alles andere erledigt der Markt, auch das Geldwesen. Deshalb braucht es keine Zentralbank, die Papiergeld schöpfen kann, sondern harte Privatwährungen, die mit Gold gedeckt sind. In diesem System gibt es kein Fiat-Geld mehr und damit auch keine unkontrollierbare Schuldenwirtschaft."

Soweit, so gut, wobei vielleicht anzumerken wäre, dass Schlichter meines Wissens keine "harten goldgedeckten Privatwährungen" vorschlägt, sondern grundsätzlich den Marktteilnehmer überlassen möchte, was Ihnen am besten erscheint. Bei einem Auftritt in Prag, auf der ersten europäischen Bitcoin-Konferenz, schien er mir selbst dem rein digitalen Bitcoin-Geld gegenüber aufgeschlossen zu sein.
Der Autor fährt fort:

"So weit zur Theorie. In der Praxis haben sich die Anhänger des Goldes längst zu einer Sekte entwickelt. Sie vertreten die Thesen der Österreicher so inbrünstig und unreflektiert wie uneinsichtige Marxisten die Thesen des Kommunistischen Manifests. Auch sie wiederholen stets: Das aktuelle System ist dem Untergang geweiht. Erst wenn es zusammengebrochen ist, kann mit dem Gold eine paradiesische Ära anbrechen."

"Sektiererische" oder "missionarische" Züge bei Anhängern von Marktgeld möchte ich garnicht leugnen, was auch an der von ihnen empfundenen Dringlichkeit liegt. Je näher man die "Endzeit" wähnt, desto aufgeregter versucht man eben sich und andere darauf vorzubereiten. Persönlich bin ich recht agnostisch geworden, da unser Kreditgeld völlig anders funktioniert, als es leider viele "Goldbugs" glauben, aber das ist eine ganz andere Baustelle...

Leider wird der Autor nun richtig schwach:

"Wie die Marxisten unterdrücken die Gold-Enthusiasten alles, das nicht in dieses schlichte Weltbild passt. Dazu gehört etwa die Tatsache, dass in den Zwischenkriegsjahren die Rückkehr zum Goldstandard zu Massenarbeitslosigkeit und Deflation und beides zusammen zum Aufstieg von Faschismus und Kommunismus geführt hat. Die globalisierte Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts an einen Goldstandard zu binden, wäre etwa so sinnvoll, wie die Transportprobleme in den Alpen mit einer Rückkehr zur Postkutsche lösen zu wollen."

Mit seiner Bemerkung, die Argumente der "Österreicher" seien "sattsam bekannt" kann der gute Journalist nicht sich selbst gemeint haben, wobei es allgemein schon eine ausgeprägte Aversion gegenüber Gold benötigt, um dem "Goldstandard" die Nachkriegswirren und die folgenden mega-etatistischen (und papiergeldfinanzierten) Hyperkatastrophen des 20. Jhd. in die Schuhe zu schieben. Zu klären wäre bspw., von welcher Deflation die Rede ist. Bei der britischen wurde schlicht der (politische!) Fehler begangen, aus falschem Stolz das Vorkriegsumtauschverhältnis Pfund zu Gold wiedereinführen zu wollen. James Rickards beschreibt das z.B. in seinem jüngsten Buch "Currency Wars" und über dessen "schlichtes Weltbild" kann sich der geneigte Leser z.B. hier einen Eindruck verschaffen: "Threat Finance - Capital Market Risks are Complex and Supercritical".
Das nächste "Argument" ist denn auch schlicht redundant:

"Etwas Weiteres vergessen die Gold-Enthusiasten. Es gibt in der Geschichte der Menschheit kaum ein blutigeres und grausameres Kapitel als den Kampf um das gelbe Metall. Gold ist, wie es Maynard Keynes zu Recht formuliert hat, ein «barbarisches Relikt». Damit lässt sich keines der aktuellen Probleme lösen. Deshalb brauchen wir Goldmünzen etwa so dringend wie einen Kropf."

Hierzu empfehle ich z.B. folgende Artikel von Prof. Fekete:

Die tiefere Ursache der Großen Finanzkrise: Das Friedensdiktat von Versailles
Vergessener Jahrestag: 100 Jahre gesetzliche Zahlungsmittel


Donnerstag, 21. Juni 2012

Bitcoin als neue Fluchtwährung aus dem Euro?

Über die kryptographische Alternativwährung Bitcoin hatte ich an dieser Stelle einführendes geschrieben. Seither verfolge ich die Entwicklung mit großen Interesse und habe auch begonnen zu "minen". Bisher befindet sich Bitcoin rein von der internationalen Größenordnung noch in den Kinderschuhen. So liegt die gesamte weltweite "Marktkapitalisierung" in US-Dollar gemessen bei nur etwa 50 Millionen. Insofern ist das Fassungsvermögen so gering, dass meine rethorische Frage aus dem Titel klar verneint werden kann. Wie bei Gold, dem physischen Pendant zum digitalen Bitcoin (bzw. natürlich viceversa, liebe Goldbugs), ist das aber nur eine Frage des Preises* - und für kleinere Vermögen ist Bitcoin durchaus interessant. Der Preis wiederum bewegt sich auch in EUR wieder ganz allmählich nach oben. Besonders bemerkensert aus europäischer Sicht ist, dass - wie die Seite dailyfinance.com berichtet - der EURO das britische Pfund nach Handelsvolumen letzte Woche überholt hat:

Quelle: http://bitcoincharts.com/charts/volumepie/
Für neugierige Leser (wie mich): "SLL" steht entgegen meines ersten Google-Suchergebnisses nicht etwa für die Währung von Sierra Leone, sondern für "Second Life Linden Dollar"...danke an meinen nerdigen ( ;-) ) Bekannten, der mich da aufgeklärt hat...

Dailyfinancenews zitiert den Betreiber einer amerikanischen Bitcoin-Wechselstube, der eine gesteigerte Nachfrage aus Griechenland, Italien, Spanien und den Niederlanden vermeldet:

"Euro hit 9% of the Bitcoin market thanks to an uptick in buyers from Greece, Italy, Spain and the Netherlands, according to Charlie Shrem, CEO of BitInstant, a New York company that allows clients to move money between Bitcoin and other currencies. Shrem's firm attributes the recent rise in euros exchanged for bitcoins to the worsening crisis in Europe and people seeking financial asylum in digital form."


*Auch Gold ist eigentlich zu billig, um nennenswerte Vermögenswerte speichern zu können, ohne den Goldpreis selbst massiv nach oben zu bewegen.

Y-Euros

Ich habe vor 2-3 Jahren zum ersten Mal von der Theorie gehört, dass Euro-Geldscheine, die von der griechischen Notenbank emittiert wurden, bei einem Austritt wertlos werden bzw. zu "Drachme" mutieren könnten. Man kann diese Scheine am Buchstaben "Y" vor der Seriennummer erkennen. "X" steht bspw. für Deutschland. Persönlich halte ich nichts von dieser Theorie, aber sie dreht immer weitere Kreise. Die Bild beschäftigt sich z.B. damit und die WiWo greift es auf:
Einen Prof. Charles Blankart, Wirtschaftsprofessor an der Humboldt-Uni in Berlin und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Wirtschaftsministeriums, gibt es wirklich und der Vorschlag stammt tatsächlich von ihm:
Zitat:
Um einen Bankrun zu vermeiden und dennoch den Zah-lungsverkehr aufrechtzuerhalten, wird alternativ auch eine Sofortaktion vorgeschlagen. Danach muss die Umstellung der Währung gleichzeitig mit der Ankündigung der Aktion erfolgen. Bei einer derartigen Überraschungswährungsreform werden sämtliche Konten und Verträge per Gesetz
am Tag der Ankündigung auf die neue Währung umgestellt. Alle Banknoten, die im Auftrag der griechischen Zentralbank produziert wurden und in deren Bilanz erscheinen, werden dort in diesem Augenblick zum einzig gültigen Zahlungs-mittel. Gleichzeitig verlieren sie ihre Gültigkeit in der restli-chen Eurozone. Welches die Geldscheine sind, die von der griechischen Zentralbank in Auftrag gegeben worden sind und daher zur griechischen Geldmenge zählen, lässt sich am Buchstaben Y erkennen, mit dem die auf jeder Note ent-haltene Seriennummer beginnt. In Geldautomaten dürfen nur noch Y-Scheine ausgegeben werden. In der Folge wer-den diese Banknoten sukzessive umgestempelt, um sie bes-ser kenntlich zu machen, bis eigene Banknoten gedruckt sind, um diese zu ersetzen.


Donnerstag, 14. Juni 2012

Bilderberg 2012 Nachlese

Oliver Janich hat zwei interessante Artikel zum Thema Bilderberg 2012 verfasst:

Bilderberg 2012 – eine Versachlichung der Diskussion
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/oliver-janich/bilderberg-2-12-eine-versachlichung-der-diskussion-.html

Bilderberg 2012: Ron Paul vs. Webster Tarpley: Libertarismus trifft Krypto-Kommunismus
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/oliver-janich/bilderberg-2-12-ron-paul-vs-webster-tarpley-libertarismus-trifft-krypto-kommunismus.html

Ganz frisch ist dieser Bericht von Freeman bei Alles Schall und Rauch. Rainer Brüderle ist offenbar im Bundestag unter die "Verschwörungstheoretiker" gegangen...lustige Zeiten...

Rainer Brüderle wirft Trittin Bilderberg-Besuch vor
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/06/rainer-bruderle-wirft-trittin.html

Dienstag, 5. Juni 2012

Where Have All The Bears & Bulls Gone? – An Update | The Big Picture

"Normally one would expect the bearish camp to grow in popularity at the expense of the bullish camp and vice versa. Now, however, the percentage of bearish newsletter writers are near an extreme low while the percentage of bullish newsletter writers are also trending towards the lower end of their historical range. Meanwhile, the percentage of newsletter writers looking for a correction in an ongoing bull market has rarely been higher. These charts are indicative of a confused market. Newsletter writers do not want to stick their necks out to be labeled a bull or a bear in this environment. The fear from a bearish standpoint is that the Federal Reserve or ECB could step in at any moment to put a floor on the market with further quantitative easing. The bulls, on the other hand, have to be worried with the direction the market has headed this month thus far in the absence of further quantitative easing."

http://www.ritholtz.com/blog/2012/06/where-have-all-the-bears-bulls-gone-an-update/

Freitag, 1. Juni 2012

Reality Check: Did Mitt Romney Really Secure GOP Nomination With Texas Win?

Bilderberg 2012: Jürgen Trittin mit dabei

In Zeiten von Facebook und Twitter üben sich auch die Bilderberger in Transparenz und veröffentlichen die Teilnehmerliste zeitnah selbst, anstatt es wie sonst den "Verschwörungsspinnern" zu überlassen sie zu "leaken".
Die Liste findet sich hier:

Aus deutscher Sicht ganz interessant: Jürgen Trittin ist mit dabei, genau wie auch Roland Koch.

Neu ist - glaube ich - dass es zwei "Rapporteurs" gibt, was "Berichterstatter" heissen müßte (siehe Liste ganz unten). Eigentlich soll ja nichts aus der Konferenz nach außen dringen (siehe "Chatham House Rules"). Vielleicht sind die beiden Herren vom Economist sowas wie "embedded journalists".

Donnerstag, 31. Mai 2012

Bilderberg 2012 - Charlie Skelton berichtet wieder

Alle Jahre wiiiieder...Auch dieses Jahr findet die Bilderberg-Konferenz statt, wieder in Chantilly (USA), wie in 2008. Erfreulicherweise berichter wieder Charlie Skelton vom britischen Guardian vor Ort:
Bilderberg 2012: the technocrats are rising at this year's annual conference

Freitag, 25. Mai 2012

Switzerland for Ron Paul 2012: Ron Paul macht weiter, egal was die Medien erzähle...

Switzerland for Ron Paul 2012: Ron Paul macht weiter, egal was die Medien erzählen...:
Am Dienstag wurde es über alle Kanäle verbreitet: "Ron Paul gibt auf", "Ron Paul stellt Wahlkampf ein", "Ron Paul zieht sich zurück"andere Schlagzeilen waren zu lesen und zu hören. Nicht so schnell bitte...

Wie wir ja wissen ist es nicht unbedingt die Sache von Ron Paul seine Meinung leichtfertig zu ändern. Nein, er ist bekannt dafür das er zu seinen Aussagen steht, egal was passiert. So sagte er immerwieder in Interviews, dass er seine Kandidatur bis ganz zum Schluss zur National Convention in Tampa durchziehen wird, und genau das wird er tun.


http://switzerland4paul.blogspot.com/2012/05/ron-paul-macht-weiter-egal-was-die.html

Donnerstag, 24. Mai 2012

Die Erfolgsgeheimnisse guter Hedgefondsmanager

Barry Ritholtz, Fondsmanager und Blogger ("The Big Picture") hat ein Interview mit Jack Schwager verlinkt, in dem dieser über sein neues Buch "Hedge Fund Market Wizards" spricht. Bei Ritholtz findet sich eine Video-Einbettung, eine MP3-Version gibt es hier:

Besonders gut gefallen mir folgende Tips:
4. The Importance of Doing Nothing
For some traders, the discipline and patience to do nothing when the environment is unfavorable or opportunities are lacking is a crucial element in their success. For example, despite making minimal use of short positions, Kevin Daly, the manager of the Five Corners fund, achieved cumulative gross returns in excess of 800% during a 12-year period when the broad equity markets were essentially flat. In part, he accomplished this feat by having the discipline to remain largely in cash during negative environments, which allowed him to sidestep large drawdowns during two major bear markets. The lesson is that if conditions are not right, or the return/risk is not sufficiently favorable, don’t do anything. Beware of taking dubious trades out of impatience.

5. Volatility and Risk Are Not Synonymous

Low volatility does not imply low risk and high volatility does not imply high risk. Investments subject to sporadic large risks may exhibit low volatility if a risk event is not present in the existing track record. For example, the strategy of selling out-of-the-money options can exhibit low volatility if there are no large, abrupt price moves, but is at risk of asymptotically increasing losses in the event of a sudden, steep selloff. On the other hand, traders such as Jamie Mai, the portfolio manager for Cornwall Capital, will exhibit high volatility because of occasional very large gains-not a factor that most investors would associate with risk or even consider undesirable-but will have strictly curtailed risk because of the asymmetric structure of their trades. So some strategies, such as option selling, can have both low volatility and large, open-ended risk, and some strategies, such as Mai’s, can have both high volatility and constrained risk.
As a related point, investors often make the mistake of equating manager performance in a given year with manager skill. Sometimes, more skilled managers will underperform because they refuse to participate in market bubbles. The best performers during such periods are often the most imprudent rather than the most skilled managers. Martin Taylor, the portfolio manager of the Nevsky Fund, underperformed in 1999 because he thought it was ridiculous to buy tech stocks at their inflated price levels. This same investment decision, however, was instrumental to his large outperformance in subsequent years when these stocks witnessed a prolonged, massive decline. In this sense, past performance can sometimes even be an inverse indicator.
PS:
"Hedgefondsmanager" ist etwa so präzise wie "Auto". Das kann ein Fiat 500 oder ein Lamborghini sein. "Hedgefonds" haben in Deutschland keinen guten Ruf. Ich meine zu Unrecht, zumindest so pauschal. Grundsätzlich tun Hedgefonds das, was sich jeder Anleger wünscht und was auch Berufsschlaumeier wie Finanztest fordern: sie versuchen das Vermögen ihrer Anleger in jeder Marktlage zu mehren und zu schützen (= to hedge). Bekannt (und kritisiert) werden i.d.R. die hochgehebelten Zockerfonds, gegen die ich persönlich nur etwas habe, wenn sie kriminelle Methoden wie zB Naked Short Selling betreiben.

Dienstag, 22. Mai 2012

The Austrians And The Swan - Birds Of A Different Feather

Universa%20Spitznagel%205.21.pdf Download this file

"Mises’ great insight was that the foundation of material civilization is the entrepreneurs’ patience in refraining from
consuming a portion of their produced goods and returning it to the drawn-out production process. Only savings—that
is, foregone consumption—creates capital goods and wealth. “Those saving—that is consuming less than their share
of the goods produced—inaugurate progress toward general prosperity. The seed they have sown enriches not only
themselves but also all other strata of society.” [14]
Don’t let Bernanke tell you otherwise. The Fed has in fact made this process much harder and much more
treacherous, as we have seen, as capital structure profitability becomes highly illusory.
The great Austrian tradition and the market forces it elucidates in its a priori methodology for economic understanding
provides an equally important, though unappreciated, methodology for investing."

http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user5/imageroot/2012/05/Universa%20Spitznagel%205.21.pdf

Freitag, 18. Mai 2012

Zu Risiken und Nebenwirkungen von Short-ETFs

Typ3

Quelle: http://www.onvista.de/fonds/charts/performance.html?ID_INSTRUMENT=18036183&TIME_SPAN=50M&VOLUME=0&ID_EXCHANGE=KAG&TYPE=LINE&SCALE=rel&DISPLAY_TYPE=LINE&SUPP_INFO=0&AVG1=0&AVG2=0&ID_NOTATION_COMP1=193757&ID_NOTATION_COMP3=0&ID_NOTATION_COMP4=0#chart_01

Die obige Graphik zeigt die Entwicklung des STOXX® EUROPE 600 BANKS SHORT DAILY ETF von DB-X-Tracker im Vergleich zu seinem Referenzindex. Letzterer hat gerade einen neuen 5-Jahres-Tiefpunkt erreicht, die 32 größten europäischen Banken sind also billiger als zum bisherigen Höhepunkt der Finanzkrise 2008/2009. Der Preis des inversen ("Short") ETF ist dagegen nichtmal halb so hoch wie damals, obwohl er prinzipiell ja das Spiegelbild seines Referenzindexes abbilden sollte. Das ist kein Fehler sondern eine Folge der sogenannten Pfadabhängikeit des Short-ETFs (mehr dazu, inkl. finanzmathematischer Formeln hier: http://www.idc-ag.de/ETF_Studie.pdf). Die ETF-Anbieter weisen auch darauf hin und DB-X-Tracker hat bspw. extra das Wörtchen "Daily" in den Produktnamen aufgenommen, um klarzustellen, dass der Short-ETF nur auf Tagesbasis die inverse Wertentwicklung abbildet. Bei längeren Haltedauern kumulieren sich die Differenzen, wie der Chart anschaulich verdeutlicht.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Global Systemic Risk Soars To 5 Month Highs

20120516_fsb30_0

...und Gold fällt trotzdem...Deleveraging (aka "Abbau gehebelter Positionen")?
http://www.zerohedge.com/news/global-systemic-risk-soars-5-month-highs

Documents Show How Goldman et al Engaged in 'Naked Short Selling'

"The subject of naked short-selling is a) highly technical, and b) very controversial on Wall Street, with many pundits in the financial press for years treating the phenomenon as the stuff of myths and conspiracy theories. Now, however, through the magic of this unredacted document, the public will be able to see for itself what the banks’ attitudes are not just toward the “mythical” practice of naked short selling (hint: they volubly confess to the activity, in writing), but toward regulations and laws in general."
Read more:
http://www.rollingstone.com/politics/blogs/taibblog/accidentally-released-and-incredibly-embarrassing-documents-show-how-goldman-et-al-engaged-in-naked-short-selling-20120515#ixzz1v2FEJBoZ

Dienstag, 15. Mai 2012

Ron Paul beendet Wahlkampf

Ron Paul suspends active campaigning

Zumindest die aktive Kampagne wird eingestellt. Ein Zurückziehen der Kandidatur hat nicht stattgefunden.

Ron Paul hofft, auch ohne aktive Kampagne noch weitere Delegiertenstimmen zu gewinnen und so Einfluss auf den Nominierungsparteitag der Republikaner nehmen zu können. Dieser findet Ende August statt.

Montag, 14. Mai 2012

Nature Bites Back In New, Messy World of Derivatives

"Complex interactions between banks and within portfolios dominate the pricing of derivatives, as opposed to the behavior of the assets the contracts are supposedly ‘derived’ from. Maybe that’s nature’s way of telling us to make the banks, and the market simpler."

http://www.nickdunbar.net/articles/nature-bites-back-in-new-messy-world-of-derivatives/

Wohin geht der Goldpreis?

Der renommierte Investmentanalyst und Kapitalmarktzyklenforscher Charles Nenner hat in einem Interview mit Jim Puplava ein Preisziel  von  $ 1390/Unze für Gold ausgegeben, falls Gold weiter fallen sollte. Für Silber kommt er auf $ 23/Unze.  Nenner hat damit eine frühere Prognose von Ende März angepaßt, wonach das Korrekturtief im langfristigen Bullenmarkt erreicht sei. Das bisherige Hoch in US-Dollar (ca. $ 1920) hatten Nenners Modelle treffsicher prognostiziert. Eine Korrektur von dort bis auf $ 1390 wäre die schärfste Korrektur seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im September 2008 und mit rund 28% etwa genauso ausgeprägt:

Goldcorrection

 


Quelle: http://jessescrossroadscafe.blogspot.de/2012/01/corrections-in-gold-bull-market.html

Dienstag, 8. Mai 2012

Griechischer Aktienmarkt auf dem Niveau von 1992

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Aktien als krisenfester "Sachwert"...nicht überall...es sei denn, man rechnet alles über Totalverlust als eine Form von Kapitalerhalt...

http://www.zerohedge.com/news/greek-stocks-plummet-20-year-lows

Montag, 7. Mai 2012

Ron Paul: Delegiertenstrategie geht auf

Robert Grözinger beschreibt bei eigentümlich frei, was Allan Stevo angekündigt hatte: Ron Paul ist noch lange nicht aus dem Rennen!

Unterm Radar gewinnt der 76-jährige Präsidentschaftskandidat mehrere Bundesstaaten für sich
Romney-Anhänger fangen an zu zittern. Medienvertreter reiben sich die Augen. Ron Paul hat am Wochenende in Nevada und Maine die Mehrheit gewonnen. Wie das? Haben diese Bundesstaaten nicht schon längst im Februar ihre Vorwahlen abgehalten und siegte da nicht Mitt Romney? Ja, stimmt beides. Aber eine Kleinigkeit war noch zu erledigen: Die Delegierten mussten noch gewählt werden. Aber ist Paul überhaupt noch im Rennen? Auf jeden Fall. Er hat nie aufgegeben. Er hat hochengagierte Anhänger, Millionen Dollar von vielen Kleinspendern und ein klares Ziel: Die Politik seines Landes grundlegend zu ändern – Abbau der globalen Militärpräsenz, Abschaffung von der Einkommenssteuer, drastische Senkung der Ausgaben, Abschaffung von fünf Bundesbehörden, Zulassung von Wettbewerb in der Geldproduktion und somit Abschaffung des Dollarmonopols, kurz: die Achtung der amerikanischen Verfassung wiederherzustellen.

Sonntag, 6. Mai 2012

"Zivilisierte Menschen kaufen kein Gold"

"Gold ist toll, um es in die Kleidung einzunähen, wenn man eine jüdische Familie in Wien 1939 ist, aber ich denke zivilisierte Menschen kaufen kein Gold, sie investieren in produktive Unternehmungen.", so Charlie Munger, die rechte Hand von Warren Buffett gestern bei CNBC. Neben der Frage, ob denn besagte jüdische Familie damit unzivilisiert gewesen ist, drängt sich mir vor allem diejenige auf, ob z.B. das Berkshire Hathaway Investment Goldman Sachs so wahnsinnig "produktiv" ist. Grundsätzlich versuche ich seit Jahren das hochnäsige Unverständnis breiter Kreise der Finanzindustrie gegenüber Gold gleichmütig zu ignorieren, aber dieser Spruch hat mich so geärgert, dass ich doch ´mal wieder kontern möchte:
Erstens ist Gold kein "Investment", sondern Cash, Liquidität, also gerade die (temporäre) Abstinenz von einer Investitionsentscheidung. Zweitens offenbaren Menschen wie Munger mit solchen Sprüchen nur ihre geschichtsvergessene Obrigkeitshörigkeit, weil für sie jeder Papierfetzen mit einem Potentatenkonterfei eher "Geld" ist, als das, was die Menschen seit Jahrtausenden als solches erkoren haben. Charlie sollte sich mal fragen, warum die jüdische Familie in Wien gerade Gold in die Kleidung genäht hat. Munger outet sich in meinen Augen mit dieser Aussage als ein neureicher Prolet und Papiergeldprofiteur.

Samstag, 5. Mai 2012

This Primary Contest Has Only Just Started!

Es bleibt, bzw. wird erst richtig spannend...

Donnerstag, 3. Mai 2012

Philipp Vorndran: „Wein trinke ich lieber aus“ - DAS INVESTMENT

"DAS INVESTMENT.com: Nun fluten die Notenbanken den Markt mit Liquidität. Eine Geldentwertung dürfte die Folge sein. Mit welchen Inflationsraten rechnen Sie mittel- bis langfristig?

Vorndran: Im Durchschnitt der nächsten fünf Jahre 4 Prozent jährlich mit Spitzenwerten von 6 bis 7 Prozent. Inoffiziell dürfte die Inflation somit sogar auf bis zu 10 Prozent steigen.

DAS INVESTMENT.com: Finden Sie es nicht ein bisschen übertrieben? Schließlich merkt man derzeit von einer derart hohen Inflation kaum etwas.

Vorndran: Nein. Ich gehe von einer sogenannten Ketchup-Inflation aus. Dabei verhält es sich mit der Geldentwertung wie mit einer Ketchup-Flasche: Wenn man sie schüttelt, kommt erst gar nichts – und dann alles auf einmal. Darauf ist derzeit so gut wie niemand vorbereitet. Das sieht man daran, wie viel Vermögen in festverzinslichen Wertpapieren und auf dem Geldmarkt angelegt ist."

Samstag, 21. April 2012

Money As Debt

What is "cash” and where does it come from? Cash can be the familiar paper stuff, or it can be credit at the national central bank which banks use to settle accounts between banks. “Credit cash” at the central bank is always convertible to “paper cash” upon demand.

So, where does cash come from? Is it just printed by the government as we are shown on TV?

NO. Cash is created out of thin air by the central bank of the country (which is often privately owned). The central bank can just have it printed for the cost of printing, by the government or privately. The central bank then uses this cash it creates out of thin air to buy interest-bearing public debt in the form of government bonds.

Government debt is perpetual and thus interest paid on it is perpetual. Therefore a good definition of cash might be: evidence of public debt on which taxpayers will be paying interest forever.

So what is credit? Everything else that isn’t cash.

Take for example your bank account. Your bank account tells you how much cash the bank OWES you if you demand it. It isn’t cash itself. All those numbers in bank accounts are just “promises to pay cash”, nothing more than IOUs created by banks. However, we typically think of these bank IOUs, or “checkbook money” as “money”.

http://www.zerohedge.com/news/money-debt

Freitag, 20. April 2012

Chris Whalen: The Fallacy of “Too Big To Fail”–Why the Big Banks Will Eventually Break Up

"In a riveting interview on the banking industry, Christopher Whalen of Tangent Capital Partners in New York joins Jim on Financial Sense Newshour to discuss the fallacy of "too big to fail," conflicts of interest in the derivatives markets, problems with the 2005 bankruptcy laws, and why politicians let MF Global investors get taken.

Christopher Whalen is Senior Managing Director of Tangent Capital Partners in New York, where he works as an investment banker providing advisory services focused on companies in the financial services sector."

http://www.financialsense.com/financial-sense-newshour/guest-expert/2012/04/20/chris-whalen/fallacy-of-too-big-to-fail-why-big-banks-will-eventually-break-up

Donnerstag, 19. April 2012

Inflation versus Deflation: eine deflationistische Sicht

Der Kampf zwischen inflationären und deflationären Kräften im Weltwirtschaftssystem ist weiterhin unentschieden, auch wenn beide Seiten genug Indizien haben, um sich zumindest halbwegs im Recht fühlen zu können. Persönlich bin ich seit etwa 3 Jahren agnostisch mit einer Tendenz zur Deflation (ungleich bzw. nicht unbedingt gleich "Konsumentenpreisverbilligung"), da in meinen Augen die Marktkräfte nach einer Deflation der Schuldenblase streben, während die Staaten (inkl. der "unabhängigen" Notenbanken) eine Reflationierung herbeizwingen wollen. Austrians neigen nach meiner Wahrnehmung dazu Schwierigkeiten zu haben, sich Deflation überhaupt vorstellen zu können, was daran liegen dürfte, dass sie davon ausgehen, dass der Staat nach belieben Fiat-Money "drucken" kann, was zwar nicht ganz falsch, aber eben auch durchaus nicht völlig richtig ist.
Der libertäre Blogger Jan Bertram hat sich die Mühe gemacht, beide Aspekte der Debatte aus "österreichischer" Sicht zu beleuchten, was ihm hervorragend gelungen ist:

Drohende Preisdeflation in Euroland? – Was wir Austrians vom Mainstream lernen können

Auszug:

"Wer eine steigende Inflation prognostiziert, vertraut damit Zentralbank und Regierungen. Denn genau das würde zur „Lösung“ der Staatsschuldenkrise beitragen. Eine leise Finanzierung der ausufernden Staatsschulden über Inflation. Doch auch der Blick über den Atlantik zeigt: Zentralbanker sind überhaupt nicht mehr in der Lage zu inflationieren. Wenn der Interbankenmarkt still liegt, hilft es auch nicht Dollar zu drucken. Seit Jahren überbietet sich Amerikas Vodooökonomie mit Forderungen nach mehr Inflation. Ben Bernanke fährt eine extrem expansive Geldpolitik. Doch wenig passiert. Die Geldmenge wächst auch hier weniger stark als vor Lehmann. Die Preisinflation bleibt stabil...
...Das ist mit Sicherheit kein Plädoyer für die „gute Arbeit“ von Notenbanken oder gar deren Beibehalt. Aber wenn wir mit unseren Theorien in die Öffentlichkeit wollen, reicht es nicht darauf zu verweisen, dass die große Inflation irgendwann kommen wird. Wir brauchen auch Erklärungen warum sie momentan noch nicht da ist. Und da sollten wir das Feld nicht denjenigen überlassen die aktuell noch die besseren Antworten haben.
"

Zu denen, die das Thema "besser beantworten", gehört z.B. der selbsterklärte "Neo-Keynesianer" Steve Keen:
“The Roving Cavaliers of Credit”


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