Dienstag, 12. August 2014

Paul versus Paul

Nicht ganz neu, aber gerade erst entdeckt, Ron Paul versus Paul Krugman:




Donnerstag, 7. August 2014

Vertcoin, Darkcoin und die Münchner Bitcoin Szene

Die Preisentwicklung bei Vertcoin zeigt, dass im Wilden Westen der Altcoins auch ein öffentlich bekanntes, engagiertes und kompetentes Entwicklerteam sowie eine treue und aktive Community nicht vor herben Verlusten schützt. Als Erklärung für den schleichenden aber doch massiven Preisverlust bei Vertcoin fällt mir nur ein, dass sogenannte Multipools, die auf den jeweils profitabelsten Coin umschwenken die neu geminten Coins automatisiert verkaufen und in Bitcoin umtauschen.  Da ich mich derzeit eher auf "Anoncoins" konzentriere und Vertcoin nicht mehr so verfolgt habe, fand ich einen Hinweis auf dem gestrigen Münchner Bitcoin Meetup umso interessanter, dass die Vertcoin Entwickler sich treu bleiben und den Coin als möglichst dezentralisierte Alternative positionieren und weiterentwickeln. Der Algorithmus "Lyra2", der in den nächsten Monaten implementiert wird, soll den Vertcoin nun auch gegen Multipools resistent machen:


Im Hause Darkcoin hat man ebenfalls mit einem Preisrückgang vom Allzeithoch zu kämpfen, wenn auch nicht so ausgeprägt. Es sieht tatsächlich so aus, als könne sich der "first mover" Darkcoin gegen die gewachsene Zahl von anderen "Anoncoins" durchsetzen, also Altcoins, die die bei Bitcoin gegebene Rückverfolgbarkeit der Transaktionen über die Blockchain verschleiern sollen, um einer (staatlichen) Überwachung zu entgehen. Die "Masternodes" laufen inzwischen und es wird derzeit an "Release Candidate 4" (RC4) gearbeitet:


Beim gestrigen wiedermal gut besuchten und spannenden Münchner Bitcoin Meetup hat Bastian Brand das neue "Bitcoin Startups Munich"-Meetup angekündigt. Zum morgigen Vorbereitungsmeeting kann ich aus terminlichen Gründen zwar nicht kommen, aber es verspricht spannend zu werden!




Donnerstag, 31. Juli 2014

Blockchain-basierte-Börse gegen Naked Short Selling?

Patrick Byrne, der langjährige Aktivist gegen "Naked Short Selling" und CEO des Online-Einzelhändlers Overstock.com hat angekündigt zu versuchen eine Möglichkeit zu finden, wie man mithilfe der Blockchain-Technologie die Praxis des ungedeckten Leerverkaufs unterbinden könnte (und übrigens nebenbei die Big Banks, Broker und intransparente zentralisierte Konstrukte wie die DTCC umgehen würde...).
Vereinfach gesagt geht es darum: Da in der Blockchain jeder jederzeit sehen kann, wer einen bestimmten Vermögenswert hält, egal ob geliehen oder gekauft, sollte es nicht passieren können, dass geliehene Vermögenswerte, die der Verkäufer garnicht hält (z.B. weil er Lücken bzgl. der Lieferzeiten ausnutzt) verkauft werden können (=ungedeckter Leerverkauf).
Reggie Middleton versucht mit Ultracoin.com bereits ähnliches, ebenso wie die Entwickler-Community um NXT, Bitshares und Mastercoin. Im unregulierten Krypto-Universum gibt es solche Börsen bereits, also Börsen, wo Unternehmen Anteile verkaufen, die z.B. in Bitcoin oder NXT denominiert sind (also z.B. 1 Bitcoin kosten) und über die Blockchain-Technologie handelbar sind. Da sind Eigentums"rechte" bislang aber eher vertrauensbasiert und es gab auch da schon Fälle, wo das Vertrauen mißbraucht wurde (Hacks etc).

"Earlier this year, Overstock became the first major online retailer to accept payments in bitcoin, with Byrne painting the digital currency as a way of freeing our economy from big banks and big government. “We want a money that some government mandarin can’t just whisk into existence with a pen stroke,” he said, in his typically colorful way. Then, in the wake of this announcement, he advocated using the software that underpins bitcoin to rebuild the stock market as well. An avowed libertarian with a PhD in philosophy, Byrne has long complained about investors using various loopholes in the financial markets to improperly boost profits at the expense of public companies and the overall economy—with Overstock even going so far as to sue some of the biggest names on Wall Street—and he believes that a new system based on the mathematics of bitcoin can eliminate these holes."

Montag, 2. Juni 2014

Darkcoin wird auf Bitfinex gehandelt

Das kann man schon als Ritterschlag sehen:


Immerhin ist Bitfinex die inzwischen größte westliche Bitcoinbörse (noch vor Bitstamp) und hat bisher nur den Handel mit den beiden "großen" Kryptowährungen Bitcoin und Litecoin ermöglicht. Darkcoin spielt nach Meinung von Bitfinex nun also in der Champions League der Kryptocoins.
Shorten und Hebeln ist bis auf weiteres (anders als für BTC und LTC) aber noch nicht möglich.

Freitag, 30. Mai 2014

Charlie Skelton @Bilderberg again!

Auch dieses Jahr beobachtet Charlie Skelton vom britischen Guardian wieder, was die Bilderberger so treiben, dieses Mal anläßlich ihres 60. Treffens. Wie immer sind seine Artikel amüsant und unterhaltsam:


Donnerstag, 29. Mai 2014

Darkcoin Update nach dem Masternode Payment Debakel

Am Sonntag den 25.05.14 sollte die Bezahlung der "Masternodes" im Darkcoin-System starten und es sah zunächst ganz gut aus. Dann kam es zu Problemen mit "Forks", also Gabelungen der Darkcoin-Blockchain, offenbar weil einige Pools nicht auf die neueste Version geupdatet hatten. Die Payments wurden ausgesetzt und Evan Duffield, Chefentwickler von Darkcoin, meldete, dass er das System überarbeiten würde und die Masternodes für eine unbestimmte aber kurze Zeit mit 20% (statt 10%) entschädigen würde. Das alles konnte die gewohnt nervöse Meute im Bitcointalk-Thread nicht wirklich beruhigen und der Preis stürzte weiter ein, als ein neuer Konkurrenzcoin XC auf den neuen Anonymisierungs-Zug aufgesprungen war und die Aufmerksamkeit auf sich zog. Zu XC habe ich bislang übrigens keine Meinung. Das auf und ab im Preis dort ist aber auch nicht ohne. Generell bestätigt sich mein Eindruck, dass Kryptowährungen Märkte sind, wo Leute herumspekulieren, die nicht besonders kapitalmarkterfahren sind. Ich habe z.B. unzählige Male herumgegrübelt, was der Sinn häufiger riesiger unlimitierter Verkaufsorder an diversen Märkten sein könnte (Preismanipulation?) und bin in dem Punkt zu dem vorläufigen Schluss gekommen, dass da einfach einige Nerds nicht wissen, was eine Limit-Order ist...
Evan bereitet nun den nächsten "Fork" vor und im Juni sollten die Masternode-Zahlungen dann endlich funktionieren.
Unterdessen hat Max Keiser Darkcoin entdeckt und empfiehlt eine 25% Gewichtung in einem Krypto-Portfolio. Im Zweifel bedeutet das vor allem, dass er selber eingestiegen ist, aber ich finde es zumindest erwähnenswert:


Sonntag, 25. Mai 2014

Habemus Payment!

Freitag, 23. Mai 2014

Darkcoin rising and rising and rising...

Inzwischen hat Darkcoin Doge, NXT und sogar Peercoin überholt:

https://coinmarketcap.com/

Mittwoch, 21. Mai 2014

"Angriff auf das Bargeld"

In der FAZ findet sich ein schöner Artikel, der die Bestrebungen der siamesischen Zwillinge "Staat" und "Banken" das Bargeld abzuschaffen erfreulich deutlich benamt:

"Banken und Staaten ziehen gegen das Bargeld ins Feld. Ohne Bargeld hätten sie die Kontrolle über uns. Ihre Kampagnen und Argumente sind bisweilen abenteuerlich."


Gut, dass es neben Bitcoin nun auch Darkcoin gibt und speziell letztere Bargeldalternative weiter boomt, wie Wired.com in einem weiteren Bericht feststellt:

Donnerstag, 15. Mai 2014

Darkcoin explodiert

Die Kursentwicklung des Darkcoin ist schon erstaunlich, aber im Unterschied zu "Pump and Dump" Aktionen wie z.B. bei Asiacoin, Blackcoin etc., scheint mir hier ein fundamentaler Grund (echter technologischer Fortschritt) vorzuliegen, obwohl der Coin immernoch im unfertigen Beta-Status vorliegt. Am meisten wundert mich der Anstieg aber angesichts der Tatsache, dass die berühmte Masse noch überhaupt nichts mitbekommen zu haben scheint. Der Hashtag #Darkcoin zeigt mir bei Facebook z.B. keine 10 Treffer an (und zwei davon sind von mir, aber auf mich hört ja keiner...). Google-Trends zeigt einen starken Anstieg der Suchanfragen:


Im Vergleich zu aus meiner Sicht vergleichsweise völlig uninteressanten Altcoins wie Dogecoin oder Litecoin ist das allerdings noch mehr als mager:





Eine Anlageempfehlung soll das alles natürlich nicht darstellen. Wer sich mal nur eine Stunde lang den Chartverlauf ansieht, der wird erkennen, dass neben den Gewinnen auch sehr schnell massive Kursverluste möglich sind und Darkcoin ist wie gesagt erst im Entwicklungsstadium (Bitcoin übrigens auch noch...fällt mir gerade ein...). Spannend finde ich vielmehr, wie sich das Phänomen "Kryptowährungen" bezüglich der Anonymisierungsmöglichkeiten als Abwehr gegen die immer tiefer schnüffelnden Staatskraken á la NSA entwickeln und behaupten wird.


Mittwoch, 14. Mai 2014

Darkcoin Update

https://bitcoinwisdom.com/markets/mintpal/drkbtc
Nach meiner ersten Erwähnung von Darkcoin hier im Blog ist der Preis so pünktlich massiv angestiegen (mehr als Verdreifacht), dass ich kurz überlegt habe, ob ich wohl "schuld" bin, aber ich weiss natürlich, dass Korrelation nicht Kausalität bedeutet und die Leserzahlen meines Blogs sind viel zu unbedeutend...lustig fand` ich es natürlich trotzdem.
Der für heute angekündigte Release, der unter anderem Zahlungen für die "Masternodes" (siehe Einführungsartikel) bringen sollte, wurde auf den 25.05.2014 verschoben. Die Ankündigung eben jener Verzögerung am 12.05. sorgte für die letzte heftige Korrektur im Preis. Rund 27% aus nichtigem Grund sind für Krypto-Währungen nicht ungewöhnlich, egal in welche Richtung.
Persönlich hatte ich nicht mit dieser Korrektur gerechnet, da ich es eigentlich recht erfreulich finde, wenn der Entwickler sich lieber etwas mehr Zeit läßt, bevor er schlechten Code in die Welt setzt. Die fleissige Lektüre
des inzwischen schon deutlich über 1.000 Beiträge umfassenden Bitcointalk-Threads bekräftigt mich in meinem Eindruck, dass Darkcoin einer der ganz ganz wenigen Bitcoin-Konkurrenten mit Zukunft sein könnte (Vertcoin zeigt allmählich auch Lebenszeichen, jetzt wo die Scrypt-Asics immer mehr ans Netz gehen).

Dienstag, 13. Mai 2014

Rahim Taghizadegan - Demokratie und die Entstehung der Politik

Sehenswerter Vortag, gehalten auf dem jüngsten "Ancap-Happening":

Samstag, 3. Mai 2014

Darkwallet und Darkcoin

Bekanntlich sind Online-Zahlungen mit Bitcoin nur solange anonym, wie der Nutzer in der Lage ist seine Bitcoin-Adresse nicht mit seiner Identität verknüpfen zu lassen. Meine Spendenadresse ist z.B. überhaupt nicht anonym und jeder kann sich anschauen, was auf genau dieser virtuellen Geldbörse passiert. Für den Alltag ist das relativ unproblematisch, da jeder diverse Adressen für unterschiedliche Zwecke führen kann. Für strafbare Aktivitäten wie dem shoppen auf Seiten wie Silk Road 2.0 ist das natürlich problematischer und ganz generell ist der Schutz der Privatsphäre (den ja z.B. auch Bargeld noch bietet) für viele Menschen ein Wert an sich. Die zwei Kryptoanarchisten Amir Taaki und Cody Wilson haben nur mit dem Dark Wallet Projekt eine mögliche Lösung vorgestellt, über die heise.de berichtet
Kritiker des Projektes bemängeln aber, dass es nicht dezentral organisiert sei, da die Transaktionen über den Dark Wallet Server laufen müssten und ein Browser-Plug-In (derzeit nur Chrome) ferner unpraktisch sei. Genau diese Kritikpunkte hat Evan Duffield, ein Programmierer aus Arizona, aufgegriffen und in die Entwicklung eines eigenen Coins, Darkcoin, vorangetrieben, der sich durch seine innovative Herangehensweise angenehm von der Masse der sogenannten "Altcoins" abhebt. Zunächst wird beim Darkcoin (DRK) wieder ein neuer Algorithmus namens "X11" verwendet, der zumindest derzeit noch resistent gegen ASICs ist. Hier werden einige Vor- und Nachteile erläutert. Sehr spannend finde ich bei DRK die Verwendung von sogenannten "Masternodes", also Knotenpunkten, die die DRK-Transaktionen weiterleiten und mischen, was für die Dezentralisierung sorgen soll, da eben kein zentraler Knotenpunkt benötigt wird. Besagte Masternodes werden von Nutzern auf ihren eigenen Servern geführt und werden dafür mit einem Anteil an den Transaktionsgebühren des Netzwerks belohnt. Da jeder Masternode 1.000 DRK halten muss, beeinhaltet DRK damit auch Aspekte eines "Proof of Stake" Coins, obwohl er eigentlich ganz normal als "Proof of Work" Coin gedacht ist. 
Während Dark Wallet nun schon in einer mehr oder weniger funktionstüchtigen "Alpha-Version" vorliegt (siehe heise.de), steckt Darkcoin noch in der RC1-Phase, was in Programmierer-Sprache Release Candidate 1 bedeutet und eine Entwicklungsstufe  darstellt. Bereits die RC1-Ankündigung Ende April hat aber bereits für einige Bewegung an den derzeit zwei größten Handelsplätzen Cryptsy.com und Mintpal.com geführt. Allerdings hat sich der Kurs von seinem Hoch bei 0.0055 Bitcoin inzwischen schon wieder halbiert und es bleibt abzuwarten, wie die für den 14. Mai 2014 angekündigte nächste Entwicklungstufe RC2 angenommen wird. 
Ich habe mir jedenfalls schonmal ein paar DRK gesichert und verfolge das Thema gespannt u.a. auf:

https://bitcoinwisdom.com/markets/cryptsy/drkbtc

Update 05.05.2014:

Wired.com erwähnt Dark Wallet und Darkcoin in einem aktuellen Artikel und zählt noch weitere Anonymisierungsmethoden auf, die auf Bitcoin beruhen:
http://www.wired.com/2014/05/bitcoin-anonymous-projects/


Wie immer freue ich mich über ein kleines Dankeschön, falls einem der Artikel gefallen hat, nun auch in DRK:
XhPKna9zvFgLPGpNGKtcqqupRHGrf1TpMw

Donnerstag, 10. April 2014

Wissen ist Macht, Unwissenheit macht aber auch gerne mit

Zwei interessante Korrelationen: 
"1) Wo liegt die Ukraine?
Je weniger Amerikaner die Position der Ukraine auf der Weltkarte kennen, umso mehr wollen sie, dass die USA intervenieren.
(Schöne Weltkarte [[freude]] )
 

Quelle: The less Americans know about Ukraine’s location, the more they want U.S. to intervene (Washington Post)


2) Was sind Bitcoins?
Je weniger Menschen über Bitcoins Bescheid wissen, umso mehr wollen sie, dass Bitcoins verboten werden.
 

Quelle: Survey: People Who Know Least About Bitcoin Want to Ban It Most (Coindesk.com)"

Dienstag, 8. April 2014

Hochfrequenztrading wieder im Blickfeld

Michael Lewis (ja, der von "The Big Short") neues Buch "Flash Boys" hat den Hochfrequenzhandel (High Frequency Trading oder kurz HFT) wieder in die Schlagzeilen gebracht. Ganz neu ist das Thema nicht. Mein kleiner Blog war vor Jahren mal der einzige Google-Treffer zum Suchbegriff "Hochfrequenztrading".
Zerohedge erinnert an die Rede von Börsenlegende Thomas Peterffy vor dem Weltverband der Börsen im Oktober 2010:

"It is not so much anymore that the public does not trust their brokers. They do not trust the markets, the exchanges, or the regulators either. And why should they, given our showing the past few years? To the public the financial markets may increasingly seem like a casino, except that the casino is more transparent and simpler to understand."

"I must confess to you that I was an ardent proponent of bringing technology to trading and brokerage. Unfortunately, I only saw the good sides. I saw how electronic trading and record-keeping could be used to force people to be more honest, to make the process more efficient, to lower transaction costs and to bring liquidity to the markets. I did not see the forces of fragmentation and the opportunity for people to use technology to keep to the letter but avoid the spirit of the rules -- creating the current crisis."

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