Freitag, 8. Mai 2015

Ron Paul entdeckt Bitcoin

Seit wenigen Tagen schreibe ich für die Deutschland-Seite des Cryptocurrency-Nachrichtenportals Cointelegraph.com.
Natürlich habe ich gleich den dortigen Artikel über Ron Paul und Bitcoin übersetzt...

Ron Paul entdeckt Bitcoin


Dienstag, 5. Mai 2015

Kickstarter Kampagne für Ron Paul Dokumentation gestartet!

Seit Jahren warte ich darauf, dass endlich eine wirklich gute Dokumentation über Ron Paul und seine 2 Präsidentschaftskampagnen gedreht wird. Offenbar hatte Ron Paul selbst Bedenken, aber nun hat er eingelenkt und unterstützt offiziell Charley Goyette bei seiner Kickstarter-Kampagne. Viel Erfolg!!!

https://www.kickstarter.com/projects/empireoflies/empire-of-lies

Freitag, 13. März 2015

Aus Darkcoin wird Dash(coin)

Die im Interview angesprochene Kontroverse rund um den Namen "Darkcoin" hat nun überraschenderweise doch zu einer Umbenennung geführt. Wie Chefentwickler Evan Duffield am Montag, den 09.03. ausführte, wolle man mit dem Projekt Breitenakzeptanz erreichen und brauche daher einen freundlicher klingenden Namen. Der Ankündigung folgte zunächst eine heftige Diskusssion innerhalb der Community (und ein nicht unerheblicher Kursverlust durch Abverkäufe enttäuschter Darkcoiner...), im Zuge derer sich wohl leider auch mein ausgesprochen engagierter Interviewpartner vertoe aus dem Projekt verabschiedete. Heute folgte nun die offizielle Ankündigung: Darkcoin heisst jetzt Dash.
Ein interessanter Punkt der ersten Ankündigung, der leider im Namensstreit etwas untergegangen ist, scheint mir die Aussage Duffields zu sein, dass Darkcoin/Dash im Gegensatz zu Bitcoin ein 2-tier-Netzwerk nutzt und dass seiner Meinung nach bisher wenige verstanden hätten, welches Potential darin stecke (wozu ich nicht viel sagen kann, da ich nicht einmal genau verstehe, was ein 2-tier-Netzwerk überhaupt ist...). Offenbar lässt sich aber damit - neben der Anonymisierung (Darksend) und der Geschwindigkeit der Übertragung (InstantX) auch Bitcoins immer wieder diskutiertes Problem der Skalierbarkeit lösen. Das Bitcoin-Netzwerk kann derzeit etwa 7 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten. Duffield erwähnt auch, dass u.a. Gavin Andresen daran arbeite auf 140 Transaktionen pro Sekunde zu kommen, was aber den Speicherbedarf der Blockchain auf 1 Terabyte aufblasen würde.
Duffields und damit Dash`s Ansatz werde hingegen Milliarden von Transaktionen pro Tag ermöglichen (also über 10 Tsd. pro Sekunde). Er wird diesen Ansatz in der populären "Let`s talk Bitcoin"-Talkshow präsentieren. Ich bin gespannt.

Sonntag, 15. Februar 2015

Größter Bankraub der Geschichte?

Die New York Times berichtet über den möglicherweise größten Bankraub der Geschichte, offenbar ausgeführt von einer Gruppe russischer Cyberkrimineller:


Dieser Punkt ist interessant:

"Using the access gained by impersonating the banking officers, the criminals first would inflate a balance — for example, an account with $1,000 would be altered to show $10,000. Then $9,000 would be transferred outside the bank. The actual account holder would not suspect a problem, and it would take the bank some time to figure out what had happened." 

Das geht mit Bitcoin nicht, die Blockchain lässt sich nicht einfach fälschen. Das interne System einer Börse wie Mt.Gox mag manipuliert werden können, aber die Bitcoin, die entnommen werden, müssen vorhanden sein, da das Netzwerk deren Existenz prüft und keine "gefälschten" Bitcoin in Umlauf geraten können.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Into the Dark - Interview mit einem Darkcoin Entwickler


Darkcoin gehört aus meiner Sicht zu den interessantesten Projekten in der Altcoin-Szene. Bislang ist wenig auf Deutsch über Darkcoin zu finden, weswegen ich Vertoe, ein deutsches Mitglied des Darkcoin-Entwicklerteams zu einem Interview gebeten habe:

Fabio Bossi:
Danke Vertoe, dass Du Dir die Zeit nimmst. Magst Du Dich kurz vorstellen?

Vertoe:
Hi, Ich bin Vertoe, komme aus Berlin und bin zurzeit Entwickler für Darkcoin. Ich begleite die Darkcoin-Community seit Februar 2014. Davor habe ich mein Geld mit Litecoin-Mining und Protoshares-Bounties verdient, eine glorreiche Zeit. Aber erst mit Darkcoin habe ich ein Zuhause gefunden.

Fabio Bossi:
Was bedeutet Entwickler genauer, also woran arbeitest Du und wie ist die Kooperation mit Evan Duffield, dem Erfinder von Darkcoin organisiert?

Vertoe:
Ich gehöre zum sogenannten Core-Entwickler-Team. Darkcoin Core ist die Referenz-Implementierung des Darkcoin-Protokolls, also die Standard-Brieftasche für Transaktionen und Geldaufbewahrung. Sie ermöglicht es, anonym und schnell Geld rund um die Welt zu schicken. Evan Duffield ist Hauptentwickler und Mastermind hinter Darkcoin. Während er Technologien wie Masternodes, Darksend und InstantX entwickelt, bin ich eher für Wartungsarbeiten zuständig. Also ich habe zum Beispiel gerade die neusten Standards der Bitcoin-Etnwicklung in die Software integriert und arbeite zurzeit an der Übersetzung der Oberfläche in alle möglichen Sprachen, unter anderem auch Deutsch und Bayrisch.

Fabio Bossi:
Magst Du kurz die zwei Innovationen Darksend und InstantX beschreiben? Es gibt für Bitcoin ja schon Anonymisierungsdienste, sogenannte Mixer oder Tumbler. Und wieso ausgerechnet Bayerisch?

Vertoe:
Ich stelle nur die Infrastruktur zur Verfügung und kümmere mich um die technische Integration der Übersetzungen. Die eigentliche Arbeit mit den Sprachen machen Freiwillige aus der Community. So hat unter anderem der Nutzer Droptable sich einen Spaß erlaubt und Bayerisch auf unserem Übersetzungsportal beantragt. Ich habe das bewilligt und inzwischen hat er schon 75% der Oberfläche übersetzt. Jeder kann also seine eigene Sprache beantragen und unter www.transifex.com selbst Übersetzungen beitragen. Ab einen bestimmten Schwellenwert werden diese dann in die Software eingepflegt.
Der Unterschied zu den Bitcoin-Diensten ist generell, dass dies zentralisierte Anbieter sind, denen man gewissermaßen Vertrauen muss. Und darüber hinaus haben sie Schwachstellen, die die Deanonymisierung der Transaktionen trivial macht, indem man einfach auf der Blockchain die Zeitstempel, Eingänge und Ausgänge vergleicht. Darkcoin hat mit Darksend diese Probleme behoben, da es zum einen ein dezentrales System ist, bei dem man keinem Anbieter trauen muss. Zum anderen wurde das System des Vermischens der Coins perfektioniert. Dies passiert nun nicht mehr beim Versenden der Coins sondern schon zuvor, während man die Brieftasche offen hat. Somit ist es absolut nicht möglich rauszufinden, wer wann mit wem Coins gemixt hat und woher diese ursprünglich stammten. Es gab diesbezüglich auch schon einige Untersuchungen, die dies vergeblich versucht haben.
Die neuste Innovation ist InstantX, was frei übersetzt für Sofortüberweisung steht. Dabei ist es möglich nahezu kostenfrei, in nur wenigen Sekunden Transaktionen um den Globus zu schicken. Nutzer berichten, dass es in etwa 3-7 Sekunden dauert, bis eine Transaktion 5mal bestätigt ist. Zum Vergleich: Bitcoin benötigt 10 Minuten für eine Bestätigung. Die schnelle Bestätigung kommt von 20 zufällig gewählten Masternodes und wird in einer zweiten Stufe von den Minern endgültig in der Blockchain bestätigt. Eine erfolgreiche InstantX-Transaktion wird im Netzwerk wie 5 Bestätigungen behandelt. Wenn ich zum Beispiel Darkcoins zu einer Tauschbörse schicken will, und die Tauschbörse mir die Coins nach 6 Bestätigungen meinem Konto gut schreibt, dann nutze ich am besten InstantX. Das dauert dann knapp 10 Sekunden für die ersten 5 Bestätigungen und nochmal 1-2 Minuten für den nächsten Block. Somit habe ich nach nur 2 Minuten schon meine Coins auf der Tauschbörse voll verfügbar und muss nicht die vollen 6 Blöcke der Miner darauf warten.

Fabio Bossi:
Darkcoin war der erste Altcoin, der eine überlegene Anonymisierungsmethode versprochen hat. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Konkurrenten mit unterschiedlichsten Ansätzen, etwa Monero oder Shadowcoin, und auch in der Bitcoin-Szene wird an Lösungen gearbeitet, etwa durch Amir Taaki und sein Dark Wallet Projekt. Wie schätzt Du die Situation ein?

Vertoe:
Amir Taaki ist ein Genie. Leider ist es mir ein Rätsel, warum er ein Addon für den Google-Browser schreibt, wenn es doch um Anonymisierung geht. Ich würde ihn gerne für unsere Sache gewinnen, aber verstehe natürlich, dass viele Leute nicht an sogenannte Altcoins glauben und daher Lösungen für Bitcoin suchen.
Was die anderen Coins angeht habe ich in den letzten zwölf Monaten so viele Coins kommen und gehen sehen, die versucht haben Darkcoin nachzuahmen, dass ich eigentlich keine mehr ernst nehmen kann. Tatsächlich sind auch bis Anfang 2015 alle von der Bildfläche verschwunden bis auf Monero. Monero ist technisch interessant, weil die Entwicklung versucht neue Wege einzuschlagen und sich mehr von Bitcoin zu lösen, was ich sehr befürworte. Allerdings wird man als Darkcoin-Entwickler und -Unterstützer derart von der Monero-Community angefeindet, dass ich Monero nur noch unterstellen kann, dass es ihnen gar nicht darum geht, technologischen Fortschritt parallel zu konkurierenden Lösungen zu entwickeln, sondern lediglich ein spekulatives Interesse an den Märkten besteht und sie ihr Produkt verkaufen wollen. Schade eigentlich, dass es immer um Geld gehen muss.

Fabio Bossi:
Darkcoin erlaubt ja, wie Du schön beschrieben hast, über die Funktion Darksend eine Anonymisierung der Zahlungsvorgänge, während bei Bitcoin nur von einer Pseudonymisierung gesprochen wird, da alle Transaktionen offen in der Blockchain einsehbar sind und theoretisch wie praktisch (siehe Ross Ulbricht im Silk Road Fall) eine Verbindung zwischen einer realen Personen und einer Bitcoin-Adresse hergestellt werden kann. Schon der Name "Darkcoin", der auch in der Community nicht unumstritten ist, suggeriert ja, dass es die digitale Währung für Dark Markets sein soll. Andererseits betont auch Evan, dass dem nicht so sei. Wie ist Deine Sicht auf diese Kontroverse?

Vertoe:
Ich finde die Namenswahl auch eher unglücklich und wir haben die sowohl im Team als auch in der Community ausführlich diskutiert. Fakt ist, dass Darkcoin inzwischen schon eine Marke ist und wir daher den Namen nicht mehr ändern werden. Wer sich noch erinnert, Darkcoin ist ja im Januar 2014 ursprünglich unter dem Namen XCoin gestartet und wurde dann umbenannt, um in Einklang mit Darksend zu stehen.
Was die Dark Markets angeht, sehe ich das entspannt. Es wird vieles etwas überspitzt in einigen Medien dargestellt. Natürlich waren (und sind) im Dark Web Dinge möglich, die unschön sind und daher gerne hervorgehoben werden, um dies als Gesamtes zu diskreditieren, so zum Beispiel Waffenhandel oder das Buchen von Auftragskillern. Manches ist aber auch absurd, so wird vor allem in den USA Bitcoin (aber auch Darkcoin) vorgeworfen, Terroristen - wie zum Beispiel dem Islamischen Staat - die Finanzierung zu erleichtern. Das ist natürlich absoluter Blödsinn. Wer schonmal versucht hat sich mit Bitcoin ein Haus zu bauen, der weiß wie schwierig es ist große Mengen an Coins in Fiat einzutauschen. Und würde der IS seine 1-2 Millionen USD Einnahmen täglich in Bitcoin oder Darkcoin "verschwinden" lassen, dann würde man das an den Kursen deutlich spüren.
Was die Dark Markets angeht, möchte ich an dieser stelle auch die Ethiken des Dark Webs ansprechen, die für mich auch in einer Linie mit der Hackerethik stehen: Mißtraue Autoritäten - fördere Dezentralisierung. Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen. ;-)
Generell bin ich der Ansicht, dass Technologie prinzipiell neutral ist. Dass dies allerdings nicht immer einfach so hinzustellen ist, dessen bin ich mir natürlich bewusst. Ich bin selber Mitglied im Forum Informatik für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF e.V.) und dem Chaos Computer Club (CCC e.V.) und engagiere mich entsprechend auch in diesen Bereichen. Ich begrüße die Entwicklung, dass Märkte im Netz inzwischen selbstständig den Handel mit lethalen Waffen und ähnlichen Dingen unterbinden. Und wie es aussieht, scheint das ein gängiger Trend und auch Erfolgsrezept bei den Verkäufern und Kunden zu sein.
Kurzum, ich habe da eine andere Sicht als Evan Duffield, der Darkcoin als Mainstream-Projekt betrachtet, während ich klar die Ausrichtung auf das Deep Web unterstütze. Nicht umsonst haben wir volle TOR-Unterstützung im Client und erwägen zurzeit auch eine I2P-Integration.

Fabio Bossi:
"Mißtraue Autoritäten - fördere Dezentralisierung." ist ein schönes Stichwort. Bitcoin ist als Projekt gestartet, dass jedem erlauben sollte mit seinem Heimrechner das Netzwerk zu unterstützen. Inzwischen ist das nicht mehr möglich und es wurde Alternativen wie Proof-of-Stake entwickelt, aber auch spezielle Algorithmen wie Darkcoins X11, der resistent gegen ASICs sein soll, also teure Spezialchips, die nichts anderes machen können als den jeweiligen Coin zu minen. Was ist der aktuelle Stand der Diskussion zu diesem Thema und wäre es z.B. denkbar, dass Darkcoin einmal auf Proof-of-Stake(PoS) wechselt oder könnten die Masternodes in Zukunft auch die Rolle der Miner übernehmen?

Vertoe:
Zunächst ist auch X11 nicht resistent gegen Spezialhardware. Jeder, der genug Geld hat, kann sowas bauen oder bauen lassen. Ich rechne mit X11-ASICs im Laufe diesen Jahres, vermute aber, dass diese nicht öffentlich zur Verfügung stehen werden, der Trend geht in Richtung Cloud Mining oder Private Farms. Ich sehe ASICs nicht als Problem, im Gegenteil, es handelt sich dabei um Spezialhardware, die das Netzwerk sichert. Dass diese einer Dezentralisierung des Netzwerkes entgegenwirken sehe ich nicht. Und selbst wenn dem so wäre, ein gewisser Anteil der Mining-Erträge in Darkcoin wird ja an die Betreiber von Masternodes ausgezahlt, somit würde diese Hardware auch für andere Leute im Netzwerk arbeiten, gute Sache. Einen Wechsel auf Proof-of-Stake halte ich nicht für notwendig. Zumal das auch keine Dezentralisierung fördert. PoS bevorzugt auch nur die Reichen im Netz, denn wer mehr hat, findet leichter Blöcke und bekommt höhere Auszahlungen. Nein Danke. Masternodes bezeichnen wir gerne als Proof-of-Service-System. Dies ist ein dezentrales Netzwerk spezieller dedizierter Peer-to-Peer-Knoten innerhalb des Netzwerkes, das die Transaktionen für Darksend vorbereitet und neuerdings auch die InstantX-Transaktionen verifiziert.

Fabio Bossi:
Das heisst es ist auch nicht geplant X11 anzupassen, um resistent zu bleiben?

Vertoe:
Nein. Andere Coins wie Vertcoin haben das versucht und sind inzwischen in der Bedeutungslosigkeit abgetaucht. Ich sehe da keine Notwendigkeit. Und mal ehrlich, ein High-End Bitcoin-ASIC kostet zur Zeit um die 400-800 Euro. Die Zeiten, in denen man da 20.000 Euro hinblättern musste, sind eh vorbei. Daher ist die Verteilung dieser Geräte inzwischen um einiges gerechter geworden.

Fabio Bossi:
Derzeit gehen 35% der neu generierten Coins an die Masternode-Betreiber und dieser Prozentsatz soll weiter steigen. Besteht da nicht die Gefahr, dass Mining zu wenig profitabel sein wird? Darkcoin wird immer Miner benötigen oder können sie in Zukunft komplett durch die Masternodes ersetzt werden?

Vertoe:
Darkcoin wird immer Miner benötigen, und wenn es nicht mehr profitabel ist, werden einige abschalten, klar. Aber Haupttreiber für die Profitabilität ist hier nicht die Zahlung an die Masternodes sondern eher der Wert der einzelnen Coins. Und solange Darkcoin jenseits der €1-Marke ist, werden die Leute alles tun, um neue Coins zu generieren, sei es mit Masternodes oder durch Mining. Es wird sich da immer einpendeln, jenachdem, was profitabler sein wird.

Fabio Bossi: 
Was ist die Obergrenze für die Masternode Beteiligung?

Vertoe:
Es gibt eine Obergrenze, die liegt bei 60% und wird erst Mitte 2016 erreicht sein. Das Ziel ist es möglichst viele Nutzer zu motivieren Masternodes zu betreiben. Denn um so mehr Knoten im Netz vorhanden sind, um so schwerer ist es, dies anzugreifen.

Fabio Bossi:
Für den Betrieb einer Masternode benötigt man 1000 DRK und ein nicht unerhebliches technisches Know-How. Ist geplant diese 1000 DRK-Grenze abzusenken und den Betrieb einer Masternode für Endverbraucher zu erleichtern? Die Verbreitung von Cryptocurrencies krankt ja generell daran, dass es für viele nicht so versierte Nutzer zu schwierig erscheint. Bei Darkcoin muss man z.B. noch ständig den Update-Verlauf verfolgen und seinen Client immer wieder updaten.

Vertoe:
Die 1000 DRK sind eine Schutzvorrichtung, damit nicht beliebig viele Knoten erstellt werden können, was eine Schwachstelle auftun würde. Das mit dem technischen Anforderungen stimmt, allerdings muss man seine Masternode nicht selber hosten, wenn man sich das nicht zutraut. Es gibt da inwzischen viele Anbieter, die einem das Technische abnehmen und man selber kein Risiko eingeht, da man die Coins lokal halten kann, um eine Node zu starten.
Sollte Darkcoin mal extrem im Wert steigen, kann das sicher diskutiert werden, ob man den Schwellwert senkt, aber ich denke nicht, dass das zurzeit nötig ist.

Fabio Bossi:
Welche möglichen zusätzlichen Anwendungen für die Masternodes siehst Du für die Zukunft? In der Community wird z.B. gelegentlich davon geredet, dass man eine Art TOR-Netzwerk damit betreiben könnte. Ist das denkbar und realistisch?

Vertoe:
Ja, das Masternode-Netzwerk eröffnet ungeahnte Möglichkeiten, mit denen wir selber zu Beginn nicht gerechnet hatten. Eine Art Onion-Routing zu betreiben ist auch tatsächlich geplant, aber das betrifft zunächst nur den Darkcoin-internen Netzwerk-Traffic. Diese Technologie kann natürlich aber beliebig erweitert werden. Was Darkcoin fehlt, wie den meisten Open-Source-Projekten, sind natürlich Entwickler. Wir arbeiten in unserer Freizeit Überstunden an dem Projekt und werden dafür nicht bezahlt. Ich muss das an dieser Stelle erwähnen, weil ich vor kurzem erschreckenderweise feststellen musste, dass die Nutzer denken, dass wir Geld dafür bekommen. Das ist leider nicht der Fall. Ich würde gerne meine Job aufgeben, um hauptberuflich in solchen Projekten zu arbeiten, aber das ist zurzeit nicht machbar.

Fabio Bossi:
Gut, dass Du das ansprichst. Was können Konsumenten wie ich tun, um das Projekt zu unterstützen?

Vertoe:
Zunächst empfehle ich einfach mal die Software runterzuladen und sich über das Projekt und die Möglichkeiten, die Darkcoin bietet, zu belesen. Das beste, was wir verlangen können, ist Feedback für das was wir tun. Sei es Lob, Kritik, Vorschläge oder ein Bug-Report, das hilft immer weiter. Wer uns finanziell unterstützen will, kann Spenden an die Darkcoin Foundation richten.

Fabio Bossi:
Herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

EDIT 14.02.2014:
Gerade erst habe ich dieses deutschsprachige Interview mit Evan Duffield himself entdeckt, sehr lesenswert:
http://blog.btcgermany.eu/darkcoin-interview-mit-evan-duffield-proof-honor-winner-2014/

Mittwoch, 11. Februar 2015

Darkcoin rising - again

Der Darkcoin-Preis hat im Zuge der Ankündigung von InstantX wieder an Fahrt aufgenommen. Der Fokus von Darkcoin (DRK) liegt grundsätzlich in einer der von Bitcoin überlegenen Anonymisierung. Die sogenannten Masternodes, die jeder User anlegen kann, wenn er mindestens 1000 DRK besitzt, werden hierbei über die Funktion "Darksend" genutzt, um die Coins so zu vermischen, dass nicht mehr nachvollziehbar ist, wer wem wieviel gezahlt hat (womit DRK näher an digitales Bargeld rückt als Bitcoin). Das InstantX-Verfahren nutzt diese Masternodes nun ebenfalls und ermöglicht eine Transaktionsbestätigung in unter 5 Sekunden, wohingegen die durchschnittliche Dauer für eine Transaktionsbestätigung bei Bitcoin bei rund 10 Minuten liegt. Vor einigen Tagen haben der Chefentwickler Evan Duffield und Fernando, ein Mitglied der Darkcoin Foundation, ein interessantes Interview bei Let`s Talk Bitcoin gegeben. Die Unterstützung von "Otoh", einem prominenten User des Bitcointalk-Forums, der an den Börsen Cryptsy und Bitfinex Preisuntergrenzen ("buy walls") setzt, hat für weiteren Auftrieb gesorgt. Das Allzeithoch in Bitcoin von 0.0274 vom letzten Sommer ist aber noch in weiter Ferne und das in Fiat-Währungen wie EUR oder USD aufgrund des Preisverfalls von Bitcoin erst recht. Immerhin ist Darkcoin aber in der Rangliste der Kryptowährungen wieder einige Plätze nach oben geklettert.
Der Darkcoin-Wallet unterstützt seit dem neuesten Release übrigens sogar Bayerisch als Spracheinstellung:

"Thanks to Vertoe and the community for spear heading this project, the client now fully supports over 20 languages such as Portuguese, German, Russian, Polish, Spanish, Vietnamese, French, Italian, Catalan, Chinese, Danish, Finnish, Swedish, Czech, Turkish and Bavarian (and many more)."
https://darkcointalk.org/threads/v0-11-1-instantx-release.3923/

Montag, 2. Februar 2015

Geldreformer in Kanada vor Gericht erfolgreich?

Karl Denninger vom Market-Ticker-Blog hat ein Video von Bill Still veröffentlicht:

Hmmm... (Bank of Canada -- The End of Government Debt?)




Darin berichtet Still von einer Klage zweier Kanadier und einer Organisation names COMER (Committee on Monetary and Economic Reform) gegen die Regierung von Kanada. Die Kläger fordern, dass die Bank of Canada wie vor 1974 der Regierung zinslose Kredite für Infrastrukturprojekte und ähnliches gewähren solle.
Der Anwalt der Kläger, Rocco Galati, behauptet, dass die kanadische Regierung die dortigen Medien angewiesen habe nicht über den Fall zu berichten.
Ich konnte bei einer kurzen Recherche bislang auch nur diese zwei Quelle finden:

Banking on serious reform

Montag, 22. Dezember 2014

Montag, 17. November 2014

Das britische Parlament wird über das Geldsystem debattieren

Am Donnerstag, den 20.11.2014, wird im britischen Parlament eine überparteilich organisierte Debatte über das Geldsystem stattfinden. Im Zentrum soll die Frage stehen, wie und von wem Geld überhaupt geschaffen wird und was das für die Gesellschaft für Folgen hat. Die britische Organisation "Positive Money" (offenbar verwandt mit der deutschen "Monetative") sagt, dies sei die erste Debatte zu diesem Thema in 170 Jahren. Das wird auch Zeit, denn lt. Positive Money glauben 70% der britischen Parlamentsmitglieder, nur die Regierung könne Geld schaffen und 66% der Briten glauben, daß Banken nur die Einlagen der Sparer verleihen: https://www.positivemoney.org/wp-content/uploads/2014/11/Backbench-Briefing-Note.pdf
(zur Beantwortung der ersten Frage müsste man klären wie "Geld" genau definiert ist und ob die Notenbank zur "Regierung" gehört, letzteres ist schlicht falsch).

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Hubschraubergeld, der EZB Neubau und Bitcoins

Die FAZ beschäftigt sich unter der schönen Überschrift "Der Geldregen aus dem Hubschrauber" mit einer neuen wissenschaftlichen Arbeit von Willem Buiter, Chefvolkswirt der Citigroup, die den nicht minder hübschen Titel "The Simple Analytics of Helicopter Money: Why It Works — Always" trägt. Buiter untersucht darin, inwiefern und unter welchen Bedingungen jenes aus dem Hubschrauber geworfene Geld eine Stimulierung der Nachfrage beim Konsumenten hervorbringen könne, in Zeiten der Niedrigstzinspolitik der Zentralbanken, die genau daran gescheitert ist. 
Trotz der vielen mathematischen Formeln, die ich persönlich inhaltlich nicht nachvollziehen kann und will, aber er wird sich schon nicht verrechnet haben, ist der Text eine sehr unterhaltsame Lektüre, enthält sie doch viele erfrischend offenherzig formulierte Einsichten in unser Geldsystem. Er definiert z.B. "Hubschraubergeld" so, dass auch der permanente Aufkauf von Staatsanleihen (Neudeutsch: Quantitative Easing) darunter fällt, weil damit die Geldbasis erhöht werde. Zu jenem "Basisgeld" schreibt er: "Base money in this model is fiat base money: it is not backed by intrinsically valuable goods and services at any fixed exchange rate. Like all fiat money, it will only have positive value if 
households believe it to have positive value."
Würden Frau Yellen oder Herr Draghi sich so ausdrücken, würden vielleicht mehr Menschen verstehen was da vor sich geht...wobei mir seine Formulierung insofern nicht ganz gefällt, weil es meiner Meinung nach nicht nur vom "Glauben" abhängt, dass Haushalte dem Fiatgeld einen Wert größer Null zuschreiben, sondern vom Wissen, dass ihre Zwangsabgaben (Steuern) in genau jenem Fiatgeld eingefordert werden und sie daher welches benötigen - zumindest bis sie sich die Frage stellen, wieso der Staat sie denn überhaupt behelligt, wenn er doch Hubschraubergeld zur Verfügung stehen hat. Letzteres behandelt Buiter zwar nicht explizit, aber mir scheint der Grund tatsächlich darin zu liegen, dass er, der Staat, nur so sicherstellen kann, dass das Papiergeld als "wertvoll" (teurer als Staub) empfunden wird. Buiter will Helikoptergeld schließlich auch nur dann einsetzen, wenn jenes Papiergeld nur mit einer Rate von bis zu 2% pro Jahr, also circa 50% pro Generation von 36 Jahren, an Kaufkraft verliert (sogenannte Preisstabilität, wie von EZB und FED definiert). Ansonsten müssten die Zentralbanken ja "reverse helicopter money drops – or vacuum cleaner money grabs" also umgekehrte Hubschraubergeldabwürfe - also Staubsauger-Geld-Aufsaugungen ausführen und das sei (noch) problematisch, weil die Zentralbank Rechnungen an alle Bürger schicken müsste und diese dann nach dem Grundsatz "No taxation without representation" protestieren könnten. Eine konzertierte Aktion von Zentralbank und Finanzministerium würde aber - so Buiter - wahrscheinlich nicht so einen "Aufschrei und Widerstand" auslösen...
Er vergleicht auch die Anwendbarkeit seiner Vorstellungen in den USA (easy) und der EU (bisserl komplizierter): "This real-world implementation of helicopter money drops is legal and easily implemented everywhere except in the euro area.". Grund: Artikel 123.1 vom Lissabon Vertrag. Er bedankt sich aber bei Norbert Häring vom Handelsblatt für dessen Hinweis, dass "technisch/juristisch gesehen der Vertrag die Abwürfe von Helikoptergeld nicht verbiete, wenn die EZB die Schecks unterschreibe" (ich zitiere, falls jemand glaubt ich würde jetzt ins satirische Abdriften: "He is quite correct that, technically/legally, the Treaty does not prohibit helicopter money drops when the ECB signs the checks").
Ein möglicher aktueller Anwendungsfall für solches Hubrschraubergeld könnte aus meiner Sicht der auf 1,2 Milliarden Recheneinheiten namens EURO taxierte Neubau der EZB sein. Hier könnte man aus naheliegenden ökologischen Gründen auf die Hubschrauber verzichten und die Schecks einfach vom Hochhausdach auf die Handwerker und Lieferanten herabregnen lassen. Ob das de facto bereits geschieht, weiss ich übrigens nicht (ich glaube nicht), aber ausgeschlossen scheint es nicht zu sein, denn (Hervorhebungen von mir): "Specifically, Central Banks do not levy taxes, make transfer payments or pay overt subsidies to other domestic economic entities, nor do they engage in exhaustive public spending other than what is inevitably involved in the running of the Central Bank (payroll, capital expenditure on buildings and equipment, supplies, utilities etc.)." Und wer würde bitteschön bestreiten, dass der Neubau der EZB zu Ausgaben führt, die nunmal "unausweichlich mit dem Betrieb einer Zentralbank verbunden sind".
Die Anwendungsgebiete solcher Maßnahmen sind - so Buiter - grundsätzlich leider zwingend auf Fiatgeld beschränkt, da sich nur damit der Staat finanzieren können (und hey, wozu haben wir denn sonst sowas wie "Geld"??):
"With some slight modifications, almost intrinsically worthless commodities like gold and intrinsically worthless virtual media of exchange like Bitcoin could also fit into our consumption function. Both are, of course, costly to produce or ‘mine’. Helicopter drops of Rai, gold or Bitcoin would not share with fiat base money the property that they are issued by the State and can be used to fund the State. They don’t roll off the printing presses but are gifts from nature (Rai and gold) and from human ingenuity (in the case of Bitcoin)."
Rai (Steingeld) und Gold von der EZB oder aus Hubschraubern werfen ist außerdem viel zu gefährlich, wenn schon dann Bitcoin Paperwallets, aber die Erwähnung von Bitcoin ließ mich aus folgendem Grund aufhorchen: Buiter bedankt sich ganz am Schluß bei niemand geringeren als Larry Summers für den Anstoß zu seiner Arbeit: "I would like to thank Larry Summers from prodding me to write a short(ish) note setting out the essence of the helicopter money argument".
Larry Summers? Der ehemalige Wirtschaftsberater von Obama der beinahe der Nachfolger von Ben Bernanke als FED Chef geworden wäre? DER Larry Summers, der nun im Management des US Zahlungsdienstleister Square sitzt, die kürzlich Bitcoin implementiert haben? Und als Specialberater der  Venture Capital Firma Andreesen Horowitz fungiert, der Firma von Netscape Gründer und Mega Bitcoin Bullen Marc Andreesen - Mister "Bitcoin in 2014 ist wie das Internet in 1993"? Larry Larry Larry...geritztes Kerlchen...besser als mit Huschraubergeldphantasien kann man Bitcoin wohl kaum zum Durchbruch verhelfen...

Freitag, 29. August 2014

Xavier Naidoo ist libertär!

Xavier Naidoo ist in der Presse jüngst heftig wegen diverser Äußerungen im Umfeld der sogenannten Montagsdemos kritisiert worden. Er sei, so SPON gewohnt zweidimensional, der "Neuen Rechten" zuzuordnen und verbreite "Thesen der sogenannten Reichsbürger", wie ein Blog von Zeit-Online mit dem in dem Fall unfreiwillig zweideutigen Titel "Störungsmelder" erkannt haben will. Naidoo bezweifelt offenbar, dass die Bundesrepublik Deutschland nach dem 2. Weltkrieg bzw. der Wiedervereinigung die volle Souveränität erlangt habe. Das sind Thesen, die auch aber nicht nur "sogenannte Reichsbürger" vertreten (und zu denen ich keine wirkliche Meinung habe). Naidoo deswegen zum "Reichsbürger" zu erklären, ist aus meiner Sicht "guilt by association", sprich "(Böse Nazi-)Reichsbürger sagen A; Naidoo sagt auch A, also ist Naidoo auch (böser Nazi-)Reichsbürger". Im oben verlinkten Spiegel-Artikel wird ihm außerdem Homophobie attestiert, wegen eines Song mit dem Rapper Kool Savas, der für mich nach kurzer Recherche eher dafür spricht, dass er sich gegen rituellen Kindesmißbrauch á la Marc Dutroux ausspricht (wenn auch in einer Wortwahl, die mir nicht gefällt). Das wiederum reicht bestimmt - ohne es jetzt nachgeprüft zu haben - um irgendwo auch noch als "Verschwörungstheoretiker" gebrandmarkt zu werden, da die Theorie, dass einige hochstehende Mitglieder der Gesellschaft sich seit Jahrzehnten organisiert und systematisch mit solchen Praktiken beschäftigen meines Wissens noch als Spinnerei abgetan wird. Mal sehen, was z.B. der BBC Skandal hierzu noch alles beitragen wird. Aber ich schweife ab...Naidoo hat also für meinen Geschmack bislang nichts von sich gegeben, das ich persönlich inhaltlich verurteilen würde, auch wenn ich es vielleicht nicht unbedingt teile. Zahlreiche Journalisten, die nun über ihn herfallen, haben hingegen offenbar nur darauf gewartet mal aussprechen zu können, wie scheisse sie seine Musik finden, aber selbst wenn ich diese Meinung teilen würde, wäre mir das in diesem politischen Kontext ein gar zu billiges ad-hominem-Argument. Mit seiner Gläubigkeit kann ich als Agnostiker zwar nicht besonders viel anfangen, aber sowohl Ron Paul als auch ein Roland Baader sind bzw waren religiös und lassen mich trotzdem in meinem Unglauben in Frieden. Die Gewissheit, dass Naidoo auch zu jener Sorte Christ gehören muss, die einen nicht mit Staatsreligion u.ä. drangsalieren würden, habe ich nun seit einem Facebook-Post meines guten Bekannten Oliver Janich, der auf einen neuen Song von Naidoo hinweist, in dem dieser sich als libertär im Sinne Murray Rothbards "outet" und auf Olivers lesenswertes Buch "Die Vereinigten Staaten von Europa" hinweist. Das nenne ich erfreulich. Danke Oliver, danke Xavier! Venceremos Rothbarderos!


Dienstag, 12. August 2014

Paul versus Paul

Nicht ganz neu, aber gerade erst entdeckt, Ron Paul versus Paul Krugman:




Donnerstag, 7. August 2014

Vertcoin, Darkcoin und die Münchner Bitcoin Szene

Die Preisentwicklung bei Vertcoin zeigt, dass im Wilden Westen der Altcoins auch ein öffentlich bekanntes, engagiertes und kompetentes Entwicklerteam sowie eine treue und aktive Community nicht vor herben Verlusten schützt. Als Erklärung für den schleichenden aber doch massiven Preisverlust bei Vertcoin fällt mir nur ein, dass sogenannte Multipools, die auf den jeweils profitabelsten Coin umschwenken die neu geminten Coins automatisiert verkaufen und in Bitcoin umtauschen.  Da ich mich derzeit eher auf "Anoncoins" konzentriere und Vertcoin nicht mehr so verfolgt habe, fand ich einen Hinweis auf dem gestrigen Münchner Bitcoin Meetup umso interessanter, dass die Vertcoin Entwickler sich treu bleiben und den Coin als möglichst dezentralisierte Alternative positionieren und weiterentwickeln. Der Algorithmus "Lyra2", der in den nächsten Monaten implementiert wird, soll den Vertcoin nun auch gegen Multipools resistent machen:


Im Hause Darkcoin hat man ebenfalls mit einem Preisrückgang vom Allzeithoch zu kämpfen, wenn auch nicht so ausgeprägt. Es sieht tatsächlich so aus, als könne sich der "first mover" Darkcoin gegen die gewachsene Zahl von anderen "Anoncoins" durchsetzen, also Altcoins, die die bei Bitcoin gegebene Rückverfolgbarkeit der Transaktionen über die Blockchain verschleiern sollen, um einer (staatlichen) Überwachung zu entgehen. Die "Masternodes" laufen inzwischen und es wird derzeit an "Release Candidate 4" (RC4) gearbeitet:


Beim gestrigen wiedermal gut besuchten und spannenden Münchner Bitcoin Meetup hat Bastian Brand das neue "Bitcoin Startups Munich"-Meetup angekündigt. Zum morgigen Vorbereitungsmeeting kann ich aus terminlichen Gründen zwar nicht kommen, aber es verspricht spannend zu werden!




Donnerstag, 31. Juli 2014

Blockchain-basierte-Börse gegen Naked Short Selling?

Patrick Byrne, der langjährige Aktivist gegen "Naked Short Selling" und CEO des Online-Einzelhändlers Overstock.com hat angekündigt zu versuchen eine Möglichkeit zu finden, wie man mithilfe der Blockchain-Technologie die Praxis des ungedeckten Leerverkaufs unterbinden könnte (und übrigens nebenbei die Big Banks, Broker und intransparente zentralisierte Konstrukte wie die DTCC umgehen würde...).
Vereinfach gesagt geht es darum: Da in der Blockchain jeder jederzeit sehen kann, wer einen bestimmten Vermögenswert hält, egal ob geliehen oder gekauft, sollte es nicht passieren können, dass geliehene Vermögenswerte, die der Verkäufer garnicht hält (z.B. weil er Lücken bzgl. der Lieferzeiten ausnutzt) verkauft werden können (=ungedeckter Leerverkauf).
Reggie Middleton versucht mit Ultracoin.com bereits ähnliches, ebenso wie die Entwickler-Community um NXT, Bitshares und Mastercoin. Im unregulierten Krypto-Universum gibt es solche Börsen bereits, also Börsen, wo Unternehmen Anteile verkaufen, die z.B. in Bitcoin oder NXT denominiert sind (also z.B. 1 Bitcoin kosten) und über die Blockchain-Technologie handelbar sind. Da sind Eigentums"rechte" bislang aber eher vertrauensbasiert und es gab auch da schon Fälle, wo das Vertrauen mißbraucht wurde (Hacks etc).

"Earlier this year, Overstock became the first major online retailer to accept payments in bitcoin, with Byrne painting the digital currency as a way of freeing our economy from big banks and big government. “We want a money that some government mandarin can’t just whisk into existence with a pen stroke,” he said, in his typically colorful way. Then, in the wake of this announcement, he advocated using the software that underpins bitcoin to rebuild the stock market as well. An avowed libertarian with a PhD in philosophy, Byrne has long complained about investors using various loopholes in the financial markets to improperly boost profits at the expense of public companies and the overall economy—with Overstock even going so far as to sue some of the biggest names on Wall Street—and he believes that a new system based on the mathematics of bitcoin can eliminate these holes."

Montag, 2. Juni 2014

Darkcoin wird auf Bitfinex gehandelt

Das kann man schon als Ritterschlag sehen:


Immerhin ist Bitfinex die inzwischen größte westliche Bitcoinbörse (noch vor Bitstamp) und hat bisher nur den Handel mit den beiden "großen" Kryptowährungen Bitcoin und Litecoin ermöglicht. Darkcoin spielt nach Meinung von Bitfinex nun also in der Champions League der Kryptocoins.
Shorten und Hebeln ist bis auf weiteres (anders als für BTC und LTC) aber noch nicht möglich.

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