Freitag, 13. November 2009

Keynes 2.0 - Löcher graben? Städte bauen!

Lord Keynes, (angeblich mißverstandener) Liebling aller Interventionisten, soll gesagt haben, daß man Arbeiter Löcher graben und wieder zuschütten lassen soll, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Im immernoch kommunistischen China geht man einen Schritt weiter, um 8% Wirtschaftswachstum deklarieren zu können: man baut eine ganze Stadt - Ordos. In der wohnt zwar niemand, aber wie der Professor im Video erklärt, seien die leeren Wohnungen alle an Investoren verkauft. Ob diese Käufe kreditfinanziert sind und die Hypotheken dann verbrieft wurden, wissen wir nicht. Mangels Miete dürfte der Cashflow eher mickrig sein.

China's empty city - 10 Nov 09

Hattip Zerohedge.

Donnerstag, 12. November 2009

Britischer Humor

Die Bank of England hat gestern ihren jüngsten "Inflation Report" veröffentlicht. Die Quintessenz scheint zu sein, daß man in London weiterhin glaubt, Wohlstand herbeidrucken zu können. Lustig finde ich, daß die Zentralbanker eine vergrößerte Pfund-Note abbilden, auf der der Ausschnitt "I promise to pay..." - "Ich verspreche zu zahlen..." zu lesen ist. Das hat was, das ist Selbstironie!
Der vollständige Satz lautet übrigens "I promise to pay to the bearer on demand the sum of"...und dann der Nennwert der Note. Also etwa "Ich verspreche dem Halter auf Wunsch die Summe von...auszuzahlen". "Ich" ist wohl die Queen oder der King...Mervyn King und natürlich kriegt der Halter auf Wunsch nur eine (vielleicht neue) Pfundnote.

BOE Inflation Report

Wachstum...bei Ladendiebstählen

Eine weltweite Untersuchung bei über 1.000 Einzelhandelsketten hat ergeben, daß Ladendiebstähle im vergangenen Jahr einen signifikanten Aufwärtstrend von +5,9% gegenüber der durchschnittlichen Steigerungsrate von 1,5% aufweisen. Ob die Zahl inflations- bzw. deflationsbereinigt ist, geht aus dem Bericht bei Yahoo-Finance nicht hervor. Nord-Amerika spielt die Wachstumslokomotive mit einer Steigerung von 8,1% - hauptsächlich getragen von Diebstählen durch Mitarbeiter, während in Europa (+4,7%) hauptsächlich Kunden stehlen. Vielleicht hat zumindest in Deutschland das mediale Theater um geklaute Frikadellen und Pfandbons eine abschreckende Wirkung gezeigt. Die Studie offenbart, daß es eine neue Entwicklung weg vom klassischen Mundraub hin zu Mittelklasse-Dieben gibt, die so offenbar ihren Lebensstandard beibehalten wollen. Herr Bamfield vom britischen Institut für Einzelhandelsforschung, das die Studie durchgeführt hat, faßt eine gewonnene Erkenntnis aus den Interviews mit den gefaßten Ladendieben wie folgt zusammen:

"There's a real perception among many new shoplifters that if you work hard, put money away and play the game, you're asking for someone to come along and rip you off."

"Bei vielen neuen Ladendieben herrscht die reale Wahrnehmung, daß wenn man hart arbeitet, Geld beiseite legt und nach den Regeln spielt, man förmlich danach ruft, daß jemand kommt und einen über`s Ohr haut."

Mittwoch, 11. November 2009

Artur P.Schmidt bei N-TV

Mir persönlich ist Artur P. Schmidt etwas zu staatsgläubig, aber bei dem, was die Wall Street im Namen des "freien Marktes" treibt, kann ich das verstehen. Allerdings sind Banken und Staat "partners in crime", weswegen ich es etwas naiv finde, vom einen zu verlangen, auf den anderen aufzupassen. Seine Analysen schätze ich trotzdem und da er auch noch Ron Paul erwähnt, wird sein Auftritt bei n-tv verlinkt:

Vergessener Jahrestag: 100 Jahre gesetzliche Zahlungsmittel

Prof. Antal Fekete ist einer meiner Lieblinge, weil er komplizierte Zusammenhänge anschaulich erklären kann und historisch hochinteressante Fakten in seine Analysen einfließen läßt. Die Hintergründe des im folgenden Artikel beschriebenen "Geburtstags" der "gesetzlichen Zahlungsmittel" waren mir so nicht bekannt:

Vergessener Jahrestag: 100 Jahre gesetzliche Zahlungsmittel

Ansprache anlässlich eines Fund-Raising-Dinners zu Gunsten der Ficino School, Auckland, Neuseeland am 28. Oktober 2009 Das Jahr 2009 wird ganz sicher zu Ende gehen, ohne dass dem hundertsten Jahrestag eines der bedeutsamsten Ereignisse in der Geschichte gedacht wird - ein Ereignis, das als Hauptursache der Großen Finanzkrise des Jahrhunderts hervorsticht. Bei diesem Ereignis handelt es sich um die rechtliche Fixierung von sogenannten gesetzlichen Zahlungsmitteln im Jahr 1909. Die Banknoten der Banque de France und der Deutschen Reichsbank wurden per gesetzliches Dekret zum offiziellen Zahlungsmittel gemacht, zuerst in Frankreich und dann kurze Zeit später auch im kaiserlichen Deutschland. Der Rest der Welt folgte ihrem Beispiel. Auf diese Weise wurden alle Hürden beseitigt, um in der Folgezeit den anstehenden Weltkrieg über Kredite zu finanzieren und die resultierenden Schulden über die Ausgabe von Banknoten zu monetisieren...




weiter: http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=12065&seite=0

Herzlichen Dank an die Goldseiten für die Übersetzung!

Aus U wird L

Die Vorsitzende der Federal Reserve of San Francisco und CFR-Mitglied Janet Yellen hat anläßlich eines Vortrages in bemerkenswerter Deutlichkeit ihre Meinung zur US-Ökonomie kundgetan. Im September hatte sie noch eine "U"-förmige Entwicklung prognostiziert, wie sie die vergangenen Nachkriegsrezessionen grosso modo gezeigt haben. Dieses Mal bleibt aber die kreditgetriebene Vorfinanzierung des nächstens Booms durch den Konsumenten aus, weswegen Janet die Buchstaben wechselt:

"It’s popular to pick a letter of the alphabet to describe the likely course of the economy. The letter I would choose doesn’t exist in our alphabet, but ifI were to describe it, it would look something like an “L” with a gradual upward tilt of the base."

"Es ist üblich einen Buchstaben aus dem Alphabet zu benutzen, um den wahrscheinlichen künftigen Verlauf der Wirtschaft zu beschreiben. Der Buchstabe, den ich benutzen würde, existiert in unserem Alphabet nicht, aber wenn ich ihn beschreiben sollte, würde er in etwas wie ein "L" aussehen, mit einer kleinen Aufwärtsneigung an der Basis."



Mehr dazu:

http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/2009/11/rosenberg-and-yellen-on-state-of.html

Montag, 9. November 2009

My Brain Hurts!



Genau wie bei Mr. Gumby, schmerzt mir das Hirn, wenn ich solche Artikel lese.
Da wollen die doch Tatsächlich Schwefeldioxid in die Atmosphäre Ballern um, ähnlich wie bei einem Vulkan, dadurch einen Abkühlungseffekt zu erzielen. Auch Artilleriegeschosse mit Aluminiumoxid gefüllt könnten verwendet werden um Wärmestrahlung zu Reflektieren.

Soweit ich mich Erinnern kann wurden diverse Kraftwerke, Hochöfen und generell Anlagen die Fossile Brennstoffe verheizen mit speziellen Filtern ausgerüstet, sodass sie kein Schwefeldioxid emittieren, denn der Reagiert in der Luft zum Sauren Regen, welcher am Waldsterben mit Schuld trägt. Jedoch bin ich momentan kein Fan von dieser Offiziellen Geschichte, inoffiziell sollen die Wälder in der Nähe von ungefilterten Kohlekraftwerken sogar regelrechte Wachstumsorgien gefeiert haben, leider hab ich für diese Aussage nur eine Mündliche Quelle aus dem Feuerwehrumfeld.

Die Rolle von Aluminiumverbindungen bei gewissen Demenzerkrankungen ist nicht von der Hand zu weisen, jedoch keine Angst, das Bundesinstitut für Risikobewertung hält Aluminiumkochutensilien sowie Geschirr und Aluminiumfolien für unbedenklich. Was ist aber, wenn Aluminiumverbindungen angereichert in Nahrung oder Trinkwasser zu sich genommen werden ? Hier ist sich die Forschung nicht sicher, ob diese Verbindungen nun direkt oder indirekt schuld an Gedächtnisstörungen und Demenzerkrankungen sind, das sie eine Rolle spielen wird nicht abgestritten und ist belegt.

Vielleicht brauch ich auch ne ordentliche Narkose wie Mr Gumby, weil vom vielen nachdenken mir das Hirn schmerzt.
Was meint ihr ?

Lloyd Blankfein - Goldmans Gottspieler

Wenn schon Michael Moore seine bissigen Witze über Goldman Sachs macht, dann wird es langsam langweilig. Auf der anderen Seite ist es bitternötig immer wieder klarzustellen, daß der finanz-industrielle Komplex, den Goldman beackert, nur noch wenig mit "Marktwirtschaft" zu tun hat und unser Fiat Money System kein Ausdruck von "Kapitalismus" á la Murray Rothbard ist. Der sonst eher verschwiegene Lloyd Blankfein, CEO von Goldman, hat einem Journalisten der Londoner Times eine Audienz im Geld-Tempel an der New Yorker Broad Street 85 gewährt. Stünde es nicht in der Times, würde ich nicht glauben, daß Blankfein sich tatsächlich mit dem Ausspruch, er tue "Gottes Arbeit" hat zitieren lassen.

Das Goldverbot ist im Kopf

Wer braucht schon ein staatliches Goldverbot, wenn die Menschen bereits hinreichend gehirngewaschen sind?

Mark Dice versucht, 1 Unze Maple Leaf für 50 Federal Reserve Notes zu verkaufen:



3 Sachen fallen auf:

- Keiner (bis auf einen älteren Herrn) kennt den aktuellen Preis von Gold.

- Man traut dem Maple Leaf (Nennwert: 50 Kanadische Dollar) nicht, weil "er aus Kanada kommt". Und kanadisches Geld scheint für US-Amerikaner kein Geld zu sein. Dass kanadischer Dollar und Federal Reserve Notes ungefähr bei Parität handeln, scheint niemand zu wissen.

- Das Verhalten: niemand versucht, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen, selbständig nachzudenken. Stattdessen offensichtliche Angst, dass man aus Versehen nonkonformistisch handeln könnte. Angepasst zu sein, scheint das oberste verinnerlichte Gebot zu sein.

keine 50 Federal Reserve Notes wert?

Donnerstag, 5. November 2009

Marxismus, Zentralbanken und...was das Zentralkomittee gerade plant

Leider einige sprachliche Mängel, aber thematisch und auch inhaltlich hoch interessant, ein Bericht über die blinden Flecken bei Marx und Engels (Auftragswissenschaftler der Zentralbankiers?):

Marxismus, Zentralbanken und die zukünftige Deflation

Wer dazu noch wissen will, was "die da oben" aktuell gerade planen, dem sei (wie so oft) Zerohedge ans Herz gelegt, obwohl das inhaltlich für mich kaum noch zu durchdringen ist (is it a bug or a feature?):

"We commented yesterday on the absurd (or threatening) hypothesis postulated by a member of the Treasury Borrowing Advisory Committee that the Fed would drain all (yes, we still stand by that interpretation) $1 trillion in excess reserves by the end of March, 2010. Though the Committee is only advisory in nature, it is populated by the upper echelons of fixed income, such as JP Morgan (Chairman), Goldman Sachs (Vice Chairman), Soros Fund Management, and Pimco. The members also provide detailed suggestions as to future Treasury auctions. Accordingly, we read with great interest their thoughts on the future supply and demand of Treasury debt, especially with respect to Treasury’s stated interested in lengthening the average maturity of its debt profile. We were not disappointed, as the Minutes give a fascinating glimpse into a world where inflation is relegated to a marketing device, and passing the buck to the last bondholder is a game unto itself..."

Mittwoch, 4. November 2009

Der Euro ist (fast) so billig wie nie zuvor

Heute bekam man am Spotmarkt etwas über 740 Euro für eine Unze Gold. Für Münzen wie den Krügerrand bekommt man fast schon 800 Anteilsscheine an der Billionen-Verschuldung der EZB-Staaten! Nur im Februar dieses Jahres war der Euro billiger. Der Preis für das gesetzliche Zahlungsmittel mit schuldbefreiendem Annahmezwang in der eurokratisch besetzten Zone fiel in den letzten Tagen ähnlich schnell wie der für US Federal Reserve Notes. Diese Entwicklung übersehen viele Marktbeobachter, wenn sie Gold immer mit dem "US-Dollar" vergleichen. Mein Eindruck ist, daß Gold tatsächlich von breiteren Schichten wieder eine monetäre Funktion zugesprochen bekommt. Daß die indische Zentralbank eine Menge in Höhe von ca. 8,3% der Weltjahresproduktion vom IWF als Fremdwährungsreserve gekauft hat, ist nur eines von vielen Indizien. Es steht nirgends geschrieben, daß staatliches Fiat Money immer und ewig als Geld akzeptiert wird. Die Weltgeschichte ist nicht auf der Seite von Zwangsgeld.
Natürlich kann man Gold weiterhin als "spekulative Anlage" und nicht als Geld betrachten, aber bei der Fiskaldisziplin und der freizügigen Geldpolitik der G20 tut man das auf die eigene Gefahr irgendwann in der Minderheit zu landen, auch wenn das Verständnis von Gold als Geld in Europa nahezu ausgerottet ist und selbst in den USA ein (allerdings langsam wieder wucherndes) Schattendasein führt (soviel zur "Goldblase").

Für den Spiegel ist selbstverständlich "Gold so teuer wie nie zuvor". Er gibt dem Leser dafür diesen großartigen Tip:


"Für deutsche Anleger, die bereits Gold besitzen, bedeutet der Zusammenhang zwischen Goldpreis und Dollarkurs aber auch, dass sie vom Goldpreisanstieg nur bedingt profitieren. Der Anstieg des Goldkurses wird durch den Verfall des Dollars teils wieder aufgefressen. Goldanleger hierzulande sollten immer auf den Goldpreis in Euro schauen, wenn sie Gold kaufen oder verkaufen."


Wer hätte das gedacht? Dem Leser mitzuteilen, wie es denn um das Verhältnis Euro/Gold aktuell bestellt ist, übernehmen wir hiermit gerne.


Selbstverständlich bedeutet die aktuelle Goldpreisentwicklung nicht, daß sie sich beliebig fortschreiben läßt oder daß es nicht deutliche Rücksetzer innerhalb eines möglichen Langfristtrends gibt.

Britische Banker in der Kirche und Goldmans göttliches Händchen

Bloomberg berichtet, daß hochrangige Banker aus der Londoner City in Kirchen der englischen Hauptstadt den Schäflein die Welt erklären. John Varley von Barclays erklärte zum Beispiel, daß "Gewinne nicht satanisch sind" und Brian Griffiths von Goldman verkündete, daß wir "Ungleichheit als ein Mittel tolerieren müßten, größeren Wohlstand und Chancen für alle zu erreichen".
Aus libertärer Sicht kann ich den beiden da nur zustimmen, schließlich sind die Aussagen auch banal genug. Spannender hätte ich es allerdings gefunden, wenn die Herrschaften den "Gläubigen" ´mal ehrlich das Fiat Money System erklärt hätten. Aber dann wären sie wohl doch aus dem Tempel geflogen...
Profit `Not Satanic,’ Barclays Says, After Goldman Invokes Jesus
Ob nun die Hand Gottes im Spiel war, kann ich als Agnostiker natürlich nicht sagen, aber die Performance von Goldman Sachs im Eigenhandel des 3. Quartals 2009 kann man wirklich als "göttlich" bezeichnen. In Q2 hatten die Gottspieler noch 2 Verlusttage (bei 65 Handelstagen), in Q3 war es nur noch einer:

Montag, 2. November 2009

Catherine Austin Fitts – On the Edge with Max Keiser…

Hattip Nathan's Economic Edge:

"About six minutes in, she gives some really good advice and that makes this video well worth watching… Best quote, “you and your family are being targeted by a variety of conspiracies designed to harvest your wealth.”

1. Save time
- Cut out TV and Corporate Media
- Get corrupt people and enterprises out of your life!
- Control Personal Data
- Be impeccable about compliance
- Simplify

2. Get Smart
- See things as they are
- Family
- Understand History

3. Reposition Your Assets
- Invest in your health and knowledge
- Stick with long-term trends
- Demonetize


Ron Paul über Michael Moore bei Larry King

Freitag, 30. Oktober 2009

Do it again, Ron!

Ron Paul, gearing up for 2012?

fragt die LA Times und schreibt weiter:

The man's got a following, that's for sure.


Tuesday it was announced that Texas Republican Ron Paul, who wowed the Libertarian crowd during the 2008 election with his call for limited government, is set to deliver an address at the University of South Carolina on Nov. 9 about the “future of individual liberty and the importance of the U.S. Constitution.”

As if that were not enough, the following week he's scheduled to speak in Iowa, that pivotal early caucus state, with stops in Ames and Des Moines.

By this morning speculation was rife that South Carolina, which holds one of the early primaries in the presidential calendar, could be the launching pad for a new Ron Paul bid. As CNN's Political Ticker put it, "Will Ron Paul give it another go in 2012?"

 
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