Montag, 17. November 2014

Das britische Parlament wird über das Geldsystem debattieren

Am Donnerstag, den 20.11.2014, wird im britischen Parlament eine überparteilich organisierte Debatte über das Geldsystem stattfinden. Im Zentrum soll die Frage stehen, wie und von wem Geld überhaupt geschaffen wird und was das für die Gesellschaft für Folgen hat. Die britische Organisation "Positive Money" (offenbar verwandt mit der deutschen "Monetative") sagt, dies sei die erste Debatte zu diesem Thema in 170 Jahren. Das wird auch Zeit, denn lt. Positive Money glauben 70% der britischen Parlamentsmitglieder, nur die Regierung könne Geld schaffen und 66% der Briten glauben, daß Banken nur die Einlagen der Sparer verleihen: https://www.positivemoney.org/wp-content/uploads/2014/11/Backbench-Briefing-Note.pdf
(zur Beantwortung der ersten Frage müsste man klären wie "Geld" genau definiert ist und ob die Notenbank zur "Regierung" gehört, letzteres ist schlicht falsch).

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Hubschraubergeld, der EZB Neubau und Bitcoins

Die FAZ beschäftigt sich unter der schönen Überschrift "Der Geldregen aus dem Hubschrauber" mit einer neuen wissenschaftlichen Arbeit von Willem Buiter, Chefvolkswirt der Citigroup, die den nicht minder hübschen Titel "The Simple Analytics of Helicopter Money: Why It Works — Always" trägt. Buiter untersucht darin, inwiefern und unter welchen Bedingungen jenes aus dem Hubschrauber geworfene Geld eine Stimulierung der Nachfrage beim Konsumenten hervorbringen könne, in Zeiten der Niedrigstzinspolitik der Zentralbanken, die genau daran gescheitert ist. 
Trotz der vielen mathematischen Formeln, die ich persönlich inhaltlich nicht nachvollziehen kann und will, aber er wird sich schon nicht verrechnet haben, ist der Text eine sehr unterhaltsame Lektüre, enthält sie doch viele erfrischend offenherzig formulierte Einsichten in unser Geldsystem. Er definiert z.B. "Hubschraubergeld" so, dass auch der permanente Aufkauf von Staatsanleihen (Neudeutsch: Quantitative Easing) darunter fällt, weil damit die Geldbasis erhöht werde. Zu jenem "Basisgeld" schreibt er: "Base money in this model is fiat base money: it is not backed by intrinsically valuable goods and services at any fixed exchange rate. Like all fiat money, it will only have positive value if 
households believe it to have positive value."
Würden Frau Yellen oder Herr Draghi sich so ausdrücken, würden vielleicht mehr Menschen verstehen was da vor sich geht...wobei mir seine Formulierung insofern nicht ganz gefällt, weil es meiner Meinung nach nicht nur vom "Glauben" abhängt, dass Haushalte dem Fiatgeld einen Wert größer Null zuschreiben, sondern vom Wissen, dass ihre Zwangsabgaben (Steuern) in genau jenem Fiatgeld eingefordert werden und sie daher welches benötigen - zumindest bis sie sich die Frage stellen, wieso der Staat sie denn überhaupt behelligt, wenn er doch Hubschraubergeld zur Verfügung stehen hat. Letzteres behandelt Buiter zwar nicht explizit, aber mir scheint der Grund tatsächlich darin zu liegen, dass er, der Staat, nur so sicherstellen kann, dass das Papiergeld als "wertvoll" (teurer als Staub) empfunden wird. Buiter will Helikoptergeld schließlich auch nur dann einsetzen, wenn jenes Papiergeld nur mit einer Rate von bis zu 2% pro Jahr, also circa 50% pro Generation von 36 Jahren, an Kaufkraft verliert (sogenannte Preisstabilität, wie von EZB und FED definiert). Ansonsten müssten die Zentralbanken ja "reverse helicopter money drops – or vacuum cleaner money grabs" also umgekehrte Hubschraubergeldabwürfe - also Staubsauger-Geld-Aufsaugungen ausführen und das sei (noch) problematisch, weil die Zentralbank Rechnungen an alle Bürger schicken müsste und diese dann nach dem Grundsatz "No taxation without representation" protestieren könnten. Eine konzertierte Aktion von Zentralbank und Finanzministerium würde aber - so Buiter - wahrscheinlich nicht so einen "Aufschrei und Widerstand" auslösen...
Er vergleicht auch die Anwendbarkeit seiner Vorstellungen in den USA (easy) und der EU (bisserl komplizierter): "This real-world implementation of helicopter money drops is legal and easily implemented everywhere except in the euro area.". Grund: Artikel 123.1 vom Lissabon Vertrag. Er bedankt sich aber bei Norbert Häring vom Handelsblatt für dessen Hinweis, dass "technisch/juristisch gesehen der Vertrag die Abwürfe von Helikoptergeld nicht verbiete, wenn die EZB die Schecks unterschreibe" (ich zitiere, falls jemand glaubt ich würde jetzt ins satirische Abdriften: "He is quite correct that, technically/legally, the Treaty does not prohibit helicopter money drops when the ECB signs the checks").
Ein möglicher aktueller Anwendungsfall für solches Hubrschraubergeld könnte aus meiner Sicht der auf 1,2 Milliarden Recheneinheiten namens EURO taxierte Neubau der EZB sein. Hier könnte man aus naheliegenden ökologischen Gründen auf die Hubschrauber verzichten und die Schecks einfach vom Hochhausdach auf die Handwerker und Lieferanten herabregnen lassen. Ob das de facto bereits geschieht, weiss ich übrigens nicht (ich glaube nicht), aber ausgeschlossen scheint es nicht zu sein, denn (Hervorhebungen von mir): "Specifically, Central Banks do not levy taxes, make transfer payments or pay overt subsidies to other domestic economic entities, nor do they engage in exhaustive public spending other than what is inevitably involved in the running of the Central Bank (payroll, capital expenditure on buildings and equipment, supplies, utilities etc.)." Und wer würde bitteschön bestreiten, dass der Neubau der EZB zu Ausgaben führt, die nunmal "unausweichlich mit dem Betrieb einer Zentralbank verbunden sind".
Die Anwendungsgebiete solcher Maßnahmen sind - so Buiter - grundsätzlich leider zwingend auf Fiatgeld beschränkt, da sich nur damit der Staat finanzieren können (und hey, wozu haben wir denn sonst sowas wie "Geld"??):
"With some slight modifications, almost intrinsically worthless commodities like gold and intrinsically worthless virtual media of exchange like Bitcoin could also fit into our consumption function. Both are, of course, costly to produce or ‘mine’. Helicopter drops of Rai, gold or Bitcoin would not share with fiat base money the property that they are issued by the State and can be used to fund the State. They don’t roll off the printing presses but are gifts from nature (Rai and gold) and from human ingenuity (in the case of Bitcoin)."
Rai (Steingeld) und Gold von der EZB oder aus Hubschraubern werfen ist außerdem viel zu gefährlich, wenn schon dann Bitcoin Paperwallets, aber die Erwähnung von Bitcoin ließ mich aus folgendem Grund aufhorchen: Buiter bedankt sich ganz am Schluß bei niemand geringeren als Larry Summers für den Anstoß zu seiner Arbeit: "I would like to thank Larry Summers from prodding me to write a short(ish) note setting out the essence of the helicopter money argument".
Larry Summers? Der ehemalige Wirtschaftsberater von Obama der beinahe der Nachfolger von Ben Bernanke als FED Chef geworden wäre? DER Larry Summers, der nun im Management des US Zahlungsdienstleister Square sitzt, die kürzlich Bitcoin implementiert haben? Und als Specialberater der  Venture Capital Firma Andreesen Horowitz fungiert, der Firma von Netscape Gründer und Mega Bitcoin Bullen Marc Andreesen - Mister "Bitcoin in 2014 ist wie das Internet in 1993"? Larry Larry Larry...geritztes Kerlchen...besser als mit Huschraubergeldphantasien kann man Bitcoin wohl kaum zum Durchbruch verhelfen...

Freitag, 29. August 2014

Xavier Naidoo ist libertär!

Xavier Naidoo ist in der Presse jüngst heftig wegen diverser Äußerungen im Umfeld der sogenannten Montagsdemos kritisiert worden. Er sei, so SPON gewohnt zweidimensional, der "Neuen Rechten" zuzuordnen und verbreite "Thesen der sogenannten Reichsbürger", wie ein Blog von Zeit-Online mit dem in dem Fall unfreiwillig zweideutigen Titel "Störungsmelder" erkannt haben will. Naidoo bezweifelt offenbar, dass die Bundesrepublik Deutschland nach dem 2. Weltkrieg bzw. der Wiedervereinigung die volle Souveränität erlangt habe. Das sind Thesen, die auch aber nicht nur "sogenannte Reichsbürger" vertreten (und zu denen ich keine wirkliche Meinung habe). Naidoo deswegen zum "Reichsbürger" zu erklären, ist aus meiner Sicht "guilt by association", sprich "(Böse Nazi-)Reichsbürger sagen A; Naidoo sagt auch A, also ist Naidoo auch (böser Nazi-)Reichsbürger". Im oben verlinkten Spiegel-Artikel wird ihm außerdem Homophobie attestiert, wegen eines Song mit dem Rapper Kool Savas, der für mich nach kurzer Recherche eher dafür spricht, dass er sich gegen rituellen Kindesmißbrauch á la Marc Dutroux ausspricht (wenn auch in einer Wortwahl, die mir nicht gefällt). Das wiederum reicht bestimmt - ohne es jetzt nachgeprüft zu haben - um irgendwo auch noch als "Verschwörungstheoretiker" gebrandmarkt zu werden, da die Theorie, dass einige hochstehende Mitglieder der Gesellschaft sich seit Jahrzehnten organisiert und systematisch mit solchen Praktiken beschäftigen meines Wissens noch als Spinnerei abgetan wird. Mal sehen, was z.B. der BBC Skandal hierzu noch alles beitragen wird. Aber ich schweife ab...Naidoo hat also für meinen Geschmack bislang nichts von sich gegeben, das ich persönlich inhaltlich verurteilen würde, auch wenn ich es vielleicht nicht unbedingt teile. Zahlreiche Journalisten, die nun über ihn herfallen, haben hingegen offenbar nur darauf gewartet mal aussprechen zu können, wie scheisse sie seine Musik finden, aber selbst wenn ich diese Meinung teilen würde, wäre mir das in diesem politischen Kontext ein gar zu billiges ad-hominem-Argument. Mit seiner Gläubigkeit kann ich als Agnostiker zwar nicht besonders viel anfangen, aber sowohl Ron Paul als auch ein Roland Baader sind bzw waren religiös und lassen mich trotzdem in meinem Unglauben in Frieden. Die Gewissheit, dass Naidoo auch zu jener Sorte Christ gehören muss, die einen nicht mit Staatsreligion u.ä. drangsalieren würden, habe ich nun seit einem Facebook-Post meines guten Bekannten Oliver Janich, der auf einen neuen Song von Naidoo hinweist, in dem dieser sich als libertär im Sinne Murray Rothbards "outet" und auf Olivers lesenswertes Buch "Die Vereinigten Staaten von Europa" hinweist. Das nenne ich erfreulich. Danke Oliver, danke Xavier! Venceremos Rothbarderos!


Dienstag, 12. August 2014

Paul versus Paul

Nicht ganz neu, aber gerade erst entdeckt, Ron Paul versus Paul Krugman:




Donnerstag, 7. August 2014

Vertcoin, Darkcoin und die Münchner Bitcoin Szene

Die Preisentwicklung bei Vertcoin zeigt, dass im Wilden Westen der Altcoins auch ein öffentlich bekanntes, engagiertes und kompetentes Entwicklerteam sowie eine treue und aktive Community nicht vor herben Verlusten schützt. Als Erklärung für den schleichenden aber doch massiven Preisverlust bei Vertcoin fällt mir nur ein, dass sogenannte Multipools, die auf den jeweils profitabelsten Coin umschwenken die neu geminten Coins automatisiert verkaufen und in Bitcoin umtauschen.  Da ich mich derzeit eher auf "Anoncoins" konzentriere und Vertcoin nicht mehr so verfolgt habe, fand ich einen Hinweis auf dem gestrigen Münchner Bitcoin Meetup umso interessanter, dass die Vertcoin Entwickler sich treu bleiben und den Coin als möglichst dezentralisierte Alternative positionieren und weiterentwickeln. Der Algorithmus "Lyra2", der in den nächsten Monaten implementiert wird, soll den Vertcoin nun auch gegen Multipools resistent machen:


Im Hause Darkcoin hat man ebenfalls mit einem Preisrückgang vom Allzeithoch zu kämpfen, wenn auch nicht so ausgeprägt. Es sieht tatsächlich so aus, als könne sich der "first mover" Darkcoin gegen die gewachsene Zahl von anderen "Anoncoins" durchsetzen, also Altcoins, die die bei Bitcoin gegebene Rückverfolgbarkeit der Transaktionen über die Blockchain verschleiern sollen, um einer (staatlichen) Überwachung zu entgehen. Die "Masternodes" laufen inzwischen und es wird derzeit an "Release Candidate 4" (RC4) gearbeitet:


Beim gestrigen wiedermal gut besuchten und spannenden Münchner Bitcoin Meetup hat Bastian Brand das neue "Bitcoin Startups Munich"-Meetup angekündigt. Zum morgigen Vorbereitungsmeeting kann ich aus terminlichen Gründen zwar nicht kommen, aber es verspricht spannend zu werden!




Donnerstag, 31. Juli 2014

Blockchain-basierte-Börse gegen Naked Short Selling?

Patrick Byrne, der langjährige Aktivist gegen "Naked Short Selling" und CEO des Online-Einzelhändlers Overstock.com hat angekündigt zu versuchen eine Möglichkeit zu finden, wie man mithilfe der Blockchain-Technologie die Praxis des ungedeckten Leerverkaufs unterbinden könnte (und übrigens nebenbei die Big Banks, Broker und intransparente zentralisierte Konstrukte wie die DTCC umgehen würde...).
Vereinfach gesagt geht es darum: Da in der Blockchain jeder jederzeit sehen kann, wer einen bestimmten Vermögenswert hält, egal ob geliehen oder gekauft, sollte es nicht passieren können, dass geliehene Vermögenswerte, die der Verkäufer garnicht hält (z.B. weil er Lücken bzgl. der Lieferzeiten ausnutzt) verkauft werden können (=ungedeckter Leerverkauf).
Reggie Middleton versucht mit Ultracoin.com bereits ähnliches, ebenso wie die Entwickler-Community um NXT, Bitshares und Mastercoin. Im unregulierten Krypto-Universum gibt es solche Börsen bereits, also Börsen, wo Unternehmen Anteile verkaufen, die z.B. in Bitcoin oder NXT denominiert sind (also z.B. 1 Bitcoin kosten) und über die Blockchain-Technologie handelbar sind. Da sind Eigentums"rechte" bislang aber eher vertrauensbasiert und es gab auch da schon Fälle, wo das Vertrauen mißbraucht wurde (Hacks etc).

"Earlier this year, Overstock became the first major online retailer to accept payments in bitcoin, with Byrne painting the digital currency as a way of freeing our economy from big banks and big government. “We want a money that some government mandarin can’t just whisk into existence with a pen stroke,” he said, in his typically colorful way. Then, in the wake of this announcement, he advocated using the software that underpins bitcoin to rebuild the stock market as well. An avowed libertarian with a PhD in philosophy, Byrne has long complained about investors using various loopholes in the financial markets to improperly boost profits at the expense of public companies and the overall economy—with Overstock even going so far as to sue some of the biggest names on Wall Street—and he believes that a new system based on the mathematics of bitcoin can eliminate these holes."

Montag, 2. Juni 2014

Darkcoin wird auf Bitfinex gehandelt

Das kann man schon als Ritterschlag sehen:


Immerhin ist Bitfinex die inzwischen größte westliche Bitcoinbörse (noch vor Bitstamp) und hat bisher nur den Handel mit den beiden "großen" Kryptowährungen Bitcoin und Litecoin ermöglicht. Darkcoin spielt nach Meinung von Bitfinex nun also in der Champions League der Kryptocoins.
Shorten und Hebeln ist bis auf weiteres (anders als für BTC und LTC) aber noch nicht möglich.

Freitag, 30. Mai 2014

Charlie Skelton @Bilderberg again!

Auch dieses Jahr beobachtet Charlie Skelton vom britischen Guardian wieder, was die Bilderberger so treiben, dieses Mal anläßlich ihres 60. Treffens. Wie immer sind seine Artikel amüsant und unterhaltsam:


Donnerstag, 29. Mai 2014

Darkcoin Update nach dem Masternode Payment Debakel

Am Sonntag den 25.05.14 sollte die Bezahlung der "Masternodes" im Darkcoin-System starten und es sah zunächst ganz gut aus. Dann kam es zu Problemen mit "Forks", also Gabelungen der Darkcoin-Blockchain, offenbar weil einige Pools nicht auf die neueste Version geupdatet hatten. Die Payments wurden ausgesetzt und Evan Duffield, Chefentwickler von Darkcoin, meldete, dass er das System überarbeiten würde und die Masternodes für eine unbestimmte aber kurze Zeit mit 20% (statt 10%) entschädigen würde. Das alles konnte die gewohnt nervöse Meute im Bitcointalk-Thread nicht wirklich beruhigen und der Preis stürzte weiter ein, als ein neuer Konkurrenzcoin XC auf den neuen Anonymisierungs-Zug aufgesprungen war und die Aufmerksamkeit auf sich zog. Zu XC habe ich bislang übrigens keine Meinung. Das auf und ab im Preis dort ist aber auch nicht ohne. Generell bestätigt sich mein Eindruck, dass Kryptowährungen Märkte sind, wo Leute herumspekulieren, die nicht besonders kapitalmarkterfahren sind. Ich habe z.B. unzählige Male herumgegrübelt, was der Sinn häufiger riesiger unlimitierter Verkaufsorder an diversen Märkten sein könnte (Preismanipulation?) und bin in dem Punkt zu dem vorläufigen Schluss gekommen, dass da einfach einige Nerds nicht wissen, was eine Limit-Order ist...
Evan bereitet nun den nächsten "Fork" vor und im Juni sollten die Masternode-Zahlungen dann endlich funktionieren.
Unterdessen hat Max Keiser Darkcoin entdeckt und empfiehlt eine 25% Gewichtung in einem Krypto-Portfolio. Im Zweifel bedeutet das vor allem, dass er selber eingestiegen ist, aber ich finde es zumindest erwähnenswert:


Sonntag, 25. Mai 2014

Habemus Payment!

Freitag, 23. Mai 2014

Darkcoin rising and rising and rising...

Inzwischen hat Darkcoin Doge, NXT und sogar Peercoin überholt:

https://coinmarketcap.com/

Mittwoch, 21. Mai 2014

"Angriff auf das Bargeld"

In der FAZ findet sich ein schöner Artikel, der die Bestrebungen der siamesischen Zwillinge "Staat" und "Banken" das Bargeld abzuschaffen erfreulich deutlich benamt:

"Banken und Staaten ziehen gegen das Bargeld ins Feld. Ohne Bargeld hätten sie die Kontrolle über uns. Ihre Kampagnen und Argumente sind bisweilen abenteuerlich."


Gut, dass es neben Bitcoin nun auch Darkcoin gibt und speziell letztere Bargeldalternative weiter boomt, wie Wired.com in einem weiteren Bericht feststellt:

Donnerstag, 15. Mai 2014

Darkcoin explodiert

Die Kursentwicklung des Darkcoin ist schon erstaunlich, aber im Unterschied zu "Pump and Dump" Aktionen wie z.B. bei Asiacoin, Blackcoin etc., scheint mir hier ein fundamentaler Grund (echter technologischer Fortschritt) vorzuliegen, obwohl der Coin immernoch im unfertigen Beta-Status vorliegt. Am meisten wundert mich der Anstieg aber angesichts der Tatsache, dass die berühmte Masse noch überhaupt nichts mitbekommen zu haben scheint. Der Hashtag #Darkcoin zeigt mir bei Facebook z.B. keine 10 Treffer an (und zwei davon sind von mir, aber auf mich hört ja keiner...). Google-Trends zeigt einen starken Anstieg der Suchanfragen:


Im Vergleich zu aus meiner Sicht vergleichsweise völlig uninteressanten Altcoins wie Dogecoin oder Litecoin ist das allerdings noch mehr als mager:





Eine Anlageempfehlung soll das alles natürlich nicht darstellen. Wer sich mal nur eine Stunde lang den Chartverlauf ansieht, der wird erkennen, dass neben den Gewinnen auch sehr schnell massive Kursverluste möglich sind und Darkcoin ist wie gesagt erst im Entwicklungsstadium (Bitcoin übrigens auch noch...fällt mir gerade ein...). Spannend finde ich vielmehr, wie sich das Phänomen "Kryptowährungen" bezüglich der Anonymisierungsmöglichkeiten als Abwehr gegen die immer tiefer schnüffelnden Staatskraken á la NSA entwickeln und behaupten wird.


Mittwoch, 14. Mai 2014

Darkcoin Update

https://bitcoinwisdom.com/markets/mintpal/drkbtc
Nach meiner ersten Erwähnung von Darkcoin hier im Blog ist der Preis so pünktlich massiv angestiegen (mehr als Verdreifacht), dass ich kurz überlegt habe, ob ich wohl "schuld" bin, aber ich weiss natürlich, dass Korrelation nicht Kausalität bedeutet und die Leserzahlen meines Blogs sind viel zu unbedeutend...lustig fand` ich es natürlich trotzdem.
Der für heute angekündigte Release, der unter anderem Zahlungen für die "Masternodes" (siehe Einführungsartikel) bringen sollte, wurde auf den 25.05.2014 verschoben. Die Ankündigung eben jener Verzögerung am 12.05. sorgte für die letzte heftige Korrektur im Preis. Rund 27% aus nichtigem Grund sind für Krypto-Währungen nicht ungewöhnlich, egal in welche Richtung.
Persönlich hatte ich nicht mit dieser Korrektur gerechnet, da ich es eigentlich recht erfreulich finde, wenn der Entwickler sich lieber etwas mehr Zeit läßt, bevor er schlechten Code in die Welt setzt. Die fleissige Lektüre
des inzwischen schon deutlich über 1.000 Beiträge umfassenden Bitcointalk-Threads bekräftigt mich in meinem Eindruck, dass Darkcoin einer der ganz ganz wenigen Bitcoin-Konkurrenten mit Zukunft sein könnte (Vertcoin zeigt allmählich auch Lebenszeichen, jetzt wo die Scrypt-Asics immer mehr ans Netz gehen).

Dienstag, 13. Mai 2014

Rahim Taghizadegan - Demokratie und die Entstehung der Politik

Sehenswerter Vortag, gehalten auf dem jüngsten "Ancap-Happening":

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