Donnerstag, 10. April 2014

Wissen ist Macht, Unwissenheit macht aber auch gerne mit

Zwei interessante Korrelationen: 
"1) Wo liegt die Ukraine?
Je weniger Amerikaner die Position der Ukraine auf der Weltkarte kennen, umso mehr wollen sie, dass die USA intervenieren.
(Schöne Weltkarte [[freude]] )
 

Quelle: The less Americans know about Ukraine’s location, the more they want U.S. to intervene (Washington Post)


2) Was sind Bitcoins?
Je weniger Menschen über Bitcoins Bescheid wissen, umso mehr wollen sie, dass Bitcoins verboten werden.
 

Quelle: Survey: People Who Know Least About Bitcoin Want to Ban It Most (Coindesk.com)"

Dienstag, 8. April 2014

Hochfrequenztrading wieder im Blickfeld

Michael Lewis (ja, der von "The Big Short") neues Buch "Flash Boys" hat den Hochfrequenzhandel (High Frequency Trading oder kurz HFT) wieder in die Schlagzeilen gebracht. Ganz neu ist das Thema nicht. Mein kleiner Blog war vor Jahren mal der einzige Google-Treffer zum Suchbegriff "Hochfrequenztrading".
Zerohedge erinnert an die Rede von Börsenlegende Thomas Peterffy vor dem Weltverband der Börsen im Oktober 2010:

"It is not so much anymore that the public does not trust their brokers. They do not trust the markets, the exchanges, or the regulators either. And why should they, given our showing the past few years? To the public the financial markets may increasingly seem like a casino, except that the casino is more transparent and simpler to understand."

"I must confess to you that I was an ardent proponent of bringing technology to trading and brokerage. Unfortunately, I only saw the good sides. I saw how electronic trading and record-keeping could be used to force people to be more honest, to make the process more efficient, to lower transaction costs and to bring liquidity to the markets. I did not see the forces of fragmentation and the opportunity for people to use technology to keep to the letter but avoid the spirit of the rules -- creating the current crisis."

Dienstag, 18. Februar 2014

Die Kosten der Bitcoin Krise

"And it’d also be nice if the media points out that Bitcoin’s recent “market chaos” hasn’t—and won’t—cost taxpayers a penny.
Instead of a trillion dollar bank handout that didn’t prevent a single foreclosure and which led to years of red tape, Bitcoin’s own “banking crisis” is being resolved in a matter of hours—not months or years
."
Aus:
Thanks, But I’ll Trust Bitcoin’s Math Before The Media’s Orgy of Nonsense

Freitag, 14. Februar 2014

Altcoins - Kimotos Anziehungskraft und der adaptive N-Faktor

Ich war bislang eher skeptisch, was sogenannte "Altcoins" angeht, also Bitcoin-Alternativen, die in den letzten 12-24 Monaten wie die Pilze aus dem Boden schießen. Litecoin habe ich als "Silber" neben Gold (Bitcoin) akzeptiert, auch weil es ursprünglich auf einem anderen Verschlüsselungsverfahren beruht und ASIC-resistent sein sollte, aber selbst Litecoin-Erfinder Charlie Lee gibt zu, daß die Silber-Analogie hauptsächlich ein "Mem" war und inzwischen kommen nun doch die ersten Litecoin-Asic-Miner auf den Markt. Ursprünglich ausschließlich auf einem "Mem" basiert der DOGE-Coin, inzwischen mit einer Marktkapitalisierung von knapp 83 Millionen US-Dollar immerhin auf Nr. 4 in der mit großem Abstand von Bitcoin angeführten Liste.
Technisch ist DOGE weitgehend uninnovativ und ursprünglich als eine Art Parodie auf Bitcoin entstanden, hat aber inzwischen eine begeisterte Community um sich geschart, die z.B. bei Reddit.com inzwischen mehr Beachtung findet wie der große Bruder BTC (bzw XBT). Die DOGE-Freunde haben ferner kürzlich rund 30.000 US-Dollar in DOGE mobilisiert, um dem jamaikanischen Bob-Team die Fahrt nach Sotschi zu ermöglichen. Man tut DOGE durchaus nicht Unrecht, wenn man es als "Spielerei" abtut, denn genau darum geht es den DOGE-Fans und sie scheren sich einen feuchten Shibe-Dreck darum was andere denken und erfreuen sich der viralen Popularität ihres Spielzeugs. Ich selber halte bislang keine DOGE, würde mich aber über eine Spende freuen:  D8V9B4jksCbNgU48rJDBebdQfQQqvSY2qc
Wow! So generous! Much thankful!
Die Stärke von Bitcoin beruht neben seiner Popularität als "First Mover" nicht zuletzt auf dem starken Netzwerk, das inzwischen von spezialisierten ASIC-Minern dominiert wird.
Ein ganz neuer Coin, der Vertcoin (VTC), setzt mit dem sogenannten "adaptiven N-Faktor" seines Mining-Algorithmus und dem "Kimotos Gravity Well Algorithmus" auf nachhaltige Resistenz gegenüber ASIC-Entwicklungen einerseits und der Unempfindlichkeit gegenüber Mining-Pools andererseits auf technologisch interessante Neuerungen. Eine variable (n-Faktor) im Algorithmus ändert sich fortlaufend, so dass hochspezialisierte ASICs alle paar Jahre komplett erneuert werden müssten. Dies könnte dafür sorgen, dass Vertcoin unter den Graphikkarten-Minern beliebter wird und eventuell Litecoin verdrängen könnte (wenn nicht gar Bitcoin selbst...#BetterThanBitcoin). "Kimotos Gravity Well" hingegen passt die "Difficulty", also den Schwierigkeitsgrad der kryptographischen Rechenaufgaben für die Miner so an, dass große Mining-Pools nicht die Schwierigkeit kurzfristig hochjagen können und diese dann viel zu hoch für individuelle Miner lassen, bis sie sich wieder anpasst (Pools können sie hochfahren, aber sie passt sich schneller nach unten wieder an).
Natürlich haben auch "Vertans" eine Meme-hungrige Community:

Vertcoin-Tips willkommen :-)

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Ganz in der Tradition von Satoshi nennt sich der Entwickler von Vertcoin (VTC) "bushido", Student der Informationssicherheit an der John Hopkins Universität und ehemaliger Mitarbeiter von Microsoft:



Dienstag, 11. Februar 2014

Digitalcourage

Dienstag, 4. Februar 2014

Dienstag, 21. Januar 2014

Bitcoin auf der DLD München

Auf der DLD-Konferenz in München war auch Bitcoin ein prominentes Thema. Wer das gestrige Spezial-Meetup im Lucky Who verpasst hat, findet alle gestrigen Gäste in diesem Youtube-Video:



Donnerstag, 16. Januar 2014

Ron Paul Coin?

Ich halte nicht allzuviel von Bitcoin Klonen, aber der hat immerhin einen netten Namen:

Dienstag, 14. Januar 2014

Gavin Andresen besucht das CFR

Gavin Andresen, einer der führenden Bitcoin-Entwickler und einziges bezahltes Mitglied der Bitcoin Foundation hat bekannt gegeben, dass er vom CFR eingeladen wurde und am 06.02.2014 nach Washington auf ein Treffen gehen werde. Andresen bezeichnet sich selbst als "weitgehend libertär". Ich bin gespannt, was er aus der Höhle des Finanz- und Politestablishments berichten wird.
Den Kurs werde ich am 06.02. aber ganz besonders beobachten. Falls er durch die Decke geht, haben wohl einige US Oligarchen Gefallen am Projekt gefunden...

Montag, 23. Dezember 2013

Zum Geburtstag der FED: Bastel Dir Deine Notenbank!

Die US-Notenbank Federal Reserve wird heute 100 Jahre alt. Damit ist der dritte Versuch der Amerikaner eine Zentralbank zu etablieren bislang der langlebigste.
Da ich eigentlich keine Lust habe schon wieder etwas über die FED zu schreiben, dachte ich mir, dass ich zur Feier des Tages stattdessen über ein kleines "Geld aus dem Nichts" Experiment berichte, dass ich vor drei Wochen begonnen habe. Bislang ist zwar noch nicht so wahnsinnig viel dabei herumgekommen, aber es macht Spaß. Wer es ausprobieren will, kann der Anleitung folgen und die Referral Links anklicken.
Man lege zunächst einen Account beim Bitcoin-Cloud-Mining-Anbieter Cex.io an. Die Bitcoin-Adresse für Einzahlungen, die man unter "Balance" bekommt, gibt man auf der Seite www.freebitco.in an. Dort kann man jede Stunde Satoshis (1 Satoshi: 0,00000001 Bitcoin) gewinnen. Angeblich bis zu 0,2 oder 0,3 BTC, ich habe aber nie mehr als ca. 300 Satoshis auf einmal gewonnnen. Hat man mehr als (derzeit) 5400 Satoshis gewonnen, wird der Betrag einmal in der Woche am Montag an die angegeben Adresse ausgezahlt. Das hat bei mir nun schon ein paar Mal geklappt und da ich www.freebitco.in per Smartphone aufrufen kann, kann ich immer wieder mal wenn ich daran denke ein paar Satoshis gewinnen. Mit den Satoshis  kann man wiederum bei Cex.io Rechenleistung kaufen, die sofort beginnt Bitcoin und die Kryptocoins Namecoin, Devcoin und Ixcoin zu minen. Da Cex.io Wartungsgebühren in Bitcoin für die bereitgestellte Hardware verlangt, haben meine ersten 0,003 GigaHash, die mich circa 20.000 Satoshis gekostet haben, noch ein Minus von 1 Satoshis produziert, aber vielleicht habe ich auch nicht lange genug gewartet. Die kostenlos  geminten Namecoin konnte ich nämlich bei Cex.io direkt immer wieder in GigaHash reinvestieren und nun minen meine Miner fröhlich vor sich hin. Da ich die anderen beiden Kryptocoins nicht kenne und mich nicht dafür interessiere, habe ich mir noch ein Konto bei www.cryptsy.com angelegt, da man die bei Cex.io nur akkumulieren, aber nicht umtauschen kann. Bei Cryptsy werde ich dann die Devcoins und die Ixcoins in Bitcoin umtauschen, sobald der Betrag etwas größer ist und mit den Erlösen wieder GigaHash kaufen.
Fertig ist die eigene kleine Notenbank!

Nach dem Spaß noch ein kleiner ernster gemeinter Hinweis: "Mining" gilt derzeit nach dem was ich so lese nicht als profitabel und die GigaHash bei Cex sind angeblich recht teuer im Vergleich zu denen, die man sich über ASICs kaufen kann. Dafür muss man aber nicht auf die Lieferung warten, muss sie nicht konfigurieren (sowas traue ich mir zB garnicht zu), zahlt keine Stromkosten und kann sie sofort wieder verkaufen. Das obige ist allerdings keine Anlageempfehlung und jeder, der mehr als ein paar gewonnene Satoshis investieren will, sollte sich eingehender mit der Thematik beschäftigen, z.B. hier:

oder hier
https://bitcointalk.org/index.php?topic=378439.0

In Deutschland ist das Ganze vermutlich auch noch steuerpflichtig, aber bei Erträgen im Micro-Cent Bereich gilt es ja vielleicht noch als Liebhaberei... 


CEX.io

China und die Bitcoin

Nachdem die Nachfrage aus China den Kurs des Bitcoin in den letzten Monaten über 1.000 USD getrieben hatte und die Bitcoin-Börse BTC-China zum größten Handelsplatz der Welt avanciert war, schockte die chinesische Zentralbank PBOC Anfang Dezember 2013 die Märkte mit dem Verbot des Bitcoin Handels für chinesische Banken. Zunächst wurde allerdings betont, dass chinesische Privatanleger weiterhin auf eigene Gefahr handeln dürften. Bitcoin erhielt den Status eines Rohstoffs, weswegen einige Marktbeobachter den Eingriff der PBOC insofern als positiv betrachteten, als dass Bitcoin Börsen damit nicht der strengeren Bankenaufsicht unterliegen würden. 
Letzte Woche kam es offenbar zu einem Treffen von chinesichen Zentralbankern mit Zahlungsdienstleistern (vergleichbar mit PayPal), die mit Bitcoin Börsen kooperiert haben, in dessen Zuge ihnen diese Geschäftstätigkeit untersagt wurde. Als Folge ist es derzeit unmöglich  Yuan auf BTC China einzuzahlen, wie der Bobby Lee, CEO von BTC China in einem offenen Brief bestätigt. Chinesen dürfen gerüchteweise auch nur noch bis zum Ende des chinesischen Neuen Jahres (Ende Januar) ihre Yuan entnehmen, wobei es zu dieser Information meines Wissens keine offizielle Quelle gibt. Wie Bobby Lee es schaffen will, Einzahlungen wieder zu ermögliche, bleibt bislang sein Geheimnis. Unterdessen ist die Börse "Huobi" offenbar zum umsatzstärksten Handelsplatz geworden, da die Einzahlungen dort über das Geschäftskonto des Börseninhabers laufen...Offenbar sind die Chinesen schwer von ihrer Begeisterung für Bitcoin abzubringen, obwohl mir Huobis Geschäftsgebahren nicht unbedingt nachhaltig realisierbar erscheint und für die dortigen Nutzer auch erhebliche Risiken mit sich bringt. Insgesamt ist die jüngste Entwicklung enttäuschend, nachdem Chinas Regierung zunächst so aufgeschlossen schien, dass sie z.B. eine äußerst BTC-freundliche Dokumenation im chinesischen Staatsfernsehen zuließ. Immerhin war das aber in meinen Augen auch ein Grund, weswegen der US Senat bei seiner Anhörung Mitte November nicht mehr nur Geldwäsche, Terror und Drogen vor Augen hatte, sondern auch amerikanische Jobs, die nach China abwandern könnten, falls die USA zu restriktiv gegenüber Kryptowährungen auftritt...

Update: lese gerade, dass Localbitcoins.com nun seine Dienste auch auf chinesisch anbietet. Peer to Peer Handel sollte erlaubt sein und damit hätten die sagenhaften riesigen chinesichen ASIC-Mining-Farmen immerhin diese Möglichkeit ihre frischgeminten BTC loszuwerden...

CEX.io

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Polizeichef von Vicco, Kentucky, wird künftig in Bitcoin bezahlt

Tony Vaughn, Polizeichef von Vicco im US-Bundesstaat Kentucky, hat das OK des Stadtrates bekommen, Teile seines Lohns in Bitcoin bezahlt zu bekommen.
Der Bürgermeister Johnny Cummings erklärte, dass nur das Nettogehalt in Bitcoin ausbezahlt werde. Alle Steuern würden zunächst abgezogen und der Rest zunächst auf ein Bitcoin-Konto des Städtchens einbezahlt und von dort auf ein Bitcoin Konto des Polizeichefs überwiesen werden:


Vicco und sein offen homosexueller Bürgermeister Cummings waren dieses Jahr bereits in die US Schlagzeilen geraten und hatte bewiesen, dass nicht alle Kleinstädter intolerante Hinterwäldler sind:



Dienstag, 19. November 2013

Bitcoin Achterbahn

Nur ein kurzer Eindruck zur wahnwitzigen Entwicklung des Bitcoinpreises...hoch...runter...hoch...runter...Nix für schwache Nerven :-)


Update: Das "t" in AchTerbahn ist eingefügt und Bitcoin wird wieder für über 500 EUR bei MtGox gehandelt. Was für ein Tag...

Donnerstag, 7. November 2013

Demnächst (beinahe) Real-Time-Handel bei Bitcoin.de

So eben lese ich bei Facebook, dass Bitcoin.de in die heisse Phase für die Implementierung des (nahezu) Echtzeithandels geht:

"Der interne Test der Fidor-API hat begonnen Es dauert hoffentlich nicht mehr lange bis der (nahezu) Echtzeithandel auf bitcoin.de starten kann. Wer noch kein Fidor-Konto hat sollte sich beeilen eines zu eröffnen UND dieses bei bitcoin.de eintragen. Das Konto ist kostenlos, bietet sogar derzeit 1,2% Zinsen aufs Tagesgeld und eine kostenlose Prepaid-Kreditkarte von MasterCard. Hier gehts zur Anmeldung: https://www.fidor.de/produkte/fidorpay"

Hintergrund: 
Aus regulatorischen Gründen hat Bitcoin.de die Münchner Fidor-Bank als sogenanntes Haftungsdach ausgesucht (da Bitcoin "Finanzinstrumente" darstellen und deren Vermittlung in Deutschland der Überwachung durch die BAFIN unterliegt). Bitcoin.de ist keine "echte Börse", auf die man z.B. Geld einzahlen kann, sondern bringt Handelspartner zusammen, die ihre Bitcoin gegen EURO tauschen wollen und andersherum. Die Bezahlung erfolgt über die Girokonten der jeweiligen Handelspartner, was zu Verzögerungen führt, da der Bitcoin-Verkäufer erst den Geldeingang bestätigen muss und erst dann die Bitcoin beim Käufer freigschaltet werden. Nutzen nun in Zukunft Käufer und Verkäufer ihr Fidor-Pay-Konto, beschleunigt sich der Vorgang insofern, als Überweisungen innerhalb von Fidor nahezu in Echtzeit erfolgen (wer schon eimal wochenlang auf eine Auszahlung von MtGox gewartet hat, weiss Bitcoin.de auch heute schon zu schätzen...).

Wer Freude an meiner Bitcoin-Berichterstattung hatte, könnte als kleine Dankeschön meine Partnerlinks auf beiden Seiten nutzen, um dort Konten zu eröffnen:



Für eine einfache Spende geht diese Adresse:
18Z4cSqoCtq72a2wVrS1ixy4CKfwZu1cGN

(ich habe im Laufe der Zeit soviele Bitcoin verschenkt, um die Idee zu verbreiten, dass es mich freuen würde, wenn ein paar Micro-BTC zurückkommen...Karma und so ;-) )

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