Montag, 23. Dezember 2013

China und die Bitcoin

Nachdem die Nachfrage aus China den Kurs des Bitcoin in den letzten Monaten über 1.000 USD getrieben hatte und die Bitcoin-Börse BTC-China zum größten Handelsplatz der Welt avanciert war, schockte die chinesische Zentralbank PBOC Anfang Dezember 2013 die Märkte mit dem Verbot des Bitcoin Handels für chinesische Banken. Zunächst wurde allerdings betont, dass chinesische Privatanleger weiterhin auf eigene Gefahr handeln dürften. Bitcoin erhielt den Status eines Rohstoffs, weswegen einige Marktbeobachter den Eingriff der PBOC insofern als positiv betrachteten, als dass Bitcoin Börsen damit nicht der strengeren Bankenaufsicht unterliegen würden. 
Letzte Woche kam es offenbar zu einem Treffen von chinesichen Zentralbankern mit Zahlungsdienstleistern (vergleichbar mit PayPal), die mit Bitcoin Börsen kooperiert haben, in dessen Zuge ihnen diese Geschäftstätigkeit untersagt wurde. Als Folge ist es derzeit unmöglich  Yuan auf BTC China einzuzahlen, wie der Bobby Lee, CEO von BTC China in einem offenen Brief bestätigt. Chinesen dürfen gerüchteweise auch nur noch bis zum Ende des chinesischen Neuen Jahres (Ende Januar) ihre Yuan entnehmen, wobei es zu dieser Information meines Wissens keine offizielle Quelle gibt. Wie Bobby Lee es schaffen will, Einzahlungen wieder zu ermögliche, bleibt bislang sein Geheimnis. Unterdessen ist die Börse "Huobi" offenbar zum umsatzstärksten Handelsplatz geworden, da die Einzahlungen dort über das Geschäftskonto des Börseninhabers laufen...Offenbar sind die Chinesen schwer von ihrer Begeisterung für Bitcoin abzubringen, obwohl mir Huobis Geschäftsgebahren nicht unbedingt nachhaltig realisierbar erscheint und für die dortigen Nutzer auch erhebliche Risiken mit sich bringt. Insgesamt ist die jüngste Entwicklung enttäuschend, nachdem Chinas Regierung zunächst so aufgeschlossen schien, dass sie z.B. eine äußerst BTC-freundliche Dokumenation im chinesischen Staatsfernsehen zuließ. Immerhin war das aber in meinen Augen auch ein Grund, weswegen der US Senat bei seiner Anhörung Mitte November nicht mehr nur Geldwäsche, Terror und Drogen vor Augen hatte, sondern auch amerikanische Jobs, die nach China abwandern könnten, falls die USA zu restriktiv gegenüber Kryptowährungen auftritt...

Update: lese gerade, dass Localbitcoins.com nun seine Dienste auch auf chinesisch anbietet. Peer to Peer Handel sollte erlaubt sein und damit hätten die sagenhaften riesigen chinesichen ASIC-Mining-Farmen immerhin diese Möglichkeit ihre frischgeminten BTC loszuwerden...

CEX.io

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