Samstag, 15. Mai 2010

Bankrott eines Kulturraums

"... Der Geburtsfehler der Europäischen Union besteht darin, daß sie nicht als Bündnis zukunftsfroher Staaten begann, sondern als eine Notgemeinschaft von Geschlagenen..."

=> der ganze Artikel bei Junge Freiheit

Freitag, 14. Mai 2010

Gold bei 1.000 die Unze!




Frankreich vs Deutschland die 374

(MADRID) - French President Nicolas Sarkozy threatened to pull his country out of the euro currency group to force Germany to help Greece with its debt crisis, El Pais newspaper reported Friday, quoting Spanish Prime Minister Jose Luis Rodriguez Zapatero.

Hier die Langversion.

It`s the Final Countdown...Gold in Euro, 1.000 die Unze?




[Most Recent Quotes from www.kitco.com]


Soundtrack zum mitsummen:
Europe - The Final Countdown

PS: der obige Chart wird laufend aktualisiert, eingestellt wurde er bei 992 EUrubel die Unze.

England verbietet Nutzung von 500 Euro-Scheinen

Joe will nicht Märtyrer sein

Das ist selbstverständlich eine mögliche Interpretation, seiner Antwort bei Maybrit Illner.
Auf die Frage von Illner, ob Ackerman als Chef des Internationalen Bankenverbandes, die anderen Banken zu einem Zahlungsverzicht ( respektive Haircut ) drängen hätte können/sollen ähnlich, wie es Alfred Herrhausen es bei der Jahrestagung des IWF in Berlin 1988 mal Vorgeschlagen hatte.

Ackermann Antwortet darauf, das er glaubt, das es ihm dann so ergangen wäre wie Herrhausen.

Herrhausen wurde deswegen von den anderen Bankern scharf angegangen.
Herrhausen starb jedoch auch kurze Zeit später aufgrund eines Sprengstoffanschlages.

ZDF Mediathek: Maybritt Illner 13.5.2010
Ab Minute 12:20 läuft der Beitrag über Herrhausen, ab 13:58 läuft dann die oben beschriebene Frage/Antwort.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Na also, darum geht es: eine Weltpapierwährung

"Finally, in principle, a new global currency issued by a global central bank, with robust governance and institutional features, could provide a nominal anchor and risk-free asset for the system independent of national currencies. This global central bank could also serve as a lender of last resort. But any such step requires considerably more debate on its merits, including on the need for a safety valve for the system given errors that might inevitably occur, as well as of its feasibility, given the very substantial multilateral effort required. I fear we are still very far from that level of global collaboration."

Ja, der gute Dominique Strauss-Kahn "fürchtet", daß der Level "globaler Zusammenarbeit" noch weit weit weg ist...Was treibt die Menschen wohl am zuverlässigsten in die Arme zentralisierter Macht? Hm...
Schön finde ich das implizite Eingeständnis, daß wir bisher offenbar nicht sowas wie einen "risikofreien Vermögenswert" haben, der einen nominellen Anker darstellen könnte für ein System das "unabhängig" von den nationalen Währungen ist. Äh...Moment...Hatten wir dafür nicht die D-Mark hergegeben und das Ding "Euro" genannt? Einem Schuft könnte natürlich Gold und Silber einfallen, aber "Special Drawing Rights" ziehen leider keine Unze aus der Erde und der IWF hätte nix zu sagen. Das wollen wir ja alle nicht, weil wir ja brav global zusammenarbeiten wollen.
Mal sehen, ob der gute Mann sich in absehbarer Seite nicht besser fürchten sollte, daß die Menschen ihr bevorzugtes Geld mit den Füssen wählen...auf dem Weg zum Edelmetallhändler.

Dienstag, 11. Mai 2010

Hochfrequenzhütchenspiele in Finanzkasinos

Ich halte die ständigen Vergleiche der "Wall-Street" mit "Kasinos" für eine Beleidigung. Der Kasinos. Kasinos sind Horte ritterlicher Tugend, Transparenz und Regelkonformität im Vergleich zu dem, wozu eine Minderheit von extrem mächtigen Big Playern die modernen Finanzmärkte an der Wurzel gemacht haben. In einem guten Kasino sind die Karten nicht gezinkt und jeder am Roulette-Tisch hat dieselben Chancen und Risiken. Jedes Kind weiß auch, daß die statistischen Chancen auf Gewinne im Kasino "schlecht" sind und es wird einem nicht das Gegenteil versprochen.

Ganz anders an der "Wall Street" (natürlich auch in der "City", "Mainhattan" u. Co). Allein, selbst die Mehrheit der "professionellen" Marktteilnehmer kann und/oder will das bei aller steigenden Skepsis einfach nicht wahrhaben, was auch daran liegt, daß die Details der Methoden der "Marktbeherrschung" so verwoben und kompliziert sind. Ein weiterer Grund ist, daß sich die (Fach-)Presse mit hirnrissigen Platitüden wie "Fat Finger"-Theorien für den Crash letzten Donnerstag beschäftigen läßt, weil das irgendwo bei CNBC gestreut und dann weiterkolportiert wurde.


Wir haben zum Thema "Hochfrequenztrading" einiges geschrieben:
http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/search/label/Hochfrequenztrading

Wir sind dabei auch nur Zweit- oder Drittverwerter amerikanischer Quellen. Wir schreiben auch nur darüber, weil es sonst kaum jemand tut, besonders nicht auf Deutsch.

Das US-Brokerhaus Themis-Trading hat nun wieder einen neuen Bericht veröffentlicht. Themis beschreibt, wie US-Börsen Handelsdaten von Marktteilnehmern an Hochfrequenztrader verkaufen, die aus diesen Daten wiederum kurzfristige Marktbewegungen prognostizieren können (und mit "kurzfristig" können Sekundenbruchteile gemeint sein).

Um im Kasino-Bild zu bleiben: Das ist, als würde der Croupier am Poker-Tisch mit Hilfe von Spiegeln in die Karten der Spieler schauen können und diese Informationen an ebenfalls am Tisch sitzende "Stammgäste" verkaufen.

Vermutlich ist das alles ´mal wieder legal, weil es irgendwo im Kleingedruckten steht. Es weiß trotzdem kaum ein Marktteilnehmer, auch nicht "große Institutionelle" (das angebliche "Smart Money").

Germany and France ... may compromise their AAA grades: "It’s a kind of Ponzi game at the highest level"

Narrenschiff

Hätte nie gedacht, das ich von Ihm noch neuere Songs hören würde. Beim Durchstöbern der restlichen Songs dieses Liveauftrittes und anderer Songs auf Youtube sollte es aber auch klar werden warum solche Texte nicht auf den Öffentlich Rechtlichen "Mainstream" Sendern gesendet wird. Gut das es Menschen wie ihn gibt.

Goldman Sachs momentan am Treffsichersten.

Zitat SPON:


Erstmals in seiner Geschichte hat das Institut in dem wichtigen Unternehmensbereich an jedem einzelnen Geschäftstag eines Quartals Geld verdient. An 35 der 63 Arbeitstage hat die Bank sogar mehr als hundert Millionen Dollar Plus gemacht - und an keinem weniger als 25 Millionen.

Gratulation, solch Treffsicherheit ist sicherlich HART erarbeitet!

Karl Denninger
hat berechnet in welchem Verhältnis dieses Ergebnis steht.

That would be 8.67 x 10-19, or 8.67 times in 10,000,000,000,000,000,000 attempts (if I counted my zeros correctly.)

Hochmut kommt vor dem Fall

Jesse hat einen äußerst lesenswerten "Insider-Bericht", der sehr gut beschreibt, wie viele Wall-Street "Big Boys" ticken:


Trading in Hubris: Pride, Overreach, and the Inevitable Blowback and Consequences

Auszüge:

"...I am not a social worker. Its a quid pro quo. He gives me insights into the trading world, and the pits where he dwells. What they are thinking, and what is going around in his crowd, with which I rarely associate these days.

He thinks the euro is done, and the dollar will remain the sole currency. His attitude is, "What will replace it?" He cannot even imagine anything different than what we have today. But interestingly enough he does not believe that the US government is running things. "Things are being run by a new world order, and have been for some time." He said that so matter of factly that it made me catch my breath..."


"...If there is a new Mussolini in the US to maintain order, he's good with that. If they start putting people on trains to resettlement camps in the southwest, he's ok. If there are starving people in the streets, it doesn't bother him because he lives in a gated community. If the middle class gets crushed by a new market crash that is ok. He made a killing shorting the Crash of 1987, and was able to enjoy the resort where he spent the winter even more than ever because they were so few people there.

I would like to say he is an outlier, a one of a kind. But he is not. He is typical. He is driven purely and almost solely by personal greed, and he makes no bones about it. Life is a war, and he wants to conquer you..."


Manche von denen stehen in meinen Augen vor einem LTCM-Aha-Erlebnis mit Pecora-Flavour. Ikarus läßt grüßen.

Ron Paul bei Fox-News zum Thema "Euro-Bailout"

Hattip geht an http://ronpaul.blog.de

Financial Times Deutschland:

"Wichtiger ist indes eine andere Frage: Warum man überhaupt noch sparen sollte. Um eine Rendite auf Bundesanleihen von 1,8 Prozent auf fünf Jahre zu ergattern, vor Steuern, Gebühren und Inflation? Oder um sich am Ende mit ebenso druckfrischem wie wertlosem Zentralbankgeld auszahlen zu lassen? Aber darum geht es ja seit Anbeginn der Krise: den Überkonsum der Verschwender auf Kosten der Sparer zu verlängern. Konsumieren wir also endlich mit und stellen den Kauf von Staatsanleihen ein. Soll die EZB doch die Budgetlücken und privaten Investitionen finanzieren. Bis die Geldnachfrage kollabiert."


Mal sehen wie lange diese Komödie noch weitergeht. Eigentlich dachte ich noch bis zum Herbst Durchhaltepropaganda in den Medien vorzufinden mit Option auf Verlängerung.
Vielleicht hat Eichelburg ja doch recht? Ich kaufe mir heute frisches Popcorn.

Wer hat sich denn da zwischen die PIIGS geschlichen?


 
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