Donnerstag, 6. Oktober 2011

RIP: der letzte Unternehmer


Der letzte amerikanische Großunternehmer ist tot. Apple-Gründer Steve Jobs starb heute im Alter von nur 56 Jahren.

Kritiker haben ihm und Apple vieles vorgeworfen: die "dummen Jünger", die vorm Apple-Store übernachten um als Erste eine neues Produkt erwerben zu können. Ein angeblich den Benutzer ausspionierendes iPhone. (Statistisch nicht signifikante) Suizide beim Zulieferer Foxconn (1,2 Millionen Mitarbeiter).

1997 bei seiner Rückkehr zu Apple war die Firma fast pleite. Bei seinem krankheitsbedingten Rücktritt als CEO vor ein paar Wochen war Apple das wertvollste Unternehmen der Welt.

Was macht einen erfolgreichen Unternehmer aus? Dass von ihm alle (!) profitieren!:
- Die zahlreichen Mitarbeiter des Unternehmens, welche ihre monatliches Einkommen haben.
- Die Kunden, die in freier Entscheidung Produkte kaufen, welche ihre Bedürfnisse befriedigen.
- Die Eigentümer, die an den Wertsteigerungen des Unternehmens teilhaben.
- Die Zulieferbetriebe und deren Mitarbeiter.
- Und sogar die Mitbewerber, die von der Innovationskraft des Branchenprimus indirekt profitieren.

Früher prägten Persönlichkeiten wie Henry Ford oder Wilhelm Boeing die unternehmerische Landschaft Amerikas.

Mit Steve Jobs verliert das Land seinen letzten Unternehmer von Weltformat.

Legendäre Firmengründungen "in der Garage" wie seinerzeit von Hewlett & Packard sind aufgrund von verwaltungstechnischen Vorschriften und gesetzlichen Regelungen längst nicht mehr möglich.

In Zukunft werden in den USA nur noch angestellte Manager das Sagen haben, die für unternehmerische Fehlentscheidungen nicht mit ihrem Privatvermögen "haften".

Die regierungsnahe Finanzbranche mit windigen Typen wie Jamie Dimon und Lloyd Blankfein an der Spitze wird sich auch weiterhin parasitär vom Steuerzahler "bailouten" lassen.

RIP Steve Jobs. Eine Ära geht mit dir zu Ende!

rememberingsteve@apple.com

Dienstag, 4. Oktober 2011

Kanzleramtsminister Pofalla: Grundgesetz = Scheiße?

Die Süddeutsche meldet:

"Die Kritik an Pofalla reißt unterdessen nicht ab. "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen", soll der Kanzleramtsminister seinem Kollegen Bosbach entgegen geschleudert haben - wegen dessen Weigerung, für die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms zu stimmen. Als Bosbach sagte: "Ronald, guck bitte mal ins Grundgesetz, das ist für mich eine Gewissensfrage", habe dieser geantwortet: "Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe."

Für die "Fresse" gibt es nun Prügel aus den Reihen von Union und FDP."


Wir halten fest:

- Für Kanzleramtsminister Pofalla ist das Grundgesetz anscheinend "Scheiße".

- Für die Abgeordneten der Regierungskoalition ist offensichtlich nicht der Vergleich des Grundgesetzes mit "Scheiße" verwerflich sondern nur der persönliche Angriff "kann deine Fresse nicht mehr sehen".

1099,23 - Zufall?

Hat tip an ZeroHedge für dieses Fundstück:

Am 3. Oktober 2008 schloss der S&P500 bei 1099,23 Punkten.
Und wie schloss der S&P500 exakt 3 Jahre später am 3. Oktober 2011?
Auch bei 1099,23 Punkten!

Sachen gibt's ...

PS: Vom 3. Oktober 2008 bis zum 6. März 2009 fiel der S&P500 um 40 Prozent.

Freitag, 30. September 2011

Fragen an die Parlamentarier zum EFSF

Hayek versus Keynes: Euro-Experten diskutieren über die Schuldenkrise

Danke an unseren Leser für den Hinweis!

06.10.2011 – Die Schuldenkrise hat Euroland nach wie vor im Griff. Zwei Experten, die sich mit den Hintergründen und den Auswirkungen der Krise auskennen, sind am 6. Oktober 2011 zu Gast an der FOM München: Diplom-Betriebswirt Frank Schäffler, Mitglied des Bundestages, und Dr. Dierk Hirschel, ehemaliger Chefökonom des DGB. Sie diskutieren vor dem Hintergrund der Wirtschaftstheorien von Hayek und Keynes unterschiedliche Ansätze.

Während Frank Schäffler die Meinung vertritt, dass das Rettungspaket nur eine „Konkursverschleppung“ bedeutet, sagt Dierk Hirschel: „Griechenland hilft jetzt nur noch ein gesamteuropäisch finanzierter Investitions-Marshallplan in Bildung, Infrastruktur und alternativen Energien.“

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Hochschulstudienzentrum München (Arnulfstraße 30). Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt die Zentrale Studienberatung unter 0800 1 95 95 95 begin_of_the_skype_highlighting 0800 1 95 95 95 end_of_the_skype_highlighting (gebührenfrei) oder studienberatung@fom.de entgegen.

Donnerstag, 29. September 2011

Mittwoch, 28. September 2011

Jon Stewart interviewt Ron Paul

Ich bin noch nicht dazu gekommen, es mir anzusehen, aber hier ist das komplette Interview verlinkt:

http://www.zerohedge.com/news/jon-stewarts-extended-interview-ron-paul

Montag, 26. September 2011

Silber 19,64 USD - Gold 1.268 USD

Silber 19,64 USD und Gold 1.268 USD: das wären die aktuellen Preise, wenn der Kurseinbruch prozentual genau so groß wäre wie im Jahr 2008.

Verglichen mit dem Jahr 2008 sieht der Edelmetallsektor im Moment mit 28,92 USD für Silber und mit 1.615 USD für Gold also gar nicht so furchtbar aus.

Ist halt alles relativ!

Sonntag, 25. September 2011

Florida Straw Poll: Ron Paul auf Platz 5

Herman Cain: 37%
Rick Perry: 15%
Mitt Romney: 14%
Rick Santorum: 11%
Ron Paul: 10%
Newt Gingrich: 9%
Jon Huntsman: 2%
Michele Bachmann: 2%

Wer ist Herman Cain? Auszug aus Wikipedia:

Herman Cain (born December 13, 1945) is an American businessman, politician, columnist, and radio host from Georgia. He is the former chairman and CEO of Godfather's Pizza and a former deputy chairman (1992–94) and chairman (1995–96) of the board of directors to the Federal Reserve Bank of Kansas City. Before his business and economics career he worked as a mathematician in ballistics for the United States Navy. Cain's newspaper column is distributed by North Star Writers Group. He lives in the Atlanta suburbs, where he also serves as a minister at Antioch Baptist Church North.
In January 2011, Cain announced he had formed an exploratory committee for a potential presidential campaign for the Republican presidential nomination in 2012, and on May 21, 2011, Cain officially announced his candidacy.

Mittwoch, 21. September 2011

Immobilien: Boom & Bust

Wie die japanische Zeitung Nikkei heute meldet, fallen die nominalen Immobilienpreise in Japan inzwischen das zwanzigste Jahr in Folge:

"The nationwide average price was down 3.4% on the year as of July 1. This marked a 20th straight year of decline ..."

In den zehn Jahren von 1981 bis zum Peak-Jahr 1991 hatten sich die Immobilienpreise in Japan verfünffacht.

Damit war die japanische Immo-Bubble ungefähr doppelt so aufgebläht wie die in den USA: in den USA legten die Preise von 1997 bis 2007 ca. um den Faktor 2,5 zu.

Daher würde es mich nicht wundern, wenn die nominalen Immobilienpreise in den USA mindestens noch bis zum Jahr 2017 weiter fallen; eine Hyperinflation mal außen vor gelassen ...

Dienstag, 20. September 2011

"Goldhysterie" in Deutschland

Verrückte Zeiten. Ich sehe mir bei SAT1 eine Sendung zum Thema "Goldhysterie" an, Michel Friedmann tritt als vermeintlicher "Mahner" gegen Gold auf und ich finde am Schluß, daß er der beste in der Runde war. Die Sendung stellt vermutlich das aufgeschlossenste und fairste dar, was man von nicht alternativ-ökonomisch vorgebildeten TV-Journalisten erwarten kann, großes Kompliment an SAT1. Leider sind ausgerechnet die zwei vermeintlichen "Goldbugs" (Herr Spannbauer von Krisenvorsorge.com und Michael Mross von MMNews.de) enttäuschend schwach (a la "Megaverschuldung kann nur in Hyperinflation münden"), obwohl beide mehr zu sagen haben, als man nach der Sendung glauben könnte, während weder Tenhagen (der sowieso nicht) noch Friedmann die systemischen Risiken und deflationären Zeichen an der Wand sehen geschweige denn deuten können. Keiner versteht die verzweifelte Situation der "Kapitalmärkte", zumindest der Teile, die die Funktion der "schwäbischen Hausfrauen" mit den richtig richtig richtig dicken Geldschweinen (aka Pensions- und zig-andere Fonds, Versicherungen etc.) übernehmen, also für alle die, die ihr Geld nicht bei der Zentralbank horten können (oder in dessen gefühlt erweiterten Kreis, unter der "Merkel-Garantie"). "Big Money" sucht verzweifelt nach "ausfallsicheren" Hortungsmitteln und Gold ist noch viel zu billig, um aufnehmen zu können, was die eigentlich gerne "parken" würden.

In dem Kontext:

http://www.marketwatch.com/story/gold-inclusion-as-tier-1-asset-would-be-huge-lbma-2011-09-19

The London Bullion Market Association is supporting the gold sector\'s push to have bullion included by the Basel Committee on Banking Supervision in its recommendations of [b]high quality liquid assets[/b] commercial banks should hold, which, if successful, will be one of the most significant events for the industry in recent years, the LBMA chairman said Monday. \"If the Basel III quest is successful, it could be one of the greatest changes in the modern day gold market,\" David Gornall, who is also global head of precious metals trading at Natixis, told delegates there. The World Gold Council submitted evidence to the Basel Committee in December 2009 arguing gold should be included in banks\' [b]\"Tier 1\" assets, such as government bonds and currencies[/b], by European banking regulators. If this gets approved, it will spur a [b]much wider[/b] use of gold by financial institutions, who can borrow gold from central banks at a relatively lower rate to conduct transactions or finance other projects, the WGC says

Wenn das kommt, glaube ich nicht mehr an Goldmanipulation.

Montag, 19. September 2011

Die Bandbreite feat. Kilez More: Wo liegt die Wahrheit

Langsam, aber sicher: Gold wird wieder zur "Währung"

SIX Securities Services has successfully settled a number of transactions against gold with pilot clients.

The SIX Securities Services settlement team significantly reduced time-to-market for this product by treating gold as a settlement currency as well as a foreign currency (XAU).

The value of one XAU unit is defined as one troy ounce of gold valued in US dollars.

Clients wishing to settle transactions against gold will need to have an XAU account with SIX Securities Services (through its CSD - SIX SIS Ltd) and they need to ensure that their account is adequately funded - as would be the case with any other currency.

Based on this innovation, SIX Swiss Exchange and Scoach Switzerland are planning to introduce the listing and trading of structured products denominated in XAU in October.

Quelle

Sonntag, 18. September 2011

California Straw Poll - Ron paul 44,9%

So lautet die Online-Schlagzeile bei der  LA Times.
Das komplettergebniss des Straw-Polls:

Congressman Ron Paul (374, 44.9%)
Governor Rick Perry (244, 29.3%)?
Mitt Romney (74, 8.8%)
Congresswoman Michele Bachmann (64, 7.7%)
Jon Huntsman (17, 2.0%)
Herman Cain (15, 1.8%)
Newt Gingrich (14, 1.7%)
Thad McCotter (7, 0.8%)
Rick Santorum (7, 0.8%)
Gary Johnson (2, 0.2%)
Fred Karger (1, 0.1%)
Write-ins (15, 1.8%)

P.S.
Die PiratenPartei haben mit über 8% in Berlin auch nen Fetten Beutezug hingelegt :)

Geldsystem(e) - Wie hättet es IHR gerne ? - Offene Diskussion


Ich nehme hierbei Bezug auf die Kommentare zur " Danistakratie "
Seit ungefähr 4 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Geldsystem. Ich habe viel gelesen und erfahren, aber jeden Tag kommt ein Baustein mehr hinzu. Ausgelernt habe ich sicherlich noch nicht. Ich frage mich, was wisst Ihr, was bevorzugt Ihr, und warum? Ich bitte euch in den Kommentaren eure Sicht darzulegen, zusammen mit einer kleinen Quellenlink-Sammlung oder zumindest eindeutig ergoogelbaren Begriffen.
Bitte vermeidet bayrische Wirtshausgepflogenheiten, denn über das Internet sind Ironie, Sarkasmus und sonstige feinsinnige humoristische Würzungen nur schwer darstellbar.
Also bitte übt Zurückhaltung und demonstriert Hilfsbereitschaft.

Geld ist ein Arbeitszeit-Tausch-Normen System <- So sehe ich es im Moment.

Hier ein paar "Probleme" um die Diskussion an zuschieben, bzw. zum Prüfen des Geldsystems auf Fairness und Praktikabilität.

Beispiel 1:
Ich baue der Andrea ein Normhaus A, mit Normbauteilen A welche Andrea zur Verfügung hat, so steht Sie mir mit Normbauzeit A in Schuld. 5 Jahre später habe ich alle Normbauteile A beisammen, und Andrea soll mir ein Normhaus A bauen. Sie baut es auf dem selben Untergrund, so wie ich das Ihre gebaut habe.
Beispiel 2:
Ich entwickle gerade eine neue Möglichkeit zum Wäsche waschen. Momentan wird mit Waschbrettern und Kernseife gewaschen. Frau Surbier wäscht mir in der Zeit in der ich an meiner "Waschmaschine" Tüftle 20 Körbe Wäsche mit dem Waschbrett.
Jetzt trage ich meine Schuld mit Wäschewaschen ab, aber mit meiner Waschmaschine! Ist jetzt meine Schuld nach 20 Körben beglichen, oder nicht ?
Beispiel 3:
Ich entwickle eine einfache sichere Energiequelle aus H²O. Autos, Heizungen, Kraftwerke, alle können diese Quelle nützen. Nur Zum Überleben muss ich noch immer Essen und Trinken. In welchem Verhältnis steht meine Erfindung zu meinem Bedürfnis nach Nahrung, oder nach "Luxus" wie z.B einem Urlaub in Griechenland?
Beispiel 4:
Ich bin App-Programmierer für Smartphones meine gefragteste App momentan ist eine Routenplaner-App für Fahrradfahrer. Momentan entwickle ich eine App die helfen soll den Richtigen Pflanz- und Aussaat-Termin für Obst & Gemüse etc. zu ermitteln anhand von Kalender, Bauernregeln und aktuellen Wetterkarten & Vorhersagen.
Beispiel 5:
Susi ist Hausfrau und Mutter von 2 Kindern. Nach 21 Jahren verlassen die Küken das Nest.
Was ist die Ausbildung und die "sonstigen" Dienstleistungen wert ?

 
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