Donnerstag, 8. Juli 2010

Gold zahlt keine Zinsen!

"Gold zahlt keine Zinsen"

Wie oft hat man diesen Spruch schon von Bankberatern und selbsternannten Finanzexperten gehört. Gerne mit dem Nachsatz "und Dividenden auch nicht".

Stimmt alles. Ist aber auch nicht weiter schlimm:

Hätten diese "Finanzexperte" Recht, so wäre Gold gegen wertschöpfende Aktien chancenlos.

Schauen wir uns die Sache mal genauer an:

In der Goldecke steht Gold, notiert in US-Dollar und zurückgerechnet in Euro.

In der Aktienecke treten an: Der us-amerikanische Aktienindex S&P 500 und der deutsche DAX. Der S&P 500 ist ein Kursindex ohne Berücksichtigung der Dividenden, aber zumindest mit Reinvestition der nichtausgeschütteten Unternehmensgewinne. Der DAX inkludiert sogar Dividenden.

Wir haben also 2 unterschiedliche, realistische Szenarien: Den US-Investor, der Gold in US-Dollar sieht und den S&P 500 als Aktienbenchmark nimmt. Sowie Gold in Euro gegen den DAX für den deutschen Anleger.

Warum der Zeitraum ab 15. August 1971? Warum nicht länger oder kürzer zurück?

Ganz einfach: am 15. August 1971 hob Präsident Nixon einseitig die bis dahin bestehende Goldbindung des US-Dollar auf. Erst seit diesem Tag wird Gold als "normaler" Rohstoff frei an den Rohstoffbörsen der Welt gehandelt. Genauso wie Schweinebäuche und Orangensaft.

Ab 15. August 1971 ist daher der längste Zeitraum, den man zugrunde legen sollte.

Es ist auch fair, da sowohl Gold als auch Aktien tatsächlich verschiedenste Marktphasen durchlaufen haben:

Gold hatte sein ersten großen Run bis 1980. Dann folgten 20 Jahre Tränen. Seit dem Jahr 2000 geht es wieder aufwärts.

Die Aktienmärkte hatten eine furchtbare Durststrecke in den Siebziger Jahren und später gleich 2 tolle Hochs: 2000 und 2007.

Let the Game begin:

Der Grafik zugrunde gelegt sind die monatliche Durchschnittswerte.
Zum Vergrößern anklicken


Diese Grafik drucken Sie am Besten aus und legen sie Ihrem Bankberater beim nächsten Gespräch vor. Viel Spaß!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Dabei darf man noch berücksichtigen, dass sich Gold am ruhenden Bestand aufgewertet hat, also keine laufenden Steuerzahlungen auslöst. Dagegen sind Zins- und Dividendeneinnahmen zum Teil Scheingewinne aus der steten Inflationierung der Papierwährungen, die dann auch noch laufend zu versteuern sind. Kein Wunder also, dass Staat und Bankenestablishment dem Golde reserviert gegenüberstehen.

Gold zahlt keine Zinsen! - Gott sei Dank.

Gold zahlt

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