Donnerstag, 17. Februar 2011

Matt Taibbi: Why Isn't Wall Street in Jail?

Bevor manche vielleicht etwas theorieverliebte und in meinen Augen schlicht realitätsfremde Libertäre sich wieder wundern, warum ich einen Artikel eines "linken" Journalisten anpreise, der Gefängnisstrafen für Wall-Street-"Unternehmer" fordert, möchte ich auf die Abschlußpassagen hinweisen (Hervorhebung von mir):

"The mental stumbling block, for most Americans, is that financial crimes don't feel real; you don't see the culprits waving guns in liquor stores or dragging coeds into bushes. But these frauds are worse than common robberies. They're crimes of intellectual choice, made by people who are already rich and who have every conceivable social advantage, acting on a simple, cynical calculation: Let's steal whatever we can, then dare the victims to find the juice to reclaim their money through a captive bureaucracy. They're attacking the very definition of property — which, after all, depends in part on a legal system that defends everyone's claims of ownership equally. When that definition becomes tenuous or conditional — when the state simply gives up on the notion of justice — this whole American Dream thing recedes even further from reality."

Diese Wall-Street-Bosse sind keine "John Galts", die den Kapitalismus repräsentieren, es sind megalomane Kriminelle, die sich ihre Helfershelfer in den Aufsichtsbehörden kaufen und das Fundament des Kapitalismus, Eigetumsrechte, unterhöhlen und die modellhaften Prinzipien des "Freien Marktes" ad absurdum führen und in Misskredit bringen. Von mir aus können diese Figuren auch in Privatgefängnissen darben, ich bin nicht zum Etatisten geworden. Rothbard und Co. aber würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sähen, was aus den USA geworden ist. Außerdem ist mir in dubio ein aufrechter Beamter mit Sinn für Gerechtigkeit wie Gary Aguirre lieber, als schmierige kriminelle Pseudokapitalisten wie Dick Fuld oder John Mack.

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