Mittwoch, 30. März 2011

Der SPIEGEL über den Liberty Dollar, Ron Paul und den "Goldrausch"

Marc Pitzke schreibt aus New York über "Amerikas Neuen Goldrausch":

"NotHaus gehört zu jener wunderlichen Fraktion von Amerikanern, die sich gegen alles sperren, was von der US-Zentralregierung kommt - Gesetze, Steuern und vor allem die Federal Reserve Bank. NotHaus begann seinen Kreuzzug gegen Washington, indem er in seiner privaten Royal Hawaiian Mint (Königlich-Hawaiianische Münzanstalt) eigene Münzen prägte, verziert mit den Konterfeis alter hawaiianischer Herrscher. Dann gründete er eine Organisation mit dem umständlichen Namen Repeal of the Federal Reserve and Internal Revenue Code (Norfed), die wiederum zu Liberty Services mutierte."

Zum...pardon...kotzen finde ich Herrn Pitzkes Statement, daß es "etwas übertrieben" sein mag, wenn man die Aktionen von NotHaus als "eine einzigartige Form von einheimischem Terrorismus" bezeichnet. Etwas übertrieben? Bis zu 20 Jahre Haft für ein "Verbrechen" ohne Opfer? Terrorismus?

"Libertäre US-Politiker und Tea-Party-Vasallen sind außer sich. Allen voran Republikaner Ron Paul, ein erklärter Fed-Feind, der sich selbst mal auf dem "Liberty Dollar" verewigt sah - anlässlich seiner erfolglosen Präsidentschaftsbewerbung 2008. Staatsanwältin Anne Tompkins dagegen nennt NotHaus' Kampagne "eine einzigartige Form von einheimischem Terrorismus".

Das mag übertrieben sein. Doch hinter der Aufregung um den "Liberty Dollar" steckt mehr als nur eine schrullige Idee. Die Stimmung gegen den Dollar als heimische Währung und die Notenbank als alleinige Währungshüterin wird in den USA derzeit immer schlechter - und beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Sonderlinge in der Provinz, sondern ergreift politisch ganz legitime Kreise."

PS:
Interessant finde ich die paar Kommentare, die ich unter dem Artikel gelesen habe. SPIEGEL-Leser wissen offenbar mehr, als der SPIEGEL schreibt.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

na endlich wachen die leute mal auf

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