Montag, 7. Juni 2010

Der wahre Absturz der US-Wirtschaft

US-Wirtschaftsentwicklung unter Berücksichtigung der staatlichen Neuverschuldung:

Einige Ökonomen sind der Ansicht, dass man von den offiziellen Zuwächsen des Bruttoinlandsprodukts die jeweilige staatliche Neuverschuldung abziehen müsse um auf das wahre Wirtschaftswachstum zu kommen.

Die Begründung hierfür: der Staat rege durch seine Schuldenaufnahme und das Ausgeben des geliehenen Geldes für "Konjunkturpakete" und "Stimulusprogramme" die Wirtschaft gar nicht nachhaltig an. Einziges Ergebnis seien allenfalls kurzfristige Strohfeuer und natürlich die langfristig verbleibende höhere Staatsverschuldung.
Die Neuverschuldung übertünche nur die wahren wirtschaftlichen Zustände; die offiziellen Regierungszahlen bzgl. Wirtschaftsentwicklung seien daher mittels Neuverschuldung künstlich geschönt.

Für die US-Wirtschaft ergibt sich bei einer solchen Perspektive seit dem Jahr 2000 das folgende Bild.

Die Zahlen für 2010 stellen den aktuellen Zwischenstand per Juni dar.
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In den letzten Jahren klaffen die Zahlen zwischen Schein und Sein weit auseinander. 2009 war mit fast 15% Wirtschaftsschrumpfung eindeutig ein Depressionsjahr.


US-Wirtschaftsentwicklung unter zusätzlicher Berücksichtigung der Geldentwertung durch Inflation:

Das Problem: die oben gezeigte Grafik ist "nominal", berücksichtigt also nicht den Kaufkraftverlust des US-Dollars.

Zieht man von den obigen Zahlen die offizielle US-Inflationsrate ab, ergibt sich das folgende, "reale" Bild:
Die "reale" Lage
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Erschreckend: das letzte Jahr mit realem Wirtschaftswachstum war das Jahr 2000. Seitdem schrumpft die US-Wirtschaft.

PS:
Die Bevölkerung der USA betrug im Jahr 2000 282 Millionen Menschen. Heute leben in den USA 309 Millionen Menschen. Immerhin 9% mehr.
Würde man (wozu ich gerade keine Lust habe) die schrumpfende Wirtschaftsleistung auf die gestiegene Anzahl an Köpfen umrechnen ("Per capita-Betrachtung"), so fiele das Ergebnis noch trauriger aus.

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