Donnerstag, 24. Juni 2010

Warum es ein Fehler sein könnte, auf Goldaktien zu setzen

*** Dies ist keine Anlageempfehlung ***

Anleger im Rohstoffsektor stehen oft vor der Frage, ob sie in den Rohstoff selber oder doch besser in die Rohstoffförderunternehmen investieren sollten.

In der Vergangenheit war es häufig so, dass ein Investment in Rohstoffförderer einen Hebel auf die Preisentwicklung des geförderten Rohstoffs ermöglichte. Dies wird auch heute noch von vielen Investoren unhinterfragt geglaubt.

Aber stimmt das überhaupt?

Werfen wir hierzu einen Blick auf den Rohstoff Gold und vergleichen seine Preisentwicklung mit der des vielbeachteten Goldminenindex HUI:

zum Vergrößern anklicken

Vom Gold-Preistief im April 2001 bis zum November 2004 ermöglichten die Aktien einen tollen Hebel von über 5 auf das Gold.

Vom November 2004 bis heute haben die Aktien jedoch relativ underperformt.

Ist das ein Zufall? Kann das in den kommenden Jahren wieder anders aussehen?

Nun, möglich ist generell alles. Aber:

Es könnte auch einen handfesten Grund für dieses veränderte Verhalten der Goldaktien geben; nämlich den:

SPDR Gold Shares ETF (GLD)

Dieser Fonds hatte sein Debut im November 2004 und entwickelt sich seitdem prächtig. Laut Angaben der Fondsgesellschaft hält er inzwischen über 1.300 Tonnen Gold im Gegenwert von über 50 Milliarden US-Dollar.

Vor Einführung dieses Fonds mussten sich interessierte Goldanleger entscheiden, entweder beim Münzhändler ihres Vertrauens Goldbarren bzw. -münzen physisch zu erwerben oder aber - ganz bequem per Mausklick - an der Börse in Goldminenaktien zu investieren. Andere relevante Alternativen gab es nicht.

Seit November 2004 ermöglicht der SPDR Gold Shares ETF, auch an der Börse direkt in Gold zu investieren.

Ich bin mir sicher, dass viele Anlegergelder, die früher in Minenaktien geflossen sind, heute in diesen (und andere) börsengehandelte Goldfonds fliessen.

Hieraus würde sich dann auch die Underperformance der Aktien gegenüber dem Rohstoff Gold seit November 2004 erklären.

Sollte diese Erklärung stimmen, so müsste man auch in Zukunft eine Underperformance der Aktien erwarten.

Aber - wie schon häufig gesagt - an der Börse kommt es erstens anders und zweitens als man denkt...


PS:
Dieser Beitrag will keinesfalls als Werbung für den SPDR Gold Shares ETF missverstanden werden. Bis heute halten sich im Internet hartnäckig Gerüchte, dass der Fonds eventuell gar nicht so viel Gold hat, wie er behauptet.


*** Dies ist keine Anlageempfehlung ***

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Du setzt voraus, das der ETF das Gold tatsächlich physisch hat.
Gerade das zweifeln aber viele Experten an ;)

Christoph hat gesagt…

@ Anonym

Ist der folgende Absatz irgendwie missverständlich?:


"Dieser Beitrag will keinesfalls als Werbung für den SPDR Gold Shares ETF missverstanden werden. Bis heute halten sich im Internet hartnäckig Gerüchte, dass der Fonds eventuell gar nicht so viel Gold haben könnte, wie er behauptet."

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