Dienstag, 31. Mai 2011

Mehr zu Papandreou und den Griechen-CDS

Nach weiterer Recherche bin ich derzeit geneigt zu glauben, daß der Verkauf der CDS durch Hellenic Postbank an IJ Partners auf politischen Druck erfolgte. Die Bank wurde ja damals schwer dafür kritisiert, daß sie sich gegen einen möglichen Zahlungsausfall Griechenlands absichert, bzw., in der Diktion der Medien "auf die eigene Pleite" wettete. Vor allem ist mir die Verbindung zu Papandreou bislang etwas zu dürr (nur weil "man sich kennt", überweist man sich nicht Milliarden Euro). Warum IJ Partners überhaupt diesen Deal eingegangen ist, verstehe ich aber nicht. Es paßt nicht ganz zur Selbstdarstellung. Ich würde einen CDS-Deal nicht pauschal als Wette bezeichnen (der Wett-Charakter steckt wenn überhaupt nicht im CDS, sondern in Kopf und Bauch dessen, der ihn eingeht, also in der Motivlage), aber ein "Investment" ist es auch nicht gerade. IJP betont gerne, daß sie nur "investieren" und nicht "spekulieren, siehe das ARTE-Interview mit deren Gründer Theodore Margellos: http://videos.arte.tv/de/videos/interview_mit_theodore_margellos-3580384.html.
Im März 2010 soll IJP zudem "long" in Staatsanleihen gegangen sein. Margellos damals: "

“While we understand extremely well the Greek problems and the difficulty to overcome them, we are nevertheless buying Greek bonds because at current levels, we find great value.”

Das ist natürlich, wie wir heute wissen, gehörig in die Hose gegangen, aber wir wissen ja nun auch, daß IJ abgesichert war...


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