Freitag, 3. Juli 2009

Erste Bank: In Gold we Trust

Ein auf "Goldseiten.de" verlinkter Spezialreport der österreichischen "Erste Bank" zum Thema "Gold" trägt den Untertitel "In Gold we Trust". Der Report beleuchtet auf 55 Seiten alles wesentliche zum Thema "Gold" und verblüfft mit einem Exkurs zur Österreichischen Schule und dem Umstand, daß die Analysten der "Erste Bank" offenbar ein eigenes Geldmengenaggregat namens "Austrian Money Supply (AMS)" berechnen:


"Die aktuelle Entwicklung der Geldmenge berechnet nach der Gelddefinition der Österreichischen Schule der Ökonomie (in folgendem auch kurz AMS; steht für Austrian Money Supply) zeigt seit Herbst 2008 einen deutlichen Anstieg des Geldmengenwachstums sowohl im US-Dollar als auch im Euro. Die AMS ist sehr eng gefasst und umfasst ausschließlich Bargeld und bargeldnahe Instrumente wie Sichteinlagen sowie Spareinlagen." (Seite 37)


Das Mises-Institut berechnet bekanntlich einen "True Money Supply (TMS)".
Als kleine Warnung an Leser, die aus dem steilen Anstieg von "AMS" eine Tendenz zur "Hyperinflation" herauslesen wollen: ich halte Geldmengenaggregate wie M1, M2, M3...aber auch AMS und TMS in einem Kreditgeldsystem für sehr unzuverlässige Prognoseinstrumente für die Teuerungsrate. Arnold Schwarzeneggers Schuldscheine in Kalifornien sind ein hübsches Beispiel für die analytische Problematik: was ist der Unterschied zwischen einem Schuldschein von Kalifornien und einem US-Dollar? Nur das Machtmonopol. Quod licet Ben, non licet Arnie...Meiner Meinung nach weiß in einem (globalen) Kreditgeldsystem niemand mehr wirklich was "Geld" ist und was nicht.

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