Montag, 31. Januar 2011

Rohstoffmärkte und Spekulanten

Zwei Lager, eine Meinung. Ein "Keynesianer" und ein "Austrian" sind ´mal einer Meinung und bestreiten den Einfluß von "Spekulanten" auf die Rohstoffpreise. Das ist ein weites Feld und dort wo physisches "Horten" möglich ist (z.B. JPMorgans Tankerflotte), sieht es wieder anders aus, aber grundsätzlich stimme ich beiden Artikeln zu (und das mit dem "horten" sieht wohl auch Krugman so, wobei zu klären wäre, wer wem und warum das "horten" zu untersagen hätte):

Acemaxx Analytics mit Bezug auf Paul Krugman ("Keynesianer"):
Rohstoffmärkte: Wie sind neue Rekordpreise zu deuten?

Ralph Bärligea (Partei der Vernunft, bei eigentümlich frei, "Austrian"):
Terminkontrakte: Aigner will Handel mit Agrarrohstoffen einschränken und provoziert so Hungertote

Sonntag, 30. Januar 2011

Ron Paul und Ralph Nader kooperieren?

Ralph Nader bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Nader

Tracking The Gold "Conspiracy" - GATA's Must Read Presentation To The Cheviot Asset Management Sound Money Conference

Tracking The Gold "Conspiracy" - GATA's Must Read Presentation To The Cheviot Asset Management Sound Money Conference

Bank Bailouts Explained

„Audit the Fed“ Gesetzesvorschlag wieder auf dem Tisch

Das meldet Larry bei RonPaulblog.de:

Washington, DC – Der Kongressabgeordnete Ron Paul (TX-14) hat heute seinen Gesetzesvorschlag HR 459 „Audit the Fed“ dem 112ten Kongress vorgestellt.

Der Gesetzestext ist ähnlich dem von HR 1207 aus dem 111ten Kongress und fordert die vollständige Überprüfung der Federal Reserve Bank durch das GOA (Government Accountability Office, eine Art Bundesrechnungshof Anm. d.Ü.) inklusive Berichterstattung an den Kongress bis Ende 2012.
HR 1207 erreichte eine breite überparteiliche Unterstützung mit insgesamt 320 Co-Sponsoren im 111ten Kongress und wurde als Zusatzartikel an das Dodd-Frank-Finanzreformgesetz angefügt (in den Verhandlungen dann aber wieder entfernt).

Als Antwort auf das noch nie da gewesene öffentliche Interesse an den Aktivitäten der Federal Reserve Bank während des 111ten Kongresses, beschäftigte diese das erste Mal in der Geschichte sogar einen Vollzeitlobbyisten.

„Ich war sehr zufrieden dass so viele meiner Kollegen gewillt waren, sich für Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Regierung einzusetzen, indem sie HR 1207 durch Co-Sponsoring im letzten Kongress unterstützten. Ich bin optimistisch in Bezug auf unsere Chancen für eine vollständige Überprüfung während des 112ten Kongresses,“ verkündete der Kongressabgeordnete Paul.

HR 459 hat zum Zeitpunkt der Vorstellung bereits 56 Co-Sponsoren.


Ron Paul: What If the Fed Couldn't Buy Government Debt?

Samstag, 29. Januar 2011

Die Angelsächsische Mission

Ich bin gestern zufällig auf folgendes Video aus dem Februar 2010 gestoßen:

Die Angelsächsische Mission - 3. WK und Erbe der Neuen Welt
Englisch mit deutschen Untertiteln

Darin berichtet ein gewisser Bill Ryan von einem Treffen mit einem Freimaurer, der im Juni 2005 offenbar zufällig in ein Freimaurer-Treffen geraten ist, das eigentlich für eine höhere Etagen gedacht war. Im deutschen Transskript des Interview erwähnt er, daß er via Mail eingeladen wurde:
B: Okay. Und Sie nahmen an einer Sitzung teil?

Z: Nur an einer.

B: Und in welcher Funktion nahmen Sie an dieser Sitzung teil?

Z: Durch blossen Zufall! Ich dachte, dass es sich um eine normale dreimonatliche Sitzung handelte, weil ich die Email-Liste ansah, welche mir bekannte Namen darauf hatte und ich war auch drauf. Zu dieser Zeit, hatte ich eine hochrangige Position im Zentrum inne, so dachte ich nur, dass es ziemlich normal war, dass ich für eine solche Sitzung vorgesehen wurde.


Nun, als ich zur Sitzung ging, fand es nicht am selben Treffpunkt wie üblich statt. Es war ein Treffpunkt der Zunft, was ziemlich ungewöhnlich war, aber nicht so ungewöhnlich, sich darüber zu wundern. Ich ging zu dieser Sitzung, und es war nicht das Treffen, das ich erwartete. Ich glaube, ich wurde eingelassen... das war wegen meiner Position die ich hatte und weil sie glaubten, dass ich einer von ihnen war.


B: So wurden Sie eingelassen, weil sie Sie bereits kannten. Sie wurden als sicheren Mitstreiter betrachtet.

Z: Absolut. Ja. Ich war ein sicherer Mitstreiter. Ich war ein Macher. Ich war einer der Leute, die, auf meiner Ebene innerhalb der Organisation, die Dinge erledigte.

Bill Ryan macht mit einen ehrlichen, ernsthaft besorgten Eindruck, etwa wie ein Wolfgang Eggert, den ich sogar persönlich kennenlernen durfte und menschlich sehr schätze.
Mit Ryans esoterischen und extraterrestrischen Spekulationen gegen Ende des Videos kann ich persönlich nicht so sehr viel anfangen, kann sie aber einfach so stehen lassen. Mich beeunruhigen viel mehr die sonstigen Ausführungen, da ich mich seit inzwischen auch schon über 15 Jahren mit meinen bescheidenen Mitteln mit diesen Themen beschäftige und sich mir persönlich die Indizienlage eher zu erhärten erscheint, daß auf der Welt apokalyptische Elite-Sekten wirken. Die mögen total durchgeknallt sein und nur etwas Dan-Brown-Thrill in ihr ansonsten dekadentes Oligarchendasein bringen wollen. Dummerweise spielen die aber nicht nur Kostüm-Rollenspiele in Elite-Club-Meds wie Bohemian Grove, sondern sitzen an Positionen, auf denen ich solche Charaktere ungern sitzen sehe.

Interessant finde ich, daß das Video nach China gewandert sein könnte (Ryan erwähnt, daß es auch mit chinesischen Untertiteln versehen wurde). Schließlich werden (angeblich) Pläne diskutiert, die Chinesen mit Biowaffen (ein gen-spezifischer Grippevirus) auszurotten. Es kam in 2008 jedenfalls nicht zum angeblich geplanten nuklearen Zwischenfall im Nahen Osten, der die Chinesen hätte provozieren sollen. Wer weiß, vielleicht waren Benjamin Fulfords Ninjas doch aktiv...

Jedenfalls nehme ich es lieber in Kauf verlacht zu werden, als diesen Spuren nicht nachzugehen.

Hier ist das Transskript des Interviews auf Deutsch:

http://projectcamelot.org/lang/de/anglo_saxon_mission_interview_transcript_de.html

PS:
Als kleine Anekdote: Auf meinem Kurztrip nach London habe ich auch das Freimaurer-Museum besucht. In ihrer Bibliothek steht ein Exemplar von "Conspiracy Theories for Dummies".

Update:
Im Transskript erwähnt der anonyme Freimaurer den französischen Sozialisten Jean Jaurès (1859-1914) als Vorbild:
Was wir brauchen, ist eine gewaltfreie, eine friedvolle Reaktion: einfach den Job für sie nicht mehr zu erledigen. Um ein Beispiel zu geben, Bill. Da gab es einen Mann, den die Geschichte bei weitem ignoriert hat. Er war ein Franzose, mit dem Namen Jean Jaurès. Es hat mich immer überrascht, warum dieser unglaubliche Charakter nie in die Geschichtsbücher einging. Er ist in gewissen Kreisen in Frankreich ziemlich bekannt, aber nicht weiter.


Er sagte den 1. Weltkrieg voraus. Er wollte, dass die Internationale Arbeiterbewegung sich nicht mehr länger den königlichen Familien und den Aristokraten unterwerfen, und wenn Sie über ihn lesen, finden Sie das selber heraus. Nur ein paar Monate bevor der Krieg ausbrach, zur Zeit, als der Mord am Erzherzogs Ferdinand in Serbien stattfand, wurde Jaurès in einem französischen Café umgebracht. Die haben ihn ermordet. Er wurde erschossen und mit ihm starb auch diese Bewegung.


Vor dem 1. Weltkrieg, erkannte er die Zeichen. Er sah, wie die Aristokraten und die königlichen Familien in Europa sich gegenseitig untergruben, in einem grossen Kampf. Er begriff, dass Frankreich und Deutschland, Grossbritannien alle industrialisierte Länder waren, dass der nächste Krieg gewerbsmässig geführt würde, was Millionen Menschen das Leben kosten würde.


Er bildete eine Bewegung, welche einige als kommunistisch bezeichneten. Es war die Internationale Arbeiterbewegung, und es hatte überhaupt nichts mit Politik zu tun. Seine Idee war, dass eine gewöhnliche Person nichts tun sollte, nicht in den Krieg ziehen, einfach daheim bleiben und so würden die den Krieg, den die wollten, nicht haben.


Ich kann französisch und recherchierte so ein wenig über diesen Mann, von dem ich nie gehört hatte. Er hat 1894 vor der französischen Nationalversammlung den Umstand angesprochen, daß ein Anarchist namens Tournadre die Bewegung infiltriert habe, der versucht hatte streikende Arbeiter dazu zu bewegen, Dynamit zu verwenden. Mit seinen Worten: ein Agent-Provocateur. Tournadre soll von einem Lord Rotschild finanziert worden sein (so suggeriert es wohl ein Brief von diesem einen Rothschild an Tournadre, der bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurde). Jaurès erwähnt vor der Nationalversammlung auch die Äußerungen eines damaligen Polizeipräfäkten, der sich wiederum auf Äußerungen des französischen Anarchisten Sébastien Faure (Gründer einer Zeitung namens "Le Libertaire") bezieht, wonach es in anarchistische Bewegung Frankreichs viele Männer mit jesuitischem Hintergrund gäbe oder "Männer, die einer klerikalen Bewegung angehören".
Besonders hübsch ist diese Passage (aus dem Archiv der französischen Nationalversammlung):
"Vous avez fait en une fois, en une nuit, des milliers de perquisitions et d’arrestations ; tous les matins vous remplissez les journaux des actes de la police, et lorsqu’il s’agit de savoir d’où vient l’argent, et qu’il s’est produit contre certains membres de la haute banque ou contre les clergé, dans vos journaux mêmes, des accusations précises qui semblent confirmées par des déclarations embarrassées de vos fonctionnaires de police, vous venez dire que vous ne savez rien, que vous n’êtes pas renseignés ! Mais alors, de quoi vous occupez-vous donc ? Qu’elle est la comédie que vous jouez ici ?"

Meine Übersetzung:

"Sie haben bei einer einzigen Gelegenheit, in einer einzigen Nacht Tausende von Durchsuchungen und Verhaftungen durchgeführt; jeden Morgen füllen Sie die Zeitungen mit den Polizeiaktionen, und wenn es darum geht herauszufinden, woher das Geld kommt und es Hinweise in Euren eigenen Zeitungen gibt, die sich gegen gewisse Mitglieder der Hochfinanz oder die Kirche richten, präzise Anschuldigungen, die offenbar von peinlich berührten Erklärungen Eurer Polizeifunktionäre bestätigt werden, kommen Sie her und sagen, daß Sie nichts wissen, daß Sie nicht auf dem laufenden sind! Worum kümmern Sie sich denn dann überhaupt? Was ist das für eine Komödie, die Sie hier spielen?"

Freitag, 28. Januar 2011

Jesse's Café Américain: The World Is Waiting For The Sunrise: A Practical ...

Jesse's Café Américain: The World Is Waiting For The Sunrise: A Practical ...:

"Here is an excerpt from a longer discussion presented by my friend Hugo Salinas-Price in London today..."

Fall of Saudi Arabia to End Dollar Reserve System?

"Free-Market Analysis: The civil unrest in Egypt is growing fiercer. Electronic communications have been shut down throughout Egypt and massive demonstrations have been planned for today. A changing of the guard in Egypt would be a massive political shift indeed, but what if the disturbances don't stop there? What if they ultimately spread to Saudi Arabia and end up bringing down the dollar reserve system?"


Weiter unter: Fall of Saudi Arabia to End Dollar Reserve System?

Donnerstag, 27. Januar 2011

"Merle Hazard" über Italien

Der US-Sänger (Kabaretist?) "Merle Hazard" hat eine Reihe von kurzen Songs zu unterschiedlichen Ländern im Kontext der Finanzkrise verfaßt. Hier ist sein Beitrag zu Italien:

Montag, 24. Januar 2011

Die Ware Wahrheit

Bankenrettung - Same Old Game

Auf einem Kurztrip nach London habe ich das Museum der Bank of England besucht. Die zahlreichen historischen Exponate und zeitgenössischen Karikaturen sind faszinierend und erinnerten mich immer wieder an den alten Spruch, wonach Geschichte sich nicht wiederhole, sich aber reime. Ein besonders hübsches Stück trägt den Titel "Same Old Game" von John Tenniel, bekannt als Illustrator von Alice im Wunderland. Die "Alte Dame aus der Threadneedle Street", wie die Bank of England genannt wird, rettet die Baring Brothers, die sich in Südamerika verzockt hatten...Interessant, daß man bereits 1890 das "Spiel" ziemlich "alt" fand. Heute würde aber vermutlich kein Karikaturist die Banker mehr als kleine Schuljungen darstellen. Dazu haben die Machtverhältnisse sich zusehr gedreht.
Die BoE hat das Bild ebenfalls verlinkt, wenn auch ziemlich klein. Wikipedia führt folgenden Eintrag über die Episode auf:


"Ab 1880 investierte die Bank umfangreich in südamerikanischen Unternehmen und vergab Anleihen an südamerikanische Staaten, vor allem an Argentinien. Nachdem die Rohstoffpreise im Laufe des Jahres 1890 jedoch stark nachgegeben hatten, konnte Argentinien Ende 1890 seine Auslandsschulden nicht länger zurückzahlen – damit besaß Baring wertlose argentinische Anleihen im Wert von 21 Millionen Pfund. In der Folgezeit gelang es der Bank of England unter der Leitung von William Lidderdale, der tiefgreifende Folgen für die Gesamtwirtschaft des Empire fürchtete, ein Konsortium aus über 100 Banken und Einzelpersonen zu bilden, das genug Kapital aufbrachte, um die Verbindlichkeiten der Baring Brothers and Company zu befriedigen. Die Bank meldete Konkurs an, und aus der Konkursmasse heraus wurde umgehend die Baring Brothers & Co. Ltd. als Aktiengesellschaft neugegründet, die einen Großteil des bisherigen Geschäfts übernahm. Die Folge der Baring-Krise war jedoch eine deutliche Verringerung der britischen Auslandskredite, was 1893 zu Wirtschaftskrisen in Südafrika, Australien und den USA beitrug."


Ebenfalls sehr hübsch: "Midas - Transmuting all into Paper" von James Gillray von 1797 (!). Man kann das vielleicht als Persiflage auf damalige Vorläufer von "Quantitative Easing" auffassen...

Midas, transmuting all, into paper by James Gillray

Sonntag, 23. Januar 2011

Introducing The Palestine Papers - The Palestine Papers - Al Jazeera English

Introducing The Palestine Papers - The Palestine Papers - Al Jazeera English

"Over the last several months, Al Jazeera has been given unhindered access to the largest-ever leak of confidential documents related to the Israeli-Palestinian conflict. There are nearly 1,700 files, thousands of pages of diplomatic correspondence detailing the inner workings of the Israeli-Palestinian peace process. These documents – memos, e-mails, maps, minutes from private meetings, accounts of high level exchanges, strategy papers and even power point presentations – date from 1999 to 2010".

Donnerstag, 20. Januar 2011

Greenspan und der Goldstandard

Alan Greenspan meldet sich ´mal wieder zu Wort:



Kleine Anmerkung: die FED "schafft" im Vergleich zu den Geschäftsbanken so gut wie garkein Geld.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Irland - Eine Insel ohne Banken

Sehr interessante Geschichte über den irischen Bankenstreik in den 1970ern:


Irland in den 1970er Jahren
Irland - Eine Insel ohne Banken
von Daniela Rom 18. Jänner 2011, 11:59Der Kobold mit dem Goldtopf konnte während der Bankenstreiks in Irland in den Jahren zwischen 1966 und 1976 auch nicht helfen.

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Die Iren können mit einem Kuriosum in Sachen Crash und Krisenbewältigung aufwarten, als Banken wegen Streiks monatelang geschlossen wurden, sprangen Pubs und Geschäfte ein...

http://derstandard.at/1293370662001/Irland-in-den--1970er-Jahren-Irland---Eine-Insel-ohne-Banken

Montag, 17. Januar 2011

Hans Christoph Binswanger im Handelsblatt

Hans Christoph Binswanger, Doktorvater von Josef Ackermann (Deutsche Bank) und Autor des Buches "Geld und Magie - Eine ökonomische Deutung von Goethes Faust" im Interview mit dem Handelsblatt:
"Was kritisieren Sie?

Der moderne Kapitalismus basiert in immer stärkerem Maße auf dem Prinzip der Geldschöpfung. Durch die Abkehr von jeglicher Goldbindung Ende der siebziger Jahre wurde der Geldvermehrung freier Lauf gelassen. Die Banken können fast unbegrenzt Kredite in die Welt setzen und damit Buchgeld schaffen, also Guthaben auf den Girokonten, über die heute jeder verfügt. Die Geldmenge ist dadurch rapide gewachsen. Gegenwärtig sind nur noch rund fünf Prozent des Geldes Banknoten der Zentralbank, rund 95 Prozent ist Buchgeld der Banken. Das Geld wandert um den Globus und führt zu Spekulation, Rivalität und Krisen..."

Donnerstag, 13. Januar 2011

Joe Saluzzi of Themis Trading on CNBC, 1/11/11

Hochfrequenztrading ist kein Problem. Bis es doch eines ist.

Failing to Prosecute Financial Fraud - On Either Side of the Atlantic - Is Extending Our Economic Crisis

"As numerous experts have pointed out for years, failing to prosecute financial fraud is extending our economic crisis.

This continues to be a key, ongoing story.

For example, the
Telegraph reports today:



The EU's financial watchdog has systemically "sabotaged" investigations and
caved into intimidation from countries including France and Italy to cover up
fraud, according to a senior official....

Weiter unter:

Failing to Prosecute Financial Fraud - On Either Side of the Atlantic - Is Extending Our Economic Crisis

Mittwoch, 12. Januar 2011

Kann die FED pleite gehen?



Gold and Honey

Professor Fekete im Daily Bell:

Gold and Honey

"Open letter to Thomas Hoenig, President, Federal Reserve Bank of Kansas City

Dear President Hoenig,

On January 5, 2011, you were quoted on ABC NEWS as saying that "the gold standard is a very legitimate monetary system". The quotation went on: "We are not going to have fewer crises necessarily. You will have a longer period of price stability or price level stability, but I don't know that you will have lower unemployment, and I don't know that you will have fewer bank failures."..."

The Rise of the New Global Elite

Sehr interessante Beobachtungen im Magazin "The Atlantic":

http://www.theatlantic.com/magazine/print/2011/01/the-rise-of-the-new-global-elite/8343/

"...The lesson of history is that, in the long run, super-elites have two ways to survive: by suppressing dissent or by sharing their wealth. It is obvious which of these would be the better outcome for America, and the world. Let us hope the plutocrats aren’t already too isolated to recognize this. Because, in the end, there can never be a place like Galt’s Gulch."

Samstag, 8. Januar 2011

Etwas mehr Licht ins Schattenbankensystem...

Ich sammle hier, anknüpfend an meinen letzten Beitrag zum Thema "Schattenbankensystem", ein paar Anmerkungen und Links, die ich bei der weiteren Recherche gefunden habe. Mir geht es dabei zunächst nicht darum Vorwürfe á la "böse böse Schattenbanken" zu erheben (zumal es eigentlich garkeine "Schattenbanken" gibt), sondern zu beleuchten, was wirklich vorging und vorgeht, da mir ein Verständnis der Mechanismen dieses Systems wesentlich erscheint, um begreifen zu können, was in 2007-2008 passiert ist. Oder um den US-Ökonomen Randall Wright zu zitieren, der im November 2010 über die Arbeit von Gary Gorton sagte:

"I have no idea what Gary said just now, but I know it’s really, really important, so I’m going to sit down and study this until I get it.

—Professor Randall Wright
University of Wisconsin
Nov. 5, 2010
"


Die Ratlosigkeit der Wissenschaftler und Regulierer, die aus den Quellen herauszulesen ist, ließ mich immer wieder an Goethes Zauberlehrling denken. "Haircut" wäre wohl das Zauberwort gewesen, um die wassertragenden Besen zu stoppen, nur daß das das Weltfinanzsystem - bildlich gesprochen - vom Regen in die Dürre geraten ließ.
Offenbar ist die Bedeutung des sogenannten "Schattenbankensystems" bis vor kurzem weitgehend unbeobachtet gewesen:

"The possible role of rehypothecation in the Financial crisis of 2007–2010 and in the shadow banking system was largely overlooked by mainstream financial press and commentators, until Dr. Gillian Tett of the Financial Times drew attention in August 2010 [6] to a paper from Manmohan Singh and James Aitken of the International Monetary Fund that examined the issues Manmohan Singh and James Aitken.[5]"

In dem erwähnten Arbeitspapier stellt der IWF bspw. im Sommer 2010 folgendes fest:

"We show that the shadow banking system was at least 50 percent bigger than documented so far. "

Den besten mir bislang bekannten Einstieg in die Materie bietet der Bericht von Gary Gorton, den er im Februar 2010 vor dem US-Untersuchungsausschuß zur Finanzkrise vorgelegt hat:


To be continued...

Freitag, 7. Januar 2011

Play it again, Ron!

US-Präsidentschaftswahl 2012: Geht Ausnahmepolitiker Paul nochmal ins Rennen?
von Robert Grözinger

Play it again, Ron

In diesen Tagen steht für Ron Paul ein folgenträchtiger Entschluss an. Folgenträchtig für den Republikaner, möglicherweise aber auch für die Vereinigten Staaten. Der langjährige Kongressabgeordnete muss sich entscheiden, ob er noch einmal als Präsidentschaftskandidat antritt. Dutzende Male fragten Journalisten im vergangen Jahr den 2008 gescheiterten, aber dennoch überraschend erfolgreichen Außenseiterkandidaten, ob er’s nochmal macht. Seine Antwort war immer eine Variation von: „Ich plane das derzeit nicht, schließe es aber nicht aus“. Kurz vor Jahresende änderte sich die Wortwahl etwas. Nun hieß es: „Es ist möglich, ich schließe es nicht aus, ich werde mich Anfang des neuen Jahres entscheiden.“ Nach dem Jahreswechsel wurde er wieder gefragt, diesmal von „CNN“. Er sagte, im Moment sei er noch gespalten: „50-50“.



Weiter unter

http://ef-magazin.de/2011/01/06/2782-us-praesidentschaftswahl-2012-geht-ausnahmepolitiker-paul-nochmal-ins-rennen

Donnerstag, 6. Januar 2011

Mike Krieger Explains How To Short Corruption In 2011

Mike Krieger Explains How To Short Corruption In 2011
"I personally think there will be no New World Order because people are waking up and becoming educated on how things work and they are doing it fast. The smartest of the elite are in their old age and we will be rid of them soon enough thanks to natural causes. My observation of their progeny is that they are much less intelligent, motivated and forward thinking than their ancestors. I can’t wait until the day I don’t have to listen to the dangerous fantasies about how civilizations should function from the like of George Soros or Warren Buffet. You guys had your day. Go away please you have done enough to ruin the future of my generation."

Fractional Reserve Shadowbanking

Naked Capitalism hat einen langen Artikel gepostet, der sich kritisch mit einem hochinteressanten Interview außeinandersetzt:

JP Morgan Markets Its Latest Doomsday Machine (or Why Repo May Blow Up the Financial System Again)

Das kritisierte Interview mit Gary Gorton ist hier:

http://www.minneapolisfed.org/publications_papers/pub_display.cfm?id=4596

Gorton ist Professor in Yale und gilt offenbar als Koryphäe auf dem (weiten) Gebiet des Geldsystems.
Bei Wikipedia kann man das hier lesen:

"AIG's financial products division employed Gorton's models in calculating insurance rates for credit default swaps on residential mortgage-based collaterized debt obligations. [3] Gorton assured AIG managers that the models were sufficiently "robust" to maintain accurate CDS insurance rates even in adverse economic situations.[4] AIG's reliance upon his predictions contributed to the company's multi-billion dollar losses in the subprime mortgage crisis."
http://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Gorton

Nun kann man unken, daß der Kerl offenbar nix taugt oder aber besonders genau zuhören, weil er vielleicht besonders viel aus dieser katastrophalen Fehleinschätzung gelernt hat (mit anderen Worten: sich entweder sehr deutsch oder sehr amerikanisch an den Herrn herantasten).

Ich finde den Artikel deswegen lesenswert, weil Gorton u.a. recht freimütig offenbart, wie wenig die Koryphäen wissen. Masterpläne von FED-Verantwortlichen, die den Crash von 2007-2008 geplant haben sollen, erscheinen mir in diesem Licht recht unwahrscheinlich, was aber nicht heißt, daß ich konspiratives Hinarbeiten auf einen Crash unter Wall Street Big Boys ausschließe (scio nescio).

Der Aspekt, der mir aber "am neusten" ist, ist die Ähnlichkeit des Repo-"Systems" mit "Fractional Reserve Banking". Mir war z.B. unbekannt, daß der Gläubiger eines Repo-Deals die Kreditsicherheit (Collateral) seinerseits als Collateral in Fällen, wo er der Schuldner ist, weiterverwenden kann. Ein- und dieselbe Anleihe kann also offenbar mehrere Repo-Agreements besichern:

"Region: Just to be clear, they don’t deposit those funds in a checking account because …

Gorton: Right, because the Federal Deposit Insurance Corporation limit is too low, just $250,000, and these deposits are in the tens or hundreds of millions.

There are competitors for repo that these firms consider and use, but again we don’t know the relative sizes of these. I think now we have a good idea of what repo was just before the crisis.

But repo—the transaction I just described—has other similarities to the checking account story. If you put a dollar in your checking account and the bank has to keep 10 percent of it on reserve, they lend out 90 cents. Somebody deposits that 90 cents, the bank can lend out 81 cents (because of the 10 percent reserve requirement) and so on. So you end up creating $10 of checking accounts for $1 of demand deposits, assuming there’s a demand for loans. Now, that money multiplier process is very important because it means that the amount of endogenously created private bank money in checking accounts is 10 times the size of the collateral, so to speak, of $1 of government money. So, in a traditional banking panic, if everybody wants their $10 back, there’s only $1. And that’s the problem.
Region: That’s “rehypothecation” right? One of my favorite new words.

Gorton: Yes, it’s become very popular lately [laughs]. So, if shadow banking refers to the growth of this type of money—and it’s not controversial to say it’s money; it was counted in M3M1, M2 and M3 are (or were) measures of the nation’s money supply reported by the Federal Reserve System. M1 includes currency and demand deposits at commercial banks. M2 is a broader measure that incorporates M1 but also includes assets such as commercial bank savings deposits, deposits at credit unions and noninstitutional money market funds, among other components. M3 was broader still, but publication of M3 figures ceased in March 2006 when the Fed determined that M3 no longer conveyed “any additional information about economic activity … not already embodied in M2.” The Fed also ceased publishing one of M3’s components, repurchase agreements.—but in order for this to grow, you have to have the collateral, and collateral, of course, like in the pre-Civil War era, can turn out to be risky bonds.



Region: The Jimmy Stewart problem.

Gorton: Right, the Jimmy Stewart problem. And that can happen in repo as well because if you’re Lehman and I’m the depositor, and you give me a bond as collateral, I can use that bond somewhere else. So there is a similar money multiplier process
."

Seine Ausführungen zum Free-Banking kapiere ich nicht so ganz (außer, daß er dagegen ist...). "Private Money" scheint bei ihm synonym mit "Kreditgeld" zu sein.

PS: "Jimmy Stewart Problem" bezieht sich auf den Film "Ist das Leben nicht schön?" und meint die Gefahr eines Bankruns, siehe auch http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/2009/12/move-your-money.html.

Asbest, Zigaretten...und Banken

Hübsches Zitat in einem Bloomberg-Artikel, der sich mit den gestiegenen Kosten für diverse Rechtstreitigkeiten von JP Morgan und anderen US-Banken befaßt:

They’re under legal attack,” said Richard Bove, an analyst at Rochdale Securities in Lutz, Florida, who rates JPMorgan’s stock a “buy.” “They’re similar to the asbestos or the tobacco industry, and they’re going to be repeatedly sued in the next few years.”

"Gold: Hysterie, Panik, ein Rausch"

so schrieb DER SPIEGEL am 21.01.1980.

Und weiter:

nur einen Tag danach - am 22.01.1980 - erreichte Gold seinen langjährigen Höchstpreis.

1 Jahr später hatte der Preis des Goldes bereits 40% verloren.

Mittwoch, 5. Januar 2011

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