Sonntag, 19. August 2007

«Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat»

«Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat»

Henry David Thoreau, 1849

Aus Wikipedia:

"Den 23. Juli 1846 verbrachte Thoreau im Gefängnis, weil er sich weigerte, Steuern zu zahlen und mit diesen die amerikanische Regierung (und damit die Sklaverei und den expansiven Mexiko-Krieg) zu unterstützen. Der Krieg begann allerdings erst kurze Zeit vor Thoreaus Inhaftierung, die Steuerschulden waren deutlich älter. Die Schulden beglich im Übrigen Thoreaus Tante. Inspiriert durch die Nacht im Gefängnis verfasste Thoreau den Essay Resistance to Government (1849), welcher unter dem späteren Titel Civil Disobedience bekannt wurde (dt. Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat). Die Schrift avancierte zum Standardwerk und Namensgeber des Zivilen Ungehorsams und diente u.a. Mahatma Gandhi und Martin Luther King als Inspirationsquelle für den gewissensgeleiteten, gewaltfreien Widerstand gegen die Obrigkeit."

«Könnte es nicht eine Regierung geben, in der nicht die Mehrheit über Falsch und Richtig befindet, sondern das Gewissen? – in der die Mehrheit nur solche Fragen entscheidet, für die das Gebot der Nützlichkeit gilt? Muss der Bürger auch nur einen Augenblick, auch nur ein wenig, sein Gewissen dem Gesetzgeber überlassen? Wozu hat denn jeder Mensch ein Gewissen? Ich finde wir sollten erst Menschen sein, und danach Untertanen. Man sollte nicht den Respekt vor dem Gesetz pflegen, sondern vor der Gerechtigkeit. Nur eine einzige Verpflichtung bin ich berechtigt einzugehen, und das ist, jederzeit zu tun, was mir recht erscheint.Man sagt, dass vereinte Masse kein Gewissen hat – und das ist wahr genug; gewissenhafte Menschen aber verbinden sich zu einer Vereinigung mit Gewissen.Das Gesetz hat die Menschen nicht um ein Jota gerechter gemacht; gerade durch ihren Respekt vor ihm werden auch die Wohlgesinnten jeden Tag zu Handlangern des Unrechts.»
«Unter einer Regierung, die irgend jemanden unrechtmässig einsperrt, ist das Gefängnis der angemessene Platz für einen gerechten Menschen.»
«Die beste Regierung ist die, welche am wenigsten regiert.»
«Manchmal denke ich, die Leute wollen schon das Gute, sie sind nur unwissend; sie würden besser handeln, wenn sie nur wüssten, wie.»
«Nie wird es einen freien und wirklich aufgeklärten Staat geben, solange sich der Staat nicht bequemt, das Individuum als größere und unabhängige Macht anzuerkennen, von welcher all seine Macht und Gewalt sich ableitet, und solange er den Einzelmenschen nicht ensprechtend behandelt. »
Henry David Thoreau


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