Dienstag, 9. März 2010

Offizielle Goldreserven niedriger als ausgewiesen - IMF-Gold "double counted"?

Dass Zentralbanken ihr Gold verleasen und swapen, ist inzwischen schon fast ein alter Hut. GATA berichtet hierüber seit Jahren. Physisch vorhandenes Gold und Goldforderungen an Dritte werden hierbei von Zentralbanken in einer Position zusammengefasst. Das ist natürlich ein buchhalterische Riesensauerei, aber wie gesagt: nichts Neues.

Neu ist jedoch der Gedanke, dass auch beim IMF-Gold etwas faul sein könnte:

Wird das IMF-Gold zum Teil doppelt gezählt?

Größte Goldreserven, aktuell
Man sieht, dass die 3.005 Tonnen des IMF eine nicht unbedeutende Größe darstellen.

Diese 3.005 Tonen unterteilen sich in das Gold, welches der IMF zu seiner Gründung 1944 erhalten hat, und das Gold, welches der IMF ab 1944 z.B. durch Zinseinnahmen "erwirtschaftet" hat.

Das "Gründungsgold" gehört dem IMF gar nicht, da es ihm nur treuhänderisch als Sicherheit zur Verfügung gestellt wurde. Die Gründungsmitglieder haben damals Teile ihrer eigenen nationalen Goldreserven an den IMF übertragen. Eigentümer dieses Goldes sind immer noch die jeweiligen Staaten. Der IMF darf dieses Gold daher auch nicht verkaufen.

Könnte es sein, dass dieses Gold seit 1944 doppelt gezählt wird?

Es würde dann sowohl in den nationalen Zentralbankreserven der jeweiligen Staaten als auch beim IMF erscheinen.

Wäre dies der Fall, so würden ca. 2.500 Tonnen (meine persönliche Schätzung!) weniger Gold real vorhanden sein, als tatsächlich von offizieller Seite ausgewiesen. Das entspräche ungefähr einer Jahresförderung aller Goldminen.

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