Mittwoch, 10. März 2010

Zukunft des Euro: Nordeuro und Südeuro?

In der aktuellen öffentlichen Diskussion zum Thema Griechenland und Euro wird regelmäßig auf den Aspekt der Staatsschulden hingewiesen. So könne z.B. Griechenland durch einen Euroaustritt seine Schulden entwerten.

Viel wichtiger als der Schuldenaspekt ist bei einer Währungsdebatte langfristig jedoch die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Diese findet ihren Ausdruck in der Handelsbilanz: starke Wettbewerbsfähigkeit resultiert in einem Handelsbilanzüberschuss, schwache Wettbewerbsfähigkeit in einem Handelsbilanzdefizit.

In Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit bedeutet eine Schwächung der Währung, dass Importe teurer und Exporte preiswerter werden. D.h. es würde weniger importiert und mehr exportiert. Aus einem Handelsbilanzdefizit kann so eine ausgeglichene Handelsbilanz werden.

Würde es Sinn machen, den Euro zweizuteilen? Einen starken "Nordeuro" und einen schwachen "Südeuro" zu schaffen?

In Hinblick auf internationale Wettbewerbsfähigkeit und ausgeglichene Handelsbilanzen auf jeden Fall!

Welches Länder sollten dann aber der neu zu schaffenden Nordeurozone angehören? Und welche der Südeurozone?

Ein Blick auf Handelsbilanzen der letzten Jahre hilft diese Frage zu beantworten:

Handelsbilanzüberschüsse und -defizite der Euroländer

Allein bei Belgien bleibt das Urteil vage. Alle anderen Länder sind klar verteilt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Will sich Belgien nicht eh teilen?

Christoph hat gesagt…

Du hast vollkommen Recht. Flandern schliesst sich den Niederlande an und die Wallonie Frankreich.

Voila, schon hat sich das Problem auch gelöst.

PS:
Weiss jemand, ob die Bewohner Neubelgiens (die "Ostkantone") immer noch gerne Deutsche wären?

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