Samstag, 13. Februar 2010

Nicolas Hofer Interview: Was ist Geld und wie funktioniert es?

Nicolas Hofer ist für mich immer wieder hörens- und sehenswert. Es gibt nicht viele, die sich mit so profunden Wissen zum Thema Geldsystem äußern und sich trotzdem das Bewußtsein darüber erhalten haben, daß auch sie "Nichts wissen". Er ist übrigens einer der Gründe, warum ich "Verschwörungstheoretiker" in dubio verteidige und mich mit ihnen solidarisiere. Als Mitbegründer von Infokrieg.tv wird er sicherlich häufig mit diesem "Vorwurf" konfrontiert und hat doch im kleinen Finger mehr Verstand als diejenigen, die ihn in pseudo-aufgeklärter Weise in diese Schublade stecken.

Teil 1:

Teil 2, Teil3, Teil 4, Teil 5, Teil 6.

Kommentare:

Manuel Barkhau hat gesagt…

Alter Schwede was en Stuss. Wenn ihr wirklich wissen wollt wie das mit dem Geld ist, dann bitte Ludwig von Mises "Theory of Money and Credit" lesen.

http://www.mises.org/books/tmc.pdf

Fabio Bossi hat gesagt…

@MB:

Nenn mir ein Beispiel, wo Hofer in Bezug auf die heutige Realität des Geldwesens falsch liegt. Ein einziges.

Bei Mises kann ich lesen, wie Geld sein sollte. Er ist einer meiner Heroen und würde sich im Grade umdrehen, wenn er wüßte, wie weit wir es mit den "Zirkulationskrediten" getrieben haben.

Fabio Bossi hat gesagt…

Natürlich "im Grabe".

Manuel Barkhau hat gesagt…

@FB

Also auf Anhieb fällt mir da seine Monopoly Analogie ein. Die Vorstellung jemand könnte alle "Karten" bekommen ist schlicht und einfach Falsch, da sich die Preise bei zunehmender Monopolisierung anpassen. Das Herr Hofer meint Preise sind statisch ist auch an seinem Insel beispiel aus einem anderen Vortag zu sehen an dem er vorgeblich zeigt, dass eine Person auf der Insel alles Eigentum der anderen bekommen wird, weil die Buchwerte höher sind als das in der Wirtschaft vorhandene Geld. Demnach müsste sich jemand verschulden (und damit neues Geld erschaffen wird) damit alle Waren einen Käufer finden. Das stimmt jedoch nicht, sondern die Preise bilden sich eben aus der vorhandenen Geldmenge.

Geld entsteht zwar schon durch Schulden, aber nur dann wenn ein Wertpapier an die EZB verkauft wird oder ein Kredit vergeben wird mit einem Gut zur Bürgschaft. Das ermöglicht jedoch nicht, dass alle Waren einen Käufer finden, sondern trägt lediglich dazu bei das sich die Geldmenge verändert und die den Preisen zugrunde-liegende Angebots-Nachfrage Kurve verschiebt.

Fabio Bossi hat gesagt…

"Also auf Anhieb fällt mir da seine Monopoly Analogie ein. Die Vorstellung jemand könnte alle "Karten" bekommen ist schlicht und einfach Falsch, da sich die Preise bei zunehmender Monopolisierung anpassen."

Grundsätzlich korrekt, aber wo passen sich die Preise denn an, wenn das Geldwesen selbst monopolisiert ist (im "Finanzsektor" und beim Staat)?
Bei den "Spät-Empfängern", oder? Die werden zunehmend mit den "schlechten Straßen" im Spiel zufrieden gestellt und schaufeln dem Finanzsektor Bailouts hinterher, auf ihren Schloßalleen.


"Das Herr Hofer meint Preise sind statisch ist auch an seinem Insel beispiel aus einem anderen Vortag zu sehen an dem er vorgeblich zeigt, dass eine Person auf der Insel alles Eigentum der anderen bekommen wird, weil die Buchwerte höher sind als das in der Wirtschaft vorhandene Geld. Demnach müsste sich jemand verschulden (und damit neues Geld erschaffen wird) damit alle Waren einen Käufer finden. Das stimmt jedoch nicht, sondern die Preise bilden sich eben aus der vorhandenen Geldmenge."

Jein. Warenpreise werden nur dann von der "Geldmenge" (eigentlich Geld- und Kreditmenge) tangiert und damit verändert, wenn das Geld überhaupt auf die Ware trifft. Trilliarden von Dollar werden nie auf ein Pfund Butter "treffen", weil sie irgendwo in Hedgefonds, Pensionskassen, Staatsanleihen etc. vagabundieren..


"Geld entsteht zwar schon durch Schulden, aber nur dann wenn ein Wertpapier an die EZB verkauft wird oder ein Kredit vergeben wird mit einem Gut zur Bürgschaft."

Das ist eine ganze Menge!

"Das ermöglicht jedoch nicht, dass alle Waren einen Käufer finden, sondern trägt lediglich dazu bei das sich die Geldmenge verändert und die den Preisen zugrunde-liegende Angebots-Nachfrage Kurve verschiebt."

Das ist n.m.E. zu statisch gedacht.

Denk mal an die "Excess Reserves" der US-Banken bei der FED. Meinst Du wirklich, daß die auf irgendwelche "Angebot-Nachfrage-Kurven" im realen Warenmarkt ausüben? Auf CDS-Spreads vielleicht, aber nicht auf die Kartoffelpreise in Idaho.

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