Freitag, 9. April 2010

Die Bundesbank gegen den "Inflationsmaximierenden Fonds"

In diesen Zeiten des monetären Nihilismus fällt es mir schwer irgendeine der planwirtschaftlichen Maßnahmen die zur "Rettung" von Griechenland diskutiert werden, für "richtig" oder "falsch" zu halten. Wenn ein politisches Organ aber wenigstens klare Worte findet, ist mir das zumindest sympathisch. Sehr klar Worte hat nun offenbar die Bundesbank gefunden. In einem bankinternen Papier, das ausgerechnet der Frankfurter Rundschau vorliegt, wird z.B. der Internationale Währungsfonds polemisch als "Inflation Maximizing Fund" (IMF) bezeichnet:

"Die Buchstaben "IMF" könnten "zukünftig für ,Inflation Maximizing Fund´ stehen", heißt es provozierend in der Vorlage. IMF (International Monetary Fund) ist die englische Abkürzung für IWF und "Inflationsmaximierender Fonds", wie die Scharfmacher in der Bundebank dichten."

Das paßt übrigens gut zu den Aussagen des Ökonomen Richard Koo (Nomura), der kürzlich folgendes von sich gab:

"When asked to put some kind of figure on the level of independence he says the BOJ would be close to 90 on a scale with a base score of 100 for the old Bundesbank, Koo’s model of an independent central bank.
"There are varying degrees of so-called independence. The Deutsche Bundesbank, when those guys were around, they were really independent, they listened to nobody and they just kept on doing what they thought was the right thing to do. Compared to that, both the Federal Reserve and the Bank of Japan today are more concerned about the political scene and the possible backlash—congressmen talking about the independence of the central bank and things like that. But the Bundesbank in those days didn’t give a damn about politicians whatsoever."

Der ganze Artikel ist auch lesenswert, weil er u.a. anhand einer Anekdote zeigt, was für ein Opportunist Alan Greenspan ist. Aber das ist zugegebenermaßen nix Neues.

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