Sonntag, 9. Mai 2010

Es geht NICHT um den Euro

Die uns Regierenden überbieten sich an diesem Wochenende mit ihren Kampfparolen:

Juncker: "weltweit organisierte Attacke gegen den Euro"
Berlusconi: "Ausnahmezustand"
Sarkozy: "ohne Gnade Spekulanten bekämpfen", "Generalmobilmachung"
Barroso: "den Euro um jeden Preis verteidigen"

Das Problem: der Euro schwächelt gar nicht!

Am 16. Februar hatte B4RP den Beitrag "Der Euro am Ende?". Die Grafik aus diesem Beitrag nochmal hier:
zum Vergrößern anklicken


Das EUR/USD-Wechselkursverhältnis steht zur Zeit bei 1,27 und hat damit gerade mal den langjährigen Durchschnitt seit der Einführung des Euro als Bargeld im Jahr 2002 erreicht.

Der Euro als Weltwährung ist bei diesem Wechselkursverhältnis noch lange nicht in Gefahr.
Er könnte noch ca. weitere 50% gegenüber dem USD einbüßen, bevor es wirklich ernst würde.

Gerade den überschuldeten Südländern (PIGS) könnte im Moment eigentlich gar nichts Besseres als ein weiter fallender Euro passieren.

Wenn es also offensichtlich gar nicht um die Stabilität des Euro geht, worum geht es denn dann?

Darüber lässt sich nur spekulieren:

-Vermuten unsere Regierenden, dass ein Ausscheiden des bankrotten Griechenland aus dem Euro-Verbund der Anfang vom Ende der EU als solche wäre?
- Haben sie Angst um ihr Einheitsstaatprojekt EUdSSR?
- Fürchtet unsere politische "Elite" schlicht um ihre wohldotierten Pöstchen?
- Stehen die europäischen Großbanken kurz vorm Kollaps? Dient der Bail-Out in Wirklichkeit nur ihnen?

Wir Untertanen werden es - wie immer - wenn überhaupt, dann nur mit großer Verzögerung erfahren.

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