Sonntag, 30. Mai 2010

Danke, lovely Lena

Ja, Bavaria4RonPaul goes Boulevard. Kreuzigt mich in den Kommentaren...Ich hatte es bis gestern Abend weitgehend geschafft, das "Phänomen" Lena Meyer-Dingsbums zu ignorieren. Da ich nicht blind durch die Welt gehe, hatte ich über Zeitungskästenschlagzeilen, Radioschnipsel, Zapping und sonstige semisubliminale Reize wahrgenommen, daß dieser Gesangskontest ansteht und Stefan Raab wohl irgendwie die Sängerin gecastet hatte. Ich war davon ausgegangen, daß es das nächste Plastik-Monster sein werde und keinerlei Interviews oder Artikel über die junge Frau gelesen sondern sie mit einem mehr oder weniger bewußten Aufmerksamkeitsboykott belegt. Gestern Abend, von einer Geschäftsreise müde heimkehrend, dachte ich mir, daß ich mir mal ansehe, was "wir" dieses Mal bei diesem Chanson-Wettbewerb so anstellen. So zappte ich in die ARD (die 1 auf meiner Fernbedienung ist ansonsten recht verstaubt) und erwischte noch 2 bis 3 andere Beiträge aus irgendwelchen Ländern. Als die junge Lena auf die Bühne kam und losträllerte, war ich positiv überrascht. Dieses drollige Schul- und "Ich war einmal auf Klassenfahrt in London"-Englisch fand ich süß und Auftritt und Gesang irgendwie erfrischend. Ich zappte dann wieder weg und später zur Punktevergabe wieder zurück (in der Zwischenzeit lernte ich auf N24, wie "Berner Rösti" industriell in Liechtenstein hergestellt werden. Viva el capitalismo!). Wie die Punkte ermittelt werden und wer die Boten aus den diversen Ländern sind, weiß ich nicht, aber das ist vermutlich auch nebensächlich. Jedenfalls verfolgte ich mit steigender boulevard-patriotischer (think Fußball-Nationalmannschaft) Spannung die Vergabe der Points und habe mich richtig gefreut, als "Deutschland" gewonnen hat. So irrational es sein mag, ich freue mich, wenn "Deutschland" im Ausland ein sympathisches Image hat und fühle mich da irgendwie kollektiv angesprochen. Auf Youtube habe ich mich dann einem kleinen "Lena-Crashkurs" unterzogen und auch diesen SPIEGEL-Artikel gelesen. Die junge Dame gefällt mir! Vielleicht kann sie ja mal wenigstens etwas Natürlichkeit und Unangepaßtheit in diese Pop-und-Boulevard-Scheinwelt bringen! Hoffentlich wird sie nicht so schnell zynisch.
In diesem Sinne:

Öl-Leck im Golf, wird vermutlich doch nicht mit Atombomben geschlossen

Warum? Die momentane Theatervorführung folgt dem selben Script wie vor knapp 31 Jahren*. Schaut euch das Youtube Video an, dann versteht ihr was ich damit meine.

http://www.youtube.com/watch?v=GHmhxpQEGPo



*nur jetzt mit anderen tollen Begriffen

Samstag, 29. Mai 2010

Sonneborn und die Pharmalobby

Martin Sonneborn, ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazins Titanic im Interview mit einem Pharmalobbyisten
Diejenigen die sich mit dem Geklungel von Medienvertretern und Wirtschaft/Politik auskennen, werden sich vermutlich wundern wie selbstverständlich der Lobyvertreter davon ausgeht, das seine Aussagen rausgeschnitten werden.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Apple = New Economy Blase 2.0?

Mein Lieblings-Mac-Blog meldet heute:


Respekt an Steve Jobs für diese tolle Leistung. Aber eventuell auch ein Warnzeichen für eine Überhitzung der Aktie?

Hierzu eine schnell gebastelte Auswertung:

Korrektheit der Daten ohne Gewähr!
zum Vergrößern anklicken

Da wir keine Anlageempfehlungen geben, überlasse ich die Interpretation unseren geschätzten Lesern.

Der Untergang der Cheonan

Am 26. März sank die Cheonan, eine Korvette der Südkoreanischen Marine. Allem Anschein nach versenkt durch einen Torpedotreffer. Offenbar starben bis zu 46 Besatzungsmitglieder.

Nordkorea bestreitet bis heute seine Beteiligung an diesem Vorfall.

Nirgendwo sonst prallen die unterschiedlichen geostrategischen Interessen des Imperiums USA und der aufstrebenden Lokalmacht Volksrepublik China so unmittelbar aufeinander wie bei ihren Stellvertretermächten Süd- und Nordkorea.

Eine erste Untersuchung der Torpedoreste durch die Südkoreaner ergab:


"A type of torpedo made in Germany"? Also ein deutscher Torpedo?

Eine spätere Untersuchung durch westliche Verbündete (USA, England, Australien, Schweden) kommt am 20. Mai jedoch zu folgendem Schluss:

Folgende Punkte in der offiziellen Argumentationslogik fallen auf:

- Falls es ein deutscher Torpedo war, so haben ihn die Nordkoreaner verwendet um von sich abzulenken. ("North may have been trying to disguise its involvement by avoiding arms made by allies China and Russia")

- Falls es jedoch ein Torpedo aus nordkoreanischer Produktion war, so haben ihn natürlich auch die Nordkoreaner abgefeuert.

- Und: "The evidence points overwhelmingly to the conclusion that the torpedo was fired by a North Korean submarine. There is no other plausible explanation."


"no other plausible explanation"?

Heisst das, dass zwar nordkoreanische U-Boote deutsche Torpedos abfeuern könnten, jedoch westliche U-Boote nicht in der Lage sind, nordkoreanische Torpedos abzufeuern?

Sind uns die Nordkoreaner technisch so weit überlegen?


PS:
Am 7. August 1964 wurde von US-Präsident Lyndon B. Johnson der Vietnamkrieg mit der frei erfundenen Behauptung, der US-Zerstörer Maddox sei im Golf von Tonkin von einem nordvietnamesischen Torpedo angegriffen worden, begonnen.
58.000 US-Soldaten und 1,5 Millionen Vietnamesen bezahlten diese Lüge mit ihrem Leben.

Übrigens: Die Resolution, mit der US-Präsident Lyndon B. Johnson den Vietnamkrieg entfachte, hörte auf den schönen Namen:
"Vereinigte Entschließung zur Förderung von Frieden und Sicherheit in Südostasien"

Mittwoch, 26. Mai 2010

Süddeutsche Zeitung: "Massenschlägerei nach Angriff auf Bedienung"

Heute ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung, Rubrik "München", mit dem Titel: "Massenschlägerei nach Angriff auf Bedienung"

"Ein Angriff auf eine Wirtshaus-Bedienung soll die Massenschlägerei auf einer Hochzeitsfeier in Taufkirchen ausgelöst haben. Die Frau sei von einem Gast an den Haaren gezogen und gewürgt worden, hieß es. Bei der Prügelei in einer Taufkirchner Gaststätte"

Aha: Massenschlägerei & Prügelei in Taufkirchen. Das war wahrscheinlich die Hochzeit vom Huber Schorsch und der Pfund Annelies, oder? Und gekloppt haben sich der Gerg Hansi mit seinen Kumpels von der Freiwilligen Feuerwehr und der Probst Martin mit seinen Burschen vom Trachtenverein? Wobei das Würgen von Frauen normalerweise nicht zu deren Repertoire gehört.

Die Süddeutsche weiter:

"Einige der Gäste sollen sich dann mit Messern bewaffnet und den Wirt und die Bedienungen attackiert haben. Der Wirt soll bei der Prügelei die schwersten Verletzungen davongetragen haben. Er sei mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen worden."

Messer? Das passt eigentlich gar nicht zum Hansi und zum Martin. Da fliegt im allerschlimmsten Fall höchstens mal der Masskrug. Und überhaupt: war das jetzt eine Prügelei oder eine Messerstecherei? Ich sehe da doch einen Unterschied.

Die Süddeutsche weiter:

"rund 300 Gäste des Festes ..., die unterschiedlichen Nationalitäten angehörten."

Ah, da hatten der Schorsch und seine Annelies wohl noch ein ein paar österreichische und schweizer Freunde eingeladen.

Ja, bei der Süddeutschen Zeitung wird man immer gut und umfassend informiert:

http://www.sueddeutsche.de/95L38N/3366023/Massenschlaegerei-nach-Angriff-auf-Bedienung.html

Endlich Verbot ungedeckter Leerverkäufe!

Ungedeckte Leerverkäufe (Naked Short Selling) sollen ab Juni in Deutschland durch das "Gesetz zur Stärkung der Stabilität der Finanzmärkte" verboten werden.

Wurde auch Zeit, dass die hohe Politik endlich ihren Arsch hochkriegt. Das Problem ist schliesslich schon seit Jahren bekannt.

Ob sich an der gängigen Praxis dadurch was ändert, bleibt abzuwarten. Aber zumindest wissen die Akteure, dass sie dann im Bereich der Illegalität und Kriminalität operieren.

Macht das von BP ausgesprühte Dispersant alles noch schlimmer?

Es sieht leider danach aus:

Dienstag, 25. Mai 2010

Max Keiser über das Shadow Banking System

Pimco-Manager über das Schattenbankensystem

"The birth of the Shadow Banking System required that capitalists be able to come up with an asset – which actually for shadow bankers is a liability – that was perceived by the public as just as good as a bank deposit. Remember, the public has an ex-ante demand for something that trades on demand at par. Therefore, shadow bankers had to be able to persuade the public that its asset – which is actually the shadow banker’s liability – was just as good as the real thing. If they could do that, then they could have one whale of a good time.

That asset – which, again, is the bank’s liability – needed, in Gary Gorton’s terms, to be characterized by “informational insensitivity,” meaning that the holder didn’t need to do any due diligence, just taking it on faith that this asset could be converted at par on demand. And, in fact, money market mutual fund shares achieved that status. With one small exception prior to the Reserve Primary Fund breaking the buck, they always traded at par. And if there was any danger they wouldn’t trade at par, the sponsor would step in and buy out any dodgy asset at par. So, essentially, the money market mutual fund industry was at the very core of the growth of the Shadow Banking System".



Vollständige extrem lesenswerte Rede:

Samstag, 22. Mai 2010

13 000 000 000 000

13 000 000 000 000 Federal Reserve Notes beträgt ab heute die offizielle Staatsverschuldung der USA.
(Die implizite Verschuldung inklusive von Verbindlichkeiten, für die keinerlei Rückstellungen gebildet wurden, ist um ein Vielfaches höher.)

Von der Gründung der USA bis 1913 ist die Verschuldung nur leicht gestiegen.

Ab 1913, dem Jahr der Gründung der Federal Reserve durch den ersten sozialistischen Präsidenten Woodrow Wilson, wurde das Verschuldungsgaspedal durchgedrückt.

Seit 1913 bis heute ergibt sich annähernd eine beeindruckende Exponentialfunktion:

Staatsverschuldung und Exponentialfunktion
(zum Vergrößern anklicken)


Die durchschnittliche Wachstumsrate der Staatsverschuldung beträgt seit 1913 beachtliche 9,1%/p.a..

Wenn man weiterhin "normale politische" Verhältnisse unterstellt, so wird sich die Verschuldung bis zum Jahr 2018 auf 26 000 000 000 000 Federal Reserve Notes verdoppeln.

Und die Vervierfachung auf dann 52 000 000 000 000 Federal Reserve Notes wird im Jahr 2026 geschafft sein.


"The greatest shortcoming of the human race is our inability to understand the exponential function."
Albert Bartlett

Deshalb sage ich: Nein!

Bundestagsabgeordneter Frank Schäffler:

Schriftliche Erklärung: Euro-Stabilisierungsgesetz

Wir entscheiden gleich über das sogenannte Euro-Stabilisierungsgesetz. Dieses Gesetz ist einmalig in der deutschen Geschichte. Diese Einmaligkeit veranlasst mich, von meinem parlamentarischen Recht Gebrauch zu machen, mein Abstimmungsverhalten vor dem Deutschen Bundestag zu begründen.

Ich werde dem vorliegenden Gesetzentwurf nicht zustimmen. Denn dieses Gesetz ist kein Rettungspaket für den Euro und Europa.

Das vereinte Europa ist von seinen Gründungsvätern Konrad Adenauer, Robert Schumann, Jean Monnet, Alcide De Gasperi und anderen als ein Hort der Freiheit gegen alle Formen von Diktatur, Unfreiheit und Planwirtschaft erträumt worden. Das heutige Europa ist auf dem Weg in die monetäre Planwirtschaft und den politischen Zentralismus.

Die Gründungsväter Europas wollten ein Europa des Rechts und der Rechtsstaatlichkeit. Die heutigen Regierungen des Euro-Raums, die EU-Kommission und die EZB verabreden sich hingegen zum kollektiven Rechtsbruch, obwohl die EU-Kommission als Hüterin der Verträge und die nationalen Regierungen zum Schutz des Rechts verpflichtet sind.

Es gibt Alternativen zum derzeitigen planwirtschaftlichen und rechtswidrigen Handeln der europäischen Regierungen und der EU-Kommission.

Planwirtschaft und Rechtsbruch sind nicht alternativlos. Wir müssen uns jedoch trauen, die Alternativen zu bedenken, zu wählen und anschließend mutig umzusetzen. Vor allem müssen wir anfangen, die heute wieder vielfach geschürte Angst vor der Freiheit zu bekämpfen. Dieser Kampf beginnt mit einem freien Denken: Wir müssen uns trauen, die Ursachen unserer Finanz- und Überschuldungskrise zu benennen.

Die Hauptursache unserer Finanz- und Überschuldungskrise von Staaten und Banken liegt in der Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts und der Möglichkeit, staatliches ungedecktes Zwangspapiergeld unbegrenzt vermehren zu können. Ohne diese Alchemie des Geldes hätte kein weltweites Schneeballsystem aus ungedeckten zukünftigen Zahlungsverpflichtungen entstehen können.

Dieses Schneeballsystem ist nur möglich, weil der Staat aus Gründen der leichteren Finanzierung von Staatsausgaben den Banken Privilegien verliehen hat, die gegen die Grundprinzipien jeder marktwirtschaftlichen Ordnung verstoßen. Zum einen handelt es sich um das Teilreserveprivileg, mit dem die Geschäftspraktik der Geld- und Kreditschöpfung legalisiert worden ist.

Zum anderen wurde durch die Gründung von Zentralbanken der Zusammenhang von Haftung und Entscheidung für den Bankensektor außer Kraft gesetzt. Zentralbanken wird die Hauptaufgabe zugewiesen, als Kreditgeber letzter Hand die Insolvenz von Banken zu verhindern. Eine Marktwirtschaft ohne Insolvenzrichter ist jedoch keine Marktwirtschaft. Zudem zerstören Zentralbanken durch ihre Zinspolitik das Preissystem von Gesellschaften. Deshalb wird diese Art der Marktwirtschaft ständig von Krisen (boom and bust) heimgesucht. Die marktwirtschaftlichen Selbstreinigungs- und Lenkungskräfte sind durch staatlichen Zwang im höchst wichtigen Finanzbereich weitgehend außer Kraft gesetzt.
Die Vorschläge für neue Finanzmarktsteuern sind deshalb ein Ablenkungsmanöver, das vom eigentlichen Problem unserer Geldordnung ablenken soll.

Darüber hinaus führt dieses Geldsystem fast zwangsläufig zur Überschuldung von Staaten und Banken, die sich in diesem Prozess gegenseitig decken, stützen und erpressen. Die Erpressung lautet: Werden die Zahlungen für uns eingestellt, fällt das gesamte Finanzsystem zusammen.

Ich stimme dem vorliegenden Gesetz nicht zu.

Dieses Gesetz verstößt gegen europäisches Recht. Die Institutionen, die zum Schutz des Rechts verpflichtet sind, erfüllen ihre Aufgabe nicht.

Zweitens wird durch diesen Rechtsbruch nicht der Euro gerettet, sondern zerstört.

Und drittens wird die Überschuldungskrise von Staaten und Banken durch dieses sogenannte Rettungspaket nicht entschärft, sondern verschärft.

Durch diese Maßnahmen lösen wir unsere derzeitigen Probleme nicht. Was wir zur Lösung unser derzeitigen Probleme in Europa brauchen, ist eine neue Geldordnung, eine marktwirtschaftliche Geldordnung und nicht Planwirtschaft.

Deshalb sage ich: Nein!

Mittwoch, 19. Mai 2010

Verbot ungedeckter Leerverkäufe: Auswirkung? Null!

Heute Nacht hat die BaFin in einer Hauruckaktion für 10 börsennotierte Finanzunternehmen ein sofort gültiges Verbot ungedeckter Leerverkäufe (= Naked Short Selling) erlassen.

Noch nachts wurde in der internationalen Blogosphäre die wahrscheinliche Auswirkung dieses überraschenden Verbots für den heutigen Handelstag erörtert:

Die einen prophezeiten den sofortigen Kurssturz der betroffenen Aktien; die anderen sahen aufgrund von vermuteten Eindeckungskäufen einen kurzfristigen starken Anstieg voraus.

Passiert ist? Nichts!

zum Vergrößern anklicken

Die vom Verbot betroffenen Aktien sind nicht mehr oder weniger als der restliche Gesamtmarkt gefallen.

Tja, die Börse ist halt immer für Überraschungen gut. Wenn man sich ganz sicher ist, kommt's garantiert anders...

Zurück zur EWG

"Ich bin nie ein Europäer geworden": Der holländische Schriftsteller Leon de Winter fordert die Abschaffung des Euro. In einem SPIEGEL-Essay erklärt er, warum er keine Solidarität mit den Griechen empfindet - und wieso er seine letzten Gulden aufgehoben hat"

=> http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,695157,00.html


(Hat tip an Karl!)

Der freie Markt wird stark behindert? Das gab's schon mal...

Staatsanleihenhalter (Griechenland) dürfen keine Verluste erleiden. Kreditausfallversicherungen (CDS) werden verboten. Diese Aktien dürfen ungedeckt leerverkauft werden, jene Aktien dürfen nicht ungedeckt leerverkauft werden.

Wer sich wundert: solch staatliches Verhalten ist vollkommen normal:

Wikipedia:
"Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde der freie Markt stark behindert. Das Kapital der Anleger sollte nach dem Willen der Machthaber weitgehend der Kriegswirtschaft zugute kommen und durfte daher nicht mehr in größere Anleihen oder Aktien investiert werden."

Kommentar hierzu von Karl Stritzinger:

Heutige Version:

"Während der Herrschaft der Bail-Out-Sozialisten wurde der freie Markt stark behindert. Das Kapital der Anleger sollte nach dem Willen der Machthaber bei Banken und Parteien weitgehend der Papiergeldwirtschaft zugute kommen und durfte daher nicht mehr in werthaltige Anlagegüter oder Edelmetalle investiert werden."

Nichts Neues unter der Sonne.

und hier der Sohn: Rand Paul

Rand Paul, Sohn von Ron Paul, (und politisch deutlich "moderater" als sein kompromissloser Vater) hat die republikanische Senatsvorwahl in Kentucky gewonnen.

Rand Paul ist ein Vertreter der "Tea Party Bewegung".


Übrigens: der Vorname "Rand" ist nicht - wie immer wieder behauptet - von der objektivistischen Schriftstellerin Ayn Rand inspiriert.
"Rand" ist schlicht die Abkürzung von "Randal".

Finanzmarktregulierung: der fehlende Tropfen für das volle Fass?

In meinen Augen gleicht der Versuch, den einen monokausal auslösenden "fetten Finger" für den "Flash Crash" im DOW Jones ausfinding zu machen dem Unterfangen berechnen zu wollen, welche einzelne Schneeflocke letztendlich genau eine Lawine ausgelöst hat.
Drollig ist auch die Suche der US-Börsenaufsicht nach dem großen Verkäufer, wo doch das Problem der plötzliche Mangel an Käufern war.
Der folgende Artikel beschäftigt sich mit den tieferen Ursachen, wie man sie auf unabhängigen Finanzblogs nachlesen kann (und nicht bei FAZ-Lieblingen und bloggenden Blog-Kritikern wie Weissgarnix.de, der nun offenbar auch Zerohedge gefunden hat und jetzt altklug vor sich hin feuilletoniert, mit großem Bogen um die wunden Punkte):


http://www.voxeu.org/index.php?q=node/5056

William Black in der FAZ über Finanzoligarchen

Ts,ts,ts...nun ist auch die FAZ unter die "Verschwörungstheoretiker" gegangen und läßt Bill Black von Oligarchen reden. Aufpassen, sonst gehen die Eintrittskarten für Bilderberg flöten (aber da schickt man ja eh eher die ZEIT-Leute hin, oder?):



http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/Doc~EDB2C944EECC94CC7A2071B7881F9B1CD~ATpl~Ecommon~Sspezial.html#9B02D303CD1D4EC3B56BCC4895345D3D

Dienstag, 18. Mai 2010

Naked Shorts: Verwirrte Journalisten

Ich kapiere wirklich nicht, warum Finanzjournalisten den Unterschied zwischen gedeckten und ungedeckten Leerverkäufen nicht verstehen. Vielleicht, weil es ihnen beim Geld genauso geht? Anyway...Chanos spricht von gedeckten Leerverkäufen, die Politiker von ungedeckten, lieber SPIEGEL:

Viele Politiker sehen in den Spekulanten mit ungedeckten Leerverkäufen Mitverursacher der Finanzkrise. Eine These, der die Betroffenen vehement widersprechen. Aus der Perspektive von James Chanos, der mit Leerverkäufen ein Milliardenvermögen angehäuft hat, tragen sie dazu bei, Überbewertungen, Betrug und Marktmissbrauch auszurotten. "Sie sind Finanzpolizisten der Märkte", sagte er im Interview mit dem "Handelsblatt". Denn während der Regulierer wie ein Archäologe immer erst nachher komme, könne der Leerverkäufer wie ein Detektiv viel früher auf Marktverzerrungen aufmerksam machen.

The Euro-Index: Free Falling

Ciao bello und grüß mir den Nemax 50 im Indexhimmel! Und natürlich Deine Fiat-Brüder und Schwestern! Kneif die süße kleine Lira von mir in den Hintern! Ciao Euro!






Fiat-Währungen im Synchronabsturztanz



Das bundesdeutsche Finanzministerium will nun offenbar "Finanzderivate, die nicht gegen Fremdwährungsrisiken gesichert sind" verbieten (was auch immer das genau sein soll).
Die Kommentare bei Zerohedge sind "priceless":


The latest bombshell: German Finance Ministry now saying it will likely Ban EUR derivatives that don't hedge against FX risk. And good luck quantifying what FX risk is legally allowed to be hedged. Look for the EURUSD market not to plunge, but to simply shut down as a result of this. Europe is about to isolate itself from capital markets entirely.

Zerohedge über das Short Verbot

"There are 4 hours until midnight in Germany. There are trillions in gross sovereign CDS notional. Germany alone had $71.4 billion in Gross CDS notional and $13.3 billion in net according to DTCC. Add up all of Europe and you get half a trillion. How on earth will the German market unwind these with all European traders already long gone. We also make the generous assumption that US CDS traders are still around: most of the BSDs tend to leave for the nearest Marriott Garden Inn by 1pm. So with naked CDS positions now verboten, who will be allowed to sell CDS? For a symmetric hedged transaction, anyone selling CDS (long credit), would have to be short cash govvies to be permitted to sell CDS. And who in their right mind would disclose that they are short anything. This is the most ill-thought out of regulatory plan in the history of capital markets, and that, shockingly, includes the Frankenstein monster created by our own lame duck coruptus in extremis senator."

Karl Denninger über das Short-Verbot

"Liquidity? What's That? (Short-Sale Ban in EU)
In a display of idiocy reminiscent of what was done here in the US a couple of years ago Reuters has up a wire report (headline only) that Germany intends to ban "short sales" at midnight (presumably their time) this evening.

Zerohedge is reporting that this is only "naked" short sales but will apply to naked CDS, which means it will damage hedging activity for EU-area bonds.

Does anyone remember our short-sale ban - in 2008? European (and US) markets skyrocketed, only to collapse just days later and continue collapsing for the next six months!

This sort of thing kills liquidity.

Again we have governments that refuse to address the actual issue, which is the OTC nature of these derivative products where nobody can tell who's got what open - that is, what the open interest is, along with the bid and offer. In addition nobody is forced to post margin against a central counterparty, which further decreases transparency and worse, makes systemic risk come to the fore.

The correct move is to force all derivatives onto an exchange, force bid, offer, last and size to be public, and force everyone to post cash margin against all underwater positions nightly. But that means the banks can't screw, er, skim off those extra basis points on every trade since buyers and sellers can then see published prices from everyone at once instead of dealing "over the counter" with a bank's credit desk that can and will deprive you of that information so as to financially hose the customer.

Bluntly: This is a desperation move and instead of doing what the EU expects it will likely cause a furious short-covering rally - followed by a price collapse in the instruments where they can no longer be "covered."

After all, ordinary selling remains (for the time being anyway) legal.
"

Deutschland verbietet wieder Leerverkäufe?


Spielen unsere Politiker ´mal wieder Bürokratisch Roulette mit den nervösen Kapitalmärkten?


Ich blick` da nicht mehr durch, was in Deutschland erlaubt ist und was nicht. Ungedeckte Leerverkäufe sollten am besten technisch garnicht möglich sein, sind aber scheinbar sogar legal. In den USA gibt es diese illegale Praxis, bei Aktien und Bonds, weil die SEC offenbar überfordert ist.
Unsere Sammlung zu dem Thema:

http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/search/label/Naked%20Short%20Selling

Politik: Wahrheit unerwünscht

Was wurde Josef Ackermann für das Aussprechen der simplen Wahrheit "Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln" von der deutschen Politik gescholten:

Peter Altmaier (CDU): "verantwortungslos"
Renate Künast (Grüne): "Ackermann ist Synonym für Sabotage", "unverantwortlich und unverschämt"
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP): "überraschend, ungewöhnlich und ärgerlich"

Wer nun glaubt, das sei mal wieder typisch deutsch, der täuscht sich:

James Glassman, Chefvolkswirt von JPMorgan, bescheinigte den US-Senatoren des Finanzausschusses:
"an unnerving ignorance of fundamental principles of market economics"

Wie Ackermann sagte Glassman damit nichts als die reine Wahrheit.

Aber der politische Druck auf JPMorgan wurde so gross, dass sich die Bank von ihrem Top-Angestellten distanzieren musste:

"The report is from a single economist and does not reflect the views of our firm. ... We disagree with his characterizations, and we’re sorry."

Montag, 17. Mai 2010

Inflation.us

Don Harrold erwähnt in einem seinem neuesten Video die Website Infation.us insbesondere deren neuestes Video: Meltup.
In dem 55 Minuten langen Video gibt es viele Alte Bekannte*, die das alte Lied von den gepeinigten unfreien Märkten singen und die Inflationsgefahren für Joe Sixpack aufzeigen.






*Gerald Celente, Peter Schiff, Ron Paul, Marc Faber, Jim Rogers

Samstag, 15. Mai 2010

Bankrott eines Kulturraums

"... Der Geburtsfehler der Europäischen Union besteht darin, daß sie nicht als Bündnis zukunftsfroher Staaten begann, sondern als eine Notgemeinschaft von Geschlagenen..."

=> der ganze Artikel bei Junge Freiheit

Freitag, 14. Mai 2010

Gold bei 1.000 die Unze!




Frankreich vs Deutschland die 374

(MADRID) - French President Nicolas Sarkozy threatened to pull his country out of the euro currency group to force Germany to help Greece with its debt crisis, El Pais newspaper reported Friday, quoting Spanish Prime Minister Jose Luis Rodriguez Zapatero.

Hier die Langversion.

It`s the Final Countdown...Gold in Euro, 1.000 die Unze?




[Most Recent Quotes from www.kitco.com]


Soundtrack zum mitsummen:
Europe - The Final Countdown

PS: der obige Chart wird laufend aktualisiert, eingestellt wurde er bei 992 EUrubel die Unze.

England verbietet Nutzung von 500 Euro-Scheinen

Joe will nicht Märtyrer sein

Das ist selbstverständlich eine mögliche Interpretation, seiner Antwort bei Maybrit Illner.
Auf die Frage von Illner, ob Ackerman als Chef des Internationalen Bankenverbandes, die anderen Banken zu einem Zahlungsverzicht ( respektive Haircut ) drängen hätte können/sollen ähnlich, wie es Alfred Herrhausen es bei der Jahrestagung des IWF in Berlin 1988 mal Vorgeschlagen hatte.

Ackermann Antwortet darauf, das er glaubt, das es ihm dann so ergangen wäre wie Herrhausen.

Herrhausen wurde deswegen von den anderen Bankern scharf angegangen.
Herrhausen starb jedoch auch kurze Zeit später aufgrund eines Sprengstoffanschlages.

ZDF Mediathek: Maybritt Illner 13.5.2010
Ab Minute 12:20 läuft der Beitrag über Herrhausen, ab 13:58 läuft dann die oben beschriebene Frage/Antwort.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Na also, darum geht es: eine Weltpapierwährung

"Finally, in principle, a new global currency issued by a global central bank, with robust governance and institutional features, could provide a nominal anchor and risk-free asset for the system independent of national currencies. This global central bank could also serve as a lender of last resort. But any such step requires considerably more debate on its merits, including on the need for a safety valve for the system given errors that might inevitably occur, as well as of its feasibility, given the very substantial multilateral effort required. I fear we are still very far from that level of global collaboration."

Ja, der gute Dominique Strauss-Kahn "fürchtet", daß der Level "globaler Zusammenarbeit" noch weit weit weg ist...Was treibt die Menschen wohl am zuverlässigsten in die Arme zentralisierter Macht? Hm...
Schön finde ich das implizite Eingeständnis, daß wir bisher offenbar nicht sowas wie einen "risikofreien Vermögenswert" haben, der einen nominellen Anker darstellen könnte für ein System das "unabhängig" von den nationalen Währungen ist. Äh...Moment...Hatten wir dafür nicht die D-Mark hergegeben und das Ding "Euro" genannt? Einem Schuft könnte natürlich Gold und Silber einfallen, aber "Special Drawing Rights" ziehen leider keine Unze aus der Erde und der IWF hätte nix zu sagen. Das wollen wir ja alle nicht, weil wir ja brav global zusammenarbeiten wollen.
Mal sehen, ob der gute Mann sich in absehbarer Seite nicht besser fürchten sollte, daß die Menschen ihr bevorzugtes Geld mit den Füssen wählen...auf dem Weg zum Edelmetallhändler.

Dienstag, 11. Mai 2010

Hochfrequenzhütchenspiele in Finanzkasinos

Ich halte die ständigen Vergleiche der "Wall-Street" mit "Kasinos" für eine Beleidigung. Der Kasinos. Kasinos sind Horte ritterlicher Tugend, Transparenz und Regelkonformität im Vergleich zu dem, wozu eine Minderheit von extrem mächtigen Big Playern die modernen Finanzmärkte an der Wurzel gemacht haben. In einem guten Kasino sind die Karten nicht gezinkt und jeder am Roulette-Tisch hat dieselben Chancen und Risiken. Jedes Kind weiß auch, daß die statistischen Chancen auf Gewinne im Kasino "schlecht" sind und es wird einem nicht das Gegenteil versprochen.

Ganz anders an der "Wall Street" (natürlich auch in der "City", "Mainhattan" u. Co). Allein, selbst die Mehrheit der "professionellen" Marktteilnehmer kann und/oder will das bei aller steigenden Skepsis einfach nicht wahrhaben, was auch daran liegt, daß die Details der Methoden der "Marktbeherrschung" so verwoben und kompliziert sind. Ein weiterer Grund ist, daß sich die (Fach-)Presse mit hirnrissigen Platitüden wie "Fat Finger"-Theorien für den Crash letzten Donnerstag beschäftigen läßt, weil das irgendwo bei CNBC gestreut und dann weiterkolportiert wurde.


Wir haben zum Thema "Hochfrequenztrading" einiges geschrieben:
http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/search/label/Hochfrequenztrading

Wir sind dabei auch nur Zweit- oder Drittverwerter amerikanischer Quellen. Wir schreiben auch nur darüber, weil es sonst kaum jemand tut, besonders nicht auf Deutsch.

Das US-Brokerhaus Themis-Trading hat nun wieder einen neuen Bericht veröffentlicht. Themis beschreibt, wie US-Börsen Handelsdaten von Marktteilnehmern an Hochfrequenztrader verkaufen, die aus diesen Daten wiederum kurzfristige Marktbewegungen prognostizieren können (und mit "kurzfristig" können Sekundenbruchteile gemeint sein).

Um im Kasino-Bild zu bleiben: Das ist, als würde der Croupier am Poker-Tisch mit Hilfe von Spiegeln in die Karten der Spieler schauen können und diese Informationen an ebenfalls am Tisch sitzende "Stammgäste" verkaufen.

Vermutlich ist das alles ´mal wieder legal, weil es irgendwo im Kleingedruckten steht. Es weiß trotzdem kaum ein Marktteilnehmer, auch nicht "große Institutionelle" (das angebliche "Smart Money").

Germany and France ... may compromise their AAA grades: "It’s a kind of Ponzi game at the highest level"

Narrenschiff

Hätte nie gedacht, das ich von Ihm noch neuere Songs hören würde. Beim Durchstöbern der restlichen Songs dieses Liveauftrittes und anderer Songs auf Youtube sollte es aber auch klar werden warum solche Texte nicht auf den Öffentlich Rechtlichen "Mainstream" Sendern gesendet wird. Gut das es Menschen wie ihn gibt.

Goldman Sachs momentan am Treffsichersten.

Zitat SPON:


Erstmals in seiner Geschichte hat das Institut in dem wichtigen Unternehmensbereich an jedem einzelnen Geschäftstag eines Quartals Geld verdient. An 35 der 63 Arbeitstage hat die Bank sogar mehr als hundert Millionen Dollar Plus gemacht - und an keinem weniger als 25 Millionen.

Gratulation, solch Treffsicherheit ist sicherlich HART erarbeitet!

Karl Denninger
hat berechnet in welchem Verhältnis dieses Ergebnis steht.

That would be 8.67 x 10-19, or 8.67 times in 10,000,000,000,000,000,000 attempts (if I counted my zeros correctly.)

Hochmut kommt vor dem Fall

Jesse hat einen äußerst lesenswerten "Insider-Bericht", der sehr gut beschreibt, wie viele Wall-Street "Big Boys" ticken:


Trading in Hubris: Pride, Overreach, and the Inevitable Blowback and Consequences

Auszüge:

"...I am not a social worker. Its a quid pro quo. He gives me insights into the trading world, and the pits where he dwells. What they are thinking, and what is going around in his crowd, with which I rarely associate these days.

He thinks the euro is done, and the dollar will remain the sole currency. His attitude is, "What will replace it?" He cannot even imagine anything different than what we have today. But interestingly enough he does not believe that the US government is running things. "Things are being run by a new world order, and have been for some time." He said that so matter of factly that it made me catch my breath..."


"...If there is a new Mussolini in the US to maintain order, he's good with that. If they start putting people on trains to resettlement camps in the southwest, he's ok. If there are starving people in the streets, it doesn't bother him because he lives in a gated community. If the middle class gets crushed by a new market crash that is ok. He made a killing shorting the Crash of 1987, and was able to enjoy the resort where he spent the winter even more than ever because they were so few people there.

I would like to say he is an outlier, a one of a kind. But he is not. He is typical. He is driven purely and almost solely by personal greed, and he makes no bones about it. Life is a war, and he wants to conquer you..."


Manche von denen stehen in meinen Augen vor einem LTCM-Aha-Erlebnis mit Pecora-Flavour. Ikarus läßt grüßen.

Ron Paul bei Fox-News zum Thema "Euro-Bailout"

Hattip geht an http://ronpaul.blog.de

Financial Times Deutschland:

"Wichtiger ist indes eine andere Frage: Warum man überhaupt noch sparen sollte. Um eine Rendite auf Bundesanleihen von 1,8 Prozent auf fünf Jahre zu ergattern, vor Steuern, Gebühren und Inflation? Oder um sich am Ende mit ebenso druckfrischem wie wertlosem Zentralbankgeld auszahlen zu lassen? Aber darum geht es ja seit Anbeginn der Krise: den Überkonsum der Verschwender auf Kosten der Sparer zu verlängern. Konsumieren wir also endlich mit und stellen den Kauf von Staatsanleihen ein. Soll die EZB doch die Budgetlücken und privaten Investitionen finanzieren. Bis die Geldnachfrage kollabiert."


Mal sehen wie lange diese Komödie noch weitergeht. Eigentlich dachte ich noch bis zum Herbst Durchhaltepropaganda in den Medien vorzufinden mit Option auf Verlängerung.
Vielleicht hat Eichelburg ja doch recht? Ich kaufe mir heute frisches Popcorn.

Wer hat sich denn da zwischen die PIIGS geschlichen?


Montag, 10. Mai 2010

Oh là là, la France?

Es ging bei der 750 Milliarden Rettung nicht nur um die PIIGS.
Anscheinend stand die Grande Nation am Freitag kurz vor der Pleite:


=> www.teleboerse.de

Währungsreform? Währungsreform ! Ja was denn nun?

Die teuersten 7 Stunden der Weltgeschichte

Um 3 Uhr heute Nacht wurde das 750 Milliarden Euro Rettungspaket zur angeblichen Stabilisierung des Euro beschlossen.

Die 750 Milliarden Euro sollten sich also quasi selbst stabilisieren.

Und es hat tatsächlich funktioniert: die Politiker haben mit unserem Geld den Markt besiegt. Bis 10 Uhr morgens.

www.ariva.de

Macht pro Stunde Zeitgewinn etwas mehr als 100 Milliarden Euro.

Das waren wohl die teuersten 7 Stunden der Weltgeschichte.

Wer wurde nochmal "gerettet"? Der Euro?

Bisher scheint der Patient ja noch nicht so recht zu wissen, ob er wieder bei Bewußtsein ist oder nicht:



Andere sind da schon längst wieder quicklebendig:




Alle Charts mit bestem Dank an http://www.onvista.de/. Manchmal sagen Charts mehr als Politikerreden.

The world has no money, and the emperor has no clothes

Brian Williams zu Gast bei Letterman spricht über den Crash letzte Woche.

Sonntag, 9. Mai 2010

Feds probing JPMorgan trades in silver pit

Isch abe garkainä Euros!

Gut, daß Griechenland ja so unbedeutend ist und alles daher kein Problem darstellt...Blöd, daß Italia isse Ecke größer und musse viele Obligazioni refinanzierä. Grazie SPIEGEL per le immagini! Isse Tasche läär!



Disclaimer:
Als Viertelitaliener darf ich mir blöde Sprüche erlauben. Viele Grüße an die Verwandschaft in Genua! Die sehen das eh alles viel lockerer als wir Tedeschi...Die wissen schließlich nicht erst seit Freitag, was "sterline d`oro" sind.

Es geht NICHT um den Euro

Die uns Regierenden überbieten sich an diesem Wochenende mit ihren Kampfparolen:

Juncker: "weltweit organisierte Attacke gegen den Euro"
Berlusconi: "Ausnahmezustand"
Sarkozy: "ohne Gnade Spekulanten bekämpfen", "Generalmobilmachung"
Barroso: "den Euro um jeden Preis verteidigen"

Das Problem: der Euro schwächelt gar nicht!

Am 16. Februar hatte B4RP den Beitrag "Der Euro am Ende?". Die Grafik aus diesem Beitrag nochmal hier:
zum Vergrößern anklicken


Das EUR/USD-Wechselkursverhältnis steht zur Zeit bei 1,27 und hat damit gerade mal den langjährigen Durchschnitt seit der Einführung des Euro als Bargeld im Jahr 2002 erreicht.

Der Euro als Weltwährung ist bei diesem Wechselkursverhältnis noch lange nicht in Gefahr.
Er könnte noch ca. weitere 50% gegenüber dem USD einbüßen, bevor es wirklich ernst würde.

Gerade den überschuldeten Südländern (PIGS) könnte im Moment eigentlich gar nichts Besseres als ein weiter fallender Euro passieren.

Wenn es also offensichtlich gar nicht um die Stabilität des Euro geht, worum geht es denn dann?

Darüber lässt sich nur spekulieren:

-Vermuten unsere Regierenden, dass ein Ausscheiden des bankrotten Griechenland aus dem Euro-Verbund der Anfang vom Ende der EU als solche wäre?
- Haben sie Angst um ihr Einheitsstaatprojekt EUdSSR?
- Fürchtet unsere politische "Elite" schlicht um ihre wohldotierten Pöstchen?
- Stehen die europäischen Großbanken kurz vorm Kollaps? Dient der Bail-Out in Wirklichkeit nur ihnen?

Wir Untertanen werden es - wie immer - wenn überhaupt, dann nur mit großer Verzögerung erfahren.

Ron Paul: Game Over for Fiat Money?

"Fat Finger" my ass

Freitag, 7. Mai 2010

Heiner Flassbeck: "Das griechische Staatsvermögen ist aber weit größer als die 300 Milliarden Euro Staatsschulden"

Heiner Flassbeck ist Chefvolkswirt bei der United Nations Conference on Trade and Development, zuvor war er Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.

Und das sagt Heiner Flassbeck heute im SZ-Interview:



Das griechische Staatsvermögen ist also "weit größer als die 300 Milliarden Euro Staatsschulden"?

Ich schätze, dass dem griechischen Staat noch ein paar Strassen, Regierungsgebäude und Schienen sowie 112,5 Tonnen Gold gehören. Vielleicht noch die Akropolis.
Das alles ist mit Sicherheit niemals 300 Milliarden Euro wert.

Was meint dann der Chefvolkswirt und Bundesfinanzministeriums-staatssekretär a.D. mit "weit größer als ... 300 Milliarden Euro"?

Na, ganz einfach: Dass dem Staat alles gehört, was seinen Bürgern gehört. Im Zweifel muss der Staat seine Bürger nur enteignen, schon passt's wieder mit den Staatsfinanzen.

So denken unsere Staatseliten wirklich. Aber selten verplappern sie sich so wie heute Herr Flassbeck. Ganz kurz ist da mal die rechtsstaatliche Maske verrutscht und hat den Blick auf die kommunistische Denke dahinter ermöglicht.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Surprise



Computerfehler oder PPT am werkeln ?
Karl Denninger meint, HFT ist böse.
ZeroHedge ist momentan nicht erreichbar wegen Weltuntergangsängsten. Jungs besorgt euch nen größeren Server! ;)

----------Update-------------

Mish bringt es für mich auf den Punkt:


In essence computers trading against computers decided at some point today to throw in the towel and not bid.

At some point (manual intervention?) they all decided to bid again, driving stock prices back up. This is what our stock market casino has become.

Lovely, isn't it?

Mittwoch, 5. Mai 2010

It`s the debt, STUPID

Zerohedge hat wieder den STUPID-Index (Spain, Turkey, UK, Portugal, Italy, Dubai) geupdatet....

Samstag, 1. Mai 2010

1.453.433 Millionen Euro

brauchen die PIIGS bis einschliesslich 2013 um auslaufende Staatsanleihen zu überrollen und neue Staatsdefizite (nach aktueller Prognose) zu finanzieren.

Würden diese Summen von den restlichen Euro-Staaten übernommen, so beträgt Deutschlands Anteil am PIIGS-Bailout 37,7%.

Ergibt für Deutschland 548.193 Millionen Euro. Pro Einwohner also 6.685 Euro.

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