Samstag, 8. März 2008

Ein Dollar ist ein Dollar ist ein Dollar. Oder?

Aufmerksame Leser dieses Blogs werden vielleicht schon gemerkt haben, dass ich immer "Federal Reserve Notes" und nicht "US Dollar" schreibe.

Das hier wird uns in den Medien immer als US Dollar verkauft. Jeder von uns kennt es und hat es wahrscheinlich auch schon in Händen gehalten. Es handelt sich um die Weltreservewährung schlechthin. Es ist eine Federal Reserve Note:


Das Problem an der Sache:
Federal Reserve Notes sind (wie alle heutigen Währungen, Euro inklusive) nur Papier; sie sind durch absolut nichts gedeckt.
Sie besitzen keinen inneren Wert sondern nur den Wert, den der Tauschpartner ihnen zum Zeitpunkt des Tausches zubilligt. Tauschpartner billigen Papier aber freiwillig nur einen sehr geringen Wert zu.
Daher "funktionieren" Papierwährungen immer nur mit gesetzlichem Zwang, d .h. als gesetzliches Zahlungsmittel und mit hohen Strafen bei Geldfälschung.
Fälschen darf nur einer und zwar ganz legal: der Staat und die Zentralbanken und zwar durch ungehemmtes inflationäres Gelddrucken.

Daher ist Papiergeld, wenn's hart auf hart kommt, schnell wertlos.
(Nun das stimmt nicht ganz: Papiergeld besitzt einen Heizwert von ca. 4,2 kWh pro Kilogramm Banknoten und liegt damit gleichauf mit dem Heizwert von Stroh und Torf. Den Ofen anfeuern geht also immer noch.)

Aber was sind dann US Dollar?

Der Begriff Dollar leitet sich vom deutschen Taler (Thaler) ab. Als Taler bezeichnete man grosse Silbermünzen.

Bekannte Taler waren:

Der Joachimstaler,
der als Reichstaler die amtli
che Währungsmünze des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation war
(Silbergeha
lt 25,98 Gramm)

Der österreichische Maria-Theresien-Taler,
war auch eine bedeutende Silbermünze im
Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
(Silbergehalt 23,39 Gramm)

Zur Geschichte des US Dollar. Erinnern wir uns:

1776: Thomas Jefferson schreibt die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.
1776: Dreizehn britische Kolonien erklären ihre Loslösung von Großbritannien
1787: Die Verfassung der Vereinigten Staaten wird verabschiedet
1789: George Washington wird erster Präsident der Vereinigten Staaten
1789: unveräußerliche Grundrechte werden in der Bill of Rights festgelegt

Am 2. April 1792 wird vom Kongress der so genannte Coinage Act beschlossen. Dieser ist auch als Mint Act bekannt. In diesem wird ein Bimetallstandard mit Silber und Gold als Währungsmetallen festgelegt.

Ein Dollar wurde im Coinage Act als Münze mit einem Silbergehalt von 24,057 Gramm (= 371,25 Grain) definiert:


1 Dollar "Flowing Hair" von 1795 in Silber

Zehn Dollar (genannt "Eagle") wurden im Coinage Act als Münze mit einem Goldgehalt von 16,038 Gramm (= 247,5 Grain) definiert:


10 Dollar "Capped Bust Small Eagle" in Gold von 1795 (Vorderseite)

10 Dollar "Capped Bust Small Eagle" in Gold von 1795 (Rückseite)

Das Wertverhältnis zwischen Gold und Silber wurde im Coinage Act demzufolge mit einer Ratio von 15:1 festgelegt:


Am 14. März 1900 wurde in den USA mit dem Gold Standard Act der Bimetallstandard abgeschafft und vom einem reinen Goldstandard abgelöst.

Hierbei wurde Silber als Währungsmetall abgeschafft und der Dollar im Goldgehalt abgewertet. Ein Dollar hatte gemäß Gold Standard Act nur noch einen Goldgehalt von 1,505 Gramm (= 23,22 Grain). Dies entspricht einem 6,2% geringeren Goldgehalt als 1792 festgelegt.

Dies ist nur ein kleiner Teil der Geschichte des US Dollar. Aber man sieht gut, dass ein US Dollar (genau wie ein Taler) keine Währung bezeichnete sondern eine Gewichtsangabe in Edelmetallen war.

Am 15. August 1971 kündigte US-Präsident Richard Nixon die Eintauschbarkeit von US Dollars in Gold auf. Dieser Schritt bedeutete das Ende des Systems von Bretton-Woods.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt muss man anstatt vom US Dollar von Federal Reserve Notes (FRN) sprechen.

Wenn man die aktuellen Silber- und Goldpreise zugrunde legt, ergeben sich für die Metallgehalte gemäß des Coinage Act von 1792 folgende Preise:

1 US Dollar mit 24,057 Gramm Silber = 15,58 Federal Reserve Notes

10 US Dollar (Eagle) mit 16,038 Gramm Gold = 501,40 Federal Reserve Notes

An diesem Rechenbeispiel erkennt man gut die durch Inflationierung der Geldmenge verursachte Geldentwertung .

Die Wiedereinführung eines Goldstandards wie ihn Ron Paul und die Vertreter der Österreichischen Schule propagieren, würde uns wieder Geldwertstabilität bringen.

Go Ron Paul!

Gruss,
Christoph

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