Mittwoch, 12. März 2008

Ron Paul über die jüngste Finanzspritze

Ich gehe ausnahmsweise ´mal nicht ganz konform mit Ron Paul, da die gestern angekündigten Maßnahmen keinen inflationären Effekt haben, weil ja nur Anleihen getauscht werden und die Banken jetzt die Treasuries verkaufen können. Aber vielleicht habe ich auch den Überblick verloren...
Jedenfalls betont er ´mal wieder, daß er beileibe nicht aus dem Rennen ist. Es geht ihm schließlich um die Ideen und nicht in erster Linien um den Posten.

Ron Paul on Cavuto: Federal Reserve's $200 Billion Injection

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Natürlich hat dies einen inflationären Effekt. Die zu verkaufenden 200 Milliarden an Treasuries wurden ja schließlich aus dem nichts heraus kreiert und werden jetzt - um bei früheren Ausagen zu bleiben - mit dem Helikopter abgeworfen. Es ist ja auch nicht so als würden die Hypothekenanleihen damit verschwinden. Sie haben nur kurzfristig (?) einen neuen Besitzer. An irgendweinem Punkt wird diese ganze Sache aber ohnehin so esoterisch, daß man auch genauso gut über die Anzahl der Engel die Platz auf einer Nadelspitze haben diskutieren könnte. Kann mich natürlich auch täuschen, aber ich glaube im Zweifelsfall geht man immer richtig in der Annahme daß, was auch immer die FED (oder jedwede andere Zentralbank) gerade macht, inflationär ist.

Fabio Bossi hat gesagt…

Hallo,

soweit ich das verstanden habe, hat die FED die Treasuries aus dem Bestand verkauft. Es waren also keine "neuen". Die FED begibt die auch nicht. Was Du meinst, passiert wenn das Schatzamt die ausgibt und die FED die mit Fiat-Geld aufkauft.
Es wäre etwas anderes, wenn die Primary Banks die Treasuries als "Sicherheit" für neue Kredite hinterlegen würden, aber davon habe ich nix gelesen und das ginge vermutlich mit diesen 28-Tages-Geschäften auch nicht.

Alle Angaben aber ohne Gewähr :-)

Fabio

PS:
Auch bei Helikopter-Ben gilt: in dubio pro reo... :-)

Anonym hat gesagt…

Kann sein, daß Du recht hast. Die letzten Nachrichten die ich gelesen habe sagten dass es noch keine Aussagen darüber gibt wieviel zusätzliche Schulden aufgenommen werden um dies zu bezahlen. Also mag es sein, daß alle verliehenen Treasuries bereits bestehen. In dem Sinne gibt es - rein technisch gesehen - keinen zusätzlichen inflationären Effekt. Die Frage ist natürlich wieviel neue Treasuries (zu einem früher als beabsichtigten Zeitpunkt) denn jetzt stattdessen ausgegeben werden. Aber im Grunde ist dies Haarklauberei. Es sind die Prinzipien um die es geht. Soll heißen der grundsätzliche Kampf gegen Zentralbanken, ihre Regierungen (oder ist das anders herum?) und Ihre Geldpolitik. Was die Unschuldsvermutung angeht, so hat Bernanke bereits mehr als ausreichend seine "Schuld" bestätigt. (Im Sinne einer theoretischen Debatte)
in dubio pro libertate

Fabio Bossi hat gesagt…

Dem Kommentar habe ich nun außer Zustimmung nix mehr hinzuzufügen!

Anonym hat gesagt…

Alles ist noch viel schlimmer als es durchschimmert:

Der Vize-Direktor desInternationale Währungsfonds (IWF)John Lipsky hat den Einsatz von Steuergeldern zur Eindämmung der Krise an den Kreditmärkten gefordert. "Zum Schutz des Finanzsystems müssen alle Optionen auf den Tisch - auch die eventuelle Nutzung von Steuergeldern".

Quelle

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