Montag, 10. März 2008

Mister Establishment

Selbst einige Libertäre hoffen ja auf Barack Obama, den charismatischen "Erneuerer". Nun entdeckt aber sogar Telepolis, deren Schreiber leider aus ihrem linken Selbstverständnis heraus Ron Paul genauso ignoriert haben, wie die "Großen", daß es einige Seltsamkeiten hinter der großen Obama-Show gibt:

"Obamas Spender

Auch finanziell schlägt der farbige Präsidentschaftskandidat alle Rekorde. Allein im Februar konnte er 55 Millionen US-Dollar an Spenden einsammeln, während Hillary Clinton nur 35 Millionen erhielt. Stolz betont Obamas Wahlkampfteam, im Unterschied zu Clinton keine Spendengelder von Lobbyisten entgegen zu nehmen. Eine der Grundaussagen seiner Wahlkampagne lautet, dass Obama ein über den Partikularinteressen einzelner Lobbys und Gesellschaftsgruppen stehender Politiker sei. Der von ihm versprochene Wechsel soll sich allein an einem – nie genau definierten – Gemeinwohl orientieren.
Umso erstaunlicher ist es, gerade die wirtschaftlichen Kräfte unter den größten Unterstützern des "Kandidaten des Wechsels" zu finden, die für den desaströsen Zustand der US-Ökonomie verantwortlich sind. Die ehemals an der Wall Street tätige Journalistin Pam Martens beschrieb in einem Artikel für das Nachrichtenportal Counterpunch das
"Geldkartell des Barack Obama", das nun den Wahlkampf des Senators aus Illinois massiv fördert.
Es sind Counterpunch zufolge ausgerechnet die Schwergewichte unter den Finanzinstituten der Wall Street, in denen man kaum farbige Mitarbeiter finde, die nun einen "Schwarzen Mann" ins Weiße Haus bugsieren wollen. Unter den spendabelsten Unterstützern des farbigen Kandidaten der Hoffung und des Wechselns finden sich solch illustre Finanzinstitute wie Goldman Sachs, UBS, Lehman Brothers,
PG Morgan (JP Morgan? Anm. Bavaria4RonPaul), Citigroup, Morgan Stanley und Credit Suisse. Sieben von Obamas 14 wichtigsten Spendern bestehen gerade aus diesen Wall Street Finanzinstituten, die laut Martens für die Ausplünderung der öffentlichen Finanzen und das Desaster auf den US-Immobilienmarkt verantwortlich sind. Hinzu kommen mit der Citadel Investment Corporation ein Hedgefond sowie sechs einflussreiche, auf Wirtschaftslobbyismus spezialisierte Anwaltskanzleien. Allein diese "Wall-Street-Connection" pumpte bis zum 1. Februar 2008 an die 2,8 Millionen US-Dollar in die Wahlkampagne Obamas."

Der komplette Artikel ist hier zu finden:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27458/1.html

Den unteren Einkommensschichten wird der ganze Charme von Obama jedenfalls herzlich wenig nützen. Die meisten Spenden von "kleinen Leuten" hat dementsprechend auch Ron Paul erhalten - aber den fürchtet Wall-Street wie der Teufel das Weihwasser. Das kann man aber nur erkennen und würdigen, liebes Telepolis-Team, wenn man die "linke"-Scheuklappe fallen läßt.

Kommentare:

Christoph hat gesagt…

"2,8 Millionen US-Dollar"?

Das zahlt bei Goldman Sachs der Pförtner aus der Portokasse...

Dominik Hennig hat gesagt…

Kleber geschnüffelt?

Fabio Bossi hat gesagt…

Obama?

Nicht daß ich wüßte.

Fabio

Christoph hat gesagt…

Im telepolis-Artikel heisst es:

"Unter den spendabelsten Unterstützern ... finden sich solch illustre Finanzinstitute wie Goldman Sachs, UBS, Lehman Brothers, PG Morgan, Citigroup, Morgan Stanley und Credit Suisse. ... Hinzu kommen mit der Citadel Investment Corporation ein Hedgefond sowie sechs einflussreiche, auf Wirtschaftslobbyismus spezialisierte Anwaltskanzleien. Allein diese "Wall-Street-Connection" pumpte bis zum 1. Februar 2008 an die 2,8 Millionen US-Dollar in die Wahlkampagne Obamas."

Will uns Herr Hennig mit seinem Kommentar sagen, dass 2,8 Millionen US-Dollar für die oben genannten Firmen viel Geld ist?

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