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Montag, 4. Juli 2011

Erste Bank Research: In Gold we Trust

Ronald Stöferle vom österreichischen Erste Bank Research liefert seit Jahren intellektuellen Balsam auf die Seelen der fetischistischen Anbeter des barbarischen Metalls, das inzwischen seit über 10 Jahren diversen Kreditwährungen und Heerscharen von Wall-Street-Analysten den goldenen Hintern zeigt. Gold erdreistet sich weiterhin keine Zinsen zu zahlen und wird weiterhin nur in Ausnahmefällen gegessen und doch fällt immer mehr intelligenten und bestens vernetzten Leuten nichts besseres ein, als sich ein Stück dieses ganz besonderen Metalls in den Safe zu legen.
Der Report ist der reinste Lesegenuß, alleine schon wegen der grandiosen Charts und den unzähligen historischen Zitaten. Ich weiß, daß ich nichts weiß, aber eine fortschreitende Remonetisierung von Gold ist auch meine beste Erklärung für den "Preisanstieg" von Gold. Aber das kann ja jeder sehen wie er will, "Goldbug" oder "Aurophobiker". Das sympathische am Metall ist ja, daß es niemandem vorschreibt es als Geld anzusehen:

Spezialreport Gold 2011:
http://www.scribd.com/doc/59287662/Spezialreport-GOLD-In-GOLD-We-TRUST-Juli-2011

PS: Hübscher Chart aus Münchner Sicht...

Freitag, 3. Juli 2009

Erste Bank: In Gold we Trust

Ein auf "Goldseiten.de" verlinkter Spezialreport der österreichischen "Erste Bank" zum Thema "Gold" trägt den Untertitel "In Gold we Trust". Der Report beleuchtet auf 55 Seiten alles wesentliche zum Thema "Gold" und verblüfft mit einem Exkurs zur Österreichischen Schule und dem Umstand, daß die Analysten der "Erste Bank" offenbar ein eigenes Geldmengenaggregat namens "Austrian Money Supply (AMS)" berechnen:


"Die aktuelle Entwicklung der Geldmenge berechnet nach der Gelddefinition der Österreichischen Schule der Ökonomie (in folgendem auch kurz AMS; steht für Austrian Money Supply) zeigt seit Herbst 2008 einen deutlichen Anstieg des Geldmengenwachstums sowohl im US-Dollar als auch im Euro. Die AMS ist sehr eng gefasst und umfasst ausschließlich Bargeld und bargeldnahe Instrumente wie Sichteinlagen sowie Spareinlagen." (Seite 37)


Das Mises-Institut berechnet bekanntlich einen "True Money Supply (TMS)".
Als kleine Warnung an Leser, die aus dem steilen Anstieg von "AMS" eine Tendenz zur "Hyperinflation" herauslesen wollen: ich halte Geldmengenaggregate wie M1, M2, M3...aber auch AMS und TMS in einem Kreditgeldsystem für sehr unzuverlässige Prognoseinstrumente für die Teuerungsrate. Arnold Schwarzeneggers Schuldscheine in Kalifornien sind ein hübsches Beispiel für die analytische Problematik: was ist der Unterschied zwischen einem Schuldschein von Kalifornien und einem US-Dollar? Nur das Machtmonopol. Quod licet Ben, non licet Arnie...Meiner Meinung nach weiß in einem (globalen) Kreditgeldsystem niemand mehr wirklich was "Geld" ist und was nicht.

 
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