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Samstag, 29. Mai 2010

Sonneborn und die Pharmalobby

Martin Sonneborn, ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazins Titanic im Interview mit einem Pharmalobbyisten
Diejenigen die sich mit dem Geklungel von Medienvertretern und Wirtschaft/Politik auskennen, werden sich vermutlich wundern wie selbstverständlich der Lobyvertreter davon ausgeht, das seine Aussagen rausgeschnitten werden.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Il Giornale über Ron Paul und die "Rätsel der Demokratie"

Auch in anderen europäischen Ländern kann man einen nahezu vollständigen "Black Out" der Ron Paul Revolution konstatieren. Zumindest sind mir nur ganz wenige Ausnahmen bekannt.
Der italienische Journalist Marcello Foa von der Berlusconi-nahen Zeitung "Il Giornale" hat zumindest über Ron Paul gebloggt und damit eine rege Diskussion in den Kommentaren hervorgerufen.

Hier die Übersetzung des Blogeintrags vom 11.02.2008 (Hervorhebungen durch mich):

Rätsel der Demokratie, niemand spricht über Ron Paul

Amerika hat mir immer gut gefallen, aber immer öfter verblüfft mich das Land, vor allem während der Wahlen. Ich habe auf diesem Blog bereits über die Anomalien bei den Primaries von New Hampshire berichtet: die Behörden hatten mit der Neuauszählung der Stimmen begonnen, aber niemand hat mehr davon gehört. Und niemand protestiert gegen das Ergebnis.
Nun kommen weitere Ungereimtheiten ans Tageslicht.
Eine davon betriff Ron Paul, den libertären Kandidaten der Republikanischen Partei: er ist mit Huckabee und McCain weiter im Rennen für die Nominierung.
Über das Internet erhält er weiterhin Spenden in Millionenhöhe. In manchen Bundesstaaten hat er sehr gut abgschnitten: er hat z.B. den Caucus in Louisiana gewonnen, aber niemand in den Medien hat darüber berichtet.
Während der jüngsten Primaries haben großen Zeitungen wie die New York Times und die Washington Post Tabellen veröffentlicht, auf denen nur McCain und Huckabee erscheinen, Paul aber nicht. Und die großen TV-Networks haben sich gehütet, ihn zu den Debatten einzuladen. Es ist wie wenn es eine Verschwörung des Schweigens gäbe.
Dabei hat Paul im Bundestaat Washington, wo McCain zum Sieger erklärt wurde, obwohl erst 87% der Wahlscheine ausgezählt worden waren, mit den beiden anderen um den Sieg gekämpft. Huckabee hat von Wahlbetrug gesprochen: er, McCain und Paul lagen nur 200 Wahlscheine außeinander. Sowohl er als auch Paul hätten gewinnen können, wenn 100% der Wahlscheine ausgezählt worden wären.
Ähnliche Vorkommnisse werden aus diversen US-Bundesstaaten gemeldet, weswegen sich ein paar Fragen aufdrängen:

  1. Warum haben die Medien in den USA (und damit die der ganzen Welt) beschlossen einen Kandidaten wie Ron Paul zu ignorieren, der auf nationaler Ebene 10-15% der republikanischen Stimmen auf sich vereint?
  2. Was passiert gerade mit der US-Amerikanischen Demokratie?

PS: Hier kann man die Internetpräsenz seiner italienischen Fans erreichen

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Da sage ich Grazie Herr Foa und FORZA RON PAUL!

Donnerstag, 7. Februar 2008

Top Ten Signs Your Country May Be Going Fascist

Hmm...was haben wir eigentlich daraus gelernt, daß unsere "Regierungen", "Volksvertreter" und "Herrscher" immer wieder unsere Freiheit und unser Leben aufs Spiel gesetzt oder unmittelbar bedroht haben...Daß sie uns zu unvorstellbarer Raserei angestachelt haben? Was genau haben wir Deutschen denn daraus gelernt, daß wir immer wieder den falschen Parolen der "Hirten" gefolgt sind?
Was ist, wenn wir die Lehre daraus ziehen, daß Macht beschränkt sein sollte und niemals staatliche und wirtschaftliche Macht sich gegen unsere Freiheit und unsere Rechte als Individuen richten darf?
Was hat ein Staat denn sonst für einen Sinn???

Mittwoch, 26. Dezember 2007

So funktionieren die Medien

Diese Dokumentation beleuchtet die Praktiken der großen amerikanischen TV-Sender während der Präsidentschaftswahlkämpfe von 1992 und 1996. 1992 gab es in den Reihen der Demokraten einen Kandidaten, der gegen die kriegstreiberische Politik seiner Partei eintrat - er wurde erfolgreich von Partei und Medien marginalisiert. Gut, daß es heute das Internet gibt:

The Spin




Falls die Einbettung nicht funktioniert:

http://www.guba.com/watch/2000915317

Samstag, 8. Dezember 2007

Der Ron Paul Zeppelin

Endlich scheint es ein Mainstream-Journalist zu kapieren: "There is a movement".
Tucker Carlson von MSNBC ("Blimp" heißt "Zeppelin"):


Tucker on Ron Paul Blimp

Donnerstag, 15. November 2007

Offener Brief an den SPIEGEL

An:
daryl_lindsey@spiegel.de
david_crossland@spiegel.de
siobhan_dowling@spiegel.de
charles_hawley@spiegel.de
david_gordon_smith@spiegel.de


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihre Mailadressen im Impressum von SPIEGEL.de gefunden. Ich möchte mich an Sie wenden, die dort alle unter "SPIEGEL International" aufgeführt sind, weil ich meinen Glauben an die Presse in Deutschland, insbesondere den SPIEGEL, zu verlieren beginne.
Ich, ein 31jähriger Selbständiger aus München, bin seit Jahren politisch sehr interessiert und lese den SPIEGEL - im Internet - täglich. Seit mehreren Monaten verfolge ich den Präsidentschaftswahlkampf in den USA und die Wahlkampagne des sogenannten "Außenseiters" im republikanischen Lager, Dr. Ron Paul aus Texas. Mir ist bekannt, daß der SPIEGEL mehrere Korrespondenten in den USA hat, die Herren Steingart, Pitzke und Schmitz, aber deren Adressen sind nicht im Netz zu finden, weswegen ich mich an Sie wende. Gerne dürfen Sie mein Mail an diese Herren weiterleiten.
Warum berichtet der SPIEGEL nicht über diesen Kandidaten? Warum erfahren seine Leser nichts über die "Money Bomb" oder die 5.000 Anhänger, die in Philadelphia zusammengekommen sind, um ihn zu sehen? Warum berichtet kein deutsches Medium über die dezentrale, spontane Graswurzelbewegung, die er ausgelöst hat? Warum berichtet niemand über das weltweite Netzwerk von Unterstützern, die sich über das Internet zusammenfinden? Warum erwähnt niemand die 55.000 Videos, die Aktivisten bei Youtube eingestellt haben? Warum hören und lesen wir nichts über diese Bewegung, die Republikaner, Demokraten, Independents, Nichtwähler, Constitutionalists und Libertarians vereint?

Ich habe im Sommer aus purem Frust, daß niemand in Deutschland über Ron Paul berichtet, einen Blog begonnen, obwohl ich vom "bloggen" bisher nichts verstand:

http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/

Ich bin kein Journalist und will es auch nicht werden. Ich bin nur ein aufmerksamer Bürger dieser Republik und ich habe noch ein Restvertrauen in die konventionellen Medien, obwohl es täglich bröckelt. Ich nehme mir die Freiheit, auch sog. "Verschwörungstheorien" zur Kenntnis zu nehmen und abzuwägen, inwiefern diese mir einleuchten oder nicht. Ich weigere mich allerdings noch zu glauben, daß es so "krass" ist, wie z.B. ein Alex Jones (http://www.infowars.com/) es darstellt.

Das wird allerdings immer schwieriger, wenn ich feststelle, daß "die Medien" (also SIE) sich genau so verhalten, wie solche Leute es voraussagen.

Warum erfährt der SPIEGEL-Leser denn z.B. nichts über das CFR, das alle "Frontrunner" in seinen Reihen weiß (Clinton, Obama, Giuliani, Romney, Mc Cain)? Warum berichtet der sonst so US-kritische SPIEGEL nicht über den einzigen Kandidaten, der nicht nur die (nicht erklärten) Kriege im Afghanistan und Irak beenden will, sondern auch noch eine scharfe Generalkritik am US-Imperialismus übt? Der mit dem Iran ernsthaft verhandeln will anstatt das Land ernsthaft mit einem atomaren Erstschlag zu bedrohen? Der das Wort "Blowback" in den Mund nimmt? Der die geheimen Operationen der CIA in scharfen Worten kritisiert und offen ausspricht, daß aktuell wieder verdeckte Operationen laufen, um das Regime in Teheran zu stürzen?
Ich bin - in dubio pro reo - bisher davon ausgegangen, daß die deutschsprachigen Journalisten vielleicht einfach nichts von Ron Paul mitbekommen haben, weil die US-Medien bisher ebenfalls weitgehend schwiegen. Das ist aber nun nicht mehr der Fall. Sie können sich in folgenden Amateurvideo bei Youtube einen kurzen Einduck über den Stand der Fernsehberichterstattung in den USA verschaffen:

Ron Paul: A New Hope 2.0
http://youtube.com/watch?v=wIivoqLbeeg

Warum lassen Sie es zu, daß der Bürger den Eindruck gewinnen könnte, es werde ihm etwas vorenthalten? Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß ich diesen Brief im Netz veröffentlichen werde.
In der Hoffnung auf eine klärende Antwort verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Fabio Bossi

Ron Paul: A New Hope 2.0



Freitag, 26. Oktober 2007

Sozialmasochisten

"Deutsche wollen Zwang zur Altersvorsorge" - so titelt die Welt und zitiert eine Allensbach-Umfrage, die die Postbank in Auftrag gegeben hat. Danach befürworten 43% der Bundesdeutschen, daß die bisher freiwillige private Altersvorsorge zwangsweise von allen (100%) zu leisten sei. Wie, wieviel, wie lange und wo würden dann natürlich unsere Volksvertreter entscheiden, die sich ja bereits mit der Gesetzlichen Renten"versicherung" (GRV, aka Zwangsschneeballsystem oder auch "Faß ohne Boden") als ausgezeichnete Asset-Manager empfohlen und mit den "Riester-" und "Rüruprenten" ein Händchen für leicht verständliche, unkomplizierte und hochgradig flexible Vorsorgewege bewiesen haben. Der Vorstandsvorsitzende der Postbank "fordert den Gesetzgeber zum handeln auf"- wie uneigennützig. Aus seiner Sicht kann ich es verstehen, da es natürlich den Verkauf entsprechender Produkte vereinfacht - eine Hand wäscht die andere.

Ich (0,0000125% der Bevölkerung) fordere aber die 43%, den Herrn von der Postbank und den Gesetzgeber auf, die Finger aus meinem Leben zu lassen. Es kann ja gerne der "Club der Unzurechnungsfähigen" gegründet werden, der einem das Kündigungsrecht verwehrt und die 43% dürfen alle Mitglieder werden und sich dann zu allem zwingen lassen, wonach ihr autoritätshöriges Mütchen gerade lüstet, aber bitte nicht wieder für alle.


"Freedom is not defined by safety. Freedom is defined by the ability of citizens to live without government interference."


Ron Paul


"Freiheit wird nicht durch Sicherheit bestimmt. Freiheit wird bestimmt durch die Fähigkeit der Bürger, ohne Einmischung des Staates zu leben."


Ron Paul


Hätten wir bloß einen Politiker, der auch nur annähernd das Kaliber dieses Texaners hat, es gäbe diesen Blog nicht.


Unter http://dailypaul.com/node/4385 findet (auf englisch) gerade eine interessante Diskussion unter dem Titel "Too poor to benefit from Liberty" ("Zum arm, um von der Freiheit zu profitieren") statt.

Die größte Quelle von Armut, Abhängigeit und Unfreiheit in unserem Land ist der ausufernde Staatsapparat und seine absurd-unsinnigen Zwangs"vorsorge"maßnahmen - aber wir verkaufen immer und immer wieder unsere Freiheit für eine vermeindliche Sicherheit - um am Ende keines von beidem zu haben.


Armes Deutschland (aber wer glaubt, den USA gehe es soviel anders oder besser, der sollte mal ein wenig nachlesen).


PS:

Die US-Medien wittern allmählich den Braten und berichten (vielleicht trauen sich die Helden vom Spiegel jetzt auch mal):




Freitag, 31. August 2007

Deutsche wollen Hillary Clinton als Präsidentin???

So titelt zumindest die "Welt" in einem ihrer gewohnt stromlinienförmigen Artikel.

http://www.welt.de/politik/article1144875/Deutsche_wollen_Hillary_Clinton_als_Praesidentin.html

Es ist erlaubt, Kommentare zu hinterlassen und man muß sich dafür auch nicht extra registrieren. Ich habe mir erlaubt, zurückzuspammen.

Das kleine Bildchen, das auf das Spezial-Dossier zum US-Wahlkampf hinweist, zeigt die Konterfeis von Obama und Clinton. Die dortigen Artikel sprechen für sich.
Liebe "Welt", ich mache wenigstens keinen Hehl daraus, daß ich parteiisch bin und simuliere keine journalistische Objektivität.

http://www.welt.de/dossiers/us-wahlkampf/

In der dortigen Umfrage liegt Ron Paul bei 3%, was bei den aktuell 1635 abgegebenen Stimmen etwa 50 Stimmen entspricht.

Liebe Freiheitsfreunde, bringen wir Ron Paul doch wenigstens an Rudy "Benito" Giuliani vorbei, der aktuell bei 7% liegt.

Sonntag, 19. August 2007

Das Strohfeuer breitet sich aus...

Der Iowa Straw Poll ist die berühmteste Test-Abstimmungsparty, die die meiste Medienaufmerksamkeit auf sich zieht (thanks again, FOX NEWS!). Es folgen aber aktuell viele weitere in den jeweiligen Bundesorganisationen der republikanischen Partei.

In den letzten Tagen kam es zu folgende Ergebnissen:

Freitag, 17.08.07, Illinois Straw Poll:

1. Mitt Romney 40,35%
2. Fred Thompson 19,96%
3. Ron Paul 18,87%

In Alabama kam Ron Paul am Samstag, den 18.08.07 auf den ERSTEN Platz, mit 216 Stimmen gegen die 14 (!) Stimmen des zweitplatzierten Mitt Romney!

Am selben Tag gewinnt Ron Paul auch in New Hampshire, mit sagenhaften 73% (208 Stimmen) vor Mitt Romney 9% (26 Stimmen). Mike Huckabee wurde Dritter mit 7% (20 Stimmen).

Wir reden hier von der republikanischen Basis, die den Kandidaten bestimmen wird.

Das Strohfeuer breitet sich aus und die Mainstreammedien schweigen weiter...

Thank you Youtube!


Illinois Straw Poll with Ron Paul Activists





Ron Paul Wins Strafford County GOP Straw Poll (New Hampshire)




Alabama Straw Poll Banner Blitz

Dienstag, 14. August 2007

Lechts oder Rinks?

Die Bemühungen der wenigen deutschsprachigen "Journalisten", die sich überhaupt mit ihm beschäftigen, die Positionen von Ron Paul in die ihnen vertrauten Denkschablonen "rechts" und "links" zu pressen, wirken erfreulich hilflos. Vielleicht wird auch deswegen auf beiden Seiten des Atlantiks so wenig über ihn berichtet. Im Zweifel für die überforderten Schreiberlinge kann man annehmen, daß sie einfach nicht über etwas schreiben wollen, was sie nicht verstehen (was dabei herauskommt, wenn sie es doch versuchen, sieht man ja beim Spiegel).
Amerikanische Beobachter haben durchaus auch Probleme.
Das liegt an den falschen Schubladen. Ron Paul ist weder rechts noch links. Er ist klassisch-liberal. Er ist ein Politiker, der sich nicht am "Teile-und-herrsche"-Spiel beteiligt, am Streit in welcher Form er welche Gruppierung zu Lasten welcher anderen bevor- oder benachteiligen möchte.
So erkläre ich mir zumindest seine Popularität, insbesondere bei der Jugend Amerikas. Es ist einfach ´mal etwas anderes, wenn ein Präsidentschaftskandidat ihnen vor allem eines verspricht: sie in Ruhe lassen zu wollen. Das ist deutlich besser, als nicht gehaltene Wahlversprechen und die Anbiederungsversuche, die inzwischen so selbstverständlich sind, daß ein ehrlicher Politiker zum Exoten wird.
Ron Paul ist gegen den Krieg im Irak ("links"?) aber kein Pazifist ("rechts"?). Er ist persönlich gegen Abtreibung ("rechts"?), ist aber gegen ein zentralstaatliches Abtreibungsverbot ("links"?). Er geht kompromisslos gegen "Big Money" an der Wall-Street vor ("links"), aber nur wenn diese Privilegien haben, die sie sich nicht im freien Wettbewerb selbst erarbeitet haben ("rechts"?).
Er ist gegen die Einkommens- und Inflationssteuer ("rechts"?), aber vor allem, weil er die unteren Einkommenschichten als Leidtragende sieht ("links"?).

Man sollte Verständnis haben, wenn das den vielbeschäftigten Medienschaffenden, die sich als Hofberichterstatter im Licht der Potentaten arrangiert haben, zu kompliziert ist. Mit Barack, Hillary und Mitt wissen sie wenigstens, woran sie sind.

Und wir Freiheitsfreunde dürfen hoffen, daß die konventionellen Politiker zumindest in den USA das Rad überdreht haben und nun eine schöne Abreibung bekommen werden. Es wird schon etwas davon über den großen Teich schwappen. Und wenn es nur Arbeit für unsere Journalisten ist.

 
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