Peter Schiff,
Ron Pauls Wirtschaftsberater während des Wahlkampfes 2008, brauche ich hier vermutlich nicht groß vorzustellen.
Steve Keen, selbsterklärter "Neo-Keynesianer", ist unter Libertären und Austrians hingegen weniger geläufig, auch wenn wir ihn
hier schon häufiger erwähnt haben. Man kann beide gewissermaßen auch als Antipoden in der großen "
Inflation-Deflation-Debatte" bezeichnen. In einem
jüngsten Interview (ab ca. Minute 25 der Vollversion) des Australiers beim Hard-Money-Dollar-Bären waren beide sich jedoch in überraschend vielen Punkten einig. Z.B. darin, daß
Lord Keynes den heutigen "Keynesianern" verbieten würde, seinen Namen zu benutzen. In meinen Augen wurde während des Interviews aber auch deutlich, daß
Schiff die Sicht
Keens bzgl. der Geldschöpfung durch die Privatbanken nicht begriffen hat, was unter "Austrians" leider eine weitverbreitete schlechte Angewohnheit zu sein scheint. "Privat" heißt nicht per se und automatisch "gut" und Geld funktioniert in der Realität, in der Staat und Banken siamesische Zwillinge sind nicht so, wie mit einem goldgedeckten Geld.
Keen versucht
Schiff mit dem Hinweis aufzuklären, daß die Banken seit dem 16. Jhd. (
Same Old Game...) auf diese Art und Weise "Geld" erzeugen, aber er bleibt seiner Nettogeldweltsicht treu. Als leidenschaftlicher Viertelgenuese möchte ich in dem Kontext auf das kommende Buch "
Genua - Die versteckte Weltmacht" aufmerksam machen, das ich bereits bei Amazon vorbestellt habe (es sollte eigentlich im April erscheinen...).
Für mich überraschend war, daß
Keen offenbar ebenfalls wie
Schiff "bearish" auf den
US-Dollar ist, der in einer Deflation ja ein begehrtes Schuldentilgungsmittel sein müßte. Leider präzisierte keiner der beiden, gegen was der
Greenback denn genau wie lange fallen soll. Den
Euro? Das
Pfund? Den
Yen?
Gold?
Silber?
Öl? Alles außer
Gurken,
Tomaten und
Sprossen?
PS: Im Moment fällt er hauptsächlich gegenüber
Bitcoins...