"Ökonom Hülsmann kann sich ebenfalls auf eine sympathische Art in Rage reden. Seine Argumentation klingt zwar fremd, sie kommt aber eingängig daher, ganz ohne Zahlen. "Die Banken haben aus ihrer eigenen Perspektive genau richtig gehandelt, denn sie wussten, dass die Zentralbanken sie retten", sagt Hülsmann. Die Banker bewegten sich im Ordnungsrahmen der Politik, dessen Thesen das Establishment belächle.
Billiges Geld
Hülsmann ist Vertreter der Österreichischen Schule, einer seit Jahrzehnten öffentlich kaum beachteten ökonomischen Denkrichtung. Der österreichische Ökonom Ludwig von Mises und Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich von Hajek sind die bekanntesten Vertreter dieser staatskritischen Lehre. Das Grundproblem auch dieser Krise sei die Existenz der Zentralbanken, die das Geld viel zu billig auf den Markt werfen, um andere Banken zu retten. "Es gibt eine Vollkasko-Mentalität in der Finanzwelt, wir haben eine Planwirtschaft in der Geldversorgung", sagt Hülsmann. Er will die Zentralbanken abschaffen und die Geldproduktion privatisieren. Mit solchen Vorschlägen erzeugt Hülsmann eine Abwehrhaltung, was fast schon verständlich ist, denn all das klingt sehr radikal. Doch öffentlich debattiert sollten diese Vorschläge schon werden, meint er, was jedoch nur selten geschieht."
Hier der ganze Artikel auf sueddeutsche.de:
Eine Ahnung von der Krise
Wirtschaftswissenschaftler haben die Finanzkrise viel zu spät erkannt. Nur zwei verpönte Denkschulen sahen das Unheil kommen.
Sonntag, 5. April 2009
Österreichische Schule kommt endlich in der Süddeutschen Zeitung an
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Anonym
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18:58
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Labels: Jörg Guido Hülsmann
Freitag, 5. Dezember 2008
Warum die Regierung die Inflation der Deflation vorzieht
"Giralgeld [die Sorte von Geld, die von den Bäumen kommt]... erlaubt es den Besitzern der Druckerpresse und ihren politischen und wirtschaftlichen Verbündeten sich selbst deutlich schneller und zu wesentlich geringeren Kosten zu bereichern, als irgendeinem anderen Hersteller in irgendeinem anderen Gebiet. Und das erklärt, warum die Regierungen über Jahrhunderte versucht haben, Papiergeld zu etablieren. Und es erklärt auch, warum Regierungen und ihre Verbündete aus der Geschäftswelt einen exponentiellen Wachstumspfad beschritten haben, seit sie dieses Ziel im 20. Jahrhundert erreicht haben. Der Wohlfahrtsstaat ist im 20. Jahrhundert explodiert und die Wall Street und der Bankensektor sind schneller gewachsen als irgendein anderer Sektor der Wirtschaft.
"Die Deflationsangst unserer Eliten ist daher die rationale Reaktion derer, die von den Privilegien profitieren, die unser inflationistisches Regime ihnen zukommen ließ und die mehr zu verlieren haben, als irgendeine andere Gruppe, wenn dieses Regime jemals bei einem deflationären Putsch aufgelöst werden sollte.
Die andauernde Inflation basiert auf einem Monopol. Die Deflation bringt frischen Wind in den freien Markt. Wahre Eliten würden die Deflation aus genau diesem Grund willkommen heißen, denn sie haben ihre Führungsposition ausschließlich der freiwilligen Unterstützung durch andere Mitglieder der Gesellschaft zu verdanken. Und sie haben von einer Deflation - einer sinkenden Geldmenge - nichts zu fürchten, denn ihre Führungskraft basiert auf nützlichen unternehmerischen Dienstleistungen, die sie ihren Mitmenschen anbieten - Dienstleistungen, die alle Veränderungen der Geldmenge oder des Preisniveaus überdauern.
Es bleibt weiter abzuwarten, welche Kollateralschäden die Finanz-Oligarchen noch verursachen werden, beim Versuch ihr korruptes Systems am Leben zu erhalten und die globale Schuldenblase wieder aufzupumpen.
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Fabio Bossi
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11:47
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Sonntag, 19. Oktober 2008
Deflation und Freiheit
Jörg Guido Hülsmann, Autor des Buches "Ethik der Geldproduktion", hat einen Essay mit dem Titel "Deflation and Liberty" aus dem Jahr 2002 im Lichte der aktuellen Ereignisse neu publiziert.
Die Arbeit ist hinsichtlich der laufenden Debatte über "Deflation versus Inflation" sehr erhellend.
Für "Linke" könnte die Lektüre die Frage aufwerfen, warum Karl Marx eigentlich nicht das Geldsystem angegriffen hat, sondern lieber im freien Unternehmertum die "Ausbeuter" gesucht hat. Ich kann das aktuell nicht schlüssig belegen, aber mir erscheint der Marxismus immer mehr als Auftragsarbeit für die internationale Bankierselite.
Hülsmann zum Thema "Ausbeutung":
"Inflation is an unjustifiable redistribution of income in favor of those who receive the new
money and money titles first, and to the detriment of those who receive them last. In practice the redistribution always works out in favor of the fiat-money producers themselves (whom we misleadingly call “central banks”) and of their partners in the banking sector and at the stock exchange. And of course inflation works out to the advantage of governments and their closest
allies in the business world. Inflation is the vehicle through which these individuals and groups enrich themselves, unjustifiably, at the expense of the citizenry at large. If there is any truth to the socialist caricature of capitalism—an economic system that exploits the poor to the benefit of the rich—then this caricature holds true for a capitalist system strangulated by inflation.
The relentless influx of paper money makes the wealthy and powerful richer and more powerful than they would be if they depended exclusively on the voluntary support of their fellow citizens. And because it shields the political and economic establishment of the country from the competition emanating from the rest of society, inflation puts a break on social mobility.
The rich stay rich (longer) and the poor stay poor (longer) than they would in a free society."
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Fabio Bossi
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10:39
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