Marketing-Fachleute kennen das Phänomen der „Innovationsdiffusion“. Es gibt es klar unterscheidbare Bevölkerungsgruppen, die eine Innovation mehr oder weniger früh akzeptieren. Die ersten 2,5 Prozent, die eine neue Idee übernehmen, werden von der Fachwelt „pioneers“ genannt. Die „early adopters“ machen die nächsten 13,5 Prozent aus. Die nächsten 34 Prozent sind die „early majority“, die von der „late majority“, ebenfalls 34 Prozent, gefolgt werden. Am Ende schließen sich die „stragglers“, die letzten 16 Prozent, der neuen Idee an. Zu ihnen gehören zum Beispiel diejenigen, denen der Weihnachtsmann in diesem Jahr ein CD-Abspielgerät schenkt, weil er keine Kassettenrekorder mehr herstellt. Erfahrungsgemäß beginnt Marktdurchdringung dann, wenn die „frühe Mehrheit“ erreicht ist, also wenn mehr als 16 Prozent ein neues Produkt oder eine neue Innovation kaufen oder übernehmen...
Freitag, 23. Dezember 2011
Panik im US-Wahlkampf: Ron Paul kann gewinnen
Marketing-Fachleute kennen das Phänomen der „Innovationsdiffusion“. Es gibt es klar unterscheidbare Bevölkerungsgruppen, die eine Innovation mehr oder weniger früh akzeptieren. Die ersten 2,5 Prozent, die eine neue Idee übernehmen, werden von der Fachwelt „pioneers“ genannt. Die „early adopters“ machen die nächsten 13,5 Prozent aus. Die nächsten 34 Prozent sind die „early majority“, die von der „late majority“, ebenfalls 34 Prozent, gefolgt werden. Am Ende schließen sich die „stragglers“, die letzten 16 Prozent, der neuen Idee an. Zu ihnen gehören zum Beispiel diejenigen, denen der Weihnachtsmann in diesem Jahr ein CD-Abspielgerät schenkt, weil er keine Kassettenrekorder mehr herstellt. Erfahrungsgemäß beginnt Marktdurchdringung dann, wenn die „frühe Mehrheit“ erreicht ist, also wenn mehr als 16 Prozent ein neues Produkt oder eine neue Innovation kaufen oder übernehmen...
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Dienstag, 7. Juli 2009
US-Zentralbank: Abgeordnete fordern umfassende Bilanzprüfung
von Robert Grözinger
Die freiheitliche „Ron Paul Revolution“ etabliert sich allmählich als Faktor in der Politik
Ein Gesetzentwurf des US-Kongresses sieht vor, dass die Federal Reserve, das Zentralbanksystem der Vereinigten Staaten, erstmals in ihrer fast 100-jährigen Geschichte einer vollständigen Bilanzprüfung unterzogen werden soll. Initiator dieses Vorhabens ist Ron Paul. Der republikanische Abgeordnete aus Texas hatte als Kandidat im Vorwahlkampf zur Präsidentschaftswahl 2008 für Wirbel gesorgt, als sein radikal freiheitliches Programm auf unerwartet hohe Resonanz stieß. Seine Unterstützer organisierten sich spontan über das Internet und riefen so nebenbei eine neue Freiheitsbewegung ins Leben, die „Ron Paul Revolution“. Zu den zentralen Forderungen Pauls im Wahlkampf gehörten der Rückzug amerikanischer Truppen aus dem Ausland sowie die Abschaffung der Bundeseinkommenssteuer und der Federal Reserve. Insbesondere letzteres fordert Paul seit Beginn seiner politischen Karriere in den 1970er Jahren, und zwar mit der Begründung, dass das Geldmonopol dieser Institution und das von ihr geförderte Teilreservebankwesen zu heftigen Verwerfungen in der Wirtschaft, zu Inflation, Konjunkturschwankungen und Rezessionen führt, zu einer Bereicherung der Wenigen, die gute Beziehungen haben, auf Kosten der Vielen.
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Dienstag, 30. September 2008
Gescheitertes Rettungsprogramm: Erster Sieg für die Ron-Paul-Revolutionäre
Robert Grözinger berichtet bei eigentümlich frei:
Gescheitertes Rettungsprogramm: Erster Sieg für die Ron-Paul-Revolutionäre
Die Karten im Freiheitskampf werden neu gemischt
Die überraschende Ablehnung des 700 Milliarden US-Doller schweren Banken-Rettungspaketes durch das Repräsentantenhaus am gestrigen Montag war im Programm der Finanzelite nicht vorgesehen. Schon am vergangenen Donnerstag hatte die Nachrichtenagentur AP voreilig die Zustimmung der Abgeordneten zu dieser Wohlfahrtszahlung für reiche Banker gemeldet. Doch dann kam alles anders. Die Medien, wie auch die Regierung und die Wall Street, hatten die Rechnung ohne jenen neuen, ungezügelten und unkontrollierbaren Faktor in der amerikanischen Politik gemacht: Die „Ron Paul Revolution“ oder die „Kampagne für Freiheit“...
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http://ef-magazin.de/2008/09/30/710-gescheitertes-rettungsprogramm-erster-sieg-der-ron-paul-revolutionaere
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Montag, 18. August 2008
Ron Paul Revolution X: Manöverkritik
Ron Paul Revolution X: Manöverkritik
von Robert Grözinger
Umstellung vom Wahlkampf auf das Bohren dicker Bretter
Während Freiheitsbewusste die unerträgliche Seichtigkeit des Seins der vielen freiwilligen Obama-Claqueure in Berlin zur Kenntnis nehmen, arbeiten ihre Gesinnungsfreunde in Amerika daran, noch einmal den Präsidentschaftswahlkampf zu nutzen, um die Freiheitsbotschaft möglichst eindrucksvoll und weit zu verbreiten. Ron Paul, der libertäre Kongressabgeordnete der Republikaner, der bis zur Einstellung seines Wahlkampfes mehr als eine Millionen Stimmen für seine Präsidentschaftskandidatur sammeln konnte, ruft zu einer „Rally for the Republic“, einer „Massenkundgebung für die Republik“ auf...
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Sonntag, 6. Juli 2008
Die Ron-Paul-Revolution: Für eine dezentralisierte freiere Welt
Die Ron-Paul-Revolution: Für eine dezentralisierte freiere Welt
von Robert Grözinger
Amerika als Idee und Ansporn für uns Europäer
In vielerlei Hinsicht sind die europäischen Reaktionen auf Ron Paul und seine Präsidentschaftskampagne eine Spiegelung jener in Amerika, wenn auch in verkleinerter Form. Die europäischen Mainstreammedien haben den freiheitlichen Präsidentschaftskandidaten eher noch schlechter behandelt als die amerikanischen. Sie registrierten ihn kaum. Und wo doch, in einem Halbsatz vielleicht, wurde er als kauzig abgetan. Der „Spiegel“ nannte ihn einen „Hofnarren“, die „Welt“ eine „Lachnummer“. Es gab einige, sehr wenige, respektvolle und nachdenkliche Artikel oder Kommentare über ihn, aber sie waren die Ausnahme; und die meisten dieser Artikel erschienen erst, nachdem die Vorwahlen begonnen hatten und es klar wurde, dass Paul für das Establishment keine unmittelbare Bedrohung war. Die europäische Fernsehberichterstattung über Paul war noch schlechter. Sie fand praktisch nicht statt. Aber: Wo immer er erwähnt wurde und wo auf den Internetseiten des entsprechenden Medienorgans Kommentare möglich waren, gab es regelmäßig viele Einträge, die Paul wohlwollend erwähnten und die die Autoren dafür kritisierten, nicht respektvoller mit dem Kandidaten umgegangen zu sein. Manch ein europäischer „Paulaner“ ist allein aufgrund dieser elektronischen Leserbriefe auf die Freiheitsbotschaft des Texaners gestoßen...
http://ef-magazin.de/2008/07/05/380-die-ron-paul-revolution-fuer-eine-dezentralisierte-freiere-welt
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Montag, 30. Juni 2008
Ron Paul Revolution IX: Die Kampagne für Freiheit
Teil 9 von Robert Grözingers Serie:
Ron Paul Revolution IX: Die Kampagne für Freiheit
von Robert Grözinger
Strategien und Prinzipien der neuen Organisation Ron Pauls
Der 12. Juni 2008 war ein guter Tag für die Freiheit. An jenem Donnerstag stimmten die Iren mehrheitlich für eine Ablehnung des Lissaboner Vertrages der EU, der einen neuen Suprastaat erzeugt hätte, von einigen Gegnern auch EUdSSR genannt. Am gleichen Tag kündigte der innenpolitische Sprecher der führenden britischen Oppositionspartei an, sein Parlamentsmandat niederzulegen, um in einer somit erzwungenen Nachwahl gegen die Ausweitung der Haftzeit ohne richterliche Genehmigung auf 42 Tage zu protestieren. Damit löste er bewusst eine öffentliche Diskussion über das Problem erodierender bürgerlicher Freiheiten aus. Eine Diskussion, die die Regierung weiterhin zu vermeiden versucht – und deshalb bei dieser Nachwahl keinen Gegenkandidaten aufstellt...
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Montag, 9. Juni 2008
Ron Paul Revolution VIII: Die Machtfrage (1)
Der achte Teil von Robert Grözingers Serie über die Ron Paul Revolution ist online:
Ron Paul Revolution VIII: Die Machtfrage (1)
"Über die Voraussetzungen eines Erfolges
In diesen Tagen können wir die ersten Gehversuche von europäischen Organisationen beobachten, die sich – bewusst oder unbewusst – Vorgehensweisen zu eigen machen, die an die „Ron Paul Revolution“ (RPR) erinnern. Wie die ersten Gehversuche eines Kleinkindes werden auch diese zunächst scheitern. Das heißt jedoch nicht, dass sie nicht gemacht werden sollten. Denn nur wer nichts macht, macht keine Fehler – abgesehen vom allergrößten. Und nur Versuch macht klug..."
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http://ef-magazin.de/2008/06/09/ron-paul-revolution-viii-die-machtfrage-1
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Donnerstag, 29. Mai 2008
Ron Paul - Präsident der Herzen
In der Reihe "Bericht aus Bodrum" (von der diesjährigen Tagung der Property and Freedom Society) kommentiert André Lichtschlag über die dortige Diskussion über Ron Paul:
Bericht aus Bodrum VII.: Ron Paul – Präsident der Herzen
von André F. Lichtschlag
Einem Phänomen auf der Spur
Am dritten und letzten Konferenztag referierten Justin Raimondo und Robert Grözinger über das Phänomen Ron Paul. Raimondo ließ die Präsidentschaftskampagne in den USA Revue passieren, während sich Grözinger auf die Reaktionen in Europa konzentrierte.
Das spezielle Verhältnis zur Ron Paul charakterisiere, so Raimondo, sehr gut und grundsätzlich, „wo man steht“. Raimondo blickt tief in die Geschichte der „Libertären Bewegung“ in den USA zurück und macht in den Jahren 1978 und 1980 die entscheidende Zeit aus, die bis heute nachwirke, auch und gerade im Verhältnis der Protagonisten zu Ron Paul. In den beiden Jahren nämlich vollzog sich die Trennung des Vordenkers Murray Rothbard vom Cato Institute, der von ihm mitgegründeten und damals mit Abstand größten amerikanischen libertären Institution, die bereits einigen Einfluss gewonnen hatte. Die Cato-Zentrale zog damals von San Francisco nach Washington DC – und näherte sich auch inhaltlich dem amerikanischen Establishment immer stärker an. Ziel war es, die Regierungspolitik in Richtung niedrigerer Steuern zu beeinflussen.
Rothbard bewertete eine solche Ambition als „Verrat an libertären Ideen“. Er hielt es auch taktisch für einen schweren Fehler, ausgerechnet die Nähe der Nettostaatsprofiteure zu suchen. Rothbard und seine Freunde, zu denen damals bereits Ron Paul zählte, wollten lieber den „einfachen Mann“ überzeugen, den Politikverlierer, der von der Regierung ausgebeutet wird. Cato, das „Reason“-Magazin und große Teile der Libertarian Party bewerteten diesen Weg als „populistisch“.
Die mit Abstand größten Erfolge des „libertären Populismus“ erreichte nun gerade die Präsidentschaftskampagne von Ron Paul – die Hunderttausende junge Menschen und oft einfache Leute begeisterte. Raimondo wundert es nicht, dass dieses Erfolgsrezept dann am übelsten von den Leuten um Cato und „Reason“, also aus den eigenen Reihen, angegriffen wurde – mit einer Schmierenkampagne, die viele hierzulande an die Pressehetze gegen Hohmann, Herman oder zuletzt Peter Krause erinnern muss.
Wie im Fall Krause warf man auch Paul viele Jahre zurückliegende Artikel im falschen Umfeld vor. Raimondo zählt die Schmierenzitate nacheinander auf und stellt sie in den ursprünglichen Sinn-Zusammenhang, der die Vorwürfe als abwegig erscheinen lässt. Grotesk ist auch, dass man Paul „Homophobie“ vorwarf, ist der hier referierende „Paulista“ Raimondo selbst doch offen homosexuell. (Nebenbei: Hat man ähnliche Vorwürde nicht auch gegen Hans-Hermann Hoppe, den Organisator dieser Konferenz, erhoben, einem vermeintlichen „Schwulenhasser“ und guten Freund von Raimondo?)
Raimondo sagt, dass es die Angst vor dem Erfolg des konkurrierenden Weges sei, der die „Establishment-Libertären“ so böse werden und unmittelbar vor der ersten wichtigsten Vorwahl mit den Vorwürfen herauskommen ließ. Verständlich, ging es doch um ihre Existenz als Regierungsberater, die Ron Paul mit Rückgabe weiter Teile der Staatsaufgaben an die Bürger gefährden würde.
Die mitreißendste Rede des diesjährigen Bodrumer Kongresses hielt Robert Grözinger mit einem flammenden Appell: Die Ron-Paul-Revolution habe doch gerade erst begonnen! Das Internet sei erstmals in diesem Ausmaß als Gegenmedium genutzt worden und man könne heute nur ahnen, was in der Zukunft möglich sei. Zaghaft habe sich eine Art „digitale Nation“ formiert, die sich jedweder Gedankenkontrolle entzogen habe. Nicht zuletzt habe Ron Paul auch viele Europäer in ihrer Hassliebe zu den USA abgeholt und all jene, die von der aggressiven imperialistischen amerikanischen Außenpolitik angewidert sind, von der „Idee Amerika“ begeistert.
Grözinger rechnete vor, dass es etwa 4.000 bis 20.000 Europäer gebe, die Ron Paul unterstützten. Und dieses Potenzial vorwiegend junger Menschen, so Grözinger, werde weiter wachsen – unter dem Namen Ron Paul oder unter einem anderen Markenzeichen.
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Mittwoch, 28. Mai 2008
Blaue Narzisse vergreift sich im Ton
Nachdem wir (die Autoren dieses Blogs) immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert werden, rassistisch und/oder antisemitisch und/oder homophob (wenn was fehlt, bitte in den Kommentaren ergänzen) zu sein oder es zumindest an der "notwendigen" Sensibilität mangeln zu lassen, möchte ich ´mal ein Beispiel dafür bringen, wo für mich die Grenze überschritten wurde, wo für mich jemand, den ich nicht persönlich kenne, sich in einer Form geäußert hat, die ich nicht unwidersprochen lassen möchte.
Die Online-Publikation "Blaue Narzisse" hat eine Rezension von Robert Grözingers "Wer ist Ron Paul - der Kandidat des Internets" publiziert. Grözinger, ein Libertärer mit konservativ-bürgerlichen Tendenzen - und hier bitte ich die Schwammigkeit der Labels zu entschuldigen, aber manche Libertäre brauchen sowas - interpretiert in seinem Buch die "Ron Paul Revolution" als eine bürgerliche Gegenbewegung, was sie zweifellos ist, denn der Begriff "bürgerlich" ist in dem Fall nichtssagend genug, um nicht reflexartig widersprechen zu müssen. Seine Interpretation ist zudem offen genug, um nicht ausschließend zu sein, auch wenn Grötzinger seine konservative Perspektive durchaus scharf konturiert. Sie stößt in meinen Augen niemanden von sich, sondern lädt ein. So wie Grözinger es versteht, kann in meinen Augen jeder ein bißchen "konservativ" sein.
Anders Andreas Lehmann, der Rezensent der "Blauen Narzisse", einer Publikation, über die ich so gut wie nichts weiß, außer daß sie wohl für Leser gedacht ist, die sich selbst als "rechtskonservativ" bezeichnen würden, was mir z.B. so nicht in den Sinn käme (in etwa so wenig wie "linksextrem").
„Ich bin überzeugt, dass das jährliche Baseballspiel der Republikaner und der Demokraten als eine der produktivsten Veranstaltungen betrachtet werden muss, an denen sich die Mitglieder des Kongresses beteiligen“
"Eine bessere und gleichzeitig humorvollere Einleitung in die Gedankenwelt der Libertarians und ihres politischen Führers Ron Paul könnte es nicht geben."
beginnt Lehmann seinen Versuch, Ron Paul seinen Lesern vorzustellen, indem er den Republikaner zitiert. Hier könnte wer unbedingt will, bereits beim Begriff "politischer Führer" aufhorchen, da die Ron Paul Revolution dadurch gekennzeichnet ist, daß ihrem "Führer" und seinen "Geführten" das charakteristisch starr-hierarchische Verhältnis abgeht. Aber "Führer" sind allen Unkenrufen zum Trotz ja nicht unbedingt Ver-führer oder Demagogen und die Paulites sind zweifellos dankbar für ihr Vorbild.
Lehmann fährt fort:
"So artikuliert sich nicht nur ein radikales Eintreten für die Freiheit im Allgemeinen und den freien Markt im Besonderen, sondern auch eine tiefe Verachtung des großen Spiels der Politik, der Infantilität, mit der die westliche Welt regiert wird, und des Versorgungsstaates, der Schmarotzer begünstigt."
Alles ok, bis auf den letzten Satz. Es ist zwar nicht zu leugnen, daß der Versorgungsstaat AUCH Schmarotzer begünstigt, aber es gäbe genug andere Kritikpunkte, die man anführen könnte. Meine Meinung: unnötig, aber nicht verdammenswert. Aber, liebe Jünger der Political Correctness, meine Antennen funktionieren, gell?
Weiter geht`s:
"Die Situation der USA ist mittlerweile nicht nur dramatisch, sie ist hausgemacht. So wie jedes andere große Reich scheint auch Amerika zunehmend „fetter“ zu werden. Die USA verfetten geistig und körperlich, da sie die vitalen Probleme des eigenen Landes und der Kultur nicht mehr lösen wollen und nicht einmal mehr wahrnehmen."
Stimmt. Man könnte nur bereits diskutieren, was genau die originäre Kultur der USA sein soll.
Muß man aber nicht. So wie Ron Paul sie verkörpert, sind "uramerikanische Werte", wie ich sie auch durch ihn und seine Bewegung kennengelernt habe, jedenfalls nichts, was ich bekämpfen würde, ganz im Gegenteil.
Es folgt die Zwischenüberschrift:
"Dekadenz und der fehlende Wille, als Volk weiterleben zu wollen"
Hoppla. "Der fehlende Wille als Volk weiterleben zu wollen"? Eine für im bundesrepublikanischen Mikrokosmos akklimatisierte Augen und Ohren anrüchig klingende Formulierung. Aus anderer, nämlich libertärer Sicht, fragwürdig, da ein unsympathischer Kollektivismus mitschwingt. Nichts gegen freiwillige Kollektive, aber "Volk" kennt kein Sezessionsrecht (ich bin auch in Panama noch "Deutscher" und die armen Amerikaner sind sogar weltweit steuerplichtig) und aus individualistischer Sicht möchte ich nicht un-bedingt im Namen eines "Volkes" vereinnahmt werden.
"Es ist damit natürlich eine Situation beschrieben, die in weiten Bereichen auch auf Deutschland zutrifft. Dramatische Staatsverschuldung, Entwertung der Währung, Parteienherrschaft, Lobbyismus und die Unfähigkeit ausländische Konflikte mit der nötigen Härte und Opferbereitschaft zu lösen, sind ein klares Indiz für Dekadenz, für den Unwillen eines Volkes das eigene Überleben zu sichern und sich den Emporkömmlingen aus anderen Kulturen entgegen zu stellen."
Erster Teil, volle Zustimmung. Aber welche "ausländischen Konflikte" sollen "wir Deutsche" denn mit der "nötigen Härte und Opferbereitschaft lösen"? Ich möchte schon ganz genau wissen, für wen oder für was ich mich opfern soll und im Ausland vermute ich aktuell keine Konflikte, die die Härte meiner Opferbereitschaft erfordern würden. Im Gegenteil.
Natürlich kann auch "ein Volk" ebensowenig einen Willen wie einen Unwillen zum Überleben haben, aber vielleicht meint der Autor die Unlust derjenigen, die sich selbst dem Kollektiv "die Deutschen" zurechnen, eben die Attribute fortleben zu lassen, die sie für sich als exklusiv kennzeichnend ansehen. Die deutsche Sprache vielleicht, um die es auch in meinen Augen schade wäre? Oder überhaupt Leute, die sich als "Deutsche" verstehen? Hm. Würde mir auch irgendwie fehlen, so alles in allem. Vielleicht wissen Leser der "Blauen Narzisse" genauer, was "uns Deutsche" ausmacht. Aber, zweifellos, eine Formulierung die wachsam macht und ich will ja brav aufpassen, ob ich auch was gelernt habe, als Deutscher der ich bin (mir konnte leider noch niemand abschließend beantworten, ob meine italienischen Wurzeln mich irgendwie in meiner besonderen Verwantwortung als Deutscher entlasten oder ob eine Achsenmacht nicht zählt).
Einen unschönen Denkfehler offenbart Lehman allerdings in seiner Bemerkung über die "Emporkömmlinge aus anderen Kulturen". Erstens gefällt mir nicht der abfällige Ton, als seien Angehörige "anderer Kulturen" per se "Emporkömlinge" die sich zu den Höhen derer aufschwingen, die als "Deutsche" per se schon "oben" seien. Zweitens ist es ganz gewiß keine Lösung für "die Deutschen", wenn sie sich irgendwelchen "anderen Kulturen" entgegenstellen, weil diese "anderen Kulturen" weder Ursache für noch Schuld an Staatsverschuldung, Währung und bundesdeutschen Parteienmisere sind. Ich benötige jedenfalls keine anonymen ausländischen Sündenböcke, ich benenne in meinen Augen Schuldige lieber individuell und die betonte Zugehörigkeit der Feinde der Freiheit zu irgendwelchen Kollektiven ist in der Regel eher symptomatisch als ursächlich für ihre Freiheitsfeindlichkeit (mir ist ein deutscher Nazi-Prolet nicht lieber als ein jüdisch-homosexueller Libertärer - ganz im Gegenteil). Es ist ferner eine Verkennung der Multikulturalität der USA, wenn die Ron Paul Revolution in so einen monokulturalen Kontext gestellt wird. "We are the people" ist nicht ethnisch-ausgrenzend gemeint, auch wenn die deutsche Übersetzung so klingen mag. Die amerikanischen "Paulites", die ich kennengelernt habe, bestätigen diese meine Sicht mit ihrer Freude über außeramerikanische Unterstützer und der heterogenen Buntheit der Mitglieder dieser Bewegung.
Es folgen einige Passagen, gegen die ich nichts einzuwenden habe.
Versöhnlich aus libertärer Sicht ist auch der Abschluß:
"Das Buch ist besonders Jugendlichen und an der Idee der Freiheit interessierten Menschen zu empfehlen. Neben der Beschreibung der Kampagne kommt auch die liberale Theorie nicht zu kurz. Leicht lesbare Einführungen in das Wesen der Freiheit und des freien Marktes, des Geldes und deren Unvereinbarkeit mit Interventionismus und Sozialismus wechseln sich ab mit interessanten Anekdoten aus Pauls Vorgeschichte und den Ereignissen im Laufe des Wahlkampfes. Ein unbedingter Kauftip also für alle, die sich mit dem Phänomen Ron Paul näher beschäftigen möchten oder Freunde für die absolute Freiheit begeistern wollen.
Nieder mit den sozialistischen Ausbeutern jeglicher Couleur, nieder mit all den Möchtegern-Intellektuellen und Staatsvergötzern, die unsere westliche Kultur so lange haben bluten lassen. Die Freiheit sei’s Panier!"
Freiheit kennt zwar keine Grenzen, weswegen ich mir den Hinweis auf die "westliche" Kultur gespart hätte und wen der Herr Lehmann als "Möchtegern-Intellektuelle" identifiziert, kann ich so nicht beantworten, aber sei`s ´drum. Mit seinem Angriff auf Staatsvergötzer dürfte er sich in "rechtskonservativen" Kreisen gar der Netzbeschmutzung schuldig machen und das ist ja schon wieder mutig.
So, habe ich jetzt die rechtskonservative Bestie zu pfleglich behandelt? Wehre ich nicht der Anfänge? Erkenne ich nicht den Wolf im Schafspelz? Bin ich gar ein Apologet eliminatorisch-rassistischer Tendenzen? Ich zweifle wirklich schwer an mir und vielleicht überzeugt mich ein anonymer Kommentator, daß ich vor dem rechten Belzebub entschieden auspucken sollte.
Für Toleranz und Mitmenschlichkeit, versteht sich.
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Dienstag, 13. Mai 2008
Ron Pauls Buch: Fortpflanzung der Freiheitsidee
Ron Pauls Buch: Fortpflanzung der Freiheitsidee
„The Revolution – A Manifesto“ soll den Fortbestand der neuen Freiheitsbewegung sichern
"Betrachtet man die Kampagne Ron Pauls der vergangenen zwölf Monate, kann sich ein Vergleich mit dem Ackerbau aufdrängen. Mit seinem Präsidentschaftswahlkampf 2007/08 hat Paul den Boden für die Freiheit bestellt. Seine Worte wühlten die Leute auf wie ein Pflug die Erde. Überrascht stellte er fest, dass der Boden schon viel fruchtbarer war, als er, der anfangs skeptisch war, zu hoffen gewagt hatte. Auch er hatte die Kraft des Düngemittels Internet unterschätzt. Vermutlich deswegen hat er sich entschlossen, jetzt eine kräftige Saat auszusäen und brachte daher sein neues Buch „The Revolution – A Manifesto“ heraus. Wer ihn zu diesem Schritt bewogen hat, macht der Sohn eines Milchbauern in seiner Widmug deutlich: „An meine Unterstützer: Noch nie bin ich so von Demut erfüllt und so geehrt worden wie von Ihrer selbstlosen Aufopferung für die Freiheit und die Verfassung.“ Und offenbar als Begründung dafür, warum er das Feld noch nicht geräumt hat, ergänzt er: „Die amerikanischen Revolutionäre schafften das Unmögliche. Wir können es auch.“
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Donnerstag, 14. Februar 2008
Wer ist Ron Paul? Der Kandidat aus dem Internet
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Dienstag, 5. Februar 2008
Ron Paul Revolution VII: Weiterhin Grund zum Optimismus
Teil 7 der "Ron Paul Revolution"-Reihe von Robert Grözinger ist online:
http://www.ef-online.de/2008/02/05/ron-paul-revolution-vii-weiterhin-grund-zum-optimismus/
Ein Ausschnitt:
"Die Zustimmung, die Paul von jungen Wählern erfährt, wurde auch in der MTV/MySpace-Sendung mit den Präsidentschaftskandidaten beider Parteien am 2. Februar deutlich. Während die beiden republikanischen „Schwergewichte“ McCain und Romney erst gar nicht der Einladung folgten, erhielt Ron Paul die besten Zustimmungsraten von allen Teilnehmern, einschließlich Barack Obama. Es lohnt sich, den Ausschnitt der Sendung zu sehen, wo Paul die Zuschauerfragen beantwortet. Zum einen, weil die meisten Fragen ehrlich gemeint sind (im Gegensatz zu den oft kalkuriert herablassenden oder irreführenden Fragen, die ihm in anderen Fernsehdebatten gestellt werden), zum anderen, weil er diesmal die für ihre erschöpfende Beantwortung nötige Zeit bekam. Zwischendurch hört man den Jubel von Ron-Paul-Demonstranten, der vom New Yorker Times Square ins MTV-Studio hineindringt. Überflüssig zu erwähnen, dass die Demonstranten allem Anschein nach meist junge Menschen sind. Für sie wird die „Ron Paul Revolution“ selbst dann weitergehen, wenn Paul seine Kandidatur morgen aufgeben sollte."
HASTA LA LIBERTAD, SIEMPRE! ;-)
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Dienstag, 15. Januar 2008
Ron Paul Revolution VI: Belastungsproben
Teil 6 der "Ron Paul Revolution"-Serie von Robert Grözinger ist bei ef-online zu lesen:
Ron Paul Revolution VI: Belastungsproben
Erste Wahlergebnisse, Kandidatenaussperrung, Schmutzkampagne
von Robert Grözinger
Der Jahresauftakt 2008 war für viele „Paulians“ enttäuschend – auf den ersten Blick. Erst die Vorwahl in Iowa, wo Paul mit 10 Prozent an fünfter Stelle landete. Dann eine Fernsehdebatte, von der Paul ausgeschlossen wurde. Dann die Vorwahl in New Hampshire, wo Paul wieder nur den 5. Platz schaffte, diesmal nur mit 8 Prozent. Am Tag jener Wahl kam dann noch die Meldung der Zeitschrift „The New Republic“, wonach Ron Paul über viele Jahre Newsletter mit rassistischem, antisemitischen und homophoben Texten veröffentlicht haben soll. Bei genauer Betrachtung war der Jahresbeginn jedoch nicht ganz so schlecht. Denn allem Anschein nach befindet sich die herrschende Klasse Amerikas aufgrund der „Ron Paul Revolution“ in heller Panik.
...
Hier gibt es den ganzen Artikel:
http://www.ef-online.de/2008/01/14/ron-paul-revolution-vi-belastungsproben/
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Donnerstag, 8. November 2007
Who Would The World Elect 4?
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Montag, 29. Oktober 2007
Godzilla in der Muppetshow
Wieder ein toller Artikel von Robert Grözinger:
Godzilla in der Muppetshow
In den USA bahnt sich eine epochale Wende wie 1989 an
von Robert Grözinger
Erlebt die Welt zum zweiten Mal innerhalb einer Generation
eine epochale Freiheitsrevolution? In den USA findet
eine Umwälzung der politischen Landschaft in einem Ausmaß
statt, das noch nicht abzusehen ist. Einiges jedenfalls
erinnert an die Frühphase der Wende in Osteuropa 1989.
Natürlich gibt es auch gravierende Unterschiede. Schließlich
richten sich die Proteste in den Vereinigten Staaten nicht
gegen eine lang etablierte, abgewirtschaftete Diktatur, sondern
gegen einen Weichspüler-Sozialismus mit rechtsstaatlichen
und demokratischen Restelementen auf der Schwelle
zum Faschismus. Doch es gibt Ähnlichkeiten und Parallelen,
schauen wir genauer hin....
Hier gibt`s den kompletten Artikel:
http://www.ef-magazin.de/ef77-groezinger-ron-paul.pdf
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Donnerstag, 4. Oktober 2007
Ron Paul Revolution III: Die Lawine rollt
Wieder ein kenntnisreicher Artikel aus der Feder von Robert Grözinger bei ef-online.de:
Ron Paul Revolution III: Die Lawine rollt
Es entsteht die erste „digitale Nation“
von Robert Grözinger
Der „Spiegel“ berichtete kürzlich über die Spendeneingänge der US-Präsidentschaftskandidaten. Barack Obama und Hillary Clinton von den Demokraten werden mal wieder ein respektables Ergebnis vorzeigen, während die Republikaner „schwächeln“, heißt es da. Ein Kandidat wird wieder mal nicht erwähnt: Ron Paul. Das ist in diesem Fall möglicherweise weniger die Schuld des „Spiegel“ als die der amerikanischen Mainstream-Medien, aus denen der Redakteur abschreibt.
In den nächsten Tagen werden die offiziellen Quartals-Spendeneinnahmen aller Kandidaten beider Parteien veröffentlicht. Alles deutet darauf hin, dass die Ergebnisse des konservativ-libertären Republikaners Ron Paul eine Menge Menschen überraschen, und nicht wenige gar ängstigen werden. Im gesamten vorletzten Quartal sammelte er 2,4 Millionen US-Dollar ein und errang schon damit Aufmerksamkeit, weil er nun mehr Geld hatte als John McCain, der bis dahin als einer der Favoriten der Republikaner gehandelt worden war. Diesmal hat Paul allein in der letzten Quartalswoche (!) in einem spannenden Spenden-Endspurt nicht weniger als 1,2 Millionen US-Dollar eingenommen. Also genau die Hälfte des gesamten vorherigen Quartalsbetrages! Ein Grund für das „Schwächeln“ der anderen Republikaner ist sicher hier zu finden. Es ist nicht auszuschließen, dass Paul im eben abgelaufenen Quartal sogar ein zweistelliges Millionenergebnis einfahren wird. Damit wäre er zwar noch nicht in der Gewichtsklasse der beiden genannten demokratischen Favoriten, aber ignorieren können die Medien Paul danach nicht mehr – wenn sie nicht den letzten Rest journalistischer Integrität verlieren wollen. Sofern sie diese noch haben.
„Erst wirst du ignoriert, dann ausgelacht, dann bekämpft, und dann gewinnst du.“ In den Ron-Paul-Foren wird dieser Satz Mahatma Gandhis in den letzten Monaten und Wochen gelegentlich zitiert. Mehrfach haben einige Medien und andere Politiker versucht, Paul lächerlich zu machen. Sie sind bisher immer wieder an seiner Integrität und Ehrlichkeit gescheitert. Nach Debatten und bei Probewahlen bekommt Paul regelmäßig hohe bis höchste Zustimmungsraten; seine Veranstaltungen bekommen den größten Zulauf; Kleinplakate mit seinem Namen sind überall, während von anderen kaum etwas zu sehen ist. Auch wenn dies in den „wissenschaftlichen“ Umfragen noch nicht wiedergegeben wird: Trotz aller gegenteiligen Bemühungen der mächtigen Medien wird Ron Paul dank der kreativen und nimmermüden Graswurzelaktivitäten seiner Unterstützer immer bekannter und beliebter. Andere Kandidaten der Republikaner dagegen haben sich tatsächlich lächerlich gemacht. Auf die Frage beispielsweise, warum keiner seiner fünf Söhne im Irak als Soldat dient, antwortete Mitt Romney, der Beitrag seiner Söhne zum Krieg sei ihre aktive Unterstützung seiner Präsidentschaftskampagne. Und Rudy Giuliani, der im Gegensatz zu Paul und Romney auf die Unterstützung seiner Familienmitglieder verzichten muss, ist auf den krankhaft größenwahnsinnigen Trick gekommen, sich während einer öffentlichen Rede von seiner Frau anrufen zu lassen und kurz mit ihr zu plaudern.
Bei solch einem Angebot ist es kein Wunder, dass Konservative, klassisch Liberale und Libertäre nach anderen Alternativen Ausschau halten. Aber auch bisherige Wähler der Demokraten werden allmählich auf Paul aufmerksam, schließen sich ihm sogar aktiv an, da seine Antikriegseinstellung glaubhafter ist als die aller anderen Präsidentschaftskandidaten. Nichtwähler und Wähler kleinerer Parteien ergeht es ebenso, weil sie in Paul erstmals seit Jahrzehnten wieder eine echte Alternative zu den „vorgefertigten“ Kandidaten der beiden großen Parteien sehen, der sogar eine Chance zum Sieg hat. Auch bei Themen jenseits des Irakkrieges trumpft Paul auf. Bei einer Freiluftveranstaltung letzte Woche in New Hampshire erhielt er den größten Applaus für seine Forderung, das Geldmonopol der Federal Reserve abzuschaffen.
Bei aller Euphorie der „RonPaulians“ über die bisherige Entwicklung der Dinge ist zu bedenken, dass 100 Jahre Sozialismus, auch in den USA, nicht durch eine einzige erfolgreiche Kampagne eines Libertären hinweggefegt werden. Aber egal, wie die Wahl am Ende ausgeht: Die „Ron Paul Revolution“ wird Amerika verändern, so viel ist klar. Menschen werden von nun an verstärkt Kandidaten wie Ron Paul nachfragen - auf jeder Ebene. Viele „Paulians“ werden selber kandidieren, ausgestattet mit überragendem Wissen auf dem Feld der politischen Ökonomie – und einem respekteinflößenden Netzwerk.
Noch weiter gedacht ist die Ron-Paul-Bewegung mit ihrer souveränen Nutzung aller Internet-Ressourcen das erste Anzeichen für die Entstehung „geographieunabhängiger Nationen“, meint Jay Roberts, technischer Direktor der Firma Cellblock.com. „Die Tatsache, dass die erste digitale Nation sich um Ron Paul formiert, statt um Obama oder um das Verbot von gehärteten Fetten, ist ein guter Frühindikator dafür, dass digitale Nationen vielleicht dazu neigen werden, pro-libertär zu sein.“ So können die „Paulistas“ gelassen in den Wahlkampf gehen. Sie können genausowenig verlieren wie eine ins Rollen geratene Lawine aufgehalten werden kann.
Internet:
Der Spiegel: Dollarsegen für Obama und Clinton
Jay Roberts: The Ron Paul Nation
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Fabio Bossi
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Mittwoch, 5. September 2007
Die amerikanische Verfassung und die IRS
In der jüngsten "eigentümlich frei" berichtet Robert Grözinger über die amerikanischen Steuerrebellen Ed und Elaine Brown.
Der Artikel verdeutlicht was jeder wissen kann, der sich die Mühe macht einmal ein wenig nachzurecherchieren: es geht hier nicht um irgendwelche "Spinner".
Hier ist ein kurzer Appetitanrenger (Hervorhebungen durch den Autor dieses Blogs), unter http://ef-magazin.de/ef75-grozinger-ed-brown.pdf gibt es dankenswerterweise den ganzen Artikel:
"...Die „Entdeckung der Freiheit“ räumt mit der alten Vorstellung auf, der natürliche Zustand des Menschen sei der, von einer Autorität beherrscht zu sein, von der er abhängig und der gegenüber er gehorsam ist.
Der freiheitliche, uramerikanische Standpunkt sieht in jedem Menschen den natürlichen
Herrscher über sich selbst. Und nach dieser Vorstellung ist es der Einzelne, der seiner Regierung erst bestimmte Rechte zugesteht. Nicht umgekehrt, wie es in der alten Welt der Fall war und weitgehend immer noch ist.
Erst vor diesem Hintergrund wird das teilweise extrem anmutende Verhalten einiger amerikanischer Steuerrebellen verständlich. Sie sind in einer Kultur aufgewachsen, in der
es der staatlichen Bildungspolitik eben noch nicht vollends gelungen ist, das Wissen um die natürliche Freiheit des Menschen zu begraben. Sie begehren auf, weil sie wissen, dass
letztlich nur sie allein die Quelle jeglicher Autorität der Regierung sind. Sie empfinden es als ihr gutes Recht, mit allen Mitteln gegen den Missbrauch der Autorität anzukämpfen.
Verglichen mit der Menschheitsgeschichte ist die amerikanische Freiheitstradition noch sehr jung. Sie musste erst gegen Monarchisten und dann gegen ein mächtiges, weltweites
konterrevolutionäres Kartell aus Kommunisten, Faschisten, Sozialisten, Demokraten und nun auch Ökologisten kämpfen, das längst auch das Ursprungsland infiltriert hat und
beherrscht.
Doch der Freiheitsgedanke hatte in Amerika immerhin genug Zeit, starke Wurzeln zu schlagen. Stark genug jedenfalls, um noch heute einen kleinen, aber ernsthaften Widerstand gegen die Konterrevolution im eigenen Land zu speisen.
Stark genug auch, um eine Präsidentschaftskandidatur des libertären Republikaners Ron Paul mit viel Selbstbewusstsein, Phantasie, Engagement und vor allem unter Nutzung des neuen Mediums Internet sehr wirksam zu unterstützen.
Ron Paul steht in der Tradition der amerikanischen Gründerväter. Er bezeichnet sich nicht zufällig als „Constitutionalist“, als Verfechter der amerikanischen Verfassung. Einmal im Amt, will er alles abschaffen, was nicht dem ursprünglichen Geist und Buchstaben der Verfassung
entspricht. Ganz oben auf seiner Abschussliste: Die IRS und die Bundeseinkommenssteuer. Wer weiß, vielleicht müssen die Browns nur noch bis zum Januar 2009 in ihrem
Heim ausharren."
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Fabio Bossi
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Montag, 3. September 2007
1967 und 2007: Zwei gegensätzliche Revolutionen
1967 und 2007: Zwei gegensätzliche Revolutionen
Der „Summer of Love“ und die „Ron Paul Revolution“
von Robert Grözinger
Vor vierzig Jahren fand der „Summer of Love“ statt, jener Sommer, in dem in den USA, in Großbritannien und vielen anderen Ländern der westlichen Welt die Hüllen, die Hemmungen und die Benimm-Maßstäbe fielen. Daran erinnern uns diverse Medien am Ende dieses Nicht-Sommers 2007, beispielsweise der „Economist“. Und fragen: Was hat sich seit dem geändert? Der „Economist“ listet folgendes auf: 1967 gab es noch Gouverneure in den Staaten, die für Rassentrennung eintraten, es gab Rassenunruhen, das Bundesdefizit war, gemessen in Prozent der Wirtschaftsleistung, kleiner als heute und der Irakkrieg ist heute unpopulärer als der Vietnamkrieg damals. Vor allem die Einstellungen hätten sich verändert: Heute sagen 94%, sie würden auch für einen schwarzen Präsidentschaftskandidaten stimmen, vor vier Jahrzehnten waren es nur 53%. Für fast 90% ist eine Präsidentin kein Problem, damals war das nur für 57% der Fall. Ansonsten: Die damalige Musik ist jetzt Mainstream und Bioläden sind weit verbreitet. Die sexuellen Moralvorstellungen jedoch haben sich nicht in dem Maße verändert. Jedoch gibt es mehr Kohabitation und die Vorstellung einer Schwulenehe wäre 1967 für die meisten schockierend gewesen. Alles in allem, so der „Economist“, habe sich Amerika „zum Besseren gewandelt“.
Ich bin nicht ganz so überzeugt. Es fällt auf, dass die vom „Economist“ erwähnten Veränderungen sich meist auf Äußerlichkeiten beziehen. Ob eine Frau oder ein Schwarzer Präsident wird ist unwesentlich. Viel wichtiger ist, was für Inhalte er oder sie vertritt. Was die Inhalte betrifft, hat sich seit 1967 einiges in Amerika verändert, meistens leider nicht zum besseren. Denn auch in Amerika hat seitdem die staatliche Regulierung zugenommen und die Freiheit Einschränkungen erfahren müssen. Die staatliche Infrastruktur ist dabei, völlig zusammenzubrechen, siehe den Kollaps der Mississippi-Brücke in Minneapolis am 1. August 2007. Insbesondere über staatliche Schulen und Universitäten haben die Blumenkinder von damals, hauptsächlich Angehörige des gutsituierten Mittelstandes, ihre Lebensvorstellungen anderen aufzudrängen versucht. Umwelt- und pc-Gesetzgebung schränken die Freiheit des Einzelnen und die soziale Mobilität, für die Amerika bisher berühmt war, kontinuierlich weiter ein. Die völlige Loslösung des Dollar vom Gold, vollzogen am 15. August 1971, hat es dieser Generation ermöglicht, in Saus und Braus im Hier und Jetzt zu leben. Diese Attitüde der Hippiegeneration und steht in einem merkwürdigen Gegensatz zu ihrer nach Außen getragenen Sorge um die Zukunft des Ökosystems Erde, welches wir angeblich nur von unseren Kindern geliehen haben. Wenn man sich aber vergegenwärtigt, wie mit dieser Einstellung die Wirtschaft und der technische Fortschritt langsam erwürgt wird, scheint sie schon weniger im Gegensatz zur Gegenwartsbezogenheit zu stehen. Mehr noch: Die Einstellungen ergänzen sich sogar...
Weiter unter http://www.ef-online.de/2007/09/03/1967-und-2007-zwei-gegensatzliche-revolutionen/
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Fabio Bossi
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