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Mittwoch, 27. Februar 2008

Alan Greenspan und Paul Warburg

Alan Greenspan, der frühere Vorsitzende der Federal Reserve (1987-2006), hat in seiner FED-Karriere zwei Bubbles aufgeblasen.

Alan Greenspan

Zuerst bis zum Jahr 2000 die New Economy Bubble (auch Dotcom-Bubble genannt), in deren Schlepptau der Nasdaq Composite bis auf über 5.000 Punkte stieg (heute, 8 Jahre später, steht der Index nicht mal halb so hoch).

Und anschliessend von 2001 bis 2005 die Housing Bubble, deren Auswirkungen als so genannte Subprime-Krise zur Zeit auch deutsche Banken wie West LB, Sachsen LB und IKB an den Rand des Konkurses bringen. (Und für deren Kosten selbstverständlich der deutsche Steuerzahler-Michel aufzukommen hat.)

Seit ein paar Monaten warnt der rüstige Rentner Greenspan vor einer Rezession der US-Wirtschaft, für welche sein Nachfolger Ben Bernanke offziell gar keine Anzeichen sieht:




Jetzt hat Greenspan noch eine Schippe drauf gelegt: Er empfiehlt den ölfördernden Golfstaaten ihre Währungen von den Federal Reserve Notes abzukoppeln.
Das Resultat eines solchen De-Peging wären noch schneller und stärker abwertende Federal Reserve Notes und damit eine enorme Inflation in den USA, welche die us-amerikanische Bevölkerung massiv verarmen lassen würde.


Welche Absichten die US-Elite durch ihr Sprachrohr Greenspan mit solchen Aussagen bezweckt, ist mir unklar. Vielleicht handelt es sich um einen weiteren Schritt in Richtung nordamerikanische Gemeinschaftswährung, den mutmasslichen Amero.

Mich erinnert das ganze Spektakel auch ein bisschen an Paul Warburg:

Der Hamburger Bankier Paul Warburg war beauftragt worden, eine private us-amerikanische Zentralbank zu planen und zu realisieren.
Dies gelang ihm trefflich: Am Vorabend vor Weihnachten 1913 verabschiedete der nur noch zu kleinen Teilen anwesende US-Kongress (der Großteil war schon in den Weihnachtsferien) den Federal Reserve Act.

Paul Warburg verzichtete auf den Posten als erster Vorsitzender der Federal Reserve und liess sich "nur" zum Vice Chairman bestellen.
Damit konnte er die amtierenden Vorsitzenden Hamlin und Harding kontrollieren ohne selbst im Rampenlicht zu stehen.

1921 wurde Paul Warburg der erste Direktor des von Edward Mandell House gegründeten Council on Foreign Relations.

Paul Warburg

Zu Paul Warburg gibt es noch eine interessante Anekdote:

Am 9. März 1929 wird Paul Warburg im Financial Chronicle folgendermassen zitiert:

"If orgies of unrestricted speculation are permitted to spread too far ... the ultimate collapse is certain … to bring about a general depression involving the whole country."

Dies konnte durchaus als Warnung verstanden werden. Wer diese Äußerung Paul Warburg's ernst nahm, hatte noch 6 Monate Zeit, sein Geld von der Börse abzuziehen.
Im Oktober 1929 kam dann der "Big Stock Market Crash" und anschliessend die Great Depression.

Will uns Alan Greenspan gerade in ähnlicher Art "warnen" wie es damals Paul Warburg getan hat?

PS:
Vor seiner Zeit als Chairman der Federal Reserve war der Ayn Rand zugewandte Alan Greenspan ein grosser Verfechter des Goldstandards.
In seinem 1967 veröffentlichten Essay "Gold and Economic Freedom" schrieb er:

"In the absence of the gold standard, there is no way to protect savings from confiscation through inflation. There is no safe store of value. ...
The financial policy of the welfare state requires that there be no way for the owners of wealth to protect themselves.
This is the shabby secret of the welfare statists' tirades against gold. Deficit spending is simply a scheme for the confiscation of wealth.

Gold stands in the way of this insidious process. It stands as a protector of property rights."

Diese wahren Worte könnten auch von Ron Paul stammen!

Donnerstag, 6. September 2007

Gold und wirtschaftliche Freiheit

Was meint Ron Paul wenn er von "Gesundem Geld" ("sound money") spricht und warum in aller Welt will er die US-Notenbank FED abschaffen?
Wer das als "Spinnerei" abtut, sollte sich diesen kurzen Aufsatz von Alan Greenspan durchlesen, den dieser geschrieben hat bevor er Vorsitzender der FED wurde. Folgen Sie dem Link, falls Sie dieser kurze Appetitanreger neugierig gemacht hat, denn er enthält eine bemerkenswerte Einleitung:

http://www.gold-eagle.com/analysis/0003.html


Gold und wirtschaftliche Freiheit
von Alan Greenspan


Eine geradezu hysterische Feindschaft gegen den Goldstandard verbindet Staatsinterventionisten aller Art. Sie spüren offenbar klarer und sensibler als viele Befürworter der freien Marktwirtschaft, daß Gold und wirtschaftliche Freiheit untrennbar sind, daß der Goldstandard ein Instrument freier Marktwirtschaft ist und sich beide wechselseitig bedingen. Um den Grund ihrer Feindschaft zu verstehen, muß man zunächst die Rolle des Goldes in einer freien Gesellschaft verstehen.
Geld ist der gemeinsame Maßstab aller wirtschaftlichen Transaktionen. Es ist der Rohstoff, der als Tauschmittel dient, der von allen Teilnehmern einer Tauschgesellschaft als Bezahlung ihrer Güter und Dienstleistungen akzeptiert wird und der von daher als Bewertungsmaßstab und zur Wertaufbewahrung für das Sparen dient. Die Existenz eines solchen Rohstoffes ist Voraussetzung für eine arbeitsteilige Wirtschaft. Wenn die Menschen keinen objektiv bewertbaren Rohstoff hätten, der allgemein als Geld akzeptiert werden kann, so wären sie auf primitiven Naturaltausch angewiesen oder gezwungen, autark auf Bauernhöfen zu leben und auf die unschätzbaren Vorteile der Arbeitsteilung zu verzichten. Wenn die Menschen kein Mittel zur Wertaufbewahrung, d.h. zum Sparen hätten, wären weder eine langfristige Planung, noch ein Austausch möglich.
Welches Tauschmittel von allen Wirtschaftsteilnehmern akzeptiert wird, kann nicht willkürlich bestimmt werden. Zunächst sollte das Tauschmittel dauerhaft sein. In einer primitiven Gesellschaft mit geringem Wohlstand könnte Weizen ausreichend „dauerhaft" sein, um als Tauschmittel zu dienen, da alle Tauschvorgänge nur während der Ernte oder unmittelbar danach stattfinden würden, ohne daß große Werte gelagert werden müßten. Aber sobald Wertaufbewahrung bedeutsam wird, wie in zivilisierten und reicheren Gesellschaften, muß das Tauschmittel ein dauerhafter Rohstoff sein, üblicherweise ein Metall...

Weiter unter: http://www.gold-eagle.com/analysis/0003.html

 
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