Posts mit dem Label Matt Taibbi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Matt Taibbi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 18. August 2011

US-Börsennachsicht SEC unter wohlverdientem Beschuss


Mangels etablierter Wirtschaftspresse, die den Anzeigenbezahlern aus Ma(i)nhattan auf die Füße tritt, kümmert sich - wie wir hier schon lange ausgiebig dokumentieren - das US-Musikmagazin "Rolling Stone" um die Drecksarbeit. Speziell Matt Taibbi befindet sich seit Jahren auf einem Kreuzzug. Nach den Ungedeckten Leerverkäufen (Fiat Stocks) und den "Shitty Deals", mit denen Investoren und US-Kommunen über`s Ohr gehauen wurden, zielt er jetzt auf die Börsen"aufsicht" SEC selbst:

Is the SEC Covering Up Wall Street Crimes?
http://www.rollingstone.com/politics/news/is-the-sec-covering-up-wall-street-crimes-20110817

Ein US-Senator names Richard Grassley hat auch schon angefragt, es gibt offenbar einen SEC-Mitarbeiter, der ausgepackt hat und behauptet, daß die SEC tausende Seiten an Dokumenten vernichtet hat, u.a. im Fall Madoff:

http://grassley.senate.gov/about/upload/2011-08-17-CEG-to-SEC-MUI.pdf

Samstag, 14. Mai 2011

The People vs. Goldman Sachs


Matt Taibbi legt ein weiteres Meisterstück in seinen Kreuzzug gegen die Wall Street vor: The People vs Goldman Sachs. Taibbi ist "liberal" im amerikanischen Sinne, also "linkslastig" in unserer Diktion, was sein Verständnis für libertäre Positionen eintrübt, aber sein Verdienst ist es, die komplexen Vorgänge rund um die Finanzkrise so auf den Punkt zu bringen, daß Normalbürger es verstehen. Dabei bleibt er für meine Begriffe sachlich akkurat, trotz oder vielleicht gerade wegen der blumig-polemischen Umschreibungen, weil er den Wall Street Kaisern damit ihre juristisch-rabulistischen Kleider vom Leib reißt:

"Here is where the supporters of Goldman and other big banks will stand up and start wanding the air full of confusing terms like "scienter" and "loss causation" — legalese mumbo jumbo that attempts to convince the ignorantly enraged onlooker that, according to American law, these grotesque tales of grand theft and fraud you've just heard are actually more innocent than you think. Yes, they will say, it may very well be a prosecutable crime for a corner-store Arab to take $2 from a customer selling tap water as Perrier. But that does not mean it's a crime for Goldman Sachs to take $100 million from a foreign hedge fund doing the same thing! No, sir, not at all! Then you'll be told that the Supreme Court has been limiting corporate liability for fraud for decades, that in order to gain a conviction one must prove a conscious intent to deceive, that the 1976 ruling in Ernst and Ernst clearly states...."

Der ganze Artikel ist sehr sehr lesenswert und ich hoffe inständig, daß die amerikanischen Justizbehörden endlich aufwachen ("Staatsversagen" anyone?!). Wichtig ist mir nur zu betonen, daß zumindest ich persönlich (für Taibbi kann ich nicht sprechen) keine Generalkritik gegen jeden Mitarbeiter von Goldman Sachs intendiere. Die Mitarbeiter von Goldman Sachs Asset Management in Frankfurt, die ich persönlich kenne, weiß ich wegen überdurchschnittlicher Professionalität und einer zumindest marktüblichen Integrität zu schätzen. "Waisenkinder" sind in der Finanzbranche so selten wie in anderen Branchen auch und die in Deutschland sehr beliebte etatistisch angehauchte und von wenig Fachwissen getrübte Generalkritik an "der Finanzindustrie" ist nicht mein Ding. Einige Bosse von Goldman in New York gehören für mich ganz persönlich trotzdem hinter Gitter.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Matt Taibbi: Why Isn't Wall Street in Jail?

Bevor manche vielleicht etwas theorieverliebte und in meinen Augen schlicht realitätsfremde Libertäre sich wieder wundern, warum ich einen Artikel eines "linken" Journalisten anpreise, der Gefängnisstrafen für Wall-Street-"Unternehmer" fordert, möchte ich auf die Abschlußpassagen hinweisen (Hervorhebung von mir):

"The mental stumbling block, for most Americans, is that financial crimes don't feel real; you don't see the culprits waving guns in liquor stores or dragging coeds into bushes. But these frauds are worse than common robberies. They're crimes of intellectual choice, made by people who are already rich and who have every conceivable social advantage, acting on a simple, cynical calculation: Let's steal whatever we can, then dare the victims to find the juice to reclaim their money through a captive bureaucracy. They're attacking the very definition of property — which, after all, depends in part on a legal system that defends everyone's claims of ownership equally. When that definition becomes tenuous or conditional — when the state simply gives up on the notion of justice — this whole American Dream thing recedes even further from reality."

Diese Wall-Street-Bosse sind keine "John Galts", die den Kapitalismus repräsentieren, es sind megalomane Kriminelle, die sich ihre Helfershelfer in den Aufsichtsbehörden kaufen und das Fundament des Kapitalismus, Eigetumsrechte, unterhöhlen und die modellhaften Prinzipien des "Freien Marktes" ad absurdum führen und in Misskredit bringen. Von mir aus können diese Figuren auch in Privatgefängnissen darben, ich bin nicht zum Etatisten geworden. Rothbard und Co. aber würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sähen, was aus den USA geworden ist. Außerdem ist mir in dubio ein aufrechter Beamter mit Sinn für Gerechtigkeit wie Gary Aguirre lieber, als schmierige kriminelle Pseudokapitalisten wie Dick Fuld oder John Mack.

Freitag, 12. November 2010

Matt Taibbi über "Foreclosuregate"

"Schöne" Zusammenfassung der kriminellen Machenschaften rund um "Foreclosure Gate":

Matt Taibbi: Courts Helping Banks Screw Over Homeowners

Ich hoffe, daß die Amerikaner diese Machenschaften stoppen, auch wenn das zu "2008 Reloaded" führt. Ein System, das durch die Aufdeckung von irrwitzigem Betrug gefährdet wird, ist nicht erhaltenswert und jede verfluchte "systemrelevante" Bank soll verschwinden, inkl. Haftstrafen für alle Beteiligten, auch wenn wir alle 10 Jahre lang nur Brot und Suppe essen müssen.

Das ist zumindest meine Meinung.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Matt Taibbi: Wall Street's Bailout Hustle

Goldman Sachs and other big banks aren't just pocketing the trillions we gave them to rescue the economy - they're re-creating the conditions for another crash

=> zum RollingStone-Artikel ...

Donnerstag, 28. Januar 2010

Populismus ist wie Rassismus?

In den USA scheint eine mediale Debatte darüber entbrannt zu sein, wer auf welche Weise die Verbrechen der Wall-Street kritisieren darf. Es wird der Vorwurf erhoben, Kritik an den Bankern sei "populistisch". Lustigerweise kommt in meinen Augen die fundierteste Kritik an den Praktiken mancher Wall-Street-Player gerade von anderen Wall-Street-Playern. Ich möchte nur den Hedgefonds-Manager Barry Ritholtz oder die Jungs und Mädels von Zerohedge als Beispiele nennen. Matt Taibbi vom Rolling Stone Magazine hat vermutlich das Glück das sein Arbeitgeber wenig Anzeigekunden aus der Finanzbranche hat und kann deswegen beherzt vom Leder ziehen. In einer lesenswerten Tirade kontert er eine Anschuldigung aus der New York Times, das die "populistische" Kritik an Goldman und Co. sowas ähnliches wie "Rassismus" sei (selbstverständlich wurde Taibbi auch schon "Antisemit" und "Verschwörungstheoretiker" genannt):

Freitag, 11. Dezember 2009

Ein neuer Taibbi: Obama's Big Sellout

The president has packed his economic team with Wall Street insiders intent on turning the bailout into an all-out giveaway.

... hier geht's weiter beim RollingStone ...

und hier geht's zum Video:

Matt Taibbi on Obama’s Economy

Montag, 12. Oktober 2009

Matt Taibbi bei Morning Joe über Naked Short Selling

Ceterum censeo...diese Story ist so unfaßbar, daß sie früher oder später auch im Mainstream behandelt werden MUSS! Nichtmal Goldman Sachs kann jeden Journalisten kaufen. Ein Freund hat mir die aktuelle US-Ausgabe des Rolling Stone Magazine besorgt, in der das Thema "Naked Short Selling" für Finanzlaien aufbereitet wird. Matt Taibbi hat richtig gute Arbeit geleistet und man kann zwischen den Zeilen lesen, daß er weiß, daß er nur die prominente Spitze des Eisbergs beschreibt, z.B. wenn er erwähnt, daß dieselben Praktiken sogar mit US-Staatsanleihen laufen.

Matt Taibbi: "Wall Street's Naked Swindle"

Dienstag, 29. September 2009

Rolling Stone Magazine wird die Naked Short Seller bloßstellen!


Was für eine Nachricht...Freude schöner Götterfunken...
Matt Taibbi vom Rolling Stone Magazine, der durch seinen brillianten Artikel über Goldman Sachs berühmt wurde, wird sich eines Themas annehmen, das so explosiv wie undiskutiert geblieben ist - die Praxis der "ungedeckten Leerverkäufe" oder auch "Naked Short Selling", über das wir uns hier schon die Finger wund geschrieben haben. Er kündigt auf seinem Blog einen langen Bericht in der kommenden Printausgabe an. Ganz offensichtlich weiß er um die Zusammenhänge zu den Pleiten von Lehman Brothers und Bear Stearns. Es ist auch nicht so schwierig, da diese Informationen für alle frei im Internet verfügbar sind und er noch dazu inzwischen ein ausgezeichnetes Netzwerk hat. Das dokumentiert die Anekdote, von der er auf seinem Blog berichtet. Er wurde unabhängig voneinander von zwei Mitarbeitern des Senats kontaktiert, die ihm erzählt haben, wie unglaublich durchsichtig Goldman Sachs versucht im Vorfeld des von der Börsenaufsicht SEC einberufenen "Round Tables" Lobbyarbeit pro NAKED Short Selling zu betreiben, indem in einer kurzen Präsentation offenbar absichtlich gedeckte und ungedeckte Leerverkäufe vermischt werden.
Apropos "Börsenaufsicht" SEC. Matt Taibbi ist völlig zurecht fassunglos, wie dieses Phänomen vor den Augen der angeblich schärfsten Aufsichtsbehörde der Welt ohne jede legale wenn nicht strafrechtliche Konsequenz gegblieben ist. Die Behörde toppt sich sogar selbst und lädt NUR mutmaßliche Profiteure an ihren "Runden Tisch":


"So who will get to speak? Two guys from Goldman Sachs, plus reps from Citigroup, Citadel (a hedge fund that has done the occasional short sale, to put it gently), Credit Suisse, NYSE Euronext, and so on."


"Wer wird also Gelegenheit haben zu sprechen? Zwei Typen von Goldman Sachs, plus Vertreter von Citigroup, Citadel (ein Hedgefonds der gelinde gesagt gelegentlich Leerverkäufe tätigt), Credit Suisse, NYSE Euronext und so weiter."


Taibbi merkt an, daß in der ganzen Runde offenbar nur ein einziger Vertreter sitzt, der eine eigentlich absolut selbstverständliche Position vertritt, nämlich die, daß man nur Aktien verkaufen sollte, die man auch besitzt, wenn man schon nicht der Eigentümer ist. Man muß sich eine Aktien also zumindest vorher (!) leihen (!), bevor man sie verkaufen kann. Aber das ist den Herren um den "Runden Tisch" offenbar viel zu streng und die Börsenaufsicht fragt auch noch höflich nach deren Meinung...


Und das soll Kapitalismus sein?! Das ist Vetternwirtschaft der übelsten Sorte gegen die jeder ehrliche Kapitalist aufbegehren sollte!

Dienstag, 22. September 2009

Bringt MERS US-Banken in die Bredouille?

"Mortgage Electronic Registration Systems (MERS)" ist eine Art elektronisches Grundbuch, das die Transaktionshistorie von US-immobilien bzw. Hypotheken verfolgt. Aktuell befinden sich offenbar 60 Millionen Verträge in der Datenbank. Das System ist 1995 als Privatunternehmen von bekannten Namen der US-Immobilienindustrie gegründet worden (u.a. AIG, Fannie Mae, Freddie Mac, WAMU, CitiMortgage, Countrywide, GMAC, Guaranty Bank, und Merrill Lynch). MERS hat das Verpacken von Hypotheken in komplexen Verbriefungsstrukturen (CMBS etc.) erst ermöglicht, da nur so die Eigentumstitel "überwachbar" waren. Offenbar wurden die Daten auch benutzt, um Zwangsvollstreckungen ("Foreclosures") anzustoßen. Ein Gericht in Kansas hat nun festgestellt, daß MERS dazu kein Recht hat, weil aus den MERS-Daten offenbar nicht klar hervorgeht, wer denn nun genau der Darlehensgeber ist.

Was bedeudet das? Schwer zu sagen. Offenbar können sich Eigentümer nun gegen die Banken wehren und die werden es sehr viel schwerer haben, die Zwangsvollstreckungen durchzuführen. Den betroffenen hypothekenbesicherten Wertpapieren dürfte es aber nicht gut tun, es sei denn, daß es sogar besser ist, wenn die Immobilien nicht zwangsvollstreckt werden, weil sie dann weiterhin zu Mondpreisen in den Bankbilanzen stehen dürfen? Daran, daß der Cash-Flow dieser Anleihen leidet, ändert das wiederum aber nichts.

Matt Taibbi vom Rolling Stone Magazine, der mit seinem Kreuzzug gegen Goldman Sucks berühmt wurde, hält diese Entwicklung jedenfalls für "a potentially gigantic story". Der Richter in Kansas ist sich über die Folgen seines Urteils auch nicht ganz klar, meint aber, daß sie "weitreichend" (vast) sein könnten:

"I'm not certain with the satisfaction of mortgages that have been filed on behalf of MERS how good those are and I am not certain how good title to property is that people bought at these foreclosure sales if it turns or becomes established that MERS was indeed not only not the right party but misrepresented by way of their pleadings and affidavits that they held something they didn't own, so I'm not certain of the consequences but it seems vast."

Dienstag, 7. Juli 2009

Matt Taibbi im Interview über Goldman Sachs


Auszüge aus dem Interview bei http://wallstcheatsheet.com/?cat=5 ausgesucht durch Zerohedge:

Damien:
The last word I wrote after I finished reading “The Great American Bubble Machine” was ‘Leviathan’. Since you’ve done some great research covering Wall Street and Washington, do you know of policy tools we can use to dismember what you affectionately called the “great vampire squid wrapped around the face of humanity, relentlessly jamming its blood funnel into anything that smells like money”?

Matt:
I interviewed a government regulator for my previous piece [“The Big Takeover”] who said state regulators already have enormous power. The state banking commissions or insurance agencies, SEC, or the Office of Thrift Supervision can simply write a letter to these banks and say, “You won’t exist tomorrow unless you …” or, “You’re not going to get government funding unless you do this.”So, they already have enough power to correct all the problems people are worried about. The problem is getting the appropriate people to staff those bureaucracies. If enough people put pressure on members of Congress and the President to appoint the appropriate people, then we should solve most of these issues. I’m not sure what new policy initiatives would be needed. I just think we need new people.

Damien:
Do you believe the citizenry can put enough pressure on our legislators, or are we the sheeple who are too confused, ignorant, or entertained to affect change?

Matt:
The real problem is people aren’t organized enough to make it worth the while of politicians to pay attention to ordinary people. The disadvantage the average Joe has against Goldman Sachs is Goldman can concentrate its campaign contributions in its favor. The typical politician is not going to upset or alienate the five most powerful investment banks because he knows realistically he will jeopardize 30% or 35% of his next election cycle’s contributions. On the other side, there isn’t a way for the average person to organize and deny these politicians the money they need to get reelected. So, until we solve the campaign contribution problem, we won’t have the legislative tool to rebalance the power.

Damien:
So are we living in a Catch-22 where we have to choose between the Goldman Leviathan sucking the world’s wealth from loopholes or the omniscient eye at the top of the governmental pyramid which becomes the one crown reigning over us all?

Matt: It’s pick your poison. But before we can even worry about the international government question, we have to start at home with our own country. We have to start by protecting the citizens of our country. Even in the United States, Goldman is allowed to get away with things they shouldn’t be allowed to get away with. If we can tighten up and enforce the rules here, we will be much better off before even looking at the international issue.

Damien:
Most powerful institutions such as the Federal Reserve and Vatican dismiss most criticisms as “fringe conspiracy theory.” Why should the average citizen not dismiss your claims against Goldman as fringe conspiracies about bankers or Jews?

Matt:
That was the tactical criticism I got from Goldman who said to the media, “Next thing you know he’s going to blame us for the Kennedy assassination and say we faked the moon landing.” But if you pay attention to all the criticisms they are leveling, it’s what we call in this business a “non-denial denial.” When people respond by calling names and changing the subject, it means they don’t have any issue with the factual allegations in the article. So, in response to being called a conspiracy theorist, the fact is they are resorting to the rhetorical non-denial denial shows they don’t have any real basis to criticize the facts in the article. The article speaks for itself and the fact they don’t have substantive issues with the piece is highly revealing. In fact, before the article went to print I was extremely nervous we had gotten something wrong and Goldman would come out with a whole list of things they’d say we made mistakes about. But the fact that they didn’t come up with a single thing greatly emboldens me to think we got it right.

Freitag, 3. Juli 2009

Goldman vor, noch ein Eigentor!

Wir haben bereits hier und hier über Matt Taibbi vom Rolling Stone Magazine und seinen Artikel über Goldman Sachs berichtet. Jetzt ist ein Interview mit ihm online (Hat Tip Zerohedge.com):




Hoffentlich macht sich Goldman weiterhin lächerlich und versucht mit schreiend offensichtlichen Nebelgranaten wie dem "Verschwörungstheorie-Vorwurf" (gähn...) die Menschen für dumm zu verkaufen. Goldman, wir bejubeln auch weiterhin jedes Eigentor von Euch, versprochen! Und dank Tyler Durden (cooler Nic...) von Zerohedge sind wir mittendrin statt nur dabei.
Go Tyler, go Matt!

Dienstag, 30. Juni 2009

Matt Taibbi and the Internet versus Goldman Sachs

Wir hatten kürzlich darüber berichtet, wie Matt Taibbi vom Rolling Stone Magazine die "Große Amerikanische Blasenmaschine" Goldman Sachs als zentrale Figur im großen Spiel ums große Geld portraitierte. Eine Dame im Schach, sozusagen. Nun antwortet er auf seinem Blog auf die ersten Reaktionen. In seiner Replik erwähnt er unter anderem, daß er Goldman durchaus im Vorfeld Gelegenheit gegeben hatte Stellung zu nehmen. Ganz im Sinne von "audiatur est altera pars". Taibbi hatte dafür einfache Fragen formuliert. Die Reaktion von Goldman ist bezeichnend:

"I intentionally put a lot of yes/no questions on that list. If the underlying thinking behind any of those questions was faulty, it would have been easy enough for them to say so and to educate us as to the truth. Instead, here is the response that we got:

Your questions are couched in such a way that presupposes the conclusions and suggests the people you spoke with have an agenda or do not fully understand the issues.”

You have to have swallowed half a lifetime of carefully-worded p.r. statements to see the message written between the lines here. That this is a non-denial denial is obvious, but what’s more notable here is that they didn’t stop with just a flat “no comment,” which they easily could have done. No, they had to go a little further than that and — and this is pure Goldman, just outstanding stuff — make it clear that both I and my sources are simply not as smart as they are and don’t understand what we’re talking about. So the rough translation here is, “No comment, but if you were as smart as us, you wouldn’t be asking these questions.”

Matt, you`ll never blog alone.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Goldman Sachs - Die große amerikanische Blasenmaschine

Der vorzügliche amerikanische Finanzblog Zero Hedge, der das Treiben der Big Boys an der Wall-Street beobachtet und entlarvt, hat einen extrem lesenswerten Artikel aus dem Rolling Stone Magazine verlinkt:
Die Story beleuchtet die Geschichte von Government Sucks....äh...Goldman Sachs seit der Großen Depression über die Internet-Manie der späten 90er bis in die Gegenwart. Die nächste Sau, die diesmal mit Hilfe von Barack Obama durch`s Dorf getrieben werden soll, trägt offenbar ein grünes Halsband und hört auf den Namen "Cap and Trade" (Emissionshandel). Mit an Bord: Al Gore und natürlich Goldman Sachs.
Wiedereinmal werden die Big Boys aus Top-Mitgliedern der US-Regierung und der Wall-Street-Mafia einen grundsätzlich interessanten marktwirtschaftlichen Ansatz in Verruf bringen. Ich kann den "Linken" ihre Marktskepsis wirklich nicht verdenken. Umso wichtiger ist (wahrhaft) kapitalistische Kritik an diesen elitären Systemprofiteuren.

 
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: