Freitag, 29. August 2008

Blasphemie!

"Zuerst die Füße"

Darf man so etwas zeigen? Der Vatikan meint Nein, ich meine Ja.
Zu sehen ist dieses Werk von Martin Kippenberger im MUSEION im Zentrum von Bozen, Dantestraße 6.

Gruß
Christoph

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Blasphemie ist Gotteslästerung. Was soll denn gelästert werden, wenn es keinen Gott gibt - jedenfalls nicht den weit verbreiteten in den unterschiedlichsten Varianten, aktiv vertrieben durch die PR-Abteilungen der Religionen?

anonymst hat gesagt…

anonym: die antwort werden wir wohl nie erfahren, und bis dahin hat halt der vatikan eine andere meinung als du. so what?

und @Christoph: dürfen heisst nicht müssen. das nimmt hier zuweilen etwas reflexhafte züge an, nach dem motto "fangt mich doch! bitte!". was sicher viele kulturbeflissene als werk bezeichnen würden, könnte man, auch ohne katholenfan zu sein, ebenso zwangspubertäre subventionskacke nennen. soll sich das ansehen oder nicht, wer will. aber problematischer als den bösen restklerus finde ich ehrlich gesagt, wenn für so einen kindischen plastikmüll steuergelder verbraten werden (sicher nicht zu knapp, wenn wie üblich von "einem privaten verein mit der unterstützung der autonomen provinz bozen" die rede ist).

Fabio Bossi hat gesagt…

@Anonymst (also Nr. 2):

Die Sichtweise hat auch was :-)

Es ist halt oft so, daß man nicht weiß, welcher von 2 Parteien in einem Disput man blöder finden soll und wenn man sich für eine entschieden hat, klingt das so, als würde man auf der Seite der anderen stehen :-)

Christoph hat gesagt…

@ Anonymst

"dürfen heisst nicht müssen."

Gut analysiert. War hier irgendwo von "müssen" die Rede?
Man darf z.B. auch durchgehend klein schreiben, man muss es aber nicht.


"subventionskacke" "steuergelder verbraten werden"

Ob bei diesem Objekt Steuergelder im Spiel waren oder nicht, ist für mich auf die Schnelle nicht nachprüfbar. Ausgeschlossen ist es sicherlich nicht.
Nun profitiert ja auch der Vatikan nicht zu knapp von Steuergeldern. Eine Position Pro/Contra anhand von Steuergeldern, ist daher nicht zielführend.


"autonomen provinz bozen"

Gegen ein unabhängiges Südtirol hätte ich nichts einzuwenden, aber wo ist hier der Zusammenhang mit dem geforderten Ausstellungsverbot?


Und ganz allgemein:
Wer sich - wie in diesem Fall der Vatikan - für ein Ausstellungsverbot einsetzt, will eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Und echte Meinungsfreiheit kann nur als Ganzes existieren. Nicht mit Einschränkungen.
Ich weiss, dass viele das anders sehen; leider sogar Leute, die sich selber als Liberale/Libertäre bezeichnen.
Sie liegen falsch!
Man ist entweder schwanger oder nicht schwanger. Nicht halb oder dreiviertel schwanger.

Anonym hat gesagt…

„Wer sich - wie in diesem Fall der Vatikan - für ein Ausstellungsverbot einsetzt, will eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Und echte Meinungsfreiheit kann nur als Ganzes existieren. Nicht mit Einschränkungen.“

Dann ist es auch Meinungsfreiheit, wenn ich mich für die Vergasung der noch lebenden Restjuden einsetze?

Immerhin wird hier der Foltertod eines unschuldigen Menschen (Jesus) lächerlich gemacht und damit auch gleichzeitig gut geheißen. Wer glaubt so etwas verteidigen zu müssen, zeigt, daß er jede Moral pervertiert hat. Ich wiederhole noch mal den Satz oben, genauso gut könnte man sich für die Vergasung der Restjuden einsetzen, Gelder dafür sammeln und politisch dafür Stimmung machen. (Frosch in Gaskammer, wäre vielleicht auch eine nette Werbung für dieses Vorhaben) Es ist krankt das Meinungsfreiheit zu nennen.

D.R.

Christoph hat gesagt…

@ Anonym

"Dann ist es auch Meinungsfreiheit, wenn ich mich für die Vergasung der noch lebenden Restjuden einsetze?"

Was Größeres hast Du wohl gerade nicht gefunden? Wie wäre es z.B. mit der totalen atomaren Auslöschung allen Lebens auf dem Planeten?

Unter Meinungsfreiheit fällt das allerdings nicht. Diese wird durch das Nichtaggressionsprinzip begrenzt. Was Du Dir da als "Meinung" vorstellst, ist in Wirklichkeit schon eine Drohung! Und Drohungen sind ein aggressiver Akt, dem mit Selbstverteidigung begegnet werden darf.

Falls Du das also tatsächlich planen solltest, darfst Du Dich nicht wundern, wenn Du gebadewannet oder gefallschirmt wirst.

Frank Martin hat gesagt…

Nicht jede Kunst beschränkt sich auf Provokation.

Es gibt auch kunstvolle Abbilder der Schönheit.

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