Freitag, 26. November 2010

The Freedom Not to Run

Will the real Capitalists please stand up?!

Wenn Guido Westerwelle, Oskar Lafontaine, der Keynesianer "Weissgarnix" und ich mal einer Meinung sind, dann leben wir wirklich in spannenden Zeiten. Gestern Abend zappte ich genau in dem Moment bei "Maybrit Illner" vorbei, als Lafontaine Westerwelle bzgl. der Notwendigkeit Haftung von Privatinvestoren bei "Bailouts" zustimmte. Offenbar ist diese Ansicht im Rest der Welt sehr befremdlich. Sind ausgerechnet "wir Deutsche", die ich immer als hoffnungslose Etatisten betrachtet habe, die letzten Kapitalisten auf der Welt?
Weissgarnix kommentiert treffend:



"Nun meint also Nomura, dereinst die größte Wertpapierfirma der Welt, bevor der große Japancrash die Verhältnisse ein wenig zurecht rückte, dass man den Märkten nicht mehr sagen dürfe, dass sie Märkte sind; dass man den Teilnehmern des kapitalistischen Wettbewerbs nicht mehr verdeutlichen dürfe, dass der Wettbewerb auch Verlierer produziert. Das gilt natürlich auch an den Finanzmärkten, wo der umsichtigere Investor gewinnt und der sorglose Investor untergeht. Die Londoner City ist also der Meinung, man dürfen den Kapitalisten nicht mehr verklickern, wie die rules ihres Spiels lauten. Man dürfe ihnen nur die Goodies zuschanzen, sie aber nicht mit den potenziell negativen Konsequenzen ihres Tuns konfrontieren.

Das Moralisieren ist bekanntlich nicht meines, aber dazu fällt mir wirklich nur eine Bemerkung ein:

Was für eine Unverschämtheit!

Wenn das die vorherrschende Denke ist, dann hören wir besser auf: Pfeif’ auf die Marktwirtschaft, wenn stets nur eine Gruppe gewinnen darf, die noch dazu nicht bereit ist, ihre Risiken zu ertragen. Schumpeters “Ephoren des Kapitalismus” sind offensichtlich zu einer dysfunktionalen Kaste von Free-Lunch-Touristen geworden, die ihren Job als ökonomische Treuhänder der Volkswirtschaften aus den Augen verloren haben.

Man mag sich darüber streiten, ob es sich jemals um ein “fair game” gehandelt hat; unter diesen Voraussetzungen ist es jedenfalls keines mehr. Das ist nur noch der totale Beschiss aller durch eine kleine Minderheit einzelner
."



http://www.weissgarnix.de/2010/11/26/zeit-aufzuhoren/

Wo is des Hirn?

Habe gerade diese Perle bei n-tv entdeckt:

Island mit seinen rund 300.000 Einwohnern wurde wie kaum ein anderes Land von der Finanzkrise getroffen. Das gesamte Bankensystem des Inselstaates im Nordatlantik kollabierte 2008 nach Jahrzehnten der aggressiven Expansion in Übersee innerhalb einer Woche. Nur durch die Verstaatlichung seiner Banken und mit Hilfe ausländischer Darlehen in Milliardenhöhe konnte eine Staatspleite verhindert werden.

Hervorhebung durch B4RP

Ja klar der Isländische Staat mit seinen "Staatsschulden" verhindert eine Staatspleite dadurch, das er die Schulden der Privatbanken in sich einverleibt und somit die "Staatschulden" dadurch vergrößert.
Vielleicht bin ich nicht "gebildet" genug um das zu Verstehen.
Dennoch stelle ich die Frage, wo issn des Hirn?

Donnerstag, 25. November 2010

Thanksgiving: Mainstream versus Common Sense

Alle Jahre wieder, ein Thema, zwei Sichtweisen, jeder kann sich frei entscheiden:

Der SPIEGEL:


Wie die Pilgerväter den Sozialismus abschafften


Karl Denninger:

The Truth About Thanksgiving

'The Euro Game Is Up! Who the hell do you think you are?' - Nigel Farage MEP

Private Vorsorge...für den Staat?

Auch wenn ich dem Autor in vielen Dingen widersprechen würde, so finde ich den Artikel "Das Märchen von der sicheren Geldanlage" im Handelsblatt lesenswert. Es wird zumindest unverblümt dargelegt, wovon eigentlich die "Bonität" des Staates abhängt: davon, was er im Notfall seinen Untertanen wegnehmen kann.
"In Deutschland kommen auf etwa 1,7 Bill. Euro Staatsverschuldung Privatvermögen von etwa acht Bill. Euro. Die deutsche Wirtschaft ist sehr stark. Der deutsche Staat ist damit in seiner Finanzsituation in keinster Weise gefährdet."
Was das in der Praxis bedeutet, kann man nun in Ungarn beobachten:
"Ungarn stellt seine Bürger nun vor ein Ultimatum: entweder sie stimmen zu, ihre privaten Rentenersparnisse an den Staat zu transferieren oder andernfalls ihre finanziellen Ansprüche an die staatliche Rentenversicherung zu verlieren. Wirtschaftsminister Matolcsy kündigte diesen Plan der Regierung bereits vorgestern an, der für Aufruhr unter der Bevölkerung sorgte. Unter dem Plan der Regierung sollen rund 3 Billionen Forint, die aktuell in Form privater Rentenversicherungen angelegt sind, unter staatliche Kontrolle gebracht werden, um das Budgetdefizit und die Schulden des Landes zu reduzieren. Alles laufe auf eine Verstaatlichung von privaten Rentengeldern hinaus, wie Beobachter erklärten."

Montag, 22. November 2010

Griechischer Humor

"Foundation X": Ein Ex-Spediteur als Mittelsmann?

Die kuriose Geschichte geht weiter. Der britische Mirror meldet, daß ein Ex-Spediteur namens Alan Barr mit Lord James im Namen der angeblichen "Stiftung X" verhandelt habe. Barr ist optimistisch, daß der Premier das Angebot eines zinslosen 22-Milliarden-Pfund-Darlehen annehmen werde. Er sagt auch, daß er seiner Freundin nichts von diesem Deal erzählt habe, weil er nicht wolle, daß sie ihn für verrückt hält...

Bank of England: Murder on the Dancefloor

Wer sagt denn, daß Banker nicht funky sein können? Die Bank of England hat sogar einen ziemlich groovigen "Executive Director for financial stability". Mr Andrew Haldane zitiert den inzwischen legendären Ausspruch von Ex-Citibank-Chef Charles "Chuck" Prince:

"Haldane argued for the need for so-called macro-prudential tools to prevent crises caused by the collective behavior of banks. Former Citigroup Inc. Chief Executive Officer Charles O. “Chuck” Prince, expressed the dynamic in 2007 by saying his institution would keep lending so long as it had access to liquidity, because “as long as the music is playing, you’ve got to get up and dance.”

“Chuck Prince’s disco inferno causes murder on the dance floor,” said Haldane, who is the Bank of England’s executive director for financial stability.

Quelle:

http://noir.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=alHQxs3agnT0&pos=7



Samstag, 20. November 2010

Enough Is Enough!

Freitag, 19. November 2010

Donnerstag, 18. November 2010

Alter Wein in neuen Schläuchen ?

Zurzeit geht es ja wieder hoch her hinter den Kulissen, ich könnte Stundenlang links zu Englischprachigen YT-Videos Reposten, oder sonstige Artikel verlinken, aber im Prinzip ist es genau der selbe Scheiss wie wir ihn schon seit 2 Jahren kennen. Es geht sogar schon so weit, das die US-Blogger ihre alten Artikel rauskramen bissi abstauben, und neue Zahlen einfügen oder nen Absatz hinzufügen, und fertig.

Denninger hat ein Video von der Fraudclosure Anhörung zusammengeschnitten, pure comedy gold!




Kurz zusammengefasst: Bank of America, Chase-Manhattan, Citi und Wells Fargo sind im Prinzip pleite, das umgehen sie dadurch, in dem sie den Foreclosure Prozess verzögern oder nicht Einleiten bzw eine Restrukturierung ( modification of loan ) nicht zulassen.

Explizit erwähnt wird am Schluss des Videos die " second lien loans ", welche geschätzt zu $400 Mrd. Federal Reserve Notes bei den zuvor genannten Banken in den Büchern stehen, und damit, sollten sie hopps gehen, die komplette Marktkapitalisierung dieser Banken auffressen.


p.s. : Hitler is amused

"All the Devils Are Here": Roland Arnall von Ameriquest

Barry Ritholtz vom Big Picture Blog hat ein Interview mit Bethany McLean und Joe Nocera gepostet:

Unmasked: The Super Villain of Subprime

Sie sind die Autoren des neuen Buches "All the Devils Are Here: The Hidden History of the Financial Crisis".
Mc Lean ist auch die Autorin von "The Smartest Guys in the Room", das als bestes Buch über ENRON gilt.

Im Interview wird eine Person erwähnt, von der ich noch nie gehört hatte: Roland Arnall.

Arnall, der nach der Pleite/Auflösung (Teilübernahme durch Citigroup) von Ameriquest in 2007 (!!!) bereits im August 2005 zum Botschafter der Niederlande (Bilderberg-Connections?) ernannt wurde, gilt als Erfinder der "income stated loans" (Hypothekendarlehen, bei den die Darlehensnehmer das eigene Einkommen geschätzt haben und es nicht überprüft wurde):

"...A major factor of this development was Arnall's origination of the stated income loan, meaning loans were given without verification of income..." (Wikipedia).

Bei allen, die die Arbeit von Wolfgang Eggert verfolgen, könnte der letzte Absatz des Wiki-Eintrags einen leichten Gruselschauer verursachen:

"Last will and testament
SHMAIS.com (Lubavitch News Website) reported that Chabad of California was to be the beneficiary of an $18 million donation from the estate of Roland Arnall. According to their source, before his passing, he made arrangements for Rabbi Shlomo Cunin to receive the donation, and a short while later sent in a down payment of $180,000.[16]"

Ich halte es weiterhin für möglich, daß in elitär-esoterischen Kreisen weit mehr gezielte und vorausschauende konspirative und kriminelle Energie aufgewendet wurde, um die Subprime-Ponzi-Blase aufzupumpen, als die konventionellen Erklärungsmuster behaupten. Daß die Amies nur durch massenhafte kurzsichtige Egozentrik in dieses gigantische Schlamassel getölpelt sein sollen, erscheint mir nicht plausibler als die Möglichkeit, daß irgendwelche abgehobenen Kabbalisten ein bißchen Demiurg spielen wollten.
Aber wie lautete ein Slogan von Ameriquest? "Don`t judge too quickly. We won`t."

 
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