Freitag, 4. April 2008

Geld, Gold, Greenspan...

...überschreibt die FAZ einen Artikel über Hayeks "Bubble Theory":

"Schon vor gut siebzig Jahren hat der österreichische Ökonom Friedrich August von Hayek eine Theorie formuliert, die dieses Krisenmuster schlüssig erklärt. Seine Konjunkturtheorie betont die monetären Faktoren, also die Rolle des Geldes und der Kredite, die Investitionen finanzieren. Mitten in der Weltwirtschaftskrise stellte sich Hayek damit in scharfen Gegensatz zu Keynes, der eine zu geringe Nachfrage als Grund der Misere sah. Nach Hayek war es aber im Vorfeld der Krise zu Fehlinvestitionen von Unternehmen und Banken gekommen, die korrigiert werden müssten. Die Krise sei also eine Katharsis. Mit dieser These machte er sich damals wenig Freunde - doch bietet sie einen Ansatz, um viele konjunktur- und geldpolitische Dramen zu verstehen."

Nein, Freunde hat er sich nicht gemacht, bei den staatshörigen Uni-Kollegen...

"Eine Rückkehr zum Goldstandard erscheint utopisch, ebenso der reizvolle Vorschlag zur "Entnationalisierung des Geldes", den Hayek, inzwischen Nobelpreisträger, 1976 machte. Nach diesem Plan sollte den staatlichen Notenbanken das Monopol entzogen werden und ein freier Wettbewerb privater Emittenten für solides Geld sorgen. Von solch kühnen Gedanken ist man derzeit weit entfernt."

Ja, diese Gedanken sind "utopisch" und "kühn", aber die De-facto-Nationalisierung der Hypothekenbranche in den USA und eine marxistische Super-FED, das ist "vernünftig", wenn man den dortigen Politikern glauben möchte.
Glücklichwerweise für ihn hat der alte Hayek seine Gedanken zur "Entnationalisierung des Geldes" erst 1976 zu Papier gebracht. Die schwedische Notenbank, die Coco Chanel der weltweiten ökonomischen Modeerscheinungen, hätte ihm wohl kaum 1973 den Nobelpreis verliehen. Den bekommt NIE ein Ökonom, der das Banken/Staat-Kartell gefährdet.

Hier gibt es den Vortrag von Prof. Starbatty.

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