Montag, 28. April 2008

Was soll man jetzt machen? Auswandern?

Diese Frage stellt unser Leser Milfweed im Zusammenhang mit der politischen Heimatlosigkeit:

Diese Frage - so verrückt sie auf den ersten Blick vielleicht klingen mag - hat ihre Berechtigung.
Ich bin sicher, dass sich immer mehr Libertäre diese Frage stellen.

Bloss wohin könnte man auswandern? Für freiheitsliebende Individuen scheiden alle EU-Länder ja wohl aus. Auch die USA kommen nicht in Frage. Selbst in New Hampshire ist es mit dem Staatsmotto "Live Free or Die" nicht wirklich weit her.

Noch interessanter als das simple Auswandern ist die Idee des so genannten "Gulching".
Dieses leitet sich von Galt's Gulch in Ayn Rand's "Atlas Shrugged" (deutsch: "Atlas wirft die Welt ab - Wer ist John Galt?") ab.
Hierbei handelt es sich um ein Konzept des autonomen Zusammenlebens einer größeren Anzahl freiheitsliebender Menschen auf der Flucht vor zuviel Staat, Steuern und Gesetzen.

Wenn man das jetzt noch mit nachhaltiger Subsistenzwirtschaft jenseits von Monsanto & Co. verknüpft, wird's richtig spannend.

Vielleicht gibt's zu diesem Thema ja ein paar konstruktive Vorschläge. Würde mich freuen.

Mehr zu Gulching:
Gulching bei Wikipedia
The Gulchers Guide

Gruss an alle!
Christoph

Kommentare:

Colognepaulista hat gesagt…

Christoph, dies ist ein wirklich interessantes Thema. Da tut sich glaube ich auch einiges im Ron Paul-Umfeld. Ich will heute abend noch etwas über etwas über Nevada herausfinden. Wir sollten das Thema aber auf jeden Fall nicht fallen lassen.

Colognepaulista hat gesagt…

Schade, daß sich hier niemand mehr gemeldet hat: ich halte dieses Thema für eines der interessantesten für die Ron-Paul-Bewegung in Deutschland und Europa (let's face it, Ron Paul will not become our president) auch für die Zeit nach dem Ende des Wahlkampfes. Eigentlich eines eigenen Blogs würdig. Zur Zeit bin ich beruflich zu sehr eingespannt, um das zu vertiefen. Ich werde aber auf jeden Fall darauf zurückkommen.

fufurios hat gesagt…

Auf nach Lakotha!

http://www.cainkuelbel.de/html/
republic_of_lakotah.html

Nein, nicht wirklich.
Ich lebe gerne im Pott.
Und was sollen die Indianer auch mit weißen libertären Einwanderern anfangen?

Milfweed hat gesagt…

Wow, da ist man mal 2 Tage abwesend und schon gibt es hier 7 (!) neue Beiträge. Das ist wirklich ein super aktualisierter Blog, auch abseits, aber dennoch verwandt, (Austrians) mit der Ron Paul Thematik. Mir gefallen die konsequent libertären Statements hier und es wird auch klar aufgezeigt, dass nicht nur die USA durch die Voodoo-Ökonomie bankrott ist und somit dem Weg zum Faschismus geebnet hat, sondern das dies auch bei uns in Deutschland geschieht.
Zum Post bzgl. "Auswandern" kann ich leider auch nichts weiter beitragen. Es war eher ein verzweifelter Hilfeschrei, aber falls mal Ron Paul ähnliche Personen(gegen freiheitsfeindlichen Zentralismus), wie Henry Nitzsche, hier in Deutschland zu Wort kommen, dann werden sie von den Medien nicht beachtet oder die Buh-Rufe der Parteien im Bundestag brandmarken ihn als "Nazi" oder "Spinner", was die staatsgläubigen Menschen ohne weitere Fragen hinnehmen und somit ist das Thema wieder unterm Tisch.

In Blödland diskutiert man lieber darüber (v.a. die Medien) über den Erhalt des Berliner Flughafen Tempelhof und im Zusammenhang wirft man die Frage in den Raum, ob der Bürgermeister den Volksentscheid berücksichten muss.
Dieser dumme Flughafen wird noch und noch durchgekaut in den Medien und man muss von Intellektuellen anmaßendes Gesappel über geförderte Jugendspielplätze oder ein subventioniertes Mediengewerbegebiet ertragen, währenddessen mal die Abgeordneten klamm und heimlich die Souveränität des dt. Volk absprechen.
Wenn es keine Partei gibt, die mich hier wenigstens zu 25 % (traurig traurig) vertritt, dann muss ich auswandern.
Das die FDP hintertrottet und der EU- Verfassung zustimmt, das habe ich mir auch schon vorher gedacht. Aber wenn es dann der Westerwelle noch als "großen Erfolg" verbucht, dann ist hier aus die Maus. Die Demokratie zeigt ihre hässliche Fratze, dass eben eine liberale Politik in Laufe der Zeit in so einen Bürokratensumpf nie entstehen kann.

Colognepaulista hat gesagt…

Erstmal auch ein Kompliment an die "Macher" dieses Blogs. In wenigen Tagen viele interessante neue Beiträge,die jeder für sich eine Diskussion wert wären. Allerdings zeigt sich auch ein strukturelles Problem dieser klassischen Blog-Form, daß nämlich die neuen Beiträge die alten im wahrsten Sinne des Wortes verdrängen. Mitunter würden man alte Themen ja gerne mal fortspinnen. Insoweit finde ich das vom DailyPaul verwandte Content-Management Drupal u.Ä. längerfristig praktischer.

@fufurios
Ja, da ist natürlich was dran, ich lebe auch ganz gerne in Deutschland (wobei ich zu meiner alten Heimat Ruhrgebiet ein etwas gespaltenes Verhältnis habe, aber das sollte man irgendwann mal bei einem Pils bereden). Wobei dieses "gulching" ja wohl auch nicht den Eskapismus in eine heile Welt irgendwoanders meint (die es dank Globalisierung sowieso nicht mehr gibt IMHO), sondern das bewußte autonome Zusammenleben einer Gruppe von Menschen in einem bestimmten Gebiet.

@milfweed
auch ein Thema, daß wir schon mal hatten, daß in den Medien, wollen wir mal sagen, etwas eigenartige Schwerpunkte gesetzt werden.

Wäre schön, wenn wir solche Themen noch vertiefen könnten

Fabio Bossi hat gesagt…

In der libertären "Szene" ist das ein recht altes Thema. In ef gibt es sogar seit längerem eine Serie über die beliebtesten Auswanderungsziele. Allerdings sieht es in meinen Augen momentan eher nach der Wahl zwischen Regen, Traufe und Hagelschlag aus.

Anonym hat gesagt…

Wo gibt es denn mehr Informationen hierzu? Ich denke es wäre genial, wenn sich die politisch Aktiven und kritischen Ron Paul Unterstützer zusammen tun würden. Einen eigenen Staat gründen der auf den Grundlagen Ron Pauls Politik basiert, würde einen wirtschaftlichen Aufschwung haben sondergleichen! Lassen wir doch die Dummköpfe, die sich von Massenmedien und anderem beeinflussen lassen zurück und suchen uns ein schönes Stück Land, muss ja nicht so groß sein, sondern nur ein paar Millionen Menschen aufnehmen können. Wer hat einen Link zu einem Forum oder ähnlichem wo man so etwas diskutieren könnte?

Christoph hat gesagt…

@ Anonym

Leider kenne ich keine Seite auf der dieses sehr wichtige Thema im Mittelpunkt steht.
Auf libertären Seiten wurde dieses Thema immer mal wieder angeschnitten, aber nie vertieft.

Ich stimme mit Colognepaulista überein, dass die ausführliche und vertiefende Erörterung eines Themas in einem Blog durch die Kommentarfunktion nur unzureichend möglich ist.
Am Besten wäre für so etwas ein offenes Forum geeignet.
Ich werde mich mit diesem technischen Aspekt mal beschäftigen. Vielleicht kann man ja auch als Nicht-Informatiker ein Forum aufsetzen...

Leider bin ich sicher, dass dieses Thema für viele immer wichtiger werden wird.

Anonym hat gesagt…

Ich habe ein Forum gegründet in dem wir unsere Idee besprechen können!

http://polheimatlos.iphpbb3.com

Christoph hat gesagt…

@ Anonym

Die Werbetrommel wurde gerührt:

Neues Forum zum Thema Auswandern
http://bavaria-for-ron-paul.blogspot.com/2008/05/neues-forum-zum-thema-auswandern.html

Ich wünsche dem Forum viel Erfolg; befürchte jedoch dass sich einige User von dem hochtrabenden Anspruch einer "Staatsgründung" eventuell abschrecken lassen.

Trotzdem: Toi, toi, toi! So ein Forum wird gebraucht.

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